Die innere Dimension der “Nachhaltigkeit”

Die  innere Dimension der "Nachhaltigkeit"
Zitat von Thich Nhat Hanh – Zen buddhistischer Mönch

Nachhaltigkeit  ist das Schlüsselwort des 21. Jahrhunderts! 

Definiert wurde der Begriff „Nachhaltigkeit“ erstmalig in dem Brundtland-Bericht der Vereinten Nationen im Jahr 1987 in dem es frei übersetzt heißt “Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“ (Hauff 1987, S.46).

Klassischerweise wird Nachhaltigkeit dreidimensional im „Drei Säulen Modell“ dargestellt – sprich das Konzept beinhaltet„Ökologie“, „Wirtschaft“ und „Soziales“.

Angefangen bei der Wasserqualität, über „nachhaltigen Städteplanung“ bis hin zu „no Poverty“ Maßnahmen, werden aktuell 17 globale Entwicklungsziele in der „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen (UN) definiert.Hier zum Schnellüberblick für euch, aus den UN „SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS“ vom August 2019:

Die  innere Dimension der "Nachhaltigkeit"

Nicht erst seit Greta Thunbergs Engagement und der „Fridays for Future“ Bewegung im Bereich Umweltschutz, hat das Thema Nachhaltigkeit global endlich Fahrt aufgenommen und ist glücklicherweise langsam aber sicher in unser aller Leben angekommen.

Ich muss zugegen das ich einen wirklich emotionalen Bezug zu dem Thema erst in den letzten 2-3 Jahren entwickelt habe als ich mich mit Umweltmanagement beruflich etwas auseinandersetzen konnte. Seither ist für mich zum Glück einiges nachhaltiges in meinem Leben passiert wie z. B. Die Nutzung eines Lasten-E-Bikes anstatt Auto oder öffentlicher Verkehrsmittel. Natürlich kann man jetzt sagen, na ja Batterien sind auch nicht wirklich „green“ – was korrekt ist, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!

Nichts desto Trotz vermisse ich ein grundlegende Betrachtung im Bezug auf die   aktuellen Nachhaltigkeitsziele. 

Mir fehlt die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Menschen als Grundlage hin zu einem besseren Umgang mit sich selbst und der Umwelt. 

Es ist kein Geheimnis mehr das unsere innere Wahrnehmung Auswirkungen darauf hat wie wir die Welt sehen und mit ihr und allen Menschen darin umgehen. Meiner Meinung nach ist der Welt sehr geholfen wenn wir alle endlich mal liebevoll in unserem „inneren“ aufräumen und Frieden schaffen um ihn dann in die Welt zu tragen. Dieser Punkt beinhaltet für mich die wahre Grundlage der Nachhaltigkeit für das Individuum, die Gesellschaft, die Wirtschaft und Ökologie. 

Denn wenn ich im täglichen Überlegenskampf mit mir bin, habe ich keine Zeit mehr auch noch an andere oder auch die Umwelt zu denken. 

Wenn ich dann doch, meist aufgrund von gesellschaftlichem Druck mal in die Nachahltigkeitskerbe „schlagen“ wollte, in dem ich anfing „nachhaltig“ einzukaufen, Müll besser zu trennen etc. War das meist von kurzer Dauer – da es von meiner Seite aus keine Herzensthema sondern ein „Ego“-Ding war.

Jeder Mensch braucht inneren Raum, innere Freiheit um wieder zu entdecken wer er ist, wo er hinmöchte und was ihm wichtig ist. 

Wenn jeder einzelne von uns hier weiterkommt, kehren wir merklich in unsere innere Mitte/innere Kraft zurück und haben Raum um auf uns, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt acht zu geben!

An dem Punkt kränkeln alle unsere weltlichen Systeme gerade an unserem persönlichen Wachstum, das wir gerne aktiver in die Hand nehmen dürfen. 

Die Entwicklung von jedem einzelnen von uns ist wichtig, wir sind wichtig, denn wir existieren alle als Einheit und somit tragen wir alle Verantwortung für uns, die Person uns gegenüber und die Welt.

Natürlich ist das ein hehres Ziel das sich alle Menschen ihrer „Selbst“ bewusster werden, aber es passiert schon!  Vielleicht nicht gleichen Umfang bei allen zur gleichen Zeit aber in nicht allzu ferner Zeit werden wir wieder dahin kommen das wir es wichtiger nehmen „auf uns zu achten“ als ob wir „Projekt xy“ voran gebracht haben. Ohne die Ressource Mensch geht vor allem wirtschaftlich gar nichts, dennoch ist es erschreckend welchen unbewussten Umgang und welche Werte einige Firmen in ihrer Firmenkultur vorleben, oft wenig wertschätzend bis menschenverachtend.

Es ist für mich deshalb eine logische Konsequenz das unsere Gesellschaft an vielen Stellen „kränkelt“- wir sind einfach „nur“ Menschen!

Lt. Psychoreport der DAK von 2021 wurde 2020, im ersten Jahr mit Corona, ein neuer Höchststand an psychischen Erkrankungen mit + 56 % im Vergleich zu 2010 erreicht.

Meiner Meinung nach ist es viel zu kurz gedacht, zu erst kosmetisch im Punkto Nachhaltigkeit tätig zu werden indem wir uns Ziele setzen wie „CO 2“ Reduzierung – wenn die meisten Menschen (ich falle da auch noch teilweise rein) noch nicht bereits sind über ihre rote Linien zu gehen und z. B. Ihr Auto stehen zu lassen und zu Fuss zu gehen oder weniger in „ferne Länder“ zu reisen.

Ich reise total gerne und das aufzugeben wäre für mich auch echt hart, aber ehrlich es tut unserer Umwelt nicht gut der ganze Flugverkehr und die Autoabgase, geschweigedenn unser Entdeckergeist bis in die abgelegensten Winkel des Dschungels wo Eingeborene noch im Einklang mit der Natur leben.

Wenn wir mehr wissen wie es sich anfühlt in Frieden mit uns zu leben, können wir zurückkehren in den natürlichen Zustand im Einklang mit anderen Lebewesen und der Welt zu leben!

Es ist so simples wie es sich anhört und doch gleichzeitig scheint es unerreichbar fern, da wir oft nicht bereit sind da hinzuschauen wo es unangenehm, kompliziert oder unbequem wird!

Mitgefühlstraining und das tiefe Verankern  der Einheit von allem in meinem Bewusstsein, ist sind für mich ein wichtiger Schritt zur Selbstakzeptanz die Grundlage für ein friedliches und nachhaltiges Zusammenleben ist!

Aus meiner Perspektive gesehen läuft die soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit dann automatisch ab wenn ich mich auf meine eigenen natürlichen mitfühlenden Werte ausrichte und mich so akzeptiere wie ich bin!

Ich hatte ewig große Angst vor dem Fahrrad fahren in der Großstadt und mit zunehmender persönlicher Entwicklung bin ich froh das ich das Gefühl den Wind im Haar zu haben auf dem Rad wieder erleben kann. Ich wollte immer mehr weg vom Autofahren in der Stadt und hab jetzt eine emotionale und somit nachhaltige Basis für mich gelegt. Das macht mich unendlich stolz und bringt mich meinem Wunsch auf eine bessere Welt für unsere Kinder näher. Denn zum Glück ist der Trend nicht aufzuhalten, die Menschen kaufen sich gerade alle ein Radl und meine Hoffnung ist groß das die Politik sich über kurz oder lang für eine Auto-freie Innenstadt stark macht.

Ich hätte noch für 5 Jahren nicht gedacht, das ich als „nicht radler“ das sage, aber es ist einfach viel besser für alle die Autos raus aus der Stadt zu haben!

Ja das ist unbequem, auch für mich, aber ich bin es satt immer so „kurzfristig“ zu denken! Wie weit hat uns das gebracht?

Also bitte ihr lieben lasst uns anfangen langfristig zu denken, jeden Tag ein klitzekleines bisschen mehr um für uns selbst und alle anderen Lebewesen eine besser Welt zu erschaffen.

Jeder kann hier seinen Beitrag leisten – Menschen die das Gegenteil behaupten werden sicher im Laufe ihres Prozesses auch noch dahin kommen das zu erkennen.

Zumindest wünsche ich es jedem, denn es ist so „einfach“ uns eine bessere Welt zu erschaffen – angefangen mit uns!

Ja das fühlt sich dann auch erstmal neu, angstvoll und ungut an wenn man an sich arbeitet, aber unser Leben, die Natur und die Generationen nach uns werden uns dafür liebevoll „belohnen“.

Hier mein persönliches Rezept für  mehr Mitgefühl & Achtsamkeit mir, anderen und dem Planeten gegenüber:

  • Mitfühlende Umarmung & Worte für mein „inneres Kind“ 2-3 x täglich; das ganze ist ein Training und nur wirksam wenn man es möglichst ohne Druck & inneren Anspruch übt.
  • Schaffung von mehr innerem Raum (innerer Freiheit)  z. B. Durch liebevolle Abgrenzung, Meditation, Ruhephasen
  • Tiefes und bewusstes Atmen üben –  bevorzugt in kurzen Pausen
  • Training Körperbewusstsein: Sport, Yoga, Somatic Experiencing, Gehmeditation, Wahrnehmungsspaziergang, achtsam Tee trinken etc.
  • Training Verantwortungsbewusstsein & Mental-Hygiene; Wahrnung meiner Gedanken, Gefühle, Glaubenssätze und innere Arbeit daran.
  • Implementierung von Mitgefühl & Achtsamkeit in allem was ich tue: Haushalt, Kinderbetreuung, Arbeit, Beziehungen etc.

Wichtig ist dabei: alles ist eine Frage des Trainings; das Gehirn braucht Zeit um neue Gewohnheiten neuronal (im Gehirn) zu entwickeln; Wieviel Zeit wird wissenschaftlich immer wieder neu studiert; es ist wichtig mit viel Ausdauer, Mitgefühl und Geduld ranzugehen- auch wenn das nicht immer “leicht” ist. Vor allem bringt einen Druck und Leistungsgedanken hier Null weiter, eher im Gegenteil :(.

Also durchatmen und erinnern: es hat ja auch eine Zeit lang gedauert euch manches „negative“ Denkmuster anzueignen, deshalb ist es doch nur fair wenn sich das „bessere“ erstmal nachhaltig bei euch einrichtet darf – damit es auch langfristig bleibt!

Übrigens: Studien zeigen das Mitgefühlstraining die Gehirnstruktur bereits nach ca. 4 Wochen konstanter Übung verändern kann. Hier wurde mit bildgebenden Verfahren nachgewiesen, dass die Große des anatomischen Entstehungszentrums der Angst im Gehirn dem Amygdala, reduziert wurde 1

Dies Abhandlung über die menschliche Entwicklung als Grundlage zu mehr Nachhaltigkeit, soll nicht dazu beitragen noch mehr Öl ins Feuer zu gießen um uns noch mehr Druck zu machen, uns zu optimieren.

Nein, sie soll eine direkte aber liebevolle Einladung sein, einfach mal hinzuschauen wie es gerade um unser eigene Entwicklung im Hinblick auf eine bessere Zukunft für uns und unsere Nachkommen steht!


Von HerZen
Silke (Zensibility 🌸 ) 

1 Link zum Studienbericht von R. Davidson über “Mitgefühl von Studienteilnehmer Matthieu Ricard (buddhistischer Mönch): https://youtu.be/CGlHR9hcb5A.


P.S: 🌸 Buchtipp  zur Nachhaltigkeit & Zen: Im Oktober 2021 erscheint ein interessantes Buch  mit dem Titel „ Zen & the Art of saving the Planet“, von Zen- Master Thich Nhat Hanh.
🌸 Wenn du dich für die Themen Achtsamkeit, Mitgefühl und Sensibilität interessierst, höre gern mal in meinen Zensibility Podcast (gängige Podcast- Plattformen) rein.

Sensibles Kind – ein entscheidender Wachstumsfaktor

Sensibles Kind - ein entscheidender Wachstumsfaktor

Heute wurde mir endlich mal wieder bewusst, wie sehr ich von der Erziehung eines sensiblen Kindes wirklich profitiere und wie sehr dies zu meiner “Lebensaufgabe” beiträgt.

Am besten fang ich ganz vorne mit unserer Geschichte an, damit der Zusammenhang erkennbar wird :).

Meine Vorstellung von Familie und “Kinder haben” war steht’s eine zutiefst romantische Sache, wie ich im im Live-Experiment bald merkte.

Es stand trotz meiner eigenen inneren Themen für mich nie wirklich zur Debatte, das ich ein Kind haben möchte – das war gesetzt. Ich glaube hätte ich allerdings wirklich gewusst, was alles dahintersteckt und wie sehr ich dadurch an mir “arbeiten” darf, hätte ich es mir damals sicher anders überlegt.

Ich fand erst Mitte meiner 30-er Jahre langsam zu mir, entdeckte mich und schaffte es herauszufinden wer ich bin und was ich für eigene Bedürfnisse habe. Vorher ging es in meinem eigenen Leben nicht wirklich um mich – jetzt wollte ich mich endlich mal mehr um mich kümmern.

Dieser Wunsch schob den inneren Antrieb ein Kind in die Welt zu setzen merklich nach hinten, unterbewusst wusste ich wohl doch, dass mein Bedürfnis und der Betreuungsbedarf nicht wirklich realistisch zusammen gehen.

Ich hatte zu dem Zeitpunkt als es dann “ungeplant” passierte (also ohne bewusste Entscheidung dafür) meinen Fokus auf das berufliche gelegt und war gerade dabei den Job meiner Träume “klar zu machen”.

Im Nachhinein sehe ich: gut das sie mich aufgrund meiner ehrlichen Ansage vor Vertragsunterzeichnung, dass ich überraschend schwanger bin, dankend abgelehnt haben :). Den Job zu machen wäre nicht gesund für mich gewesen!

Bereits zum vorgeburtlichen Zeitpunkt war mein Kind also bereits ein Wegweiser für mich von dem ich auf ewig lernen kann.

Die Schwangerschaft bewegte viel in mir, ich entwickelte endlich ein Bewusstsein für Themen wie Verantwortung und bewusste Entscheidungen . Plötzlich war es für mich (für einen Moment) nicht mehr ganz so klar, dass ich wirklich ein Kind haben wollte.

Ich fragte mich ob ich als Mensch mit “psychischer Vorbelastung” wirklich realistisch dazu im Stande bin, die Bedürfnisse meines Kindes in den Vordergrund zu stellen und meine persönlichen, psychischen und physischen Bedürfnisse anfangs komplett unterzuordnen?!

Wie oft höre ich heute junge Menschen sagen: “es sollte einen Elternführerschein geben, damit alle erstmal ihren eigenen Müll verarbeiten, bevor sie auch noch Kinder in die Welt setzen”.

Anfangs traf mich das sehr hart, denn ich zählte mich zu der Gruppe von “verkorksten Eltern” die es nicht gesellschaftskonform hinbekommen ihr Kind fachgerecht zu erziehen.

Heute allerdings weis ich, das ist leider “Schmarn” ( wie wir in Bayern zu sagen pflegen)!

Es geht zu keinem Zeitpunkt im Leben darum perfekt zu sein und erst dann mit irgendwas starten zu können, auch wenn uns das alle Welt weismachen möchte!

Aber zurück zur der Bewusstwerdung um die Verantwortung, das zurückstehen von eigenen Bedürfnissen und die Entwicklung meiner Sichtweise zum “Kinder kriegen” als “die beste Entscheidung, die das Leben für mich getroffen hat”.

Ich hatte also romantische Vorstellung und viele unrealistische Erwartungen im Punkto Kinder & Familie, schon allein als ich das Geschlecht erfahren habe war das ein Moment den es erstmal zu verarbeiten galt.

Ich hatte Null Erfahrungen mit Jungen in meiner Familie und im Bekanntenkreis zu dem Zeitpunkt als ich schwanger wurde.

Woran sollte ich mich also orientieren, wer könnte mir hilfreich zur Seite stehen? Fiel mir eigentlich nur mein Mann ein, der war ja auch mal ein Junge :)!

Die Schwangerschaft war ein einziger Selbstfindungs- und Verantwortlichkeits-Prozess. Es gab so einige rote Linien zu überschreiten, was für mich als Mensch dessen Resilienz zu dem Zeitpunkt noch nicht die “beste” war und der sich selbst wenig kannte und mochte, alles andere als “leicht” war.

Es gab komischerweise kaum Literatur darüber “ob” und “wie” man am besten als Mutter mit Trauma- und/oder Antidepressiva – Themen ein Kind in die Welt setzt und zu einem selbstbewussten, widerstandsfähigen Kind liebevoll erzieht.

Mein Anspruch ist und war in dem Punkt stehts hoch, denn wie jede Mutter wünsche ich mir für mein Kind das es ihm “besser geht” und ihm “einiges erspart bleibt”. Auch hier gilt es für mich zu lernen und zu akzeptieren das jeder seine Erfahrungen machten sollte und das diese zu “irgendwas” gut sind.

Ich kenn einige die jetzt laut aufschreien: “also auf mein Trauma hätte ich gut verzichten können!” Legitime Aussage, kann ich gut verstehen und möchte ich nicht bewerten!

Super wenn derjenige damit “gut” lebt, für mich war es ein Teil der Heilung, andere Sichtweisen einzunehmen um mit meinen Erlebnissen meinen Frieden machen zu können.

Ich startete also mit viel Angst ob ich meinem Kind gerecht werden könnte in die Schwangerschaft- schliesslich nahm ich ja auch noch Antidepressiva.

Könnte ich es verantworten das mein Kind die klassischen Entzugssymptome bei der Geburt erlebt? Harte aber konstruktive Frage, die heute noch viel zu viel tabuisiert wird, obwohl das Thema “Depression” mittlerweile salonfähiger ist!

Viele Menschen würden eine Mutter heute noch gerne in die Schublade “so eine verkorste Mutter, das arme Kind” oder “schafft die sowieso nicht” einordnen.

Was ich persönlich davon halte könnt ihr euch sicher denken, schon allein weil ich für mich im “nicht werten” leben möchte! Dennoch machen mich solche garstigen unwissenden Pauschalisierungen immer noch sehr wütend und das ist ok, wir Menschen haben alle Gefühle! Natürlich versucht man als Mutter in jedem Fall die besten Rahmenbedingungen für sein Kind zu schaffen: ich also “psychisch” herausgeforderte Mutter versuchte beispielsweise meine Medikamente umzustellen, auf solche mit möglichst wenig bekannten Nebenwirkungen für das Kind.

Aber ok…weiter geht mit unserer Entwicklungsgeschichte:

Leider musste ich viel liegen, mein Bindegewebe gab zuviel nach und der Kleine war sehr ungeduldig – ganz die Mama. Schon allein diese ganze Zeit rumzuliegen brachte mich emotional an die Grenze, half mir aber im nachhinein ungemein mich auf das kommende vorzubereiten.

Die Geburt war viel zu schnell und abrupt, so das der kleine einen harten und schweren Start ins Leben hatte und wir in den ersten Jahren oft im Krankenhaus waren.

Als fürsorgliche, “perfekte” Mama habe ich mir oft die Schuld daran gegeben – denn ich habe ja “freiwilig” Antidepressiva eingenommen.

Im Vorfeld der Geburt war es sehr gut sich mit allen Auswirkungen die, die Einnahme von Antidepressiva auf das Baby haben könnte auseinanderzusetzen. Denn Entzugserscheinungen waren vorhanden…wenn auch nur gering – trotzdem tat es mir in der Seele weh.

Meinen Sohn hat all das allerdings zu dem kleinen starten Kämpfer gemacht der er war und ist, also ihr lieben Mamas: macht euch bitte keine Vorwürfe wenn ihr in eine ähnliche Situation kommt! Versucht in dem Vertrauen zu bleiben das auch das zum Leben dazugehört und wichtig ist für den Weg eures Kindes!

Was ich empfehlen kann, wenn ihr schwanger seit und auch Medikamente nehmt lasst euch über www.embryotox.de hinaus beraten. Die Charite in Berlin hatte zu meiner Zeit eine Studie laufen, bezüglich der Nebenwirkungen von Antidepressiva an der ich aktiv teilnahm, da es mir wichtig war “allen die nach mir kommen” Wissen an die Hand zu geben. Dies hat mir sehr geholfen mit dem Thema einen Umgang zu finden.

Ich fand es auch toll das die Ärzte sich persönlich mit einem auseinandersetzten, besonders als ich in einer späteren “depressiven Phase” mit massiver Selbstabwertung deswegen zu tun hatte. Wissenschaftlich war es nie nachweisbar das die fehlende Lungenreife meines Kindes mit den Medikamenten zu tun hatte – aber mein Gefühl war ein anderes.

Auch hier ist ganz klar mein Kind als Lehrmeister für inneres Wachstum – hin zu mehr Mitgefühl, Liebe und Verständnis für mich & ihn zu sehen!

Gerade sensible Kinder sind allerdings gefühlt nicht nur fördernd sondern auch sehr “fordernd” weshalb man doppelt an sich arbeiten darf.

Manches mal war es für mich gefühlt ein Full-Time-Job der unendlich “anstrengend” war und mich zunächst viel gekostet hat, aber im Nachhinein so unendlich befreiend und wertvoll war!

Ich lernte erst durch meinen Sohn, die Qualitäten die sowohl er als auch ich innehaben bewusst wahrzunehmen und zu akzeptieren!

Auch das ist ein Prozess, der noch immer läuft und Zeit in Anspruch nehmen darf 🙂 – passiert nicht über Nacht!

Sensible Kinder die sehr emphatisch, sie sind wahre Seismographen: nehmen jede noch so kleine Stimmungs-, Gefühls- und Energieschwankung von Personen oder im Räumen war.

Oft sind sie deshalb um einiges schneller überreizt, intensiv emotional, sehr aktiv und gar nicht leicht von außen zu durchschauen – aber je mehr man lernt hinter die Fassaden dieses kleinen Wunders zu blicken, desto besser findet man zueinander.

Es tut gut gemeinsam mit meinem Kind zu wachsen, es macht mich demütig – ihm gegenüber! Das hilft ungemein auf Augenhöhe kreative liebevolle Lösungen für die kleinen “Anstrengungen” des Alltags zu finden.

Von Kindern kann man sowieso am besten lernen, was es heißt in der Gegenwart zu sein, achtsam zu sein, in Freude und im Herzen – aber sensible Kinder legen meines Erachtens noch mal eine “Schippe” drauf ;).

Aktuell versuchen wir uns liebevoll auf Augenhöhe im Umgang mit der “Herausforderung” auf das Klo zu gehen. Ein Thema das für uns alle aus verschiedenen Gründen emotional beladen und oft erwartungsträchtig ist. Es gilt hier besonders unsere Erwartungen im Griff zu behalten denn Erwartungsdruck ist für kleine emphatische “sensibelchen” kaum aushaltbar.

Viele Ärzte und Pädagogen geben einem unterschiedliche Ratschläge aber im Endeffekt ist und bleibt es für mich am wichtigsten hier auf meine „Intuition” zu hören. Das hat sich in den letzten schwierigen Jahren, einfach am liebevollstem bewährt!

Auch wenn es manchmal schwierig die Intuition wahrzunehmen und es ein hin und her probieren ist, so ist es für uns der natürlichste Prozess im entwickeln eines Vorgehens für unsere sensiblen Bedürfnisse und die Erziehung.

An der Stelle sei auch kurz gesagt, dass es ein Stärke und absolut verantwortungsbewusst ist sich Unterstützung zu suchen. Ich persönlich hatte bei Fragen bei denen ich mit meiner Kreativität und Nerven am Ende war eine staatliche Erziehungspädagogin kontaktiert und anfänglich auch zur Schlafberatung eine Ärztin. Wichtiger als ein momentanes Schamgefühl, wenn es darum geht um Hilfe zu bitten, ist doch das langfristige Wohlergehen unserer Kids und auch uns- wir sind nicht weniger wichtig!

Kurz nochmal zurück zu dem Punkt des „Vertrauenens“ in die eigene “Intuition” ein sehr interessantes Thema für emphatische hochsensible, die meist gelehrt wurden, ihrer eigenen Wahrnehmung zu misstrauen!
Je mehr wir uns mit uns beschäftigen desto besser lernen wir wahrzunehmen wo uns unser Herz hinführen will. Die Intuition ist aber abzugrenzen von allen sonstigen Gedankengängen und Emotionen die auch gerne dem Ego entspringen.

Für mich ist Intuition ein inneres Wissen, das jeder Zelle innewohnt und das alles Zugrunde liegt. Meist hören wir es gar nicht mehr aktiv, dürfen es aber mit mehr Achtsamkeit in unserem Leben Wiederentdeckung.

Seit der Kleine da ist durfte ich da intensiv mit meiner Intuition üben und mich damit liebevoll damit ausprobieren!

Ich bin gerade heute einfach “nur” Happy & Stolz auf den kleinen & mich das wir so verbunden und liebevoll miteinander umgehen können um auch damit verbundene ernsthafte körperliche Herausforderungen, die für ihn gerade im Punkto Sauberkeitserziehung anstehen, zu lösen.

Ich merke einfach immer wieder, wie wichtig es ist dem Kind den Raum zu geben den es braucht um darin mit allen Erfahrungen zu wachsen – vor allem wenn das bedeutet das ich liebevoll und achtsam an meinen roten Linien arbeiten darf!

👉🏻Mich würde interessieren wie es euch ging im Umgang mit eurer Rolle als “Neumutter”?

👉🏻Wie seit ihr in das Leben mit eurem sensiblen Kind hineingewachsen?

👉🏻Schreibt es mir gerne hier in die Kommentare oder auf Instagramm/Facebook unten den Post!

Von HerZen 💖,

Silke

P.S: 🌸 Wenn der Post dich im HerZen berührt schenke ihm gerne ein 💖 und oder einen Kommentar.

Von achtsamer Kommunikation

Von achtsamer Kommunikation

Kommunikation ist etwas sehr komplexes und faszinierendes zugleich. Den Anspruch es “richtig” zu machen, kann meines Erachtens nach keiner von uns wirklich für sich erheben.

Die ersten Ansätze und Modelle um Kommunikation verständlich und greifbar zu machen haben ihren Ursprung in den 40er Jahren in der Nachrichtentechnik, als es darum ging, die komplexe Wirklichkeit des elektronischen Informationsaustausches möglichst einfach darzustellen. Es entstand das sog. “Sender- Empfänger” Modell das von  Claude E. Shannon und Warren Weaver entwickelt wurde:

Von achtsamer Kommunikation

Schon damals war klar, dass es zwischen dem Sender und dem Empfänger einige Möglichkeiten gegen würde die, die Vermittlung einer “einheitlichen” Botschaft von A nach B erschweren könnten.

Hier waren zwar in erster Linie “technische” Störungen gemeint, aber aufgrund der Tatsache, dass jeder Mensch in seiner eigenen “Realität” lebt und denkt ist es klar das es grundsätzlich nicht einfach ist, zu einem Verständnis zu kommen.

Darauf basierend entstand einen Vielzahl von anderen Modellen die versuchten Kommunikation analytisch, logisch und für uns greifbar zu machen. Mit dem Ziel sie zu Nutzen um unsere Kommunikation zu “verbessern” – uns besser zu verstehen.

Wie hat sich die Kommunikation in letzter Zeit entwickelt?

Die Menschen sind heutzutage gestresst, chronisch unter Zeitdruck. Somit ist es normal, das sie wenig Ressourcen haben sich mit sich und dem “Miteinander/Kommunikation” genauer zu beschäftigen.

Keiner hat Muße hinzuschauen das bei ihm, geschweige gesellschaftlich schiefläuft. Dies ist ganz natürlich und verständlich, da unsere Gesellschaft sich einfach zu viel zumutet und zuviel erwartet! Gerade deshalb schreibe ich auch darüber, damit wir auf diesen Automatismus aufmerksam werden und wieder hinschauen lernen um langfristig daran zu arbeiten.

Unter diesen Umständen wurde “menschliche” Kommunikation irgendwann als nicht mehr “zielorientiert” bzw. “nicht professionell” erachtet. Was meine ich in dem Zusammenhang mit “menschlicher” Kommunikation?

Nun meiner Meinung nach sollte mehr als “Wie gehts?” oder “Schönen Tag” an menschlichem Austausch in einer Kommunikation erfolgen. Ich finde es wichtig zu wissen was das Leben des Gegenübers im Kern ausmacht um auch ein Interesse und Bindung zu dem Menschen aufbauen zu können.

Die Kommunikation verkam heutzutage somit mehr und mehr zum reinen Austausch von Informationen zu einem Thema. Wichtige Elemente der Kommunikation wie der Ausdruck der eigenen Bedürfnisse/Meinung, Emotionen oder persönlichem Befinden wurden dabei immer mehr ausgeklammert. Somit tendierten wir Menschen, auch im Punkto Kommunikation dahin, uns immer mehr zu verbiegen um alles möglichst im Sinne der Leistungsgesellschaft “Effizient” zu erfüllen.

Diskussionen die in Gesprächen entstanden, da Menschen ihre eigenen Bedürfnisse/Meinungen äußern wollten, werden aktuell im Berufsleben teilweise sogar aktiv von Führungskräften unterbunden. Ein Verhalten das nicht nur geschäftsschädigend ist, da viel Potenzial verloren geht, sondern auch die Ressource Mensch keinesfalls wertschätzt.

Die “effiziente Kommunikation” lehrte uns auch das Zuhören zu verlernen, denn diese “Druckbetankung” mit Informationen überforderte unser System ganz einfach und somit schalten wir irgendwann einfach auf Durchzug oder wir vollenden die Sätze des Gegenüber innerlich um “effizienter” zu sein.

Das “Zuhören” verkam dazu, den Schwall von Information irgendwie zu verarbeiten und ihn möglichst an den Sender “zurückzuspielen”. Was wirklich nicht so leicht ist, da man viel im eigenen Kopf zu verarbeiten hat und somit nicht viel Kapazitäten hat um den anderen und das gesagte überhaupt noch vollends wahrzunehmen.

Somit ist sowohl der Sender als auch der Empfänger merklich mit sich selbst und der Vermittlung von “seiner Information” beschäftigt. Was vom Sender wirklich ausgedrückt werden will, kommt dadurch höchstwarscheinlich gar nicht mehr beim Empfänger an. Das führt oft dazu, dass beide von verschiedenen Dingen reden und Lösungen finden, die nicht wirklich aufeinander abgestimmt sind. Für mich persönlich ist das “nicht verstehen” und “nicht verstanden werden” eines der größten Frustpotenziale der heutigen Kommunikation.

Ich vermisse hier total das “Miteinader”, die Basis für einen wirklichen “Austausch”!

Irgendwie erinnert mich die “moderne Kommunikation” an einen Schlagabtausch beim Tennis, man versucht einfach schlagkräftig den Ball im Feld des Gegners zu platzieren und der spielt ihn dann so gut er eben kann zielgerichtet zurück. Wobei die beiden Spielpartner hier zumindest das selbe Verständnis haben von dem was sie tun und was das Ziel ist – was bei der heutigen Kommunikation leider nicht mehr klar.

Ich persönlich fand diese Entwicklung die, die Kommunikation in den letzten Jahren nahm innerlich sehr unbefriedigend, mir fehlt dabei das Herz & die Seele – der erfüllende, interesierte und neugierige Teil der Kommunikation.

Wozu ist Kommunikation ursprünglich gedacht?

Natürlich dient Kommunikation, insbesondere Sprache schon immer in erster Linie zu Verständigung – was per se ein “sich verstehen beinhaltet”.

Menschen wollen sich natürlich verstehen um sich gegenseitig dabei zu unterstützen sich am Leben zu erhalten, was sicher bei unsern Vorfahren in der Steinzeit am ausgeprägtesten war.

Doch auch schon damals gab es mehr als das blosse sich “verstehen”, es ging auch darum sich durch Kommunikation verbal oder nonverbal zu “Verbinden”. Einen Austausch auf Augenhöhe zu etablieren, in dem man sich wohlzufühlt und offnen, respektvoll und wertschätzend über das eigene empfinden zu einem Thema sprechen kann. Für mich steht dabei ganz klar die Einheit & das Mitgefühl im Mittelpunkt.

Im Buddhismus ist die Rede von “Rechter Rede” oder “achtsamer” Kommunikation, die bereits bei der Haltung oder dem eigenen Status Quo ansetzt, mit dem man in ein Gespräch geht.

Denn meist sind wir so in unseren eigenen Gedanken zuhause, das es uns schwer fällt uns überhaupt zu spüren, zu wissen wie es uns gerade geht und was wir jetzt im Gespräch real brauchen oder gar nicht geht.

Ich persönlich mag es vorher mal tief durchzuatmen und mich etwas innerlich zu sortieren um zentriert und letztendlich körperlich bei mir zu sein. So komme ich zu meinem Körpergefühl zurück und entdecke meine Bedürfnisse für einen Austausch quasi körperlich – mehr noch, ich schaffe mir dadurch inneren Freiraum. Dieser freie Raum steht mir dann offen um ihm mit Interesse, Neugier und Vorfreude auf das Gespräch mit meinem Gegenüber zu öffnen.

Der geschaffene Raum in mir hilft mir auch mein Gegenüber überhaupt zu “sehen”, eines der menschlichsten Grundbedürfnisse überhaupt und wichtig für das Wohlgefühl bei jeglicher Kommunikation.

Wie wirkt unser Gegenüber auf uns? Ist er angespannt, traurig, gestresst?

Natürlich ist es nicht unsere Verantwortung darauf einzugehen und uns ihm anzupassen, aber durch die Wahrnehmung der Ausgangsituation können wir zu einer bessere Einschätzung kommen was gerade “möglich” ist.

Schade finde ich es, dass aktuelle bei uns allen viel zu wenig “innerer Raum” vorhanden ist um überhaupt zu wissen wo wir stehen und der andere steht – WIR SEHEN UNS EINFACH NICHT MEHR!

Es geht nicht darum uns dafür zu kritisieren – das es ist wie es ist!

Es geht auch nicht darum uns sofort in Selbstoptimierung zu ergeben um es möglichst sofort “besser” zu machen.

Nein – es geht darum das wir erstmal wieder lernen dürfen bewusst wahrzunehmen wie wir kommunizieren und wie wir uns eigentlich gerne miteinander austauschen möchten. Durch diesen neuen Blickwinkel, entwickelt sich die Aufmerksamkeit automatisch in eine andere Richtung und wir können damit experimentieren welche das sein darf.

Leider sind wir es auch gewohnt das alles “schnell” gehen soll. Bei einfachen Methoden der kurzfristigen Selbstoptimierung war das eventuell auch möglich, aber nachhaltige Veränderungen in uns, sind einfach ein Prozess und brauchen Zeit und unser Mitgefühl.

Deshalb ist für mich immer die Basis von Veränderung Mitgefühl, um sich nicht vom inneren Kritiker überzeugen zu lassen das es den Kraftaufwand gar nicht wert ist und wir das sowieso nicht schaffen.

Ich möchte bewusst mit mir sein, achtsam wahrnehmen was mir meine “Vergangenheit”hier ins Ohr flüstert und mich bewusst entscheiden dieser Stimme zu wiedersprechen.

Mitgefühl & Wertfreiheit sich selbst gegenüber, als auch dem anderen gegenüber, sind zudem weitere wesentliche Elemente einer achtsamen Kommunikation um zur wahren Verständigung zwischen zwei Menschen zu gelangen.

Ich versuche also mit einer uneigennützigen, erwartungs-, wertfreien und respektvoller Haltung in das Gespräch einzutauchen. Klar gelingt mir das nicht immer vor allen nie perfekt- denn das ist einfach nicht menschlich!

Wesentlich ist aber das sobald wir unsere Wahrnehmung darauf ausrichten, sich die Kommunikation immer mehr in die “richtige” Richtung verändert.

Veränderungen herbeiführen

Alles nachhaltige “umlernen” um zu einer erfüllenden Kommunikation zurückzukommen, erfordert ein tägliches Training: wahrnehmen, voller Mitgefühl für sich akzeptieren das es gerade “so” ist , und einüben von Neuem.

Wichtig ist das auch, bei jeder Veränderung “unangenehme” Emotionen hochkommen, da unser Verstand gerne alles bei alten lassen würde. Wir dürfen lernen uns durch Atmung, Pausen, innere Zentrierung z. B. durch Meditation mit diesen Gefühlen wie Unsicherheit, Angst, Panik, Anspannung und Wut besser umzugehen.

Je mehr wir unsere Wahrnehmung und unseren Körper und Geist in den Techniken traininieren umso größer sich die Auswirkungen auf unser Gehirn.

Gerade Mitgefühl, Zentrierung und Achtsamkeit führen bewiesenermaßen bereits nach 2-3 Wochen zu Veränderungen im Hirn – beispielsweise das der Mandelkern (Zentrum der Angst) kleiner wird! Damit entsteht auch wieder mehr innerer Raum der für sich genutzt werden kann.

Hier also meine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Training von achtsamer Kommunikation:

  1. Tief atmen & Anspannung abbauen: Im buddhistischen Kontext bedeutet der Fokus auf die Atmung” to bring your mind home into your body” (Zitat: Thich Nhat Hahn) -> Inneren Raum schaffen!
  2. Fokus auf mich: Status Quo bestimmen -> Bedürfnisse/Gefühle wahrnehmen.
  3. Akzeptanz dessen was ist -> Mitgefühl für mich!
  4. Im Geprächsverlauf: Fokus & mich; ZENtrierung auf Erwartungs- und Wertfreiheit für das Gespräch.

Viel Spaß euch bei einsinken lassen der Impulse, auf dass sie euch mehr inneren Raum und mehr Wohlgefühl in der Kommunikation bescheren!

Von HerZen,

Silke

P.S: 🌸Mich interessiert wie ihr die heutige Kommunikation empfindet und was ihr euch diesbezüglich wünschen würdet? Schreibt es mir gerne hier in die Kommentare oder auf Instagramm/Facebook unten den Post 🌸!

Bin gespannt, Danke euch vorab!

Den inneren Kompass kalibrieren

Den inneren Kompass kalibrieren

Für uns hochsensible Menschen ist es oft nicht ganz so einfach sofort Klarheit zu haben, einfach dadurch das alle die Gedanken, Emotionen und Reize die wir im außen wahrnehmen gleichzeitig und höchst intensiv auf uns einprasseln und vom Gehirn bearbeitet werden.

Deshalb ist es für uns essentiell uns die Zeit zu nehmen um uns wieder auf unser Leben auszurichten. Folgende Aspekte empfinde ich hier als selbstwirksam:

  1. eine “innere” Wahrnehmungshygiene durchzuführen
  2. das Körperbewusstseins trainieren, um so zu unserer innere Intuition/Urvertrauen wieder zu spüren
  3. vollumfänglich die Verantwortung für sich zu übernehmen
  4. Mitgefühl für uns zu kultivieren

1.Was ist mit innerer Wahrnehmungshygiene gemeint und wie wende ich sie an?

Mit Wahrnehmungshygiene ist für mich das Hinterfragen, Aussortierung und Stoppen meiner Gedanken/Emotionen gemeint.

Folgende Fragen helfen mir hier Klarheit zu bekommen:

  • Geht es hier um meine Wahrnehmung oder habe ich mir Gedanken/Emotionen im außen bei jemand anderem “eingefangen”?
  • Wenn die Wahrnehmung meine ist, entspringt sie meinem “HerZen” oder meinem Verstand?

Die eigene Warhnehmung auf Basis der zwei Fragen zu sortieren, zu strukturieren und zu filtern hilft mir um wieder klar zu erkennen:

  • wo ich stehe,
  • was mein Bedürfnis gerade ist und
  • was ich lieber unterlassen sollte z. B. “Stoppstrategie” im Hinblick auf negative Gedankenmuster oder zu Fokus auf andere zu legen anstatt auf mich selbst.

Alle Sachverhalte die mich tagsüber beschäftigt haben, weil irgendwas nicht so “rund” gelaufen ist, wie ich das gerne gehabt hätte, werden anhand dieser Fragen sortiert und eleminiert.

Vorneweg sei gesagt: Ich kenne keinen Menschen der diese Methode sofort zu 100% umsetzen kann, es ist ein Prozess – ein Training, das langsam und voller Mitgefühl aufprobiert und implementiert werden darf.

Ich das Leben wie den Klassiker aller “Golfer-Witze” (war mal in meinem “früheren” Leben leidenschafliche Golferin) – der geht so: “Hey, endlich ich hab den Dreh raus – ich kann es!”

Zur Erklärung für alle die noch nicht gegolft haben, es ist ein Mental-Sport der wie das Leben auf der aktuellen psychischen und physischen Verfassung basiert. Klar gibt es auch hier Strategien und Techniken die man nutzen kann, aber das Erlebnis und vor allem der Outcome ist jedesmal anders :).

Früher als ich meine Wahrnehmung noch nicht bewusst trainiert habe, haben mich all diese Reize oft in den Wahnsinn getrieben und mich hilflos und erstarrt zurückgelassen- gerade dann wenn alte Wunden tief berührt wurden.

Dieses innere Unwohlsein, gipfelte meist in totalen Selbstzweifeln, da ich jeglicher Wahrnehmung in meinem inneren misstraute. Zudem lehte ich mich zutiefst selbst an, da andere den “ganz normalen” Lebenswahnsinn ja auch gebacken kriegen. Ich war also unendlich weit weg von Akzeptanz meiner selbst was mich ungemein emotional belastete.

Mein Urvertrauen war von jeher ein förderungswürdiges Potenzial, das ich mittlerweile im Blick habe und lerne es liebevoll aufzupäppeln. Doch ohne ein gewisses gesundes Maß an Ur-Vertrauen fühle ich mich manchmal immer noch der Welt “ausgeliefert” und bin versucht die Sicherheit in Form von Feedback & Bestätigung im außen zu suchen.

Leider ist diese Bestätigung im Außen immer nur ein kurzer Trost und nicht förderlich für die eigene Selbstwirksamkeit. Dadurch schädigte ich mich meist nachhaltig noch mehr, da es eher darum ging ein künstliches Ego-Bedürfnis des Verstandes zu befriedigen alla: “siehst du, ich bin doch im Recht”. Mit liebevollem für mich sorgen, und nachhaltig Sicherheit in mir zu finden, hatte das nichts zu tun.

Dieser Prozess der “Wahrnehmungshygiene” der, bei täglichem Training, schrittweise ins Blut übergeht, gibt mir Sicherheit, mehr Energie und einen stabileren Selbstwert.

2. Fokus auf den Körper – Stärkung der Intuition & Urvertrauen

Der Körper hält für uns den ursprünglichsten Wissensschatz bereit, ohne das wir lange im außen danach auf die Suche gehen müssen!

All die Weisheit steckt quasi schon in unseren Zellen. Das zu erkennen, hat mir in meinem Leben enorme Entlastung gebracht, an die ich mich gerne immer wieder erinnern lasse wenn es mal wieder in Vergessenheit gerät ;).

Techniken zur Herstellung und Vertiefung der Körperwahrnehmung gibt es unendlich viele wie z. B. bewusst Sport treiben, Yoga, alle möglichen Meditationsformen, Autogenes Training etc.. Alles was in Bewegung bewusst im Körper wahrgenommen und gefühlt wird. Von den physischen Reizen wie z. B. Muskelzucken bei Überlastung bis zur Wahrnehmung von Emotionen die in unserem Körper aktuell vorhanden oder gespeichert sind.

Ich habe in meinem Leben oft mit Ängsten zu kämpfen und physiologisch sagt man das diese Gefühle sich gerne in den Beinen festsetzen – deshalb finde ich es immer besonders entlastet meine Beine zu stretchen oder “easy” jogging zu machen. Es hilft mir, mich auf körperlicher Ebene diesen “alten” Gefühlen zu stellen – sie in kleinen Stücken wahrzunehmen und einfach “sein” zu lassen, bis sie von alleine vergehen.

Natürlich stellt die Methode des bewussten “fühlens” des Körpers für jeden eine andere Herausforderung da. Menschen mit “Traumata” sollten hier generell sehr vorsichtig mit sich und ihrem Körper umgehen. Es gilt wie bei jeder emotionalen Arbeit: so achtsam, langsam und “mitfühlend” wie “möglich” zu sein, um eine Überlastung des ganzen Systems zu vermeiden.

Meine Erfahrung ist hier sich gerne auch professionelle Unterstützung in Form eines Körper- oder Physiotherapeuten zu holen um einen “sicheren” Rahmen für diesen Schritt zu haben. Ich persönlich bin ein Fan von “Somatic Experiencing”, da es meinem inneren Kompass hilft, sich so schön liebevoll und angenehm wieder auf mich auszurichten.

Es gibt für mich nichts schöneres als das Gefühl “in mir zu Ruhen – meinen Fokus auf mich zu setzen”. Dieses befreiende und Gefühl der Liebe & Leichtigkeit wünsche ich jedem von uns aus tiefem HerZen.

Wie kann man Körperwahrnehmung im täglich mit nur ein paar Minuten überall trainieren?

Egal wo ich gehe oder stehe kann ich meine Füsse auf dem Boden bewusst fühlen, jede einzelne Zehe. Ich spüre den Kontakt den meine Füsse zum Boden haben, wie stabil und fest mein Gang ist und der Boden mir liebevoll Halt und Sicherheit bietet.

Wichtig dabei ist: Fokus auf eine tiefe & bewusste Atmung; sobald die Gedanken wieder aufkommen, sie dasein aber vorbei ziehen lassen und sich wieder auf den Atmen auszurichten.

Falls ihr “geerdet” in den Tag starten wollt empfehle ich euch die “Baum” Postition aus dem Yoga, sie lässt euch Sicherheit, Tragfähigkeit und Stabilität in euch wiederentdecken.

Für mich war die Entdeckung und vor allem das “erfühlen” wie viel die Körperwahrnehmung an Sicherheit & Wohlgefühl bringen kann ein Grund um regelmässig Gehmeditation zu machen oder einfach immer wieder in Bewegungsphasen zu trainieren.

Warum ist der Körper ein besserer Ratgeber als der Verstand?

Der Verstand orientiert sich hier viel zu sehr an alten Glaubenssätzen und dem Bild, dass man sich über die Jahre von sich gemacht hat. Der Verstand würde hier einfach einen “Rasterabgleich” der Emotione durchführen – sprich passt die wahrgenommene Emotion in das Bild das ich von mir habe. Wenn ja, folgert der Verstand fälschlicherweise das es sich hier um “meine Emotion” handelt.

Der Körper hat eine viel tieferes ursprüngliches Bewusstsein, er kann uns zeigen ob sich etwas körperlich angenehm oder unangenehm anfühlt. Ich persönlich musste erst lernen an diese körperliche Intuition heranzukommen, diese ganzen Emotionen die der Körper mir wahrheitsgemäss zeigt auch erst zuzulassen. Viel zu lange hatte ich Angst mich in diesen teils “rohen” und alten Gefühlen, die in meinem Leben bisher keinen Platz hatten, zu verlieren und sie nicht aushalten zu können.

Je nachdem wie gut ihr euren Körper kennt, ihn spüren könnt, es aushaltet euch mit alle dem was da hoch kommt zu konfrontieren – umso besser steht es um eure Körperwahrnehmung.

Was ist bei der Körperwahrnehmung zu beachten?

Das wichtigste beim Körper wahrnehmen ist : den Fokus auf die Atmung zu legen; selbst wenn Gedanken kommen, diese wie Wolken wieder ziehen zu lassen – zurück zur Atmung und schauen wie sich der Körper anfühlt!

Denn wenn man den Fokus verliert ist man ganz schnell zurück im Kopf und bei all den Verstrickungen und Wirrungen des Denkens. Fokus & Zentrierung ist für mich am “einfachsten” in der Meditation (im gehen oder sitzen, beim kochen, beim Wäsche falten) zu finden.

Zusätzlich hole ich mir auch gerne mal Unterstützung auf der Chakra-Ebene – der Fokus auf das “dritte Auge” (Stirn zw. den Augenbrauen) hilft mir auch um im Fokus zu bleiben und im Körper.

Falls ihr noch ein anderes Instrument ausprobieren wollt, das euch hilft den Fokus auf euren Körper & die Atmung zu kultivieren, kann ich euch auch das rezitieren eines Mantras empfehlen. Das Mantra sollte ein Satz sein, der sich für euch “gut anfühlt” der euch unterstützt bei der Herausforderung bei euch zu bleiben. Ich benutze dann gerne das “Ich bin”, das mir hilft ohne viel Schnickschnack meine Zentrierung auf mich aufrecht zu erhalten – atmen auch dabei bitte nicht vergessen.

Probiert es gerne einfach aus, so das es für euch möglichst “unkompliziert” und “wohltuend” ist und entwickelt gerne darauf eine kurze tägliche Körperwahrnehmungs- und Zentrierungs-Trainingseinheit!

3.Verantwortungsübernahme

Ich bin erwachsen und deshalb per Definition für mich und mein kleines Kind verantwortlich!

So viel ist dem Verstand klar, aber das Gefühl hat die Tragweite des verantwortlichen Umgangs (zumindest mit mir selbst) noch nicht voll erfasst bzw. gefühlt.

Viel zu oft schleichen sich alte “Glaubensätze” und Denkmuster aus der Vergangenheit ein, manchmal bin ich einfach mit dem Alltag gerade so beschäftigt das ich die Negativität “gewähren” lasse. Aber um welchen Preis?

Ja es kostet oft zusätzlich Kraft bewusste Entscheidungen für sich zu treffen, die eine klare Verantwortungsübernahme darstellen, aber sie bringen einem auch viel mehr in Summe an Energie.

Durch bewusstes entscheiden für mich lernt man um die eigene Selbstwirksamkeit, die eigene Kraft, fördert den Selbstwert liebevoll und quasi fast nebenbei. Man darf dann bei regelmässigem “Verantwortungstraining” fühlen lernen wieviel Sicherheit & Halt einem diese Möglichkeit bietet. Zusätzlich wird die Energiebilanz eine ausgewogenere und somit geht man langfristig nachhaltiger weniger auf dem Zahnfleisch.

Ich habe hier anfangs mit einem bewussten Ritual zum Tagesstart experimentiert, also ich setzte mich in Ruhe aufrecht aufs Bett, atmete tief und fokusierte mich auf meinen neuen “Verantwortungs-Glaubenssatz”: “Ich übernehme die Verantwortung für mich in allen Belangen des alltäglichen Lebens; ich übe mich bestmöglichst liebevoll darin bewusst wahrzunehmen wann Verantwortung für mich wichtig ist.”

Das tat gut, wenn ich es nicht vergessen habe ;). Für mich funktioniert es aber gerade besser mich in Situationen im Hinblick auf meine Verantwortung zu hinterfragen und zu reflektieren.

4. Mitgefühl für sich kultivieren

Last but not least ist das Mitgefühl für sich der essentielle Rahmen den all die oben genannten “Trainings-Potenziale” bedürfen. Denn mit dem lernen neuer Glaubenssätze, Denk- und Verhaltensmuster entsteht Angst und Unsicherheit und je nachdem wie schwer es einem Menschen fällt diese zu “er-“tragen ist gerade Mitgefühl der liebevolle Schmierstoff der es leichter macht “umzulernen”.

Ich persönlich durfte Mitgefühl auch erst mit Mitte 30 kennenlernen und üben es in meinem Leben zu kultivieren. Was ich auch sagen kann, ist das mein Mitgefühl für mich ein stetiges Schwanken zwischen “all”, “something” und “nothing-at-all” ist.

Es ist täglich eine erneute aktive Ausrichtung auf Mitgefühl für mich erforderlich, so langsam geht es aber viel einfacher und automatisch. Mein Fazit: auch das ich ein Prozess der steinig sein mag und Geduld erfordert aber gefühlt soooo gewinnbringend ist!

Der Geheimtipp zum Mitgefühls-Training schlechthin, ist für mich: Hand auf das Herz und hineinfühlen; Atem bewusst mitnehmen!

So genug der Ausführungen, ich hoffe ich hab euch für euch ein paar vielversprechnde Impulse aufzeigen können wie ihr mit euere sensiblen Art leichter zu Rande kommen könnt! Auch wenn es viel sein mag und nicht auf Anhieb Ergebnisse erziehlt, setzt euch nicht unter Druck sondern bleibt in eurem Tempo liebevoll dran. Es lohnt sich ungemein und ist für mich persönlich die nachhaltigste und liebevollste Art in sein “Sein” zurück zu kommen.

Von HerZen 💖,

Silke

Von Achtsamkeit im Leben einer Frau/Mutter/Impulsgeberin

Von Achtsamkeit im Leben einer Frau/Mutter/Impulsgeberin
Eines vorweg: 
- Die"Impulse" die ich dir hier mitgebe sind keinerlei "muss" zur Umsetzung für dich. Setze dich also bitte damit nicht Druck, du bist gut wie du als Mensch gut wie du bist!Ich kenne das nur zu gut, dass ein Rat in mir sofort Beklemmung auslöst da ich keine Kapazitäten habe noch mehr zu "tun" - sieh den Impuls bitte nur als liebevolle Energie für dich die sich eventuell in dir entwickeln darf. 
- Die Message des Blogs soll nicht sein, das Frauen und/oder Mütter "mehr" machen, oder die besseren Menschen sind - es geht nicht um Bewertungen- sondern einfach um eine Bestimmung des Status-Quo des Frau und/oder Mutter seins in der aktuellen Zeit.

Hallo ihr lieben Frauen und/oder Mütter,

ich möchte meine Zeit heute nutzen um uns mal einige Dinge vor Augen zu führen, die uns als Frauen und Mütter jeden Tag umtreiben, herausfordern und antreiben. Es geht darum uns realistisch bewusst zu machen wie viele Rollen wir eigentlich wirklich in uns vereinbaren.

Denn ehrlich: man tut so einiges und sieht gar nicht mehr was das alles ist – genau da liegt “der Hund begraben”! Was man nicht sieht kann man auch nicht real bewerten und sich selbst gegenüber liebevoll mit Mitgefühl wertschätzen. Somit fällt ca. 75% der Dinge die wir wirklich tun, in unserer wertschätzenden Wahrnehmung “hinten runter”.

Das hat oft zur Folge, dass wir uns am Ende des Tages “nur” erschöpf von all den To-Dos fühlen, der Energiegewinn und die Freude die aber bei der Erfüllung von bewusst wahrgenommen Aufgaben entstehen sollte, gar nicht mehr zum tragen kommt.

Für mich war es im Rahmen meines letzten Burnouts vor zwei Jahren, mal wieder an der Zeit einen energetischen Kassensturz aller Aufgaben zu machen die ich tue und alle Rollen anzuschauen die ich aktuell habe.

Dazu waren für mich folgende Fragen relevant, die ich für mich zu Papier gebracht habe:

  • Was tue ich wirklich alles am Tag? Alle Tätigkeiten aufschlüsseln- angefangen damit das Kind abfahrbereit zu machen, bis hin zum noch schnell einen Tee für den liebsten machen um unsere Beziehung bei einem Gespräch zu pflegen :).
  • Welche Tätigkeiten/Aufgaben sind wirklich “sinnvoll” (für unsere Existenz, Grundbedürfnisse & Gesundheit!) und welche sind es nicht? Wo schreie ich viel zu oft “hier” obwohl es nicht unbedingt nötig ist? Beispiel: Ich bin von Natur aus Perfektionist und “Verantwortungsträger”, viele der Aufgaben sind deshalb pragmatisch betrachtet nicht nötig; wie z. B. viel zu oft “Harmonieschaffer” zu sein, auch wenn es natürlicher ist mit den gegenwärtigen Emotionen “einfach” umzugehen.
  • Welche der “nicht sinnvollen” Aufgaben sind mir aber trotzdem ein “inneres Bedürfnis” sie zu tun?
  • Welche von den “sinnvollen” und den Aufgaben die mir “ein inneres Bedürfnis” sind, müssen nicht gezwungenermaßen bei mir liegen und können von jemand anderem gemacht werden?

Die Aufgaben im Detail will ich euch heute hier nicht zumuten, die Liste war lang – aber das brauch ich euch ja nicht zu erzählen :).

Viel interessanter war für mich das Thema was von den Aufgaben “nicht zwingend sinnvoll” ist und “nur”auf Basis meiner alten Glaubenssätze wie z. B. “ich muss leisten und tun um gemocht zu werden” entstand. Bei vielen dieser Aufgaben ging es darum, für mich Harmonie zu schaffen oder Langweile zu umgehen (um eine Situation für mich und/oder andere ertäglicher zu machen). Klassisches Beispiel : der Versuch die Stimmung meines Sohnes oder Mannes zu “verbessern” damit “wir” oder ich damit besser klar komme(n).

Auch ein großes Learning für mich, die Aufgaben die nicht zwingend sinnvoll, aber mir ein Bedürfnis sind zu tun. Klassisches Beispiel dafür: ich liebe es Gäste zu bewirten und zu verwöhnen. Ich mag es, wenn man sich zusammen wohlfühlt – dabei ist allerdings zu beachten das “Wohlfühlen” für jeden etwas anderes bedeutet ;).

Ich hab da einen ziemlich hohen Anspruch, da kann ich mir also sicher etwas Energie und Aufwand sparen, ohne das es jemand auffällt!

Ist doch komisch, dass man an andere nie den gleichAnspruch stellt, wie an sich selbst? Ich würde das meiste von dem was ich tue nicht von anderen erwarten.

Diese Fragerunde hat mir viel Klarheit gebracht – vor allem an den Stellen an denen es gilt:

  • Aufgaben/Tätigkeiten wegzulassen – da sie mich nur Energie kosten und offensichtlich lediglich meine alten Glaubenssätze was davon haben. Wichtiger Hinweis hier: die innere Arbeit an sich ist ein laufender Prozess – der immer mal besser und mal schlechter läuft. Also lasst bitte Mitgefühl mit euch walten, wenn mal wieder gefühlt nichts voran geht. Wichtig ist nur das sich überhaupt etwas bewegt – mal vor…mal zurück..mal wieder vor….!
  • mich besser kennenzulernen: was ist vielleicht keine sinnvolle Aufgabe, aber trotzdem ein wichtiges Bedürfnis für mich!
  • Aufgaben besser aufzuteilen: hier haben wir einiges ausprobiert z. B. Wochenplaner am Kühlschrank/ Trello Boards; alles mit nur mässigem Erfolg; am besten funktioniert für uns aktuell ein gemeinsamer Kalender im Handy, gepaart mit der Zeit für tägliche Absprachen & persönlichen liebevollen Gesprächen über alles was uns als Mensch & Paar bewegt.

Es ist so wichtig für uns als “Paar” das wir diese “Gesprächszeit” nicht nur “abhandeln” um alle To-Dos zu managen sondern um auch auf emotionaler Ebene in “Verbindung” mit dem Partner zu bleiben. Sonst ist schnell das Gefühl da, dass im Zusammenleben alles nur “Verpflichtung” ist, die gemanaged werden muss.

Da wir alle “nur” Menschen sind, klappt das aber auch mal besser und mal schlechter. Liegt bei uns vor allem daran, das wir

als sensible Menschen beide viel “Me-Time” für uns alleine brauchen. Irgendwas fällt dann meist doch hinten runter und darf aber in Nachgang wieder liebevoll eingefangen werden – so das alles im “groben” im Gleichgewicht bleibt!

Auch wenn diese persönliche Analyse mir & uns als Familie sehr geholfen hat einiges zu erkennen, uns einzeln & zusammen wohlzufühlen- so bleibt es wie alles im Leben, immer ein lebendiger Prozess der mal besser und mal schlechter läuft.

Ich werde an der Stelle nie müde zu betonen das mitfühlende Achtsamkeit im Bezug auf sich selbst das essentiellste im Leben ist um ein essentielles “Wohlgefühl” in sich aufrecht zu erhalten, das wir so dringend brauchen um den Anforderungen des hektischen Lebens umgehen zu können.

Ich habe beispielsweise gerade Mitgefühl für mich, das ich meine Tätigkeiten die ich mir für heute früh vorgenommen habe zu erledigen, nicht geschafft habe.


Deshalb mein Impuls für das “Entwickeln” von Mitgefühl für sich:

Bewusst und tief durch die Nase ein- und ausatme (3x), sich auf den Atem konzentrieren und als liebevolle berührende Geste die Hand auf mein Herz legen! Dann wird alles ruhiger, weicher und wärmer in mir. Manchmal unterstütze ich mich noch mit dem Mantra “ich bin genug; ich habe genug und ich tue genug”. Das gute daran ist, dass man es überall machen kann und in jeder Position. Für mich ist es wichtig, das täglich zu trainieren damit mein Körper lernt wie schön sich das Mitgefühl anfüllt- das er es gut abspeichern und jederzeit rausholen kann wenn es nötig ist.


Bisher habe ich mich in meinen Ausführungen auf das Aufgabenmanagement von uns Frauen und/oder Müttern bezogen, doch nicht nur hier ist genaues hinschauen und Achtsamkeit geboten, denn auch die Rollen die damit verknüpft sich sollten von uns bewusst identifiziert, geprüft und überarbeitet werden!

Denn viel zu viele der Rollen die wir als Frau und/oder Mutter evolutionär-, erziehungstechnisch- oder gesellschaftlich- bedingt inne haben, sind wirklich von uns gewollt und viel zu belastend.

Manch andere dieser Rollen, die uns wichtig sind, gilt es vielleicht auch “nur” neu zu definieren um wieder mehr in unsere Kraft zu kommen.

Ich hab für mich mal folgende Rollen ge-brainstormed:

  • Frau (geprägt von Erziehung, Gesellschaft)
  • Mama
  • Ehefrau
  • Geliebte
  • Partnerin
  • Freundin
  • Kontaktpflegerin
  • Berufstätige (Angestellt/Selbständig!)
  • Gesundheitsmanagerin (Körperlich)
  • Feel-good Managerin (emotionales Wohlbefinden)
  • Programm- und Projektmanagerin (für alles was ansteht)
  • Schiedsrichterin
  • Erzieherin
  • Krankenpflegerin
  • Entertainerin
  • Köchin
  • Haushaltshilfe / Putzfrau
  • Einkäuferin (Essen/Geschenke/Kleidung Kinder/ Spielsachen/ Recherche für größere “Einkäufe” z. B. Kühlschrank etc.)
  • Immobilien-Expertin (wollen irgendwann ja auch mal umziehen :).)
  • Finanz- Expertin
  • Versicherungs-Expertin
  • Problem-Solverin
  • Change-Managerin (antriggern jeglicher Veränderung ;))
  • Notfallassistentin

Meine Realität des “Seins” ist in den ersten acht Rollen zu finden, diese sind für mich fest gesetzt. Hierin scheint also zunächst kein Entlastungspotenzial zu liegen, jedoch wird beim genaueren Hinschauen klar, dass die Gestaltung dessen was sie beinhalten allein bei uns liegt!

Egal was uns die “Gesellschaft” oder der einzelne glauben lassen mag: einzig und allein wir sind verantwortlich für uns und wie wir unsere Rollen leben wollen. Hierin liegt für uns Achtsamkeits- und Wohlgefühlpotenzial das erschlossen werden kann, vor allem wenn es darum geht unsere Kids und unserem Partner auch mal den Freiraum zu geben selbst aktiv zu werden – anstatt es für sie zu tun :).

Das meiste Potenzial für ein achtsames, freieres und erfüllteres Leben ist aber in den kursiv dargestellten Rollen zu finden. Hier kann sicher die eine oder andere Rolle für uns komplett an “andere” delegiert bzw. verteilt werden oder man legt sie mal für eine gewisse Zeit ganz oder teilweise auf Eis.

Keine Ahnung was ihr noch alles an Rollen für euch identifiziert habt, aber wenn man sich das mal anschaut wird einem doch erst wirklich klar wo da die “Be”lastung und Erschöpfung herkommt!

Viele Rollen teilt ihr euch vielleicht auch mit euer Partner:in, dennoch sind gerade die “unsichtbaren” Rollen wie z. B. Kontaktpflegerin oder Feel-Good Manager so unendlich Zeit- und Energie-intensiv.

Ich fände es ja mal spannend zusammenzurechnen was ich für all die kursiv geschriebenen Rollen für ein Gehalt bekommen würde, wenn ich in jeder zu min. 60% (Ausgangspunkt 40 Std Woche) tätig bin?

Die Zeit für die Berechnung fehlt mir jetzt gerade auf dem Sprung von der “Berufstätigen” in die “Mama” Rolle, aber ich bin mir sicher ich wäre eindeutig ein wertgeschätzter Vollzeitbeschäftigter mit dem Gehalt eines CEO.

Mir ist es wichtig genau diese “unbewussten” Potenziale für gesellschaftliche und persönliche Entwicklung mit Zensibility ans Licht zu bringen. Ich bin und bleibe einfach eine hoffungsvolle Idealistin welche die Welt mitgestalten möchte!

In dem Sinn ihr lieben, lasst uns alle Schritt für Schritt (mal geht es vor und dann mal zurück) zu mehr mitfühlender und heilender Achtsamkeit für uns kommen- in dem wir unsere Verantwortung für uns erkennen und aktiv leben lernen.

Wir sitzen alle in einem Boot – also packen wir es an, gemeinsam!

Von HerZen💖,

Silke

Hochsensibilität

Hochsensibilität
Hochsensibilität – Highly sensitive Person = HSP aka ” hochsensible” Person
Vorneweg ein Hinweis: 
- Ich bin kein Fan von Labeln dennoch habe ich mich im Rahmen von Zensibility dafür entschieden mit dem Label „Hochsensibilität“ zu arbeiten weil es mir hilft, die Sammlung von intensiven Sinneswahrnehmungen und damit verbundene Besonderheiten auf den Punkt zu bringen.
- Wenn ich von „Besonderheiten“ spreche, so ist das nicht als "Aufwertung" der HSPs im Vergleich zu anderen Personen zu verstehen sondern lediglich ein Differenzierungsmerkmal; ich persönlich stehe ein für menschliche Vielfalt auf Augenhöhe! 

Geschichte & Entwicklung des Begriffs der „Hochsensibilität“:

Bereits um die 1920er Jahre entstanden auf Seite von Psychologen erste Referenzen zu Persönlichkeitseigenschaften von Menschen, die mehr Reize wahrnehmen als andere, sie hätten eine „niedriger Reizschwelle“, seinen „introvertiert“ oder einfach nur „ängstlich“.

Erst 1990 entstand aber der eigentliche Begriff der „Hochsensibilität“, auf Basis der klinischen Forschung von Elaine Aron, die selbst hochsensibel ist und deshalb einen neuzeitlichen Blickwinkel für dieses Thema finden wollte.

Was sie in ihren Befragungen entdeckte, war das ca. 15-20% der befragten Menschen aufgrund einer besonderen neurologischen Konstitution wesentlich sensibler als alle anderen waren – eine intensivere Sinneswahrnehmung hatten.

Erstmalig wurde der Begriff in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung (Journal of Personality and Social Psychology) im Jahr 1997 erwähnt. 

Trotz der Tatsache das, dass Thema „Hochsensibilität“ bereits auf dem Schirm der Wissenschaft existiert, gilt er wissenschaftlich noch als „unzulässig“; obwohl es inzwischen eine Vielzahl von Studien gibt , die Unterschiede in der individuellen Reizverarbeitung untersucht haben und die Unterschiede der Wahrnehmung bestätigen. 

Also nicht wundern, wenn Ärzte meist ungläubig bis ablehnend reagieren, wenn ihr den Begriff „hochsensibel“ nutzt um eure Persönlichkeit schneller greifbar für das Gegenüber zu machen. Viele implizieren auch das dieser Begriff eher durch einen „medialen Trend“ ins Leben gerufen wurde, als durch ein biologisches und psychologisches Phänomen.

Fakten aus bisherigen wissenschaftlichen Studien (Studienbasis s. Anhang; Umschreibung der Ergebnisse mit eigenen Worten)*

  • ca. 15-20% der Bevölkerung haben eine intensivere Wahrnehmung 
  • „Hochsensibilität“ ist eine Persönlichkeitseigenschaft – keine Störung oder Krankheit
  • Vererbung ist sehr wahrscheinlich (erste Hinweise auf Genetik in Studien erkannt, final noch nicht wissenschaftlich bestätigt); kann eine Generation überspringen.
  • “Hochsensibilität” als neurologische Besonderheit die im bildgebende Verfahren bereits nachgewiesen wurden (Studien von Bianca Acevedo (2014, 2018), Jadzia Jagiellowicz (2011):
    • Gehirnareale die bei Teilnehmern angesprochen wurden stehen in Zusammenhang mit Aufmerksamkeit (awareness), Empathie, Handlungsplanung, der Integration sensorischer Information und der Verarbeitung von Information aus dem zwischenmenschlichen Kontakt (self-other processing).
    • Mehr elektronische Impulse der Nervenzellen waren erkennbar; mehr Details werden wahrgenommen.

Ausprägungen der „Highly Sensitive Person“ = HSP nach Elaine Aron

Die Indikatoren von High Sensitivity: Elain Aron fasste diese Indikatoren als “DOES” zusammen.

  • D – Depth of Processing, im Deutschen als Verarbeitungstiefe von Informationen zu verstehen.
  • O – Easily Overstimulated. Aufgrund der vorhandenen Verarbeitungstiefe ist die persönliche Reizschwelle schneller erreicht.
  • E – Emotional Reactivity and High Empathy. Emotionale Berührbarkeit, die sich speziell in der Ansprechbarkeit auf negative Reize verstärkt.

S – Sensitivity to Subtle Stimuli. Wahrnehmung auch für subtile Reize, Bewusstsein und Wahrnehmung von Feinheiten.

Anzeichen Hochsensibilität 

Auf den Punkt gebracht haben HSPs eine Intensive Schärfung der fünf Sinnes-Wahrnehmungen (meiner Meinung nach “+ dem 6. Sinn”)

  • Auditiv/Akustisch: Hören – Geräusch/Schallwahrnehmung
  • Oflaktorisch: Riechen – Geruchswahrnehmung
  • Gustatorisch: Schmecken – Geschmackswahrnehmung
  • Taktil: Tasten und Fühlen – Sensorische- oder Taktile Wahrnehmung
  • Visuell: Sehen; Aufnahme und Verarbeitung optischer Reize über Auge & Gehirn 

+ 6. Sinn: ausgeprägte Empathie-Wahrnehmung – “Hochsensitivität”

Unser Körper ist sehr intelligent und macht das meiste ganz alleine, so das wir über vieles gar nicht nachdenken brauchen wie z. B. über die Atmung. Somit findet vieles im Gehirn auf unbewusster Ebene statt. All diese Daten, die das Gehirn somit unbewusst im innen und außen über die Sinne aufnimmt, müssen nicht bewusst von uns betrachtet, eingeordnet und gefiltert werden…alles läuft ohne unser Zutun voll automatisch ab.

Mann stelle sich nun mal theoretisch vor: der Vorgang der Atmung müsste bewusst durchdacht werden und liefe mit Einsatz unserer Energien ab, dann wären wir wahrscheinlich am Ende des Tages total geschlaucht und bräuchten viele Pausen.

Ungefähr so ist es mit der Hochsensibilität: eine Vielzahl von zusätzlichen Sinneseindrücken (wohlgemerkt nicht essentielles wie die Atmung!) die „normale“ Menschen gar nicht wahrnehmen bzw. die bei ihnen unterbewusst verarbeitet werden, werden bei HSPs bewusster und intensiver wahrgenommen.

Das braucht zusätzliche Energie- und Zeiteinsatz für das filtern, ordnen, ablegen und analysieren der so erhaltenen “Daten” der Sinne.

Es wäre viel zu kurz/einfach gedacht wenn man jetzt behauptet HSPs sind langsamer in der Entscheidungsfindung oder brauchen länger bzw. „Normale“ sind schneller.

Jede Form der Bewertung möchte ich hierbei wohlgemerkt aussenvor lassen –  in beide Richtungen!

Gelebte Hochsensibiltät

Persönlich kann ich nur sagen vielfältige Geräuschkulissen und visuelle Reize, vor allem gleichzeitig, überfluten mich täglich in der Großstadt regelrecht und so brauche ich in der Tat Zeit und mehr Ruhe alles zu verarbeiten.

Zudem gestaltet mir meine ausgeprägte Empathie und Lichtempfindlichkeit den Alltag jeden Tag erneut spannend. Am liebsten würde ich permanent mit Noise-Chanceling Kopfhörern und Sonnenbrille durchs Leben gehen :). Ohne meine 8 Stunden Schlaf in der Nacht wird die Gehirnleistung oft mehr als voll ausgeschöpft. Müdigkeit ist deshalb mein zweiter Vorname, besonders mit Kind – aber das geht ja allen Eltern schon von vornherein so ;).

Es ist jedoch spannend wie jeder hochsensible seinen eigenen Fokus im Punkto Sinneswahrnehmung hat, für meinen kleinen Sohn ist es gerade zunehmend neben akustische, die olfaktorische (Geruch) und die taktile Wahrnehmung. Ihn “stressen” Gerüche die er nicht mag schnell und intensiv- meist flüchtet er regelrecht davor. Auch beim anziehen darf sich den Socken und Schuhen ausgiebig gewidmet werden, bis es sich für ihn gut anfühlt.

Auch wenn es sehr herausfordernd ist alle hochsensiblen Bedürfnisse in einer Familie unter einen Hut zu bekommen, ist es mir wichtig sie generell anzuerkennen, sie sein zu lassen ohne sie grundlegend abzusprechen. Zugegeben es ist nicht immer zu 100% (sondern nur 40%) möglich auf alles einzugehen, gerade unter Zeitdruck aber die Anerkennung der Wahrnehmung ist das “A & O” – ein Grundverständnis bzw. Akzeptanz für die Wahrnehmung der/s hochsensiblen. Meist ist es durch diese Bedürfnisorientierung liebevoll chaotisch bei uns zu, aber es hilft vor allem den Kids, sich zu selbst bewussten eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln.

Das Mittel unserer Wahl für die Kommunikation der Bedürfnisse ist die “gewaltfreie Kommunikation” nach Marshall Rosenberg bei der ganz klar die Formulierung der eigenen Bedürfnisse & Wünsche im Mittelpunkt stehen- keine Anschuldigungen oder verallgemeinernde Wertungen der anderen Person.

Wenn Kinder lernen das ihre intensive Wahrnehmung “ok” ist und sie sein darf, können sie sich entdecken, ausprobieren und freier entfalten – anders als das noch bei meiner Generation der Fall war. Dennoch hat auch diese bedürfnisorientierung für mich ganz klar ihre Grenzen wenn es um die Sicherheit, Respekt und Gesundheit von allen Beteiligten liegen.

Für mich als hochsensible Mutter, deren Wahrnehmung nicht anerkannt wurde und die sich dadurch selbst erst später im Leben kennenlernen durfte, ist es zugegeben nicht immer einfach mit der Gefühlsstärke und tiefen Emotion meines Kindes umzugehen – da ich selbst auf meine eigene Energie achten und mich noch parallel persönlich weiterentwickeln darf.

Deshalb liebe hochsensiblen Mamis da draußen: achtet ganz besonders auf euch, denn nur wenn ihr genug Energie hat könnt ihr für euer Kind dasein!

Ich möchte allen hochsensiblen Familien mit auf den Weg geben:

  • Es gibt Tage die sind gut, oder ok und dann gibt es welche, da sind alle an ihrer “Belastungsgrenze”. Steht dazu – sagt “nein” wenn Aktivitäten eurer Erholung & Ruhezeit im Weg stehen!
  • Emotionen “aufkochen” zu lassen ist wichtiger und lebendiger als den Deckel drauf zu halten und inneren Druck aufzubauen! Das einzig Wichtige dabei für mich ist: Respekt und eine liebevolle Kommunikation ggf. mit Entschuldigung danach. Ich persönlich möchte mich und meine Familie nicht mehr verbiegen nur damit andere Leute unser Verhalten “gesellschaftskonform” empfinden!
  • Wenn mal wieder alles zuviel ist denkt bitte daran: ihr gebt euer bestes und das reicht! Setzt euch nicht unter Druck noch mehr geben zu müssen.
  • Zudem vergleicht euch bitte nicht länger mit anderen (Familien), die “mehr” machen oder bei denen einiges von außen betrachtet “leichter” erscheint. Ihr seit so richtig wie ihr seit – ihr seit einfach “anders”!
  • Entwickelt eure eigenen Routinen, Strukturen und Grenzen mit viel Kreativität, Zeit und Liebe – so wie sie euch taugen.

Ich darf nachträglich lernen, dass sowohl ich, als auch mein Kind vollkommen “ok” sind und das unser Alltag und unsere Bedürfnisse – vor allem nach Ruhe – “anders” sind als bei anderen.

Hier kommt es öfter selbst in der eigenen Familie zu Unverständnis, gerade wenn man an Events bewusst nicht teilnimmt weil es einem “zu viel” ist und man sich lieber “Ruhe” oder “Familienzeit” gönnt.

Fakt ist einfach, es ist für aussenstehende schwer zu verstehen was manchmal in einem hochsensiblen vor sich geht – wir verstehen uns ja auch öfter mal selbst nicht ;). 

Also einfach immer wieder eure Bedürfnisse ansprechen, bis sie “verstanden” werden oder andere Gesprächsthemen finden :).

Aber zurück zu meinen Persönlichkeitseigenschaften als hochsensible: ich bin unendlich vielfältig interessiert und lese deshalb immer bis zu 10 Bücher auf einmal – das ist für mich normal und nicht wegzudenken, alles andere langweilt mich schnell.

Wenn ich ein Thema/Problem/Fragestellung angehe bin ich meist sehr im Detail und denke Sachverhalte eher langfristig und bis zum Ende durch.

Beruflich muss mein Aufgabengebiet vor allem vielfältige und komplexe Tätigkeiten beinhalten, gerne auch mal kurzfristig standardisiertes aber es sollte sehr abwechslungsreich sein. Ich liebe es vor allem auf Metaebene Dinge zu konzipieren, anzustossen, zu lenken zum laufen zu bringen – für die Umsetzung der Details interessiere ich mich Wiederrum nicht zwingend. Kreativität und das finden neuer Wege/Abläufe/Prozesse/Strukturen die “sinnvoll” für alle Beteiligten sind, sind für mich kraftspendend und begeistern mich als sensibler Mensch. Die Suche nach Sinn in allem was ich tue, hat generell einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben.

Des Weiteren ist Tiefsinnigkeit etwas was mein Herz höher schlagen lässt, mir Spaß macht und mich erfüllt. Small-Talk hingegen, empfinde ich als anstrenge und sinnlose Zeitverschwendung vor der ich gerne die Flucht ergreifen würde – auch wenn ich höflichkeitshalber teilweise initiiere oder daran teilhabe. Zudem ist die Frage nach Gerechtigkeit bei allen Sachverhalten für mich enorm wichtig. Ich brenne leidenschaftlich dafür und muss mich da oft sehr emotional zurück halten ;).

Im Punkto Arbeit und Beziehungen gilt für mich vor allem “Qualität vor Quantität!” – mit Tendenz zum Perfektionismus.

Da der HSP öfter “Ruhe” braucht, vor allem auch um konzentriert arbeiten zu können, ist es zwar für Teamarbeit geeignet aber braucht auch hier eine ausgewogene Balance. Ich persönlich weis stets ein eigenes Büro als Rückzugsort um “Energie zu tanken” zu schätzen. Großraumbüros sind für mich in vielerlei Hinsicht nicht erstrebenswert – es sei denn es werden genug zusätzliche räumliche Möglichkeiten geboten wie z. B. kleine Besprechung- oder Telefonräume oder Sozialflächen etc..

Aufgrund der Tatsache das ich ein extrovertierter HSP bin und es sehr mag mich tiefgründig und sinnvoll auszutauschen, mag ich es gerne mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Ich interessiere mich tief für mein Gegenüber und habe die Fähigkeit mich emphatisch total in ihn einzufühlen. Das macht es für mich oft schwer bei mir und meiner Meinung zu bleiben, da ich sehr tief in den anderen energetisch “eintauchen” kann. Trotz meinem Interesse für andere knüpfe ich eher langsam und wenige Freundschaften – die mir generell lieber sind als viele Bekannte.

Ein HSP  braucht m. E. nach für alle Lebensbereiche einen förderlichen und haltgebenden Lebensrahmen damit er sich und seine “Talente” entfalten kann. Für mich fängt das schon mit der Schaffung eines “Wohlführortes” an, der meiner ausgeprägten Ästhetik schmeichelt und wo ich mich kuschelig und geborgen fühlen kann. Die Wahl des Wohnortes und die energetische “Atmosphäre” im außen, ist für mich hierbei wichtig um meinen Sinnen Ruhe zu gönnen.

Wenn sie sich die Wohlfühlumgebung aktuell allerdings nicht auf natürlichem Weg herstellen lässt, unterstütze ich mich hier gerne mit Kopfhörern, Duftkerzen und Meditationsequipment etc..

Test: Bist auch du eine “Highly sensitive Person” nach Elaine Aron?

Finde es heraus, auf Elaine Arons’s Website gibt es einen englischen Online Test für Erwachsene und Kinder. Für eine übersetzte Deutsche Version schaut gerne bei zartbesaitet.net vorbei (basiert auf E.A. Test).

Essentielle Fokusthemen der Hochsensibiltät

Dank der Entdeckung der Neuroplastizität (Veränderbarkeit) des Gehirns in den 90-er Jahren, sind alle Lebewesen in der Lage ihren Nervenbahnen/Vernetzungen und somit die Denk- und Verhaltensweisen grundlegend zu verändern.

Um sich nachhaltig zu verändern ist die Arbeit an folgenden Fokusthemen für hochsensible sehr wichtig:

  • Selbstannahme (Mitgefühlsarbeit & Vergebung)
  • Körperwahrnehmung (Lernen Gefühle wieder bewusst zu fühlen und achtsam schrittweise zuzulassen; z. B. mit Hilfe von Körpertherapie oder “Somatic Experience” körperliche Traumatherapieverfahren von Peter Levine)
  • Energiemanagement z. B. durch ausreichend Schlaf, Abgrenzung, Pausen, Ruhe, Achtsamkeitstraining, Bewegung, Meditation etc.

Obwohl es für mich immer noch eine Herausforderung ist als  HSP zu leben, weis ich das alles seine zwei Seiten der Medaille hat und lerne diese andere Seite immer mehr zu sehen um das “Potenzial” darin nutzen zu können.

Genau das wünsche ich euch auch: das ihr lernt Euch anzunehmen so wie ihr seit und eurer ganzheitliches Potenzial nutzt!

HSP und Trauma

Mir ist es wichtig den Begriff des “Traumata” (kommt aus dem griechischen und bedeutet simple “Verletzung”) in die Betrachtung der Hochsensibilität mit einzubeziehen – da es meines Erachtens nach mit großer Wahrscheinlichkeit zusammenhängt (wissenschaftlich noch nicht belegt).

Es gibt m. E. nach diese verschiedenen Ausprägungen von Traumata:

  • transgenerationale Traumata (historische Traumata/Vererbung – Epigenetik)
  • frühkindliche Traumata (Vorgeburtlich, Geburtlich)
  • Entwicklungstraumata (Verletztungen über lange Zeiträume in der Entwicklung z. B. Absprache der eigenen Bedürfnisse/Wahrnehmung etc.
  • Schocktraumata (Katastrophen, Unfälle, Krieg etc.)

Sowohl Menschen mit Hochsensibilität als auch mit Traumata haben gemeinsam, dass sie ein hoch erregbares Nervensystem haben, das bereits frühzeitig aktiviert wird und gewisse Zeit braucht, um bei all den zu verarbeitenden Reizen wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Betrachtet man die menschliche Evolution, wird eine hohe Erregung des Nervensystems, also eine intensivere Sinneswahrnehmung nur dann aktiviert, wenn ein Mensch ums Überleben “kämpft” bzw. es gesichert werden muss. Demnach macht es m. E. nach Sinn die These aufzustellen das hochsensible Menschen eigentlich Menschen mit Traumata sind.

Diese Traumata können bewusst oder unbewusst existieren und den Überlebensmodus in Form einer Sinnesschärfung triggern. Leider ist diese Henne/Ei Frage noch nicht wissenschaftlich geklärt – was m. E. vor allem daran liegt, dass frühkindliche und transgenerationale Traumata (über mehrere Generationen vererbt) schwer wissenschaftlich belegbar sind.


Soviel fürs erste mal zur Basis der Hochsensibilität, da sich Zensibility inhaltlich mit allen Beiträgen immer wieder darauf bezieht gibt es hier natürlich, immer im Rahmen des jeweiligen Themas, stets weiteren Input.

Ich hoffe ich konnte euch helfen Klarheit zu finden ob ihr oder eure Lieben als HSP durchs Leben gehen. Konkretere Hinweise gibt der verlinkte Test.

Von HerZen,

Silke

* Quelle – Infos zu Forschung- und Hochsensibilitätsstudien:

https://www.aurum-cordis.de/forschungsstand-hochsensibilität

Aron, Elaine N.; Aron, Arthur (1997): Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. Journal of Personality and Social Psychology 73: 345–368.
Acevedo, Bianca P.; Aron, Elaine N. ; Aron, Arthur ; Sangster, Matthew-Donald ; Collins, Nancy ; Brown, Lucy L. (2014): The highly sensitive brain: an fMRI study of sensory processing sensitivity and response to others’ emotions. Brain and Behavior 4: 580–594.
Jagiellowicz J, Xu X, Aron A, Aron E, Cao G, Feng T, Weng X (2011). The trait of sensory processing sensitivity and neural responses to changes in visual scenes. Soc Cogn Affect Neurosci. 6: 38–47.

Von Mutterschaftschaft, Klarheit und Verantwortung

Von Mutterschaftschaft, Klarheit und Verantwortung

Ein Tag zu Ehren aller Mütter, der aus den USA  um die 1914 zu uns über den Teich geschwappt ist und seinen Ursprung schon viel  früher in der griechischen Mythologie hat- mit der Verehrung der Königin Rhea.

👉🏻Wichtig ist hier für mich zu Anfang klarzustellen: das Wort „Mutter“ soll sich nicht nur auf Frauen beziehen, sondern auf alle die eine „Mutterrolle“ innehaben weil sie z. B. alleinerziehender Vater oder auch ein Mann in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einem Kind sind.👈🏻
Es gibt viele Menschen, egal ob Mann oder Frau, die in einer Mutterrolle „stecken“ und all diese sollten wir heute „ehren“ 🙏🏻!

Bereits die Göttin  Rhea hatte als Objekt der Verehrung viele verschieden und fordernde Rollen inne: als Amme des Zeus, Geliebte und Rachegöttin Nemesis. Für eine Göttin war das sicher leichter zu handeln, als es für uns Mütter heute ist 😉.

In der heutigen Zeit spielen wir Mütter, oft viel zu viele tragenden Rollen.

Gerade in Corona Zeiten, in den einige von uns wieder mehr von der gleichberechtigten Rollenverteilung abgewichen sind um es einfach „durchzustehen“, spielen wir Mütter m. E. vorwiegend folgende tragenden Rollen:

  • Verantwortungsträger:in für das geistige & körperliche Wohl der Familie; damit meine ich nicht hauptsächlich den Haushalt mit kochen, putzen etc. sondern vor allem Dinge die nicht sofort „gesehen“ werden wie z. B. Ausgleichen, Gemütlichkeit und Harmonie schaffen, Lösungen finden und unterstützen aller auf allen Ebenen.
  • Verantwortungsträger:in für Pflege von Familienmitgliedern als auch sozialen Beziehungen und Kontakte zur Außenwelt;
  • Kommunikationstreiber:in & Pfleger:in der Partnerschaft & des „Geliebtenstatus“; 
  • Verantwortungsträger:in für organisatorisches, administratives Rund um Familie & Heim
  • „Nachtwache“, oftmals nötig im Umgang mit „kleinen“ und/ oder kranken Familienmitgliedern
  • Krankenpfleger:in
  • Bezahlte Arbeitnehmer:in in Teil- oder Vollzeit
  • etc….

👉🏻Natürlich variiert es in vielen Familien ob und wie „groß“ diese Verantwortung bei der Mutter liegt und welche beim Partner:in, aber sind wir mal ganz ehrlich ist doch gerade in Corona-Zeiten einfach einiges wieder mehr bei uns Müttern gelandet.

Was in keinem Fall heißen soll das unsere Partner „nichts“ oder „nicht genug“ tun!

Aber es liegt einfach auch einfach in der Evolution und der traditionellen Rollenverteilung, das die Mutter der Familie sich viel mit „Fürsorge, Pflege & Organisation“ an allen möglichen Ecken und Enden beschäftigen darf.

Es liegt in der Verantwortung von uns Müttern uns besonders heute mal wieder genau hinzuschauen und zu überlegen:

👉🏻Was tue ich eigentlich alles?

👉🏻Was davon tue ich wirklich gerne mit Freude?

👉🏻Was tue ich nicht so gerne?

👉🏻Was muss getan werden? Muss es zwingend von mir als Mutter getan werden?

Als hochsensible, die viel zu früh viel zu viel emotionale Verantwortung tragen musste um zu überleben, ist es mir quasi in die Wiege gelegt worden mir „einiges ans Bein zu binden“.

Doch heute soll es anders sein, ich bin erwachsen und kann jetzt selbst entscheiden was ich wirklich tun „möchte“ und tun „muss“.
Somit kann ich mich ausprobieren um einen geeigneten Mix aus Pflicht- und Kür zu finden!

Eine Umverteilung bzw. neu Aufteilung von Aufgaben kann enorm zur plötzlichen Steigerung des Wohlbefindens beitragen.

Die erste Herausforderung vor der wir allerdings auch erstmal stehen ist herauszufinden für was wir eigentlich wirklich verantwortlich sind, fernab von „realen“ Verantwortlichkeiten wie z. B. Kinderbetreuung.

Denn es gibt in dem Zusammenhang auch viele gefühlte Verantwortung die wir glauben tragen zu müssen (alte Wunden & Glaubenssätze) , was „real“ gar nicht der Fall ist.
Diese falschen Verantwortlichkeiten zu erkennen und zu eliminieren, ist sehr wertvoll um mehr Freiheit & Zeit für uns zu haben und weniger Verstrickungen im außen.

Mein Tip zum erkennen von falscher Verantwortung ist folgender- könnt ich auch unterwegs machen:

✨Versucht einem Moment tief durch die Nase ein- und auszuatmen- beruhigt, da der Parasympatikus aktiviert wird.

✨Spürt in euch in euren Körper hinein, braucht gar nicht tief zu sein; Aufmerksamkeit nacheinander auf die Füße, die Beine, den Bauch,  das Herz legen um euch Nervensystem runterzufahren und bei euch anzukommen ✨.

Wenn ich dann später zuhause bin und mir Zeit nehme meinen Gefühlen den Raum zu geben den sie meist brauchen um Klarheit zu gewinnen, setze ich mich meist auf mein gemütliches Meditationkissen umarme ich erstmal liebevolle eine Zeit lang & atme tief um alles aufsteigen zu lassen was möchte.

Für mich ist das die beste Möglichkeit wieder in die Klarheit meines HerZens zu kommen.

Gerne sitze ich im Anschluss noch Zazen – in Stille oder begleitet von den Worten einer geführten Meditation von Zen-Meister Hinnerk Polenski.

Die Kombination von Herzöffnung durch Umarmung & das bedingungslos liebevolle versinken in der Stille des Sitzens im Zazen ergibt für mich jeden Tag mehr eine nachhaltiges lösen von Verstrickung und die Möglichkeit bewusster und klarer zu werden.

Dont get me wrong: das Ganze ist ein Prozess der trainiert werden darf und auch hier gibt es gut und schlechte Tage, manchmal funktioniert einfach gar nichts und man kann „nur “ akzeptieren das es so ist.

Aber hast du erstmal eine Idee wie gut sich das anfühlt wird es sich nicht loslassen und du wirst dranbleiben und zu einem Bestandteil deines Tages machen.

Für mich ist Meditation 🧘‍♀️ meist nicht der einfachste oder bequemste Weg in mein Herz zurück zu kommen, aber der erfüllendste und nachhaltigste.

Es ist die Einladung für meine Energie vom außen zurück in mein Herz zu kommen – back to  Reality, in voller Klarheit!

Die Schaffung von Klarheit ist und bleibt für mich als sensibler mit einigen Wunden, ein lebenslanger Prozess an dem ich zunehmend Spaß und Interesse finde die „Nuss liebevoll zu knacken“ 🐿.

Wenn die Grundlage der Klarheit geschaffen wurde kann man bewusst auf all seine Rollen und Verantwortungen im Leben blicken. 

Wir sollten immer mal wieder innehalten um zu überprüfen welche Verantwortung ist gar nicht meine, was darf ich Loslassen und/oder umverteilen.

Verantwortung für uns zu übernehmen in dem wir alle – besonders die Mütter – unsere Verantwortung neu definieren ist unendlich wichtig!

Es gibt Millionen Sachen bei denen ich  persönlich immernoch „hier“ schreie, wenn es darum geht anderen und/oder mir Verantwortung abzunehmen ob sie wollen oder nicht 🙃. 

Ich habe sorge mich oft leidenschaftlich um das Wohl von Menschen die ich mag, gehört zu meiner Persönlichkeit hab ich aber auch anerzogen bekommen – hier gilt es für mich zu trennen.

Ich finde es wichtig das offen anzusprechen und mich zu trauen mir das auch für mich einzugestehen: Wenn man selbst Verantwortung für andere übernimmt, die nicht die eigene ist, passiert es oft das man sich darin verheddert- es kommt zu Irritationen, Missverständnissen, Grenzübertritten aka „Konflikten“.

Manchmal sind diese so produzierten „Konflikte“ klitzeklein und verpuffen unmerklich, manchmal führen sie zu neuen Wunden in uns. 

Natürlich sind sie größtenteils unbeabsichtigt und oft mit guter Intention, dennoch ist es ein zu tiefes eindringen in den Bereich des anderen, worauf hin Verstimmungen und Konflikte entstehen können.

Wenn man sich dessen mal bewusst ist fällt es einem vielleicht auch leichter hinzuschauen um gut für sich aber auch andere zu sorgen.

Aber das ist euch überlassen, wichtig seit einzig und allein ihr: u

Stellt euch in euren Vordergrund und übernehmt die Verantwortung und Fürsorge für euch!

Von HerZen💖,

Silke

Vom Raum für „Sein“

Vom Raum für „Sein“

Vorangegangenen Generationen wuchsen auf in dem Glauben das Autorität Vorrang hat vor jeder Meinung – Funktionsfähig musste sichergestellt werden.

Als Kind bedeutete das nicht viel eigenen „Frei-Raum“ den man für sich und die eigene Meinung, das eigene „Sein“ entwickeln konnte.

Sätze wie „du musst auf deine Mutter hören“ machten es oft unmöglich die kindliche Autonomiephase – in der es darum geht das eigene „selbst“ zu entwickeln zu durchlaufen.

Zu wichtig war es als Kind zu „überleben“, da besteht nicht groß die Wahl.

Die Evolution, auch der Denkweisen, schreitet zum Glück voran, dennoch ist dieses Gedankengut immer noch in meiner DNA verwurzelt, wobei man heutzutage den Vorteil hat Dinge offen zu hinterfragen und  „anders“ machen.

Ich ertappe mich ab und an dabei, wenn man mit Argumenten bei sensiblen und gefühlsstarken Kindern nicht mehr weiter kommt, in alte Klischees zu verfallen und auf die Anerkennung der Autorität zu pochen.

Dennoch gebe ich mein bestes das dies die Ausnahme bleibt, weil ich in meinem Herzen weiß, das es für mein Kind wichtiger ist seine eigene Meinung zu haben als für mich „im Recht zu sein“.

Das fängt schon bei Kleinigkeiten an, jeder hat seine eigene Art Dinge auf eine bestimmte Art und Weise zu tun, hier nicht „festzubeißen“- nicht nur wenn es um Kinder geht – ist eine essentielle Art um Respekt anderen Gegenüber zu zeigen.

„Ich sehe dich und deine Art & Weise Dinge zu tun und erkenne diese an – was nicht heißt das ich nicht ein eigenes Vorgehen oder eine Meinung dazu habe“!

Vielleicht fragt der eine oder andere jetzt: „häh…das ist doch total klar und liegt auf der Hand!“

Dann gratuliere ich euch herzlich dazu das ihr euer Ur-Recht auf „sein“ gewürdigt wurde 💖.

Wichtig ist an der Stelle zu erwähnen das, das ich nicht in „Schuld“ oder Opfer-Mentalität denke, was für mich ein längerer Prozess war, aber ein heilsamer.

Somit hat für meinen fehlenden Raum für Meinungs- und „Ich-Seien“ Bildung keiner die Schuld, es ist einfach ein objektiver Fakt für mich geworden.

Mein Anspruch an mich ist allerdings (mal wieder etwas hoch 🙃) meinem Kind mehr „Raum“ zu geben für alles was er fühlt, in bewegt und interessiert.

Oft genug wird das aufgrund der Intensität von sensiblen die bei einer „Auseinandersetzung“ zwischen Mutter und Sohn aufeinander trifft zum emotialen, fordernden Balanceakt- aber letztlich ist es mir wichtig das er davon profitiert. Falls ich dann doch mal alte Erziehungsmuster aus Frust und Unsicherheit heranziehe, ist es immernoch nicht zu spät den Raum durch ein Gespräch im Nachgang wieder für ihn zu öffnen:

Darüber zu reden was Mamas Bedürfnisse sind, warum auch Mama mal aufbrausend emotional reagiert oder auch sich für den „Ton“ mal zu entschuldigen ist für mich essentiell.

Auch wir Eltern dürfen lernen von unseren Kindern und ich finde ihnen das zu spiegeln ist ein wichtiges Zeichen von Liebe, Mitgefühl, Offenheit, Selbstvertrauen und Wertschätzung – den Werten die ich ihm mitgeben möchte.

Zugegeben es ist für mich keine leichte Aufgabe den Raum für das „Sein“ aufrechtzuerhalten bzw. Immer wieder zu öffnen denn alte Muster meiner Erziehung sind immer noch aktiv – aber je mehr man hinhört und sie enttarnt desto mehr Freiheit schafft man in sich.

Einen inneren Entrümpelungsprozess von Dingen wie „ach komm, das tut doch gar nicht weh“ oder „das wird so gemacht“ oder einfach nur von Ablehnung anderer Arten Dinge zu tun oder zu denken, ist für alle Menschen gerade an der Tagesordnung und ein wichtiger Prozess.

Von HerZen💖,

Silke

Von Andersartigkeit

Von Andersartigkeit

Mein Leben lang war ich immer anders als andere.

Irgendwie (-> Gesellschaftliche Bewertung meiner öffentlichen hochsensiblen Charktereigenschaften s. Daumen!):

👎🏻feinfühliger/gefühlvoller

👉🏻Zarter

👍🏻kreativer

👎🏻lebhafter

👎🏻„irrationaler“; im positiven = emotionaler !

👎🏻vorsichtiger“; im positiven = umsichtiger!

👎🏻“naiver“; im positiven = offener/toleranter!

In der Summe gab es für mich wie man sieht als sensibler Mensch, mit vielen offensichtlichen Stärken & Qualitäten,wie ich heute sagen würde, eher Punktabzug auf ganzer Linie.

Ich passte einfach nie in ein „System“ oder eine „Schublade“ wie viele von uns. Mein Größter Wunsch war es daher immer zu sein wie alle!

Ich war ein sehr gute Schülerin wenn es darum ging mich anzupassen an das was erwartet wird um nur nicht noch mehr Schmerz und Ausgrenzung/Ablehnung zu ertragen den jede Form der „Andersartigkeit“ mit sich bringt!

Ich verbog mich bis zur Unkenntlichkeit so das ich mich mit fast 30 Jahren in einer Sinnkrise fand die zum Glück den Wandel und das hinterfragen dieses Schutzmechanismus mit sich brachte.

Es dauerte sehr lange all die Trauer, die Wut, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und die Scham über die systematische Ausgrenzung, Ablehnung und Isolation die ich erfahren hatte überhaupt, in Minischritten, in mir aufkommen lassen zu können. Geschweige denn sie zu spüren ohne die Panik ob ich das alles überhaupt ertragen kann zu fühlen.

Fakt ist jedoch: das Leben mutet uns nur häppchenweise das zu was wir bearbeiten und tragen können.

Ich bin tief im Herzen dankbar, für diese große Sehnsucht in mir, die mir half mich immer wieder zu reflektieren und so immer tiefer durch meine Schutzmauer zu meinem Gefühl, meiner Intuition und meinem Herz wieder durchzudringen.

Es fühlte sich leichter, befreiter, freier und lebendiger an war aber auch anspruchsvoll im Verarbeitungsprozess!

Worauf ich aber mit all dem hinaus möchte ist zu sagen,  dass ich aufgrund des Gefühls der „Andersartigkeit“ lernen konnte wie heilsam und wichtig Mitgefühl, Verbundenheit und Offenheit/Toleranz für unser aller Leben ist!

Heute fällt es mir zum ersten Mal wie Schuppen von den Augen, ich kann klar erkennen warum mein Lebensweg viel Diskriminierung, Demütigung, Ablehung, Isolation und Liebesverweigerung in sich hatte – genau darum das ich lernen durfte was wirklich wichtig ist im Leben!

Obwohl ich kein Fan von Religion an sich bin, gibt es in allen großen Büchern viele Lebenweisheiten die ich teile – hier aus der Bibel:“Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg’ auch keinem andern zu.“

Danach zu leben erscheint mir die einzige und sinnstiftenste Regel die eine Gesellschaft verinnerlichen sollte! 

All unsere anderen „Regeln“ kann man zu 90% über Board werfen, wenn man nur diese eine wirklich beachtet und sich für deren Umsetzung auch verantwortlich fühlt.

Vieles hat sich in unserer Gesellschaft im Vergleich zum Mittelalter verändert ist „besser“ oder annehmlicher geworden, aber im Punkto „Andersartigkeit“ stecken wir noch in den Kinderschuhen.

Da haben wir alle noch viel zu lernen, das essenziellste dabei ist das Prinzip der elementaren Physik das alles miteinander verbunden ist…wenn das im Herzen angekommen ist besteht Hoffnung für alle die anders sind!

Ich persönlich möchte in einer Welt leben, in der meine Kinder offen damit umgehen können individuell zu sein – egal welchem Geschlecht sie angehören oder welches sie lieben…um nur ein Beispiel zu nennen!

Was bei mir mit Mobbing aufgrund meines „anders“ sein in der Schulzeit anfing nimmt doch heute in Zeiten von Corona  schon sehr elementarere Züge an z. B. wenn es darum geht das jemand eine andere Meinung zum Thema impfen oder testen hat.

Ich muss sagen ich bin kein Fan von Bewertungen, die jeder von uns als Mensch natürlich hat, aber ob man jemand dann aburteilt und in eine Schublade steckt ist dann nochmal eine andere Sache.

Die Gefahr die z. B. eine „Impf-Verpflichtung“ aufgrund von Corona  mit sich bringt ist m. E. ganz klar eine weitere Spaltung der Gesellschaft in zwei Lager: „richtig“ und „falsch“ – was ganz klar auf weitere Diskriminierung von Menschen in einem ganz neuen Maß hinauslaufen wird.

Natürlich ist Corona ein spezieller Fall, aber im Prinzip wird auch hier die Diskrimierung von Menschen die „anders sind“ und/oder „anders denken“ auf ein neues Niveau gebracht.

Ich wünsche mir für uns als Gesellschaft, das jeder von uns, den Weg weg vom „getrennt“ sein von anderen hin zur Verbundenheit mit anderen – sprich den Weg ins Herz  wiederfindet!

Denn all der Stress und die Spannungen die wir heutzutage spüren, liegen für mich klar daran das wir von unserem „natürlichen Seiens-Zustand“ viel zu weit entfernt sind.

Mal ehrlich, jeder spürt doch diese Spannung 

in uns und um uns herum – das ganze potenziert sich dann noch durch die energetische Verbundenheit untereinander!

Der Schlüssel für eine Umkehr liegt vor allen im  persönlich Wachstum jedes Menschen hin zu Mitgefühl & der liebevollen Verbundenheit mit uns selbst!

Wir mussten uns wieder zurück zu unserem Herzen aufmachen in die Einheit💖!

Uns auf das Wesentliche besinnen!

Wenn wir alle vor unserer Haustür kehren überträgt sich das zudem auf alle und wir werden endlich wieder das Gefühl von innerlicher Freiheit spüren- die nur in der Liebe des Herzens zu finden ist 💖✨💖!

Also worauf warten wir noch???

Kommt ihr mit auf den mutigen und gewinnbringenden Weg zurück zu eurem Mitgefühl, eurer Selbstakzeptanz, eurer Liebesfähigkeit?

Er mag vielleicht steinig sein aber es lohnt sich für alle von uns!

Der „Himmel auf Erden“ ist keine Metapher aus Büchern, nein er ist real und liegt greifbar nahe wenn wir uns zurück besinnen und dem Herzen folgen!

Von HerZen💖,

Silke

Sehnsucht nach Wachstum

Sehnsucht nach Wachstum
Jedes Jahr im (fast) Frühling wenn die Blumen und Blätter anfangen zu sprießen, erwacht auch in mir verstärkt die Sehnsucht nach Wachstum.

Ein wahres Feuerwerk 🎆 der Ideen baut sich langsam in mir auf…hunderte von tollen Möglichkeiten…die Freude steigt 💓✨💖.


Persönliches Wachstum…Wachstum in Verbindung mit meinen Lieben…berufliches Wachstum…am liebsten alles auf einmal und sofort!

Meine Sensibilität und Kreativität helfen mir die Fühler emphatisch nach interessantem auszustrecken, kreativ neues in Erwägung zu ziehen und vieles zu entdecken 💖.


Ich informiere mich im Internet und auf Social Media, soviel tolle Optionen…doch irgendwann schwirrt mir der Kopf!
Dann kommt der Punkt wo ich aufpassen muss, wisst ihr was ich meine?
Der Punkt an dem man sich selbst überfordert mit all den Optionen – wenn die Gedabken anfangen Tango zu tanzen💃.


Genauer beobachtet ist die gefühlte Wahrnehmung dann meist folgende:


➡️Überwältigung/Überforderung: viele Interessente Angebote!
➡️ Ungeduld: für welche entscheide ich mich, jetzt?
➡️Verlust des Fokus: ich weis gar nicht mehr was ich will! Ich sehe im außen nur all die erfolgreichen tollen Menschen die ihre Möglichkeiten umgesetzt haben & ihre Hilfe offerieren!
➡️ Frust : ich komme nicht weiter! I am stuck here!
➡️Traurigkeit: ich werde es wohl nicht schaffen das zu leben was ich wirklich will!
➡️Selbstabwertung: alle anderen schaffen es nur ich nicht! 


Erkennt ihr euch auch in diesem Teufelskreis der Selbstsabotage wieder?
Gerade als sensibler Mensch der die Qualität hat sich zu reflektieren landet man häufig auch an dem Punkt wo es gibt definitiv die Handbremse zu ziehen – bevor die Selbstzweifel einen auffressen. 


Diese Stopp-Strategie ist zwar das hilfreichste überhaupt, kann aber je nach emotionaler Überforderung ein machbare oder eben nicht machbare Lösung sein.
Deshalb hier ein wichtiger Hinweis: 
Wenn man über den „gesunden“ Punkt des Denkens über längeren Zeitraum hinaus ist und sich in negative Abwärtsspiralen vergräbt, ist das einzig wirksame und lebensrettende sich Hilfe zu suchen, alles andere quält einen dann nur unnötig.


Gehen wir also davon aus das ihr mental gerade im Rahmen gefordert seit und die Stopp-Strategie anwenden wollt, dann ist nur noch die Frage zu klären wie funktioniert sie für euch am besten?
Welche Hilfsinstrumente kann man hier nutzen:
einen Gegenstand den man mit dem „Stopp“ verbindet
Ein inneres Bild (erfordert etwas Training es einzuüben z. B. dem Thema die Tür vor der Nase zuhauen)
Ein Mantra zum rezitieren z. B. „Ich bin genug“.
Einen Reiz setzen (trainieren) zum Beispiel Haargummi am Arm schnippen = Stopp!


Ich muss sagen ich arbeite am liebsten mit Mantras & Visualisierungen, dennoch ist es für mich als sensibler Mensch immerwährende das größte Thema harte Grenzen zu setzen und diese wirklich körperlich & emotional aufrechtzuerhalten. Das kostet mich viel Kraft und funktioniert mal besser mal schlechter.


Deshalb ist mein wahrer „Erster-Hilfe- Plan“ der mir als sensible besser tut eine „HerZen“s Zeit 💖:
Augen schließen
Drei bewusste Atmenzüge 
Hineinspüren in den Körper (Bodyscan im Kopf durchgehen)
Mantra: nichts muss – alles darf 💓 


Das hilft mir aus den standardmäßig ablaufenden Gefühlsverkettungen der gedanklichen Überforderung am liebevollsten und umfassendsten auszusteigen und wieder bei mir, in meinem Herzen anzukommen..


Die Sehnsucht nach Erfüllung und Selbstverwirklichung sind dann noch da, vielleicht auch noch Traurigkeit, da ich noch nicht an dem Punkt bin an dem ich sein möchte: aber die destruktive Stimme der Selbstabwertung wird um einiges leiser!


Es geht nicht darum Gefühle wegzudrücken, es geht vielmehr  darum, dass wenn ich zurück in mein 💖 komme, ich ganz anders für mich mit den Gefühlen sein kann. 
Ich kann sie dann wahrnehmen und entscheiden bis zu welchem Punkt sie gut für mich sind.
Denn wenn die Gefühle unbewusst in mir herumschwirren passiert es ganz leicht, dass ich  gar nicht merke wenn sie sich in mir breit machen und die Entscheidung darüber ob ich das überhaupt möchte, nicht mehr bewusst getroffen werden kann.


Zurück in meinem 💖, entsteht Ruhe, Wärme = Liebe und vor allem Vertrauen in mich & das Leben. 
Die Zweifel an mir, die nahende Ungeduld, Hilflosigkeit und manchmal die Angst nie an mein HerZens-Ziel zu kommen, werden leiser und die wohltuende Stille in mir lauter.


So komme ich für mich zu mehr Klarheit und Vertrauen in den laufenden Prozess, der mich auf meinem Weg weiter bringt.
Weg von dem lauten Grundrauschen der Informationen rein in die Klarheit, Vertrauen & Liebe meines Herzens!


Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit für euch, euch HerZens Zeit zu gönnen!
Bin gespannt was ihr berichtet…


Von HerZen 💖,
Silke
Sehnsucht nach Wachstum
Sehnsucht nach Wachstum

Danke euch für das gemeinsame “Sein”

Danke euch für das gemeinsame "Sein"

Meine Lieben, an dieser Stelle möchte ich euch einen herzlichen Dank für die bisher gemeinsam verbrachte und kostbare virtuelle Zeit die wir miteinander verbracht haben sagen!

Ich persönlich bin dankbar das wir den Weg des Herzens zusammen gehen und ich euch, und mich selbst durch Erinnerung an das wesentliche, den einen oder anderen achtsamen Impuls mitgeben kann um euch/mich wieder einzutunen ins Herz.

Mir ist es ein HerZens Anliegen, das möglichst viele Menschen wieder zurück in ihre innere Kraft der Liebe finden, so das wir alle zusammen unser Licht hell leuchten lassen können um die Welt wieder ins richtige Licht zu rücken.

Von HerZen,

Silke

Von Genuss & Belohnung

Von Genuss & Belohnung

Menschen haben das größte Hirn-Belohnungsystem unter allen Lebewesen. Es sitzt in der Nähe des Hirnstamms in der Region die als „ventrales Tegmentum“ bezeichnet wird. Evolutionäre gesehen hat es sich im Gegensatz zu anderen „frühentwickelten“ Hirnbereichen wenig verändert. 

Für unsere Vorfahren waren Fettpolster ein Vorteil für das überleben. Das Belohnungssystem System belohnt deshalb, damals wie auch heute übermäßigen Konsum von kalorienhaltigen und süßen Lebensmitteln mit starken positiven Emotionen, guter Stimmung und Gefühlen von Bedeutsamkeit.

Genau deshalb hat dieses System auch so eine Macht über uns!

Ich muss sagen in herausfordernden Zeiten wie diesen,  stolpere ich öfter denn je über mein mal mehr, mal weniger ausgeprägtes Belohnungssystem. 

Wisst ihr was ich meine?

Ich bin kein Frühaufsteher also ist die erste Belohnung des Tages ein guter starker Café ☕️,  nachdem bei uns mit Kleinkind die Nächte meist unruhig sind. 

Wenn die Arbeit an manchen Tagen viel „Diskussionen“, Zeitdruck oder Haare raufen beinhaltet,  dann ist bei mir oft „Nervennahrung“ angesagt – irgend einen Spaß muss man ja dabei haben 🤪.

Zudem bin ich ein großer Genießer, also verwöhne ich mich auch gerne mal liebevoll seit mit leckerem süßen oder auch gerne mal nem Malzbier…Kindheitserinnerung ☺️. Bisher musste ich mich hier nie groß zusammenreißen, denn alles blieb im Rahmen. Aufgrund von weniger Schlaf und mehr Stress in den letzten Kleinkindjahren mit Corona haben ca. 5 Wohlfühlkilo den Weg auf meine Hüften gefunden. Früher wäre das für mich ein Grund gewesen meinen Körper abzulehnen, jetzt bin ich da entspannt und sag mir „mei, ich hab Kids, bin glücklich und verheiratet 😍“.

Schönheit ist für mich so vieles mehr als schlank sein, ich mag rundes zudem viel lieber 🤪.

Neben Essen & Trinken als Belohnung hab ich das Laster des Online-Shoppings, seit ich Mama bin, schaffe ich es einfach nicht mehr gemütlich in nen Laden also von zuhause aus bestellen – ja, ich weiß das dies nicht die umweltfreundlichste Variante ist – langfristig optimierungswürdig, aber nicht unter den aktuellen Herausforderungen.

Leider konsumiere ich durchs fehlende schleppen meist immer mehr als gebraucht, wie z. B. beim Online-Essens-Kauf.

Klamotten und Spielzeug & Bücher für die Kids kommen auch sehr häufig ins Haus geflattert…am Ende des Geldes ist meist noch etwas Monat übrig 😬. Das ist gerade im teuren München mit den enormen Kosten für Miete & Lebenshaltung den meisten Einwohnern nicht unbekannt. Jedoch gibt es auch einen klaren Unterschied zwischen den Dingen die man wirklich

Aber ich möchte gerne meinen Kindern ein Vorbild sein und besser mit Geld umgehen – mehr sparen und mich vor allem weniger mit „Dingen belohnen“.

Das Gefühl des Rausches, wenn man was neues tolles hat geht ja auch schnell vorbei bzw. wirkt bald gar nicht mehr.

Zum Glück lebe ich hier gefühlt in „Fülle“ so das, das Geld selbst wenn es raus geht einen Weg zu mir zurück findet. 

Das negativ anmutende „sich belohnen“, entsteht bei mir primär durch Glaubenssätze wie „ich bin nicht gut genug“, „ich muss toller sein/tolleres haben um gemocht zu werden“.

Primär geht es letztendlich jedoch bei allen Belohungsaspekten darum, für sich die passende Balance zu finden  um sich wohlzufühlen und auch die sinnliche Freude des Genießens nicht aus den Augen zu verlieren.

Von HerZen 💖,

Silke

Von Selbstwert & Urvertrauen

Von Selbstwert & Urvertrauen

Was ist ein Mensch grundlegend wert oder in meinem Fall „was bin ich wert“?

Ich stelle mir seit ich denken kann diese Frage nach meiner Wertigkeit. Als ich sie das erste Mal in einer Therapie äußerte war mein Gegenüber überrascht das ich tiefliegende Zweifel an meinem Wert habe.

Für sie war klar „ jeder Mensch hat von Geburt an seinen Wert“. Mir hat diese Antwort nie gereicht, weder dem Kopf noch dem Herz ♥️.

Denn diese Antwort setzt ein tiefes Vertrauen darin voraus das alles seinen Sinn & seine Richtigkeit im Leben hat und jemand die Fäden in der Hand hält.

Alles Naturgesetze an die ich nie gelernt hatte zu glauben, sie klangen zu weit hergeholt, zu esoterisch – ein Wunschdenken.

Dazu ist anzumerken, das mir persönlich das Urvertrauen nicht in die Wiege gelegt wurde – oder anders gesagt: es ist bereits Generationen vor mir in unserer Familie abhanden gekommen!

Wenn man also wenig Vertrauen in sich, das Umfeld, den Sinn, die Welt etc. hat, ja sogar seine „Existenzberechtigung“ offen anzweifelt…wie lebt es sich damit?

Für mich begründet das fehlende Urvertrauen und vererbte Angst den Ursprung meiner ab und an zerstörerischen Selbstzweifel.

Es gab den Punkt  in meinem Leben bereits öfter, an dem plötzlich zuviel Faktoren vorlagen, die Gefühle der Angst/Bedrohlichkeit/Hilflosigkeit/Wut in mir hervorriefen.

Was dazu führte das ich existentiell an mir & meinem Dasein zweifelte. Das ganze kann im Extremfall dazu führen das biologisch meine Nerven überlastet werden und die Kommunikation der Nervenzellen im Hirn nicht mehr korrekt zu funktioniert. Also wurde ich krank, die Depression klopfte an!

Wie mächtig doch unsere Gedanken über uns selbst sein können!
Genau diese Entdeckung war/ist für mich immer Fluch & Segen zugleich. 

Ein Fluch vor allem dann, wenn es oft nicht hinhaut aus der Negativität aufzutauchen bzw. sie zu akzeptieren oder auch nur ansatzweise „sein“ zu lassen.

Toll auch wenn einem das dann oft noch jemand unter die Nase reibt: „sie es positiv, du hast es selbst in der Hand wie du dich fühlen willst.

Diese Aussage setzte mich zu Beginn zu 100% unter zusätzlichen Druck, denn es lag ja somit wohl an mir. Ich schaffte es wohl einfach nicht mir zu helfen und mich besser zu fühlen!

Kommt euch dieser Gedankengang bekannt vor???

Mein damaliger Trigger Nr. 1 wenn es um persönliche Weiterentwicklung geht!

Mit der Zeit hab ich zu der These jedoch auch ein Bauch/Herzgefühl entwickelt, die nun für mich aussagt: alles ist möglich!!! 

Einzig und allein diese Message bringt diese These für mich zum Ausdruck!

Diese Aussage, rückt für mich alles ins rechte Licht und fühlt sich besser an, je sie hilft mir sogar aus der Bewertung von Sachverhalten auszusteigen und inneren Druck abzubauen…manchmal 😏.

Wenn es bei mir dann mal wieder nicht klappt mit dem Ausstieg aus der Negativität oder der Akzeptanz dessen was ist, hilft mir ein andere Neurologischer Wissensfakt ungemein: es ist lt. aktuellen Studien menschlich das ca. 70% aller Gedanken pro Tag negativ gefärbt sind und es uns leichter fällt negativ zu denken.

Quasi so eine Überlebensschutz-Funktion aus der Urzeit.

Denn mal ehrlich, wenn wir entspannt rumgesessen hätten (aufgrund höchster Positivität & Ausgeglichenheit), anstatt auf die Jagt zu gehen oder Beeren zu sammeln (auf Basis der Angst nicht zu überleben/verhungern) – wie weit wären wir im Leben gekommen?

Aber zurück zur eigentlichen Fragestellung der Existenzberechtigung. 

Die Psychologie hat mir hier wenig weitergeholfen mein Urvertrauen zu finden oder zu stärken. 

Erst die Neurologie, Spiritualität, Philosophie und Zen helfen mir persönlich langsam aber sicher, eine Antwort und somit mein Vertrauen zu finden.

Mein aktuelles Urvertrauen begründet sich auf folgende Glaubenssätze:

Die Natur macht keine Fehler in der Schönheit & Einzigartigkeit ihrer Kinder (Pflanzen/Tiere/Menschen).

Jeder ist ein unglaubliches und einzigartiges Wunder mit einer Vielzahl von Gaben & Talenten ausgestattet.

Wir sehen das nur nicht so, da unsere gesellschaftlichen Werte immer weiter der Realität entrückt sind. 

Deshalb ist es für mich ganz klar an der Zeit mich wieder hin zu meiner HerZen 🥰 zu entwickeln um mein Urvertrauen, den wahren Halt und Sicherheit wieder in mir zu finden!

Wie sieht es mit eurem Vertrauen in euch, in Angehörige, Freunde, Fremde und die Welt aus?

Falls euch meine These nicht taugt, birgt vielleicht das Buch „Was bin ich wert“ von Jörn Klare einige spannende, skurrile oder verwirrende Ansätze aus Philosophie, Rechtswissenschaften und Naturwissenschaften – der letztendlich zu dem Ergebnis kommt, dass der monetäre (Selbst)Wert eines Menschen bei 1.129.381,21 € liegt!

Von HerZen 💖,

Silke

P.S: Zen ist der Weg des Vertrauens, meine Empfehlung dazu das aktuelle YouTube Video von Zen-Meister Hinnerk Polenski.

Wunden der Demütigung…

Triggerwarnung: Mobbing| Suizid

Wunden der Demütigung...

Es gibt Tage, da bin ich selbstbewusst und ein Fels in der Brandung und dann gibt es Tage wie heute, an denen trotz ☀️Schein immer wieder mein inneres Kind mit all seiner Hilflosigkeit & Traurigkeit hochkommt. Das ruft schnell den inneren Kritiker auf den Plan der ziemlich hart ruft: „hey, gibt es überhaupt irgendwas was du richtig machst? Du bist dumm! Gib auf, dich mag sowieso  keiner!“

Solche harten Sätze sind leider trotz Jahrzehnte langer „Arbeit“ mit mir, aufgrund von langwierigen frühkindlichen Mobbing- Erfahrungen noch immer präsent.

Diese Glaubenssätze zeugen von Aggression gegen mich selbst, die einst an mir „verübt“ worden war. Mobbing-Betroffene verhalten sich im Ergebnis, meines Erachtens nach, oft entweder aggressiv (mental und/oder körperlich) gegen sich oder gegen andere. 

Früher merkte ich es gar nicht, wenn dieses Selbstsabotage- Programm unterbewusst zu laufen anfing, ich war einfach wie im Nebel und fühlte mich von mir und der Welt abgetrennt…ganz hilflos und ganz klein.

Heute bin ich dankbar die Programme bzw. Glaubenssätze & Verhaltensweisen zu erkennen, die maßgeblich durch Mobbing im Grundschulalter ausgelöst wurden.

Erkennen ist für mich ein großer Schritt gewesen, denn all diese dunklen Gedanken & schrecklichen, zerstörerischen und lebensbedrohlichen Gefühle waren lange Zeit tief in mir vergraben. Sie aufzuspüren war aufwendig.

Das Annehmen das mir dieses heftige Mobbing passiert ist, funktioniert mal besser und mal schlechter. Die Frage nach dem „Warum ich“? bringt zwar bekanntlich nichts, ist aber für mein innere Kind noch nicht abschließend geklärt.

Ich hab mich viel in Vergebung geübt. Der Erwachsene Anteil in mir, ist da auch gut mit gefahren, aber die Wunden des Kindes können nicht so einfach geheilt werden. Es braucht unendlich viel Wärme & Mitgefühl, Liebe und Akzeptanz von mir selbst für dieses kleine Wesen von damals, dass sich nicht selbst helfen konnte und hilflos, allein den Dingen über Jahre ausgeliefert war.

Was hat ein Kind von 10 Jahren für Möglichkeiten sich zu helfen, wenn das nicht mal die Erziehungsberechtigten schaffen?!

Meinen Eltern habe ich mit der Zeit vergeben, aber das ich mir mit diesen alten Glaubenssätzen noch immer so viel Schaden zufüge, das zerfleischt mich.

Warum reicht es mir nicht einfach das „Mobbing“ als Kind überlebt zu haben und in meinem Leben gut vorankommen zu sein?

Wahrscheinlich weil ich „überleben“ nicht als große Sache ansehe, wenn ich doch endlich „leben“ will!

Das Thema Mobbing ist damals wie heute für mich immer wieder present und mal mehr mal weniger rückt es auch wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. 

Leider kommt das Thema meist nur dann auf den Tisch der Gesellschaft, wenn jemand sich entschieden hat, diesem enorme Leid das durch Mobbing entsteht, ein Ende zu machen. Ich persönlich kann diese Entscheidung nachvollziehen, auch wenn ich es zum Glück für mich damals nicht getan habe. Keine Ahnung ob es der Selbsterhaltungstrieb war oder das fehlende Wissen über diese Möglichkeit.

Während mein Mobbing Erlebnis „nur“ ein-zwei extreme Jahre andauerte, müssen andere dies über lange Zeit ertragen – besonders wenn es so wie heutzutage nicht mehr Face-to-Face sondern online erfolgt. Das Internet vergisst leider langsam…

Ich mag mir das gar nicht vorstellen, wie bedrohlich, hoffnungslos und hilflos man sich in so einer online Mobbing-Situation fühlen muss.

Obwohl es mich interessiert was Menschen die zu so etwas fähig sind schon alles erlebt haben müssen, möchte ich ihnen nicht mehr gedankliche Zuwendungen als unbedingt nötig zukommen lassen…also Stopp ✋.

Wichtiger sind die Menschen die zu ihren „Opfern“ werden, von deren Leid und über Hilfe für diese, muss gesellschaftlich mehr getan werden.
Damit niemand mehr aus Verzweiflung die Wahl trifft sein Leben zu beenden – es muss einfach mal beim Namen genannt werden!

Was kann die Gesellschaft also tun, damite nicht auch nur ein einziges Kind/Erwachsener diese „Wahl“ trifft?

Nun, da die Gesellschaft aus jedem einzelnen von uns besteht, würde ich sagen jeder Mensch sollte etwas Mitgefühl für andere, Solidarität mit anderen, Toleranz und Respekt haben. Das sind Werte nach denen jeder von uns wieder streben sollte um liebevoll miteinander zu leben.

Zivilcourage im Alltag als auch Online ist zudem sehr hilfreich für Betroffene.

Da ich Mobbing kenne, lege ich persönlich viel Wert auf Respekt, Höflichkeit und vor allem auf Toleranz (was zugegeben menschlich gesehen, sehr schwierig ist!).

Wenn ich Mobbing wahrnehme, z. B. unter Kindern, spreche ich es an und leiste meinen Beitrag zur Beseitigung der Situation denn jedes Kind ist „unschuldig“ und hat dieses Leid nicht verdient!

Leider wird gerade in Schulen & Kitas noch immer nicht annähernd genug dagegen unternommen und zu wenig geschult, Informiert und/oder Hilfe gegeben.

Es gibt zum Glück gibt es jedoch mittlerweile auch ganz gute Initiativen zu offline & online Mobbing, die beispielsweise auch in Betreuungseinrichtungen vor Ort kommen.

Einige dieser Initiativen basieren jedoch auf „Einzel-Coaches“ die ihr „Programm“ gerne groß vermarkten. Was mich persönlich moralisch davon abgebracht hat über eine Ausbildung zum „Mobbing-Coach“ zu machen.
Mir ginge es hier nämlich nicht um Show-Act, Marketing oder tolles Konzept sondern um das Kind.

Die beste Anlaufstelle (online) sowohl für Betreuungseinrichtungen zur Informationsvermittlung, als auch für Eltern und Betroffene bei Mobbing ist m. E. nach die Stiftung „Mobbing Stoppen! Kinder Stärken!“, die auch eine kompetente Hotline für Betroffene hat.

Als Eltern hofft man immer das die Kids verschont bleiben, aber wenn es doch passiert: bitte zögert nicht so lange bevor ihr handelt – so lässt sich schlimmeres vermeiden!

Vorbeugend versuche ich mein Kind schon mal persönlich anhand meines moralischen Kompass bestmöglich zu unterstützen, in der Hoffnung das er weder von Mobbing betroffen sein wird noch es selbst praktiziert.

Von HerZen 💖,

Silke

Rasante Entwicklungen…

Rasante Entwicklungen...

Irgendwie scheint die Zeit trotz offizieller Entschleunigung zu rasen.

Alles scheint sich zu verdichten- in wenig Zeit scheint viel mehr Inhalt drinzustecken ☺️.

Es fühlt sich an als ob das Tempo für persönliche Entwicklung gerade megamässig zugelegt hat und das aufwendige „Aufräum-„und „Renovierungsarbeiten“ im inneren anstehen :).

Zusammen mit all dem was noch im außen los ist, hab ich derzeit oft das Gefühl in einer Achterbahn 🎢 zu sitzen, die mich mega beschleunigt, durchschüttelt und mir am Ende des Tages schon mal schwindelig ist.

Viel Zeit ist nötig um jeden Tag eine neue innere Bestandsaufnahme zu machen, zu schauen wie es mir heute wieder geht, wo mein Weg langgehen soll und wie man da heute am „besten“ zum Tagesendziel kommt.

Im Zen spricht man im Bezug auf den  Weg der persönlichen Weiterentwicklung vom „Gedo Zen“.

Ich fand die Erläuterungen warum Menschen den Zen Weg für sich wählen vom Zen -Meister Hinnerk Polenski , in seinem aktuellen youtube Video sehr spannend. Es gibt dabei folgende Wege:

Bonpu Zen: Funktionale Orientierung z. B. sich im Beruf oder Sport zu „verbessern“ ->  Weg vieler Spitzensportler.
Gedo Zen: Personlichkeitsentwicklung entwickeln zur Herzmitte hin; 
Daisho Zen:Sehnsucht nach Sinn/Geist & Weisheit

So sinnvoll es auch für mich gerade ist der persönlichen Entwicklung nachzugeben, so anstrengend ist es aber auch (fast ein Vollzeitjob) gerade Achtsamkeit & Fürsorge an den Tag zu legen!

Ehrlich geht es euch nicht auch so, dass ihr euch gut mit eigenen oder Familienthemen 24/7 beschäftigen könntet 😉? 

Abhängig vom aktuellen Bewusstheitsgrad, den man gerade an den Tag legt, kann es schon echt viel sein alles weitere in den Tag zu quetschen…Arbeit, Haushalt, Erledigungen etc..

Was für mich am Ende des Tages deshalb das A & O ist um im energetischen Gleichgewicht zu bleiben ist die Erdung!

Gerade ist es deshalb essentiell für mich jeden Tag eine Runde in der Natur alleine zu drehen, Kaffeepausen zu machen, zu singen, zu tanzen, zu malen und Zazen & Mettameditation zu machen.  Was mich und meinen Sohn zur Zeit am nähesten an eine gemeinsame Pause bringt, ist es so richtig schon mit Knete oder Kinetischem Sand einzuquetschen…fast schon meditativ sag ich euch🧘‍♀️🤩!

Meiner Familie geht es gerade wie mir, alle scheinen viel Entwicklung zu durchlaufen. Was meine (auch sensiblen) Männer manchmal aufgrund ihrer Launen, zu einer Herausforderungen für mich macht ;).

Sie sind gerade die besten Lehrer im Punkto Abgrenzung & des Erlernens von Verantwortung an der richtiger Stelle – zwei meiner wichtigsten Themen gerade!

Im Punkto der Beziehungsgestaltung  zu meinem „inneren“ und realen Kind gilt es vor allem darum mehr Raum einzunehmen und zu geben.

Wichtige Punkte sind mir im Bezug auf mein inneres Kind: ihm mehr Raum für seine Gefühle zu geben und lernen es einfach sein zu lassen mit seinen Gefühlen. Dazu versuche ich mich erstmal körperlich in Liebe zu hüllen und dann, dass innere Kind mit seinen Gefühlen da sein zu lassen. So eine Art “Light-Version” einer Somatic Experiencing Sitzung. Aber Vorsicht wenn ihr mit Traumatisierungen zu tun habt, besser ist hier professionelle Unterstützung zu haben.

In meiner Beziehung zu meinem “realen” Kind gilt es genau wie beim inneren Kind möglichst viel Raum zur Entwicklung zu geben und seine Bedürfnisse so weit es mir möglich ist (abgesehen von Sicherheitsthemen/Gefahren/Respektlosigkeit) zu achten- ohne meine eigenen Bedürfnisse dabei komplett über Board zu werfen. Da bin ich nämlich auch Spezialist drin ;). Raum geben ist für mich die selbstloseste Art Liebe zu zeigen und gleichzeitig für mich auch das schwerste – da ich nie emotionalen Raum hatte und es mir lange Zeit gar nicht bewusst war wie sehr ich darunter gelitten habe. Raum schafft eine natürliche, sichere Verbundenheit und bewusstes zusammensein im Hier & Jetzt.

Aber ehrlich es geht nicht darum diesen Anspruch perfekt zu erfüllen, nein wenn es nur Ansatzweise klappt und ich trainiere bewusst zu merken wann ich total weit weg davon bin, ist es für mich schon ein Erfolg.

Last but not least ist meine größte Herausforderungen bei der aktuellen Beschleunigung gerade, mir selbst Raum zu geben für mich!

Trotz all der Themen im innen und auch im außen – die ich hier nicht thematisieren will – ist es für mich das wichtigste mitfühlend und nah an meinem Herzen zu leben – autentisch sein. Ich möchte mich nicht irgendwann fragen müssen, wessen Leben ich da eigentlich gelebt habe.

Ja wenn ich ich bin, ist das für andere unbequem oder komplizierter als es bisher mit mir war, aber warum sollten mir andere vor mir selbst gehen?

Ich habe eine Meinung , ich weiß jetzt mehr denn je wer ich bin und ich werde ab jetzt zu mir stehen – Ende der tiefen, fast schon zerfleischenden Selbstzweifel!

Klar gibt es weiterhin Schwankungen im Selbstwert – aber ich entscheide mich in letzter Instanz für Mitgefühl und Existenzberechtigung!

Von HerZen,

Silke