Schenkt euch ein LĂ€cheln 🙂

Schenkt euch ein LĂ€cheln 🙂
đŸ“ŁđŸ“ąđŸ‘‰đŸ»Der 10.09.2020 ist SuizidprĂ€ventionstag!đŸ‘ˆđŸ»đŸ—“đŸ“Ł


đŸ‘‰đŸ»Laut der WHO ist Suizid eines der grĂ¶ĂŸten Gesundheitsprobleme der Welt mit ca. 800.000 erfolgreichen Versuchen jĂ€hrlich (von den nicht erfolgreichen Versuchen abgesehen).Das entspricht einem Suizid alle 40 Sekunden.Â đŸ‘ˆđŸ»


đŸ™đŸ»Deshalb möchte ich gerade heute liebevoll an die Menschen denken, denen es gerade mental nicht gut geht und auch an die, die bereits einen lieben Menschen durch Suizid verloren haben.đŸ™đŸ»


😕Auch ich weiß wie hoffnungslos sich manchmal alles anfĂŒhlen kann, aber was ich auch weiß ist: man kann immer wieder auf die Sonnenseite des Lebens zurĂŒckkehren 🌞🌞🌞! 
✹Glaubt mir so unglaublich das sich jetzt vielleicht anhören mag…wenn ich das geschafft habe, schafft ihr es auchđŸ€—!


đŸ™đŸ»Sich dabei Hilfe zu holen, ist meist der SchlĂŒssel und wichtigste Schritt um aus dem Nebel heraus zu kommenđŸ‘ŒđŸ».


đŸ‘‰đŸ»Bitte redet mit jemand, wenn es euch nicht gut geht, egal ob mit  Freunden, Krisenhotlines, der Ambulanz im Krankenhaus oder einen Arzt/Therapeuten!Â đŸ‘ˆđŸ»đŸ™đŸ»


💖💖All denen die mental guter Dinge sind, möchte ich sagen: lasst uns bitte gerade heute bewusst anderen Menschen ein LĂ€cheln schenken oder liebevolle Worte fĂŒr andere finden auch wenn ihr das GegenĂŒber nicht kennt! Denn manchmal kann dies vielleicht auch Leben retten!đŸ€žđŸ»đŸ’–đŸŒž


đŸ‘‰đŸ»Wichtige Telefonnummern/Adressen bei Suizidgedanken in Bayern/MĂŒnchen:đŸ‘ˆđŸ»


Der Krisendienst Psychiatrie ist tĂ€glich (365 Tage im Jahr) rund um die Uhr zu erreichen unter der                                  Â Â đŸ‘‰đŸ»Telefon-Nr. 0180 655 3000. Das Krisenteam bietet Beratung am Telefon; außerdem vermittelt es bei Bedarf weitere Hilfen und kommt notfalls auch ins Haus.
Imm akuten Notfall kann man auch direkt die Krisenambulanz des Atriumhauses aufsuchen, in der Bavariastr. 11, 80336 MĂŒnchen (U-Bahn Poccistraße). Dort sind rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen, mindestens ein Arzt und ein nicht-Ă€rztlicher Mitarbeiter anwesend. Ein vorheriger Anruf ist empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Begleitpersonen bzw. Angehörige dĂŒrfen natĂŒrlich mitkommen.                                Â Â đŸ‘‰đŸ»Tel. (089) 76 78-0


Quelle: https://www.kompass-m.de/adressen/krisenhilfe/index.html

Sicherheit in der VerÀnderung finden

Sicherheit in der VerÀnderung finden

Das Wissen der alten Philosophen aus Zeiten bereits vor Christi Geburt fasziniert mich immer wieder. Dieses Sprichwort bring es ohne Umschweife auf den Punkt.

Die Sicherheit die wir alle fĂŒr unser Leben suchen, ist also einzig und allein in der Akzeptanz einer sich permanent verĂ€ndernden Welt zu finden.

Gerade in Zeiten von Corona, in denen der Alltag fĂŒr die meisten von uns anders aussieht als je zuvor, wird es erst recht sichtbar das die VerĂ€nderung eine Konstante ist, die uns stets begleitet ob wir wollen oder nicht.

An dieser Stelle möchte ich kurz von meiner persönlichen Entwicklung erzĂ€hlen, um euch meine derzeitige Sicht auf die „VerĂ€nderung“ verstĂ€ndlich zu machen, in der vielleicht auch ihr interessante Aspekte fĂŒr euch finden könnt.

Meine Welt erlebte ich Schon als Kleinkind enorm verĂ€nderbar. von einer Sekunde auf die andere konnten sich Dinge maßgeblich verĂ€ndern. was zur Folge hatte das ich immer sehr wachsam sein, stets sofort reagieren und mich anpassen musste um in der Welt bestand zu haben.

Kurzer Hinweis dazu: der Satz klingt vielleicht beim erstmaligen Lesen sehr unemotional, eigentlich nicht meine Art, aber genau das möchte ich an dieser Stelle auch sein: sachlich! Denn ich habe mich bereits seit ca. 15 Jahren mit vielen dazugehörigen Emotionen, Schuldzuweisungen, Verstrinkungen etc. auf verschiedenste Art und Weiße auseinandergesetzt. Um die geht es mir aber hier in diesem Text gerade nicht, ich möchte sachlich auf den Punkt bringen warum ich die Einstellung zu VerĂ€nderung habe, die ich euch anschliessend erlĂ€utere.

Was mich also als Mensch ausmacht, ist meine VerÀnderungsbereitschaft von klein auf!

Im Nachhinein betrachtet erkenne ich erst jetzt einigermaßen, dass dies fĂŒr ein Kind sehr anstrengend gewesen sein muss, nie eine sichere gleichbleibende Umgebung zu haben. FĂŒr mich als erwachsener Mensch ergeben sich hieraus aber wertschöpfende Eigenschaften die mir steht’s hilfreich waren:

– FlexibilitĂ€t

– VerĂ€nderungsbereitschaft

– Offenheit

– ProblemlösungsfĂ€higkeiten (besonders in bedrohlichen Situationen).

Wisst ihr was ich damit sagen will?

NatĂŒrlich hat jeder von uns seine Themen die fĂŒr uns zunĂ€chst belastend sind, aber irgendwann im Leben zeigt sich doch immer was darin auch wertvolles zu finden war. Dabei geht es nicht darum das Leiden von damals nicht anzuerkennen, im Gegenteil: ich erkenne es an, versuche zu akzeptieren das dies Teil meine Vergangenheit ist, aber sehe auch was ich genau durch diese Erfahrungen gelernt habe. Den letzten Teil nicht zu vergessen ist wichtig ;).

Aber zurĂŒck zur VerĂ€nderungsbereitschaft, ich bin also damit groß geworden mich stets zu verĂ€ndern. Die VerĂ€nderung die fĂŒr mich als Kind zunĂ€chst ein ĂŒberlebendsnotwendiger Mechanismus war, fiel mir jedoch nie wirklich leicht. Eher im Gegenteil, mit zunehmendem Alter und Erfahrungen, wurde es mir innerlich immer mehr zuwider mich wieder zu hĂ€uten bzw. zu verĂ€ndern.

Kurz vor meinem 30. Geburtstag, der fĂŒr mich wie ein Übergangsritus ins Erwachen-Sein war, kam ich aufgrund von zunehmenden Ängsten und Panikattacken nicht mehr drum herum innezuhalten, mir einzugestehen das sich etwas Ă€ndern musste und dann diesen Weg zu gehen.

Es war der steinigste Weg meines Lebens, aber im Nachhinein betrachte ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung: zu einem selbstbestimmten und erfĂŒllten Leben.

Gibt es Menschen denen VerÀnderung leicht fÀllt? Ich kann mich zumindest nicht erinnern jemals so jemand kennengelernt zu haben. Ich erklÀre mir das so, das wir Menschen heutzutage einfach in einer so schnelllebigen Welt leben, dass wir gerne innehalten möchten, uns ausruhen und einfach mal nichts verÀndern möchten.

So geht es mir auch! Ich liebe es, wenn ich einfach mal einen normalen Alltag habe ohne große Einschnitte. Nichts desto trotz habe ich öfter an eigenem Leib auf eine eher unangenehme Weiße erfahren was es bedeutet, wenn man sich mit Körper & Geist gegen die VerĂ€nderung stellt – sie sogar mit aller Kraft bekĂ€mpft.

Daher habe ich meine Einstellung zur VerÀnderung im Laufe der Jahre immer wieder korrigiert und angepasst.

Aktuell muss ich sagen bin ich noch immer niemand der gerne „hier“ schreit, aber ich sehe der VerĂ€nderung aktiv ins Gesicht und erkenne das sie steht’s fĂŒr mich war.

Im Privatleben mache ich jetzt öfter einen Kassensturz und setze Grenzen, auf die meist VerĂ€nderungen folgen dĂŒrfen :). Ich muss sagen es ist in den letzten Jahrzehnten fĂŒr mich ein wesentlicher Teil meiner Persönlichkeit geworden, mich zu verĂ€ndern.

Ich bin quasi ein Spezialist auf dem Gebiet und freue mich immer, wenn ich mich mal mit anderen dazu austauschen kann. Denn es gibt nichts schöneres als von den VerÀnderungsgeschichten anderer zu profitieren!

Manchmal bin ich zugegebenmaßen auch mal ein „Pain in the A..“, wenn ich sehe das andere sich bewusst oder unbewusst gegen die anstehenden VerĂ€nderungen streuben, die einfach unverbeidbar sind.

Mir ist es mittlerweile wichtig das Sprichwort: Love it, Change ist or leave it“ zu leben. Am liebsten umgebe ich mich deshalb auch mit Menschen dies mit mir Gemeinsam haben, alles andere ist mir mittlerweile echt zu anstrengend.

Klare haben wir alle Angst vor VerĂ€nderung, aber hey – die Angst ist stets der schlechteste Ratgeber. Das Sprichwort „Augen zu und durch“ kommt nicht von ungefĂ€hr ;). Es geht fĂŒr mich persönlich zukĂŒnftig auch gar nicht darum die Angst vor VerĂ€nderung zu verlieren oder verringern, den Angst hat immer eine natĂŒrliche sinnvolle Warnfunktion. Vielmehr ist es mir wichtig VerĂ€nderung bewusster wahrzunehmen, versuchen zu akzeptieren und sie einzuleiten, bevor einem alles um die Ohren fliegt.

Beruflich hat mich das Thema „VerĂ€nderung“ auch seit einigen Jahren in den Bann gezogen, spĂ€testens seit ich als Change-Manager gearbeitet habe und helfen durfte eine tiefgreifende VerĂ€nderung in einem Unternehmen zu bewirken die noch heute von Beteiligten als positive VerĂ€nderung empfunden wird. Auch wenn ich aus verschiedenen GrĂŒnden nicht mehr in dem Job bin, bin ich meinem damaligen Chef und einigen Kollegen immer noch sehr dankbar, an so einer gelungenen und wohltuenden VerĂ€nderung teilhaben zu dĂŒrfen.

Ich habe gelernt das es viel weniger Kraft kostet mit der VerĂ€nderung rechtzeitig mitzugehen, anstatt sie aufhalten zu wollen. So sind auch die Ergebnisse und Potenziale einer natĂŒrlichen VerĂ€nderung um einiges vielfĂ€ltiger und fĂŒr den einzelnen (der die VerĂ€nderung mittrĂ€gt) auch persönlich erfĂŒllender, als wenn der „Change“ zu spĂ€t kommt.

Meine persönlicher Umgang mit VerÀnderung ist somit, das ich versuche mehr Sicherheit darin zu finden, das jeder Tag neues bringt und das all dies zu unserem besten passiert!

Das ist es auch, was ich uns allen wĂŒnsche: den Glauben an die VerĂ€nderung und ihren positiven Beitrag zu unserem Leben!

Von Herzen,

Silke

Endlich mal wohlfĂŒhlen – Urlaub wie er immer sein sollte!

Endlich mal wohlfĂŒhlen - Urlaub wie er immer sein sollte!

Schön war sie die Urlaubszeit, endlich mal wieder raus aus der Bude und einen nahegelegenen Ruheort in der Natur nutzen um die Batterien wieder aufzuladen. Leider kommt schneller als einem lieb ist der Zeitpunkt an dem man die Zelte wieder abbrechen muss und in den Alltag zurĂŒckkehrt. Dieses Mal fĂŒhle ich mich aber zum ersten Mal seit langem gestĂ€rkter, lebendiger und erfĂŒllter bei der RĂŒckkehr.

Woran genau liegt das frage ich mich? Wo liegt der Unterschied zu frĂŒheren Urlauben?

Aufgrund von Corona wollten wir zum ersten Mal seit langem in Deutschland urlauben und das fast in unmittelbarer NĂ€he – im schönen Chiemgau auf einem Bauernhof.

Bauernhof Urlaub war total neu fĂŒr uns, aber mit Kind kommt da da meist frĂŒher oder spĂ€ter nicht drum rum 😉 – nein, zugegeben es war nie mein Favorite aber akutel war es einfach im nachhinein das beste Ziel ĂŒberhaupt.

Ich war also relativ anspruchsfrei und offen im Bezug auf dieses “neue” Urlaubsziel, das half irgendwie den Stress generell zu minimieren. Da gab es nichts großes an AktivitĂ€ten mit der Familie drum rum zu planen, einfach nur in der Natur sein, mit den Tieren sein, Baden und unsere gemeinsame Zeit genießen. Zudem fiel der Stress des Packens auch grĂ¶ĂŸtenteils weg, da man ja auch im Chiemgau alles kaufen kann ;).

Da die Autofahrt auch nur eine gute Stunde betrug, war auch der Anreißestress viel geringer – mal nicht mit öffentlichen zum Flughafen, wegfliegen, Shuttle zum Hotel etc..

Meistens ist, gerade aufgrund meines Perfektionismus, weniger mehr!

Da ich mich gerade viel mit Zazen beschĂ€ftigte, dem “sinnlosen” Sitzen in Stille mit Körper- und Atembetrachtung, machte mich die Ruhe und “Einfachheit” (positiv gemeint) dieses Urlaubsziels erstmalig nicht nervös.

FrĂŒher hatte ich mehr Angst davor, es allein mit mir oder meiner Familie in Ruhe nicht lange auszuhalten. Aber durch die Meditation bin ich mehr mit mir im Kontakt und ich habe zudem im letzten Jahr viel an mir und meiner Familie “gearbeitet” um mich nun in solch einem Setting wohler zu fĂŒhlen.

Ruhe kann einerseits so genußvoll sein- energiespendend – aber auch erschreckend still, je nachdem wie man gerade mit sich selbst im Kontakt ist.

Ich war happy das mich diesesmal die Ruhe eher energetisierte und ich sie fĂŒr mich nutzen konnte. Einfach nur mal dem Kind beim spielen und toben auf der grĂŒnen Wiese zuzusehen, oder an einem wunderschönen kleinen moorigen See die Schönheit der Natur zu genießen – das waren ganz andere, berĂŒhrendere EindrĂŒcke als in ĂŒberfĂŒllten Touri-Hochburgen oder an ĂŒberlaufenen BadestrĂ€nden.

Genuß & Schönheit spielen in meinem Leben eine besondere Rolle, liegt vielleicht auch am Sternzeichen Stier.

Mich an der Natur zur erfreuen fĂ€llt in beide Kategorien “Genuß” & “Schönheit”- somit doppelter Gewinn fĂŒr mein Urlaubs-Erholungskonto. Auch das wunderschöne Ambiente der Ferienwohnung, die so einfach und doch so liebevoll und detailiert gestaltet war, trug zur Erholung enorm fĂŒr mich bei.

Die Ferienwohnungen als auch der Hof, waren erfĂŒllt von der kreativen, liebevollen und inspirierenden Handschrift der Haus- Herren & Damen.

Da ich sehr empathisch bin, tut es mir immer sehr gut an einem Ort zu sein der sich nicht an kommerziellen, klassischen (Touri-) Business Werten orientiert wie z. B. :

– fehlende Toleranz/ WertschĂ€tzung fĂŒr Arbeit,

– fehlender Respekt im Umgang mit Menschen

– fehlende KreativitĂ€t,

– fehlende Leidenschaft,

– fehlender VerĂ€nderungsgeist,

– Angst vor Liebe/MitgefĂŒhl/Fehlern etc.

Dieser Ort und die Menschen waren so inspirierend, energetisch, kraftvoll, wunderschön und zugleich “einfach” (durchweg positiv gemeint!) – ohne irgendetwas darstellen zu wollen oder zu mĂŒssen.

Genau das ist es, was ich immer mehr in meinem Leben haben möchte. Das GefĂŒhl einfach “ok” zu sein wie ich bin – ohne irgendwas zu tun.

Manchmal bin ich nahe dran meinen Selbstwert zu erkennen und ein anderes Mal bin ich unendlich weit entfernt, aber dank Meditation und nicht zuletzt einem Urlaub wie diesem, schwankt dieses GefĂŒhl nicht mehr in einer Sekunde von einem Extrem zum anderen. Was fĂŒr mich ein großer Erfolg ist an dem ich weiter anknĂŒpfe – aus Liebe zu mir. Denn mein Herz spĂŒrt das ich “ok” bin – schon von Geburt an – ein Wunder, auch wenn der innere Kritiker meines traumatisierten Ego behauptet das dem nicht so ist.

Was ich auch in der Ruhe der Natur fand, ist die Kraft neues auszuprobieren. Verhaltensweisen die nicht “mir” zu entsprechen mal bewusst auszusetzen und zu schauen was in meinem Hirn dann fĂŒr Gedanken kommen.

Ich weiß zum Beispiel das ich von Natur aus ein offener und an anderen Menschen interessierter Mensch bin, der normalerweise mit viel Freude und Liebe in den Kontakt geht. Wenn ich allerdings innerlich nicht ruhig bin und alte Gedankenmuster vermehrt auftauchen, zu deren Abwehr mir manchmal die mentale Kraft fehlt, dann verhalte ich mich enorm Ă€ngstlich/steif/ohnmĂ€chtig , einfach anders als es meinem Naturell entspricht. Das merke ich meist auch, was meinen inneren Kritiker dazu bringt mir einen Vortrag zu halten: “Hey, was soll das? Warum kriegst du es nicht hin locker zu bleiben – das merkt doch jeder wie angespannt du bist und was du da fĂŒr wirres Zeug redest?!”.

Ja ich gebe es zu, manche soziale Situationen spannen mich von Grund auf an, besonders Gruppensituationen, da ich diesbezĂŒglich einige gravierende traumatische Erlebnisse im Leben hatte.

Eigentlich ist das ein ganz natĂŒrlicher Prozess Angst davor zu haben, was fĂŒr mich aber am schwersten zu ertragen ist, ist das ich im Vergleich mit anderen hier verhaltenstechnisch gefĂŒhlt nicht mithalten kann.

Ich habe Jahrzehnte daran gearbeitet an diesen Wunden, an der sozialen Kompetenz mangelt es nie – aber lange Zeit war ich einfach wie im Nebel und viel zu unbewusst um ĂŒberhaupt diese GefĂŒhlskette wahrnehmen geschweige denn stoppen zu können.

Aktuell liegt die BewusstseinsverÀnderung ja quasi auch in der Luft, mein Herz sagt mir (wie auch einigen anderen) irgendwas Àndert sich da gerade in der menschlichen Evolution (Wahrnehmung).

Wie dem auch sei, ich fand im Urlaub sogar die Kraft neues zu entdecken und auszuprobieren und das fand ich sehr erfĂŒllend – fĂŒhlt sich wie ein Erfolgserlebnis an. Wisst ihr was ich meine?

Was mich aber vorallem geerdet hat bei diesem Urlaub war das ungestörte, ruhige Zusammensein mit meiner Familie – ohne jeglichen Anspruch etwas erleben oder tun zu mĂŒssen. Aus der Anspruchslosigkeit des seins entstand letztendlich der Genuss, die Kraft und die Erholung die ich im Urlaub sammeln konnte.

Sollte man nicht immer alles ohne Anspruch tun- die Qual von Aktionismus oder Wahlmöglichkeiten stets hinter sich lassen?

Das wĂ€re schön, aber aus menschlicher Sicht wohl nicht ganz realistisch – es sei denn man ist Buddha ;).

Was meint ihr dazu, wie habt ihr euren Sommerurlaub im Rahmen von Corona verbracht…mit Anspruch oder ohne? Erholsam oder Getrieben?

WĂŒrde mich interessieren…

Von Herzen viel Energie & Erholung,

Silke

Meine Meinung ist mir wichtiger als die anderer…

Meine Meinung ist mir wichtiger als die anderer...

Moment mal – Stopp!

Irgendwie fĂŒhlt sich das, was mein GegenĂŒber gerade sagt plötzlich komisch fĂŒr mich an. 

Meine innere Stimme schreit sofort ganz entrĂŒstet: „Bring sofort deine Meinung und dein BedĂŒrfnis zum Ausdruck, das kann ja echt nicht wahr sein!“

Aber irgendwie scheint mir mal wieder die Angst vor Gesichts- oder „Freundschaftsverlust“ im Weg zu stehen.

Gerade noch waren wir bei dem Thema auf der selben WellenlĂ€nge, zogen am selben Strang, und dann im nĂ€chsten Augenblick verĂ€ndert sich die AtmosphĂ€re und die Reaktion plus Meinung des GegenĂŒber werden anders.

Was ist da gerade passiert?

Ich sehe das bei meinem GegenĂŒber ganz plötzlich eine emotionale Wende stattgefunden hat – ein Trigger fĂŒr ein altes Verhaltensmuster wurde aktiviert. Was dazu fĂŒhrte, dass eine gravierenden VerĂ€nderung der Situation, als auch fĂŒr meine GefĂŒhlslage eingetreten ist.

In einem Moment ist da Harmonie, ja sogar Verbundenheit bei einem Thema, und in nĂ€chsten ist ein Cut/Trennung/Neid/Angst. Die Reaktion des anderen fĂŒhrt dazu, dass ich mich extrem unwohl fĂŒhle. NatĂŒrlich geht es hier nicht um Schuldzuweisungen! Nein, diese Gedanken dienen mir lediglich zur objektiven Standortbestimmung.

Meine erste Reaktion an Tagen an denen ich schlecht drauf bin, ist mir die Schuld daran zu geben, dass es sich ein GesprĂ€ch nicht mehr gut anfĂŒhlt.
Aber heute ist nicht einer dieser Tage – ich bin ganz bewusst bei mir und meinen GefĂŒhlen. So nehme ich war, dass nichts davon mit mir, sondern alles mit dem GegenĂŒber zu tun hat.

Ich möchte am liebsten einen ablehnenden Gesichtsausdruck aufsetzen, mich abwenden und weggehen.

Aber wie immer bin ich viel zu höflich um dies zu tun.

Ich erkenne mein BedĂŒrfnis aN, dass es mich wĂŒtend macht das man so mit mir umgeht.

Also entscheide ich mich, erstmal tief durchzuatmen, kurz was zu trinken und die Emotion runter kommen zu lassen. Es fĂŒhlt sich immernoch nach einer guten Idee an klar, respektvoll und objektiv meine Meinung zu sagen.

Also treffe ich heute endlich mal die bewusste Entscheidung fĂŒr mich und bringe mein „Unmut“ mit Bitte um Korrektur zum Ausdruck.

Es war eine Entscheidung fĂŒr mich und meinen Selbstwert und in diesem Fall war ich echt happy das mein Mut belohnt wurde und Gehör und VerstĂ€ndnis erfuhr.

Das ist doch Das was wiR uns alle in unseren Beziehungen mit anderen wĂŒnschen, gehört und gesehen zu werden und bestenfalls verstanden zu werden.

Es tat gut, dass mein Mut sofort belohnt wurde. Es hilft ungemein auf solche positiven Beispiele zurĂŒckgreifen zu können, wenn man wieder zu der Frage kommt: bin ich, ich und sage was mir wichtig ist oder halte ich den Mund um den Frieden nicht zu gefĂ€hrden?!

Wenn ich eineS im Leben gelernt habe, dann ist das, daSs Angst nie ein guter Ratgeber ist und man am besten den steinigeren Pfad wĂ€hlt um zum erfĂŒllenden Ergebnis zu kommen :)!

Meist lĂ€sst die nĂ€chste Gelegenheit seinen Mut zu eigenen BedĂŒrfnissen zu stehen nicht lange auf sich warten, wenn auch dieses Mal das Ergebnis offensichtlich weniger befriedigend fĂŒr mich war.

Ich hatte einer guten Bekannten, um nicht zu sagen Freundin, von der Sache erzÀhlt, in einem Anflug von Wut.

ZunĂ€chst zeigte sie VerstĂ€ndnis und versuchte mich liebevoll mit guten RatschlĂ€gen zu beruhigen. Sie meinte, das sie an der Stelle auch nie gehört worden wĂ€re und sie glaube das es wenig Sinn macht hier GefĂŒhle zum Ausdruck zu bringen.

Als sie aber spĂ€ter erfuhr das ich meinem BedĂŒrfnis gefolgt war und der Person mitgeteilt hatte, wie mich ihr Verhalten hatte fĂŒhlen lassen und damit sogar sofort gehört wurde, schlug ihr VerstĂ€ndnis in etwas um das sich wie Neid anfĂŒhlte.

Sie brachte es zum Ausdruck indem sie meine Intention und mein BedĂŒrfnis ins lĂ€cherliche zog, wahrscheinlich weil sie es nicht gewagt hatte ihrem Ärger in der Vergangenheit auf Ă€hnliche Art Luft zu machen.

Es wird mir immer ein RĂ€tsel bleiben warum Menschen sich ĂŒber andere lĂ€cherlich machen, ich finde es respektlos ein ehrliches BedĂŒrfnis des GegenĂŒber ins lĂ€cherliche zu ziehen.

Es zeigt meist ganz klar wo die Wunden dieses Menschen liegen. Als ich das erkannte, spĂŒrte ich keine Wut mehr fĂŒr diesen Menschen, der mir sowieso am Herzen liegt, sondern MitgefĂŒhl.

MitgefĂŒhl dafĂŒr das auch er unter der selben Sache wie ich gelitten hat und das noch immer noch tut!

Im Nachhinein betrachtet finde ich es enorm wohltuend das sich Wut in MitgefĂŒhl verwandeln kann. Von einer Emotion die sich innerlich nach Trennung zum GegenĂŒber anfĂŒhlt, zu einer Emotion die zu einer Einheit bzw. Verbundenheit miteinander fĂŒhrt!

Unglaublich was MitgefĂŒhl mit anderen, und sich selbst zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden beitragen kann.

Einmal mehr nehme ich mir also vor: liebevoll mit mir zu sein und zukĂŒnftig meine BedĂŒrfnisse öfter fĂŒr mich in den Vordergrund zu stellen und fĂŒr mich einzutreten – bevor ich mir die Frage stelle was andere darĂŒber denken oder wie sie reagieren könnten.

Die Reaktionen anderer auf Gesagtes, beruhen nĂ€mlich meist auf deren GefĂŒhlen (getriggert durch ihre Vergangenheit) und haben weniger mit meiner Meinung oder mir zu tun!

Eines noch zum Abschluss das ich uns allen wĂŒnsche: mehr MitgefĂŒhl & SOLIDARITÄT Im umgang miteinander- gerade unter Frauen und/oder MĂŒttern!
Wir sitzen doch alle im selben Boot und wollen alle „nur“ gesehen, gehört und verstanden werden!

Wie sagt man so schön: we are in this together!

Von Herzen,

Silke

Nachtrag: manchmal ist es wohl auch gut erstmal runterzukommen darĂŒber zu schlafen und mit Freunden zu reden 😬 bevor man sich in einem Blog damit auseinandersetzt đŸ˜‰đŸ€đŸ€­đŸ€Ș! HĂ€tte ich mir wohl auch einiges an Energie gespart. Denn im Endeffekt war es wohl lediglich ein MissverstĂ€ndnis und nach nĂ€herer Betrachtung wohl nicht dazu gedacht um sich ĂŒber mich „lustig zu machen“. Living & learning! Mea culpa 💕đŸŒș😘!!!!

Nichts desto Trotz hat es mir viel gebracht Dinge von allen Seiten zu beleuchten und auch mal wieder „Fehler“ zu machen und mich weiterzuentwickelnđŸ„°.

Weg des Herzens….

Kennt ihr das, wenn euch ein Sachverhalt “glasklar” erscheint , so sehr das ihr euch gar nicht mehr vorstellen könnt, das ihr jemals anders ĂŒber die Sache habt denken können?

Weg des Herzens....

So geht es mir aktuell damit das die Heilung bzw. der Weg zu mir selbst in mein Herz fĂŒhrt! Es ist als sei diese Erkenntnis tief in jeder Zelle in mir, die unumstrittene innere Wahrheit meines “Seins”!

Noch vor Monaten wĂ€re ich nie darauf gekommen, obwohl dieses innere Wissen gefĂŒhlt schon immer tief versteckt in mir ruhte.

Es ist Wahnsinn wie sehr sich das Denken, die GlaubensĂ€tze – ja die ganze Innere und somit auch die Äußere Welt verĂ€ndern kann, wenn man jeden Tag bewusst und liebevoll (bedeutet fĂŒr mich ohne Druck) daran arbeitet.

Der Weg dahin, die Bewusstheit fĂŒr diese VerĂ€nderungen zu erlangen, war fĂŒr mich gefĂŒhlt endlos lang. Es galt mich erst mal ĂŒberhaupt irgendwie kennenzulernen, die hellen und dunklen Stellen meines Selbst. Zu wissen wie ich ĂŒberhaupt ticke, was in mir alles schwingt und ansatzweise zu verstehen was mich berĂŒhrt.

Ich wollte mich schon immer besser fĂŒhlen als ich es tat und war deshalb immer offen fĂŒr VerĂ€nderung, deshalb beschĂ€ftigte ich mich stetig mit LektĂŒre, Seminaren und inspirierenden Sachen. Schon frĂŒh auf meinem Weg fiel mir ein Buch von Safi Nidiaye in die Hand mit dem schönen Titel ” Herz öffnen statt Kopf zerbrechen” (kann ich nur empfehlen!) der zu mir passt wie die Faust aufs Auge ;). HĂ€tte ich mir das mehr zu Herzen genommen, hĂ€tte ich vielleicht eine AbkĂŒrzung zu meinem Herzen nehmen können…aber so wollte es das Leben wohl nicht.

Der Wille jetzt “durchzustarten” zu meinem “Sein” entwickelte sich immer stĂ€rker nachdem mein Sohn in mein Leben trat. Zum einen wurde ich gefĂŒhlt durch Herausforderungen im außen dazu gezwungen, aber viel wichtiger: ich wollte fĂŒr meinen Sohn aus ganzem Herzen eine VerĂ€nderung fĂŒr mich – fĂŒr uns – hin zur Liebe!

Ich wollte als erstes vor allem endlich auch das, dass Leiden meiner Vorfahren, welches an mich weitergegeben wurde, endlich ein Ende hatte. Keine Ahnung ob man das Drama der Ahnen jemals voll auflösen kann, aber ich denke man kann es entwickeln.

Im Jahr 2019 wollte ich endlich ein paar alte Blockaden lösen, im Rahmen eines Wingwave Coachings. Ich hatte das GefĂŒhl das mich etwas aussergewöhnliches erwarten wĂŒrde, aber das es einiges so beschleunigte und ans Licht brachte, fand ich schon wirklich bemerkenswert.

Es ergaben sich zwei zentrale Entwicklungen: ich verarbeitete Dinge aus der unmittelbaren Vergangenheit meiner mÀnnlichen Vorfahren, aus Kriegszeiten. Denke man muss dazu nicht mehr sagen, jeder kann sich denken das diese Thematik sehr tief bewegend sein kann.

Eines fand ich dabei aber sehr besonders, das ich nach der einen zwei stĂŒndigen Sitzung viel in TrĂ€umen statt im wachen Zustand (mit nachdenken/analysieren) zu verarbeiten schien – als ob sich die Dinge “von alleine” im Schlaf klĂ€ren wĂŒrden. Bemerkenswert war dabei auch das mein Coach die selben Bilder wie ich aus meiner Vergangenheit zu empfangen schien. Was an der Sitzung zudem bemerkenswert war, war das ich zum Abschluss des Coaching eine Karte ziehen durfte (quasi als Geschenk fĂŒr eine anstrengende Sitzung ;)) auf der folgende Worte standen: Folge deinem Herzen! Damals erkannte ich die tiefere Bedeutung fĂŒr mich noch nicht.

Irgendetwas lösste das ganze Coaching jedoch in mir aus, einerseits fĂŒhlte ich mich danach freier als jemals zuvor andererseits begann fĂŒr mich damit eine intensive Phase der Selbstreinigung in Form einer “Krise”…na ja eigentlich zeichnete sie sich schon vorher ab, aber fĂŒr mich war das wohl ein blinder Fleck.

Jedoch war es fĂŒr mich, nach einem Jahr der inneren Verarbeitung- der intensiven aber liebevollen Arbeit an mir – der Weg zur Bewusstwerdung. Es war der Start in ein völlig anderes Leben in dem ich lernte das ich nicht das außen kontrollieren/verĂ€ndern muss – sondern mein inneres liebevoll gestalten lernen darf um zu mir selbst zu finden.

Als ich dann den Zen- Weg einschlug, der mir auch irgendwie (anhand von YouTube Videos) vor die FĂŒĂŸe fiel, begann die Entwicklung meines Weges zum Herzen hin erst so richtig!

Die gefĂŒhrte Zazen Meditation des “geerdeten Herzens” von Zen-Meister Hinnerk Polenski tĂ€glich ĂŒber Monate mehrmals durchgefĂŒhrt, brachte mich dann endgĂŒltig darauf das mein Herz die Quelle meines Selbst ist.

Ich hatte immer eine Art von Hellwissen/Intuition aber da ich mich nicht kannte und mir deshalb nicht vertraute wollte ich nie darauf hören.

Mir fiel die Karte aus dem Coaching wieder ein: Folge deinem Herzen! Mein Problem ist meist das ich zuviel denke und versuche mit dem Verstand zu erfassen, somit war mein erster Gedanke: “Ich denke nicht, dass ich ich wirklich begreife, was der Satz fĂŒr mich bedeutet.” Viele Fragen kamen im Kopf hoch :

  • Was genau sagt mein Herz denn eigentlich?
  • Wann und wie spricht es zu mir?
  • Was soll ich tun um diese Herzens-BedĂŒrfnisse umzusetzen?

Doch jetzt da ich das schreibe , kann ich die Erkenntnis aus dem Satz (Folge deinem Herzen) plötzlich auf den Punkt bringen.

Eine Stimme in mir sagt: “du musst es nicht verstehen, was es bedeutet deinem Herz zu folgen, du fĂŒhlst es doch in dir – eine Art inneres Wissen das deiner Wahrheit entspricht und von jeder Zelle deines Körpers “be-ja-ht” wird :)!

So ist es fĂŒr mich: das meiste verstehe ich nicht mit dem Kopf sondern spĂŒre es mit dem Herzen und in jeder Zelle!

Mir ist die Tage das Buch der buddhistischen Nonne Pema Chödrön (Titel: Das Unwillkommene Willkommen heißen) in die HĂ€nde gefallen, in der auch der Sanskrit Begriff des “Bodhichitta” (bodhi = Erwachen; chitta= Herz/Geit) auftaucht, den ich sehr passend und berĂŒhrend dafĂŒr finde, was wir alle und die Welt gerade gut gebrauchen können.

Das Ziel des Bodhichitta ist es, dass Herz vollkommen zu erwecken – nicht nur damit es uns besser geht , sondern vor allem im Bezug auf anderen Lebewesen und um ihnen aktiv Trost und Weisheit zu vermitteln.

Laut Pema beginnt es mit dem Wunsch frei zu sein, von allem was uns daran hindert anderen zu helfen.

Ehrlich, meist hindert uns doch das GefĂŒhl des “Getrennt-seins” bzw. das dadurch ausgelöste GefĂŒhle wie z. B. Wut auf das GegenĂŒber daran, fĂŒr andere da zu sein oder zu helfen.

Es gibt öfter aufgeheizte Situationen in meinem Leben wo ich mir denke “was fĂŒr ein Depp”(im Bezug auf ein best. GegenĂŒber). Schon im Moment des Denkens fĂŒhle ich mich dann auch schon gleich mies – eine Schwere, Einsamkeit, Wut etc. zieht ein.

Wenn ich aber erstmal mich im liebevollen Licht meines Herzens sehe und bemerke was bei mir gerade fĂŒr ein Film (der Vergangenheit) lĂ€uft und im nĂ€chsten Schritt dann noch mein GegenĂŒber mit seinem Film kĂ€mpfen sehe – merke ich doch schnell das wir viel gemeinsam haben.

Der Fokus auf das Gemeinsame, der aus dem MitgefĂŒhls des Herzens entsteht, ist es was uns zusammenbringt und uns hilft ĂŒber unsere Differenzen zu reden und gemeinsam Lösungen zu finden!

Ja, das hört sich jetzt vielleicht leicht gesagt an, ich weiß allerdings sehr wohl wie schwer es sein kann aus dem eigenen Film auszusteigen, geschweige denn den anderen dann noch mit VerstĂ€ndnis zu begegnen. Was mich aber immer davon ĂŒberzeugt das es den Aufwand wert ist es zu tun, ist das gut GefĂŒhl das aus meinem Herzen in jeden Winkel meines Körpers ausstrahlt!

In dem Sinn: Übung macht hoffentlich den Meister :)!

Also, ihr lieben Herzensmenschen: lasst uns in Minischritten jeden Tag ĂŒben alte Denkweisen/Verhaltensmuster im stressigen Alltag diesbezĂŒglich zu hinterfragen und dann zu verĂ€ndern um irgendwann zum Bodichitta ĂŒberzugehen – dem Herz des Erwachens!

Von Herzen,

Silke

Im Chaos den Sinn finden…

Im Chaos den Sinn finden...

Seit ich meinen beruflichen Wiedereinstieg gestartet hatte, lief der Alltag wieder gefĂŒhlt in einigermaßen “geordneten Bahnen”. Das “normale” Leben hatte mich wieder! Die Phase meiner Depression lag hinter mir, was mich gedanklich weitaus weniger schuldig fĂŒhlen lies, da ich ja wieder meinen Beitrag zur Familienkasse & Gesellschaft leistete.

Der Morgen verlief fĂŒr mich erstmals seit langem ruhig, da ich das Privileg hatte heute noch liegen bleiben zu dĂŒrfen wĂ€hrend mein Mann unseren Sohn zurecht machte, um ihn in den Kindergarten zu bringen.

Yeah…das Leben war auf meiner Seite – was konnte da noch schiefgehen?

Endlich konnte ich meine morgentliche Routine wieder durchfĂŒhren – ohne das GefĂŒhl völlig getrieben zu sein und schnell zum Ende zu kommen. FĂŒr mich bedeutet das, dass ich..

  • mich genĂŒsslich im Bett dehne – tut mir persönlich immer gut, besonders in den Beinen, ich habe mal gelesen das die Ängste der Vergangenheit sich gerne körperlich gerade dort festsetzen – fĂŒr mich ist diese Aussage jedenfalls sehr stimmig :).
  • meine 10 Versprechen (meine Lieblingsmantren wie z. B. “Ich bin genug, ich tue genug, ich habe genug”) in Ruhe laut rezitieren und mich in sie reinfĂŒhlen kann.
  • dreimal tief ein- und ausatme nach Zen-Art von Thich Nhat Hahn: Ich atme ein und stelle mir vor das ich eine BlĂŒte bin, die dabei aufgeht. Ich atme aus und stelle mir dabei vor das ich ein Berg bin der fest geerdet ist.

Wenn ich es schaffe mir diese ca. 10-15 Minuten am Morgen allein zu nehmen, und dabei nicht sofort zur nĂ€chsten Tagesaufgabe hetzen zu mĂŒssen, dann fĂŒhle ich mich mehr in meinem Herzen und viel motivierter. Die Freude auf den Tag und all seine Herausforderungen lĂ€sst ich dann immer regelrecht aus dem Bett springen – ganz im Gegensatz zu der TrĂ€gheit die mich an anderen Tagen gefĂŒhlt aus dem Bett kriechen lĂ€sst.

Leider kommt es allerdings viel zu hÀufig vor das mein Sohn mich weckt und Aktion angesagt ist und ich froh bin wenn ich die Augen dabei offen halten kann :).

In diesen FĂ€llen fĂ€llt die gepriesene Morgenroutine dann so aus das ich zumindest die AtemĂŒbung in den Tagesstart einfliessen lasse. FĂŒr den Fall das dann zwischendurch noch ein paar Minuten “me-time” anfallen lasse ich mich hĂ€ufig auf mein Meditationskissen fallen und versuche kurz Zazen zu machen – sitzen & atmen ohne jeglichen Anspruch/Druck/Erwartung…einfach “nur” hier Sein ohne irgendwohin zu mĂŒssen.

Ehrlich ihr lieben: an manchen Tagen klappt es mit der Meditation und an manchen war es zumindest einen Versuch wert, um liebevoll mit mir zu sein :).

Heute war Home Office angesagt, also hieß es den flexiblen Arbeitsplatz herrichten. Mich “herzurichten” hatte ich aktuell noch keine Zeit – es musste erstmal ein Cafe zu starten in den Tag her.

Also stĂŒrzte ich mich voll rein in die Arbeit, ich bin jemand der ziemlich leidenschaftlich dabei ist und auch wenn die Themen manchmal in wenig Zeit erledigt werden sollen, einen gewissen Anspruch an seine Leistung hat. Denke mein Chef sieht das manchmal etwas anders, aber so sind die Menschen einfach alle anders gestrickt und das wichtigste ich immernoch zum selben oder noch besseren Ziel zu kommen ;).

Die Themen waren heute komplex und es standen viel Meetings in einer Reihe hintereinander an bei denen RĂŒckfragen und Diskussionsbedarf bestand. An solchen Tagen wo ein Meeting das andere jagt, schwirrt mir nicht nur der Kopf – ich fĂŒhle mich auch als ob ich Bodenhaftung verliere und weniger geerdet bin.

Ich denke fĂŒr sensible Menschen mit Natur aus vielen GedankengĂ€ngen ist es sowieso immer etwas herausfordernder Multi-Tasking und die heute InformationsfĂŒlle und KomplexitĂ€t der Arbeitswelt zu verarbeiten, aber was es dann noch energieraubender macht ist diese hohe Taktung der Meetings.

Nicht zur eigentlichen Arbeit zukommen, geschweige denn alles korrekt dokumentiert zu bekommen was an To-Dos aus den Meetings zu erledigen ist wird echt zur Herausforderung. GefĂŒhlt steigt man innerer Druck, da ich nichts effizient abgearbeitet bekomme – auch wenn man sonst viel tut.

Meist bin ich so tief drin das ich sogar vergesse aufs Klo zu gehen bzw. es bewusst verschiebe, ebenso Essen oder trinken. Diese Verhaltensweise erkenne ich zum GlĂŒck mittlerweile schnell und kann wieder gegensteuern, denn diese dauerhafte VernachlĂ€ssigung von GrundbedĂŒrfnissen fĂŒhrte mich doch erst in die Depression.

Ja- fĂŒr mich ist einer der wesentlichen Faktoren warum ich depressiv war/bin nicht das ich weniger belastbar bin/war sondern das ich nicht genug positive Anreize in meinen Alltag eingebaut habe und Grenzsetzung zugunsten von Verantwortungsbewusstsein vernachlĂ€ssigt habe. Das musste jetzt an der Stelle mal raus, denn ich kann es ĂŒberhaupt nicht leiden das in unserer modernen Gesellschaft Menschen mit die unter ihren Non-Stop Gedanken leiden und depressiv werden als weniger belastbar oder sogar “krank” hingestellt werden.

Ja es ist eine Form der Krankheit, rein objektiv gesehen, aber man ist deshalb genau wie bei einer “normalen” Krankheit weder “Gaga” oder “nicht zurechnungsfĂ€hig” noch “weniger belastbar”. Vielleicht funktioniert manches langsamer oder man fĂŒhlt einfach leider gerade viel zu viel negative Emotionen als positive – aber das tun “gesunde” Menschen ja ehrlicherweise auch.

Ich habe mal gelesen, das es total normal ist das die GedankengĂ€nge eines Menschen tĂ€glich zu ca. 70% negativ sind, das scheint wohl aufgrund unserer Konditionierung einfacher zu sein als wohlwollendes zu denken ;). Depression ist fĂŒr mich also lediglich eine eine lĂ€ngerfristig bestehende Überlastung der Nerven getriggerter durch zuviel Gedanken/GlaubenssĂ€tze die negativ sind und meist in der Vergangenheit ihren Ursprung haben.

So jetzt bin ich leider etwas vom eigentlichen Thema abgeschweift ;)…aber es ist mir echt wichtig mit diesen Klischees und Stigmatisierung von (temporĂ€r) psychisch angeschlagenen Menschen aufzurĂ€umen!
Es geht dabei nicht nur um mich, denn ehrlich ich hab mich durch meinen Blog schon geoutet, vielmehr hoffe ich dazu beizutragen das sich die Sichtweise der Menschen auf psychische “Krankheiten” dadurch korrigieren lĂ€sst.

Also zurĂŒck zu meinem Chaos Tag: die Arbeit lief wie gewohnt im Informations- und MeetingĂŒberfluss dahin, was mich dazu veranlasst mich wieder der bewussten AtemĂŒbung fĂŒr drei AtemzĂŒge zuzuwenden…hab da echt lange ĂŒben mĂŒssen – aber jetzt spĂŒre ich da schon mehr Entspannung und Erdung als am Anfang.

Erschrocken bemerkte ich irgendwann, das es schon wieder Zeit war den PC zuzuklappen und mich startklar fĂŒr den Weg zum Kindergarten zu machen. Wo geht die Zeit nur hin, wenn man konzentriert ist?

Also trotz spĂ€t-dran-seins bewusst normal bzw. entspannt gehen und tief atmen um den Weg zum Kindergarten fĂŒr eine bewusste Denkpause zu nutzen um wieder bei mir anzukommen. Ich persönlich nenne es ja auch – meinen Versuch zur Gehmeditation.

Ja ihr lieben: Bewusstheit und Erdung/Mitte finden lĂ€sst sich in allen Lebenslagen trainieren….auch wenn es fĂŒr mich gefĂŒhlt ewig gedauert hat bis ich es hinbekommen habe.

Also lief ich so, einigermaßen geerdet, zum Kindergarten…alles ist gut :). Die Erzieherin kam freudestrahlend auf mich zu und erklĂ€rte mir das mein Kind heute so brav war und immer der erste der fertig war – ob persönlich habe da ja eine etwas andere Sichtweise: das ein Kind zwar Grenzen kennen & lernen soll aber immer noch gerne ein Kind sein darf. Na ja…ich lĂ€chelte – ist ja lieb gemeint von ihr und ich schĂ€tze sie sehr.

Der kleine kam gleich auf mich zugestĂŒrzt und war auf einmal gar nicht mehr so “brav” – er bombardiert mich mit Fragen die ich leider verneinen musst und somit nahm das “Drama” seinen Lauf ;).

Mein Sohn ist hat viele Talente, aber eines seiner grĂ¶ĂŸten ist es so laut zu schreien wenn ihm was nicht passt das GlĂ€ser springen und die ganze Stadt alarmiert ist. Es ist immer wieder “nett” in diesem Zustand mit ihm durch die MĂŒnchner Innenstadt laufen zu “dĂŒrfen”. Ja seit ich eine Mutter bin weis ich wie es sich anfĂŒhlt der Negativ Magnet von Aufmerksamkeit im Umkreis von Kilometern zu sein. Trotz VerstĂ€ndnis fĂŒr mein Kind, dass gerade einfach sichtlich ĂŒberfordert von allen seinen GefĂŒhlen ist und sich entwicklungstechnisch gar nicht anders verhalten kann, möchte ich dennoch im Boden versinken nachdem ich mir eine Packung Oropax ins Ohr gestopft habe.

Der Stresslevel, von mir als gerĂ€uschsensiblen Menschen, schnellt also gefĂŒhlt auf 380% hoch und tanzt Tango bis wir zuhause ankommen und der kleine sich langsam beruhigt.

Erschöpft sinken wir beide auf das Sofa und gönnen uns erstmal ein kleines Eis und auch eine kurze ruhige Auszeit.

Es dauert schon einige Zeit und einen Cafe bis ich mich davon erhole und mich entscheide es heute mal langsam mit dem Kinder-Mittagsprogramm angehen zu lassen.

“Pausen fĂŒr mich nicht vergessen und vor allem tief Atmen” – ist mein Mantra dabei.

Das Kind will allerdings doch öfter mal bespaßt werden und dabei konstant im Hier & Jetzt zu sein ist gerade bei meinem Energieverlust nicht mehr möglich…also einfach annehmen wie es ist auch wenn ich gestresst und schlecht gelaunt bin.

“MitgefĂŒhl ist mich und diese herausfordernde Situation” ist der “Zaubersatz”!

NatĂŒrlich wird es nicht ruhiger bei uns zuhause, nein es kommt ein Spieldate vorbei – soweit so gut – man kennt sich, man mag sich…wenn ich es nur einfach annehmen könnte das ich gerade einfach durch bin und denn Kids weniger bieten kann.

Na ja..irgendwann ist es dann Essens-, Kuschel- und Bettgeh-Zeit und es wird langsam aber sicher ruhiger und entspannter im außen und meinem inneren.

Nach dem Zubettbringen widme ich mich erstmal wieder der Atmung und nach einiger Zeit tritt der Effekt ein – mein Herz tritt wieder in den Vordergrund und lĂ€sst mein Gehirn zur Ruhe kommen. Durch weniger Denken sinkt auch der Stress und ich fĂŒhle mich wieder etwas mehr wie ich selbst – in meiner Mitte.

Der innere Druck lĂ€sst nach, es wird still und leerer in mir. Es entsteht Raum fĂŒr Liebe und mehr MitgefĂŒhl, Akzeptanz der Situationen und die Möglichkeit alles ins rechte Licht zu rĂŒcken. Aus dem kreativen Nichts in mir entstehen folgende Fragen:

  • Was wenn es nicht einfach “nur” ein chaotischer, stressiger Tag war – einer derer die es immer wieder mal gibt?
  • Was wenn mein Kind nicht nur einen schlechten Tag hatte oder selbst gestresst war ?
  • Was wenn dieser Tag in Wahrheit vom Leben so gestaltet wurde um mich “liebevoll” weiterzuentwickeln – damit es nicht langweilig wird ?

Mein Herz gab die eindeutige Antwort:

Ja, diese Tage sind Wachstumstage fĂŒr dich. Dein Sohn ist dabei dein bester Lehrer!

Ich muss sagen diese Herzens-Wahrheit macht es mir leichter in meine Mitte zu kommen, zu lÀcheln und mich auf Morgen zu freuen ;).

Ich wĂŒnsche euch das auch ihr in euren Herausforderungen die befreiende Herzens-Wahrheit finden könnt.

Lasst uns das gemeinsam ĂŒben – vielleicht klappt es ja irgendwann von allein 🙂

Von Herzen,

Silke

Vom Umgang mit Zeit…

Vom Umgang mit Zeit...
Sei dir wichtig: nutze deine Zeit bewusst, fĂŒr dich!

Seit Jahren hatte ich als Mama wenig bis keine Zeit fĂŒr mich, und wenn doch 2 Std am Abend noch zur VerfĂŒgung standen war ich immer total ĂŒberfordert was ich jetzt damit anfangen sollte ;).

Es fĂŒhlt sich fĂŒr mich so an als hĂ€tten wir Menschen bei dem andauernden rennen von einem Termin/Erledigung zum anderen vergessen wie es ist zeitliche LĂŒcken im Plan zu haben – meist ist ja alles durchgetaktet. Wenn sich dann doch freie RĂ€ume im Zeitplan ergeben erschlĂ€gt mich dieser Raum im ersten Moment förmlich, sprich ich stehe total unter Druck was ich alles damit anfĂ€ngen “mĂŒsste” um endlich mal wieder “was fĂŒr mich zu tun” bzw. mich wirklich wohl statt gehetzt zu fĂŒhlen.

Ich als sensibler Mensch fĂŒhle die gesellschaftlichen Schwingungen sehr stark, all diese Pflichten die man hat und alles was man darstellen will um ein akzeptierter Teil der Gesellschaft zu sein. Was also “mĂŒsste” ich an einem solchen freien Tag tun, was wird von mir erwartet: gechillt den Tag zu genießen, in Harmonie mit mir selbst zu sein und gleichzeitig alles fĂŒr die Familie zu tun, Haushalt, EinkĂ€ufe, Putzen etc.? FĂŒr mich ist der Fokus auf das Umfeld und deren BedĂŒrfnisse stark anerzogen, da es war meinen Eltern sehr sehr wichtig das andere dachten.

Ich persönlich möchte mich mehr und mehr davon lösen, wie man leben sollte damit keiner mit dem Finger zeigt. Ich möchte meine eigenen BedĂŒrfnisse, Launen, Lebensart nachkommen und einfach “Sein”.

Ich möchte mein Leben leben, so dass ich am Ende meiner Tage sagen kann: ja das war mein Leben, ich habe es genossen mit allen ups & downs!

Heute morgen als ich erwachte, merkte ich das ich gerade nicht wirklich auf meinem Weg bin. Nach all den Jahren funktionieren und ackern, habe ich fĂŒr mich die bewusste Entscheidung treffen können, das leisten hintenanzustellen und mehr Freizeit fĂŒr mich zu haben, was zum GlĂŒck gerade finanziell funktioniert.

Ich habe mich aufgerafft und eine 4-Tage Woche in mein Leben gerufen. Heute war nun der erste freie Montag und ich wachte auf – nicht mit dem Gedanken von Freiheit & Freude darĂŒber, sondern mit Druck und Angst.

Ich wollte heute erstmals nach Ewigkeiten ein paar Stunden lĂ€nger schlafen, was auch super funktionierte nachdem mein Mann den kleinen heute frĂŒh in den Kindergarten brachte. Statt darĂŒber glĂŒcklich und zufrieden zu sein, fĂŒhlte ich mich schuldig und getrieben.

Schuldig da ich lĂ€nger als andere arbeitende Mitglieder – besonders meine Mann – der Gesellschaft ruhen durfte und mich frĂŒh nicht um meinen Sohn gekĂŒmmert hatte. Das “Rabenmutter” als Stimme der Gesellschaft klang mir schon im Ohr. Ich wollte aufspringen und schnell all die Aufgaben erledigen die ich in den letzten Stunden nicht habe schaffen können, das Geschirr musste in die Maschiene gerĂ€umt werden, die WĂ€sche gewaschen, der Boden gesaugt etc.. Der Druck stieg merklich je wacher ich wurde und die Angst vom Leben abgehĂ€ngt zu werden kam auf.

Als ich nach ein paar Minuten bewusst wahrnahm was da gerade in mir los war, musste ich erstmal schmunzeln ;). Da mache ich jetzt seit Monaten AtemĂŒbungen, Zazen und höre bei der Hausarbeit meine liebsten Achtsamkeitstalks von Zen Mönch Thich Nhat Hahn und dennoch sitze ich hier und fĂŒhle mich als wĂ€re ich wieder das kleine Zahnrad im Uhrwerk der Gesellschaft das getrieben ist und nur funktioniert.

Die Bewusstheit, ist der wichtigste und auch der herausfordernste Schritt fĂŒr mich – denn sobald ich wahrnehme was hier gerade lĂ€uft greift eines meiner Versprechen nach denen ich versuche mein Leben auszurichten: ich ĂŒbernehme Verantwortung fĂŒr meine GefĂŒhle, Gedanken und GlaubenssĂ€tze!

Also kam ich aus der Nummer nicht raus, mein erster freier Tag ist mir viel zu wertvoll um ihn an die negativen GlaubenssĂ€tze und GefĂŒhle der Vergangenheit zu verschwenden.

Klar ausgedrĂŒckt: ich möchte lernen diesen Tag der mich monatlich immerhin 500€ kostet fĂŒr mich zu nutzen.

Immer noch keine einfache Frage: was wĂŒrdet ihr mit freier Zeit tun was auch mehr zu euch selbst bringt?

Wie sagt Thich Nhat Hahn immer so schön “erstmal atmen”, also konzentrierte ich mich auf drei bewusste Ein-/Ausatmungen und schon lichtete sich der Nebel der Vergangenheit aus Druck/Stress & Angst.

Es entstand ein offener heller Raum in mir voller Möglichkeiten.

Fakt ist ,die Zeit fĂŒr mich sollte:

  • sich gut anfĂŒhlen und
  • mich in meine Mitte bringen,
  • voller Schönheit der Natur,
  • voller Genussmomente und
  • Stille sein.
Was dabei fĂŒr mich “Leistungstier” ungemein wichtig ist: den inneren Antreiber im Blick zu haben und ihn zu besĂ€nftigen mit dem Mantra “in der Ruhe liegt die Kraftund “ich tue genug, ich habe genug, ich bin genug”!

Die Atmung fing an mich langsam zu mir zurĂŒck zu bringen – in meinen Körper. Ich streckte mich und begann mit meiner Morgenroutine zu der ich leider sonst nie komme, da mein sĂŒsser kleiner Sohn zu unterschiedlichen Zeiten aufwacht und mich jedesmal mit seiner PrĂ€senz ĂŒberrascht ;).

Also zuerst:

  • Dehnen & Strecken im Bett
  • Bewusstes Atmen
  • Meine 10 Versprechen fĂŒr den Tag rezitieren und fĂŒhlen

Los gehts: das Leben ist fĂŒr mich auf in den Tag!

Nachdem ich mich angezogen hatte zog es mich magisch in die Natur, den Park ums Eck. Endlich mal wieder meditieren am Morgen in Ruhe, dank meiner geliebten Noise-Cancelling Kopfhörer. Ehrlich – sie versĂŒssen mir so manchen Tag…vor allem wenn ich mal wieder Ă€tzende TĂ€tigkeiten wie WĂ€sche aufhĂ€ngen mache und mein Sohn nebenher noch einen Trotzanfall hat. Es tut gut vor allem in der Großstadt mal eine etwas reduzierte GerĂ€uschkulisse zu haben.

Zielstrebig ging ich zu einem sehr alten und wunderschönen Baum im Park, der sicher schon viel gesehen und erlebt hatte und der mir einen komfortablen Platz auf seiner Wurzel im Schutz seiner BlĂ€tter anbot. Dankbar fĂŒr diesen wunderschönen Anblick machte ich es mir fĂŒr ca. 40 Minuten Zazen mit der “geerdeten Herz” Meditation von Hinnerk Polenski gemĂŒtlich. Echt unglaublich wie gut Zazen dem Körper gut und selbst das Sitzen auf einer harten Baumwurzel zum Genuss wird – von dem glaube ich, nicht nur ich, sondern auch der Baum profitiert hat :).

Danach fĂŒhlte ich mich endlich wieder in meiner Haut angekommen, und merkte wie wichtig es doch ist tĂ€glich Zazen und meine Routinen zu praktizieren. Denn der Alltag der gerade in den letzten drei Wochen sehr schnelllebig und anstrengend war, hatte dafĂŒr gesorgt das ich mich von mir entfernte und der Nebel der Vergangenheit sich zuzog. Dadurch wurde ich zunehmend unbewusster und auch trĂ€ge – was mich dazu veranlasste alles was mir gut tut zu vernachlĂ€ssigen.

Es ist doch immer wieder spannend wie sehr man gerade die Dinge die einem eigentlich gut tun in hektischen Zeiten vernachlÀssigt, weil sie einem zu energieaufwendig erscheinen.

In dem Sinn, mache ich mal ein Brainstorming was ich mir heute noch alles gute tun kann um mich in liebevolle Schwingung zu versetzen:

  • MitgefĂŒhl fĂŒr mich & andere z. B. durch liebevolle Gedanken und Metta-Meditation
  • bewusste Spielzeit im Hier & Jetzt mit meinem Sohn verbringen
  • Ein GesprĂ€ch nach Feierabend mit meinem Mann in Ruhe bei einem Tee fĂŒhren (es kam leider anders;)
  • Übungen fĂŒr den Vagus Nerv machen: Zungenkreisen, Augenkreisen etc.; Interessantes Übungsvideo dazu: https://youtu.be/R0ZTh2R-o-8 -> Basis die Lehren von Stanley Rosenberg Ostheopath: https://youtu.be/jBRsDCPjOnU .
  • Zazen Abendprogramm des virtuellen Kloster des Zen Klosters Buchenberg teilnehmen
  • FrĂŒhzeit schlafen gehen, auch wenn ich dadurch wenig Zeit zum lesen hab

Vielleicht ist da ja auch das eine oder andere fĂŒr dich dabei, um deinen Tag etwas liebevoller und angenehmer zu gestalten, egal ob du heute wie ich frei hast oder arbeitest. Andererseits ist es an manchen Tagen auch wichtig zu akzeptieren, dass alles irgendwie nichts bringt um sich wohl oder in Balance zu fĂŒhlen – dann ist das einfach so. Damit hadere ich dann am meisten :).

Dennoch wirkt bewusstes Atmen, mit Übung, immer auf die eine oder andere Weise fĂŒr mich, manchmal kurzer manchmal lĂ€nger und das beste ist: es ist immer und ĂŒberall möglich!

Auch hier noch eine kleine Empfehlung von meinen Lieblings-Zen-Meistern zum Atemtraining:

Also bleibt daran, mit etwas Übung spĂŒrt ihr, wie wertvoll dieses Übungen sind um solche negativ Spiralen und GedankengĂ€nge abzuwenden und den Tag zu geniessen.

Von Herzen,

Silke

P.S: Komischerweise ist meine Familie aus dem Gleichgewicht sobald ich es bin, nachdem ich also wieder in meiner Kraft gekommen bin, durfte ich den anderen dabei helfen wieder in ihre zu kommen – was mal besser und mal gar nicht klappt :). Auch das gilt es dann einfach zu akzeptieren. Ach ja…vielleicht ist heute auch einfach nur einer dieser Tage an denen was in der Luft liegt und irgendwie alle genervt sind – Monday-Feeling halt :).

Von Gedankenspiralen

Von Gedankenspiralen

Lange Zeit dachte ich das der Mangel an Energie den ich oft am Ende eines Tages spĂŒrte, einzig und allein daran lag, dass ich einfach viel wahrnehme durch meine SensibiltĂ€t & Empathie – zum Teil sicher auch richtig.

Ich spĂŒrte schon beim Aufwachen viel belastendes, negatives, jedoch keinen konkret zuordenbaren Gedanken oder ein GefĂŒhl – als sei ein dunkler Schleier ĂŒber mich gekommen. Es zerrte an meinen Nerven, raubt viel Kraft und lies mich keine Freunde mehr im Leben finden sondern nur noch Druck, Verantwortung und Verpflichtungen.

Viele Jahre glaubte ich deshalb um aus dieser negativ Spirale herauszukommen muss ich lediglich mein Denken Ă€ndern – also “Think positiv”. Sich zu etwas zu verdonnern fĂŒhrt per se schon mal zu innerer Spannung, aber das hochgesteckte Ziel vom negativen ins positive Denken zu kommen versetzte mich total in Stress.

Als ausufernder Perfektionist (working on it ;)), stecke ich mir meine Ziele meist viel zu hoch. Ich möchte dann gerne sofort von einem Extrem ins andere ĂŒberspringen, was die Latte noch höher legt.

Also versuchte ich die eine Art zu denken durch eine andere zu ersetzen, immer mit Fokus auf “denken”. Ich verbrachte Jahre damit ĂŒber das Denken nachzudenken und daran herumzudoktern.

Durch all das Denken fĂŒhlte ich mich gar nicht mehr geerdet, sondern regelrecht schwebend und dadurch immer irgendwie instabil. Meinen Körper und alle GefĂŒhle die dort zu spĂŒren sind nahm ich gar nicht mehr wahr.

Wenn die Menge der Gedanken aufgrund verschiedener Ereignisse sich ausschliesslich ins negative verlagerte, investierte ich umso mehr Zeit ins positive zu denken. Die Gedankenbeobachtung wurde zu meinem Extremsport und vermehrte irgendwie nur die Last auf mich.

Irgendwann, meist alle Schaltjahre wieder, kam der Zeitpunkt zu dem meine Nervenbahnen durch all das Denken extrem ĂŒberbeansprucht waren. FĂŒr mich fĂŒhlte es sich wie ein Kurzschluss im Hirn an, eine elektrische Überladung die mich in das diagnostische Krankheitsbild der Depression rĂŒcken lies.

Lange Zeit fĂŒhlte ich mich deshalb als Mensch zweiter Klasse, da ich wohl nicht belastbar genug sein und immer mal wieder zusammen klappte. Die gesellschaftliche Stigmatisierung lastete auch auf mir wodurch ich lange brauchte um zu erkennen, das eine Depression ein vom Körper eingebauter Notschalter ist um neue Wege zu finden sich neuronal zu regulieren. Nicht mehr und nicht weniger – es ging darum sich in eine andere Richtung zu entwickeln, wenn auch gezwungenermaßen. Ehrlich gesagt finde ich es trotz der Tatsache das, das Thema Depression gesellschaftlich mehr Beachtung findet, immer noch sehr Ă€rgerlich das noch so viele Menschen denken man wĂ€re entweder verrĂŒckt, geistig minderbemittelt oder nicht belastbar. Am meisten nervt mich das einem so oft die Belastbarkeit abgesprochen wird – wobei ich genau weis wieviel ich mich selbst belaste und der Meinung bin das viele dieser vermeindlich “gesunden” nicht so viel gedankliche Belastung aushalten wĂŒrden.

Das exessive Denken war einfach sehr belastent und nicht gesund.

Es dauerte allerdings einige Jahre um herauszufinden das, dass Denken nicht durch noch mehr Denken gefixt werden kann. Durch die Meditation fand ich einen Einstieg in die Welt des Körpers und versuchte wieder regelmĂ€ssig mehr ins spĂŒren zu kommen. Allerdings war das auch mehr eine “Pflicht” als eine KĂŒr, die mit viel nachdenken darĂŒber einherging ob es nicht besser funktionieren mĂŒsste etc..

Wie dem auch sei, mein Bewusstsein verĂ€nderte sich schleichend immer mehr. Ich lernte mich wieder zu spĂŒren, auch wenn es immer noch mehr Anstrengung in Anspruch nahm.

Nach Jahrzehnten der Selbstoptimierungsversuche in Richtung positiv Denken und “anders sein” um jeden Preis fand ich mich in einem warmen, weiten, herzöffnenden GefĂŒhl im Unterbauch wieder. Durch Zazen, das Sitzen in Ruhe ohne jeden Anspruch mit Fokus auf den Körper und den Atmen lernte ich, ganz langsam ĂŒber Monate, wie gut es sich anfĂŒhlen kann einfach “zu Sein”.

Manchesmal klappte es besser in die Mitte zu kommen, manchmal schlechter bis gar nicht – aber ich wusst nun wie es sich generell anfĂŒhlt in der Mitte zu sein.

Dieses GefĂŒhl verĂ€nderte mein Leben, ich fĂŒhlte mich in meinem inneren – fĂŒhlte wer ich bin! Ehrlich, ich kann es jetzt noch nicht glauben wie gut ich mich anfĂŒhle, es hilft mir auch mehr MitgefĂŒhl und Akzeptanz fĂŒr mich zu entwickeln – denn wer sich so gut anfĂŒhlt ist ok so wie er ist! Es brachte mehr Erdung und mehr Resilenz in mein Leben.

Hinweis: Bewusst spreche ich von “mehr Resilienz” zu haben, um nicht das gesellschaftliche Klischee zu bedienen “belastbarer” zu sein. Belastbar war ich schon immer, nun kann ich allerdings auch meine Energie besser managen.

Damit dachte ich Zum ersten Mal nicht “nur” wer ich bin – nein, ich “war” einfach!

Ich sehe jetzt wie sich alles langsam Sinn ergibt in meinem Leben, ich musste alle Erfahrungen machen – gute & weniger gute um dieses GefĂŒhl wirklich spĂŒren zu können und von anderen zu unterscheiden.

Ich erkenne mein großes Herz fĂŒr mich, alle Menschen und die Welt und wĂŒnsche mir jedem davon etwas abzugeben.

Mein bloggen mit liebendem Herzen ist ein Versuch, Liebe auch in eure Herzen zu bringen und wie weit zu machen!

Von Herzen,

Silke

Wenn der Ruhetag zur Unruhe fĂŒhrt…

Wenn der Ruhetag zur Unruhe fĂŒhrt...

RĂŒhre an das Leere in deinem Leben, und dort werden Blumen blĂŒhen.

Zen Weisheit

Endlich schönes Wetter an einem arbeitsfreien Tag, doch leider konnten wir heute nicht an den Ort unserer Sehnsucht entfliehen – den See.

Es stand ein Termin meines Kindes an, um manche Dinge kommt man als Mutter kleiner Kinder nicht drum rum 🙂 …obwohl ich den See eigentlich allem vorziehen wĂŒrde. Meine Oase der Ruhe und Entspannung!

Ich selbst vermeide Termine an Wochenenden die mir nicht wirklich gut tun, denn als sensibler Mensch habe ich schon unter der Woche genug Kopfkino, so dass am Wochenende vor allem Ruhe auf dem Plan steht.

Ein entspanntes Chillen mit Familie, NaturgĂ€nge oder auch gerne mal ein Treffen mit einem Menschen der allein mir – nicht der Mama oder der Ehefrau – am Herzen liegt.

Warum dies meine WochenendprĂ€misse ist, ist dass ich neben meiner HochsensibilitĂ€t die eine oder andere tiefe Wunden im Umgang mit Menschen eingefangen habe. Mein persönliches Trauma liegt im Umgang mit einer Gruppe von Menschen die ich nicht besonders gut kenne – Mobbing in frĂŒher Kindheit ist wohl das Schlagwort.

Wenn also ausgerechnet auf das Wochenende, ein Termin mit einer Gruppe “fremder” Menschen fĂ€llt , der fĂŒr die meisten sicher ganz angenehm ist oder auch einfach nur langweilig, ist er fĂŒr mich Anstrengung, Kopfkino und VergangenheitsbewĂ€ltigung pur.

Wisst ihr was ich meine? Vielleicht schaffe ich es bis ca. 10 Minuten vorher nicht daran zu denken das der Termin ansteht und bleibe halbwegs ruhig. Allerdings geht es denn kurz vorher los, es meldet sich eine innere Stimme in meinem Kopf die mir irgendeine Bullshit-Story aus meiner Kindheit erzĂ€hlen will. FrĂŒher habe ich dieser Stimme geglaubt, heute hat sie zum GlĂŒck an GlaubwĂŒrdigkeit durch stĂ€ndiges hinterfragen ( Fragen nach “The Work” von Katie Byron…sehr empfehlenswert!) ihres Wahrheitsgehaltes eingebĂŒsst.

Die Stimme raunt mir zu : “sicher kann dich keiner leiden”, “du musst dich tierisch anstrengen um deinen Platz in der Gruppe zu finden, was anbieten”. Ich sehe plötzlich kaum noch das es hierbei gar nicht um mich, sondern um meinen Sohn geht.

Irgendwie ist da plötzlich doch zwischen diesen fiesen Gedanken ein Moment der Stille und zum GlĂŒck meldet sich genau in dem Moment mein “gesunder” bzw. realistischer Erwachsener-Anteil und sagt “nein, glaub den Mist nicht – atme durch, spĂŒre den Boden der dich trĂ€gt und komm zu dir zurĂŒck”. Ich nutze den Moment, der kleine ist gerade mit sich selbst beschĂ€ftigt, schnappe mir ein Kissen und setzt mich auf den Boden um tief zu atmen und die TragfĂ€higkeit des Bodens in StabilitĂ€t umzuformulieren.

GlĂŒcklicherweise klappt es heute, trotz Kopfweh, ganz gut wieder in der RealitĂ€t anzukommen. Also stehe ich auf, mein kleiner Sohn freut sich schon tierisch das es endlich losgeht und ich nehme diesen GlĂŒcksmoment seinerseits als Geschenk an. Plötzlich ist da ein LĂ€cheln auf meinem Gesicht, eine Ruhe in mir und Freude auf das was kommt.

Ich dem Moment wĂŒnschte ich mir, dass es doch immer so leicht sein könnte – dieses fluffige glĂŒckselige GefĂŒhl könnte doch mein Normalzustand sein. Denn mein Naturell ist pure Liebe: ich liebe die Natur, Tiere und besonders auch die Menschen- was mich doch immer wieder fasziniert, da die Wunden in mir doch auch von Menschen kommen.

Das ist wohl meine Gabe: der Glaube das der Mensch von Grund auf gut ist! Jeder von uns hat eine oder mehrere solcher Gaben, die meiner Meinung nach mit der Aufgabe zu tun haben, die ein jeder Mensch auf diesem Planeten erfĂŒllen darf.

Manch einer wĂŒrde meine Gabe vielleicht naiv nennen, meint mein Kopf, ich nenne sie bedingungslose Liebe und davon kann diese Welt gar nicht genug bekommen.

Aber zurĂŒck zu dem Moment der Ruhe & GlĂŒckseligkeit mit dem wir hinausziehen in die Welt, mit offenem Herz und weitem Blick auf all unsere Möglichkeiten.

Es ist schon fantastisch was Kinder alles in einem hervorbringen können, ich muss sagen es hat lange gedauert aber jetzt erkenne ich: Mein Sohn ist mein bedingungslosester aber bester Lehrer im Leben!

Ich versuche mich in dieser inneren Stille & Leere zu baden, aber bald kommt die Stimme in meinem Kopf wieder und mein lĂ€cheln verschwindet – mein inneres Kind bekommt Angst und möchte sich am liebsten verstecken…alles, aber sich nur nicht erneut einer Gruppe von Menschen ausliefern, die es mit Worten demĂŒtigen und verletzen.

Ich nutze wieder die kurze Verschnaufpause dieser Stimme aus vergangenen Tagen, um tief durchzuatmen. Zum GlĂŒck hab ich mich noch ans bewusste Atmen erinnert – durch viel Übung wird es langsam wohltuender.

Dann kommen wir an unserem Ziel an: ich schaue meinen Sohn an und hoffe das er von meiner innerlichen Anspannung nicht so viel mitgekriegt hat, denn es ist ja sein Event und soll Spaß bringen.

NatĂŒrlich merken Kinder das, was mich immer mega unter Druck setzt – aber auch diesen Gedanken von Schuld versuche ich der Vergangenheit zuzuordnen um mich zu beruhigen. Der kleine Mann, rennt zu meiner Freude, strahlend los um seine Freunde zu begrĂŒssen und ist schon ins Spiel vertieft.

Langsam wird mein Mama-Herz entspannter und kommt wieder in seine liebevolleren Schwingungsfrequenzen.

Ich persönlich, habe mich bevor mein Sohn auf die Welt kam, nicht oft in Situationen begeben, die in mir diese alte kindliche Bedrohlichkeit hervorrufen. Keine Ahnung ob mir dadurch viel entgangen ist, aber ehrlich: ich umgebe mich auch lieber mit ausgewĂ€hlten Menschen die mein Herz tief berĂŒhren und das bei einem gepflegten Essen mit der Möglichkeit sich intensiv ĂŒber alles was uns erfĂŒllt auszutauschen. Ich war einfach nie der Typ dem es viel Energie bringt, durch die Bars zu ziehen und einen drauf zu machen.

Mein Bedarf an Ruhe, Stille, Natur und Zeit fĂŒr mich ist schon immer viel Grösser gewesen als der, der meisten Menschen.

Aber seit mein Sohn da ist, habe ich mich oft bewusst in diese fĂŒr mich oft als “lebensbedrohlich” geltenden Situationen begeben. Mein Ziel ist es wieder an mir zu arbeiten fĂŒr ein erfĂŒllteres Leben in Liebe fĂŒr mich und meine Familie. Die Resultate muss ich sagen sind mittlerweile klar erkennbar – das Leben honoriert den Mut eines Menschen sich seiner Aufgabe zu stellen und unterstĂŒtzt uns dabei. Manchmal ist man vielleicht gerade nicht in der Position das klar zu sehen, aber wenn wir zur Ruhe kommen denke ich fĂŒhlen wir in uns dieses natĂŒrliche “Ja” des Lebens zu uns!

Gewinnbringend dabei ist fĂŒr mich neben der Zen Meditation auch das Atemtraining – meine Empfehlung dazu, kommt mal wieder von Zen Meister Hinnerk Polenski:

Von Herzen alles liebe und nicht vergessen: öfter mal durchatmen ;),

Silke

Von der absoluten Schönheit…

Von der absoluten Schönheit...

An den ungewöhnlichsten Orten kann man von der Schönheit berĂŒhrt werden, meist da wo man sie am wenigsten vermutet. Diese Blume strahlte mir auf einem, meinem Empfinden nach, verwahrlosten Balkon entgegen. Ihre Schönheit brachte mich zum lĂ€cheln und erfĂŒllte mich mit Liebe.

Seither ist mir klar: Schönheit = Liebe!

Jedem Mensch, jeder Pflanze und jeder Sache liegt eine eigene individuelle Schönheit inne, nicht immer ist sie fĂŒr das unbewusste Auge sichtbar, aber mit dem Herzen sieht man sie.

Das erinnert mich doch stark an das Zitat aus “Der kleinen Prinz”:

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das wesentliche ist fĂŒr die Augen unsichtbar.

Antoine de Saint-Exupery

Als sensibler Mensch vom Sternzeichen Stier ist Schönheit ein besonders wichtiger Wert fĂŒr mich – aber wie ihr bereits erahnen könnt nicht im klassischen Sinne.

Ich halte wenig von gĂ€ngigen Schönheitsidealen und lasse mich nicht von der Schönheit eines Menschen, einer Sache oder Pflanze beeinflußen. Generell stehe ich den Menschen sowieso eher positiv und offen gegenĂŒber. Ich finde jeder hat es verdient das man ihm mit dieser Start-Toleranz und Respekt begegnet.

Aber zurĂŒck zur Schönheit, sie ist es fĂŒr mich um die sich mein Leben dreht – sie berĂŒhrt, inspiriert und erdet. FĂŒr mich scheint es als wĂ€re sie der Sinn allen Lebens. Keine Ahnung wo ich das mal gelesen habe, aber ich fand es sehr passend: jede Schöpfung hat Schönheit inne und es ist ihr Sinn/ihre Existenzgrundlage dafĂŒr bewundert zu werden. Die entgegengebrachte Bewunderung ist quasi die liebevoll entgegengebrachte Leistung an die schöne Sache/Mensch/Pflanze fĂŒr ihre Schönheit. So profitieren beide Parteien davon der Bewunderer und die Bewunderte Schönheit.

NatĂŒrlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, sie ist also total subjektiv und deshalb finde ich Kritik an der Schönheit z. B. einer Skulptur sinnlose Energieverschwendung. Einige Autoren wie z. B. Nietzsche behaupten zudem, das das “Schöne” und “Gute” nicht zwingend zusammengehören. FĂŒr mich steht allerdings fest das bereits im Funken der Entstehung einer Sache/Menschen/Pflanze Liebe liegt. Somit ist schönes auch gut.

Es gibt eine ansprechende Vorstellung ĂŒber das Thema Schönheit von Plato und Plotin die besagt, dass Schönheit etwas ist das wir um seiner selbst willen anstreben oder begehren und das keiner weiteren BegrĂŒndung bedarf.

FĂŒr mich fĂŒhlt sich das absolut richtig an: Schönheit ist universell, sie wohnt allem inne, erfreut uns und Bedarf keiner BegrĂŒndung!

Von Herzen,

Silke

Liebe ist die Lösung

Love is everlasting

Wo die Liebe erwacht, stirbt das Ich, der dunkle Despot.

Rumi

Die Liebe ist in allem present, am ursprĂŒnglichsten in der Schöpfung der Natur. Dazu zĂ€hlen nicht nur Pflanzen und Tiere, nein auch wir Menschen sind reine Liebe. Bei vielen spirituellen Lehrern unserer Zeit heißt es so wunderschön “wir sind aus Sternenstaub” dem Material aus dem alles entstanden ist. Wenn ich ganz in Ruhe darĂŒber nachdenke hört sich das so an als ob wir alle etwas ganz besonderes sind das in reiner Liebe entstanden ist – und so ist es ja auch.

Jeder von uns ist aus der Liebe seiner Eltern entstanden. In einem Moment des vollkommenen Ein-Seins zweier Menschen die liebevolle GefĂŒhle fĂŒr einander empfanden. Doch komisch das man das an den meisten Tagen des Lebens vergisst und sich in seinen Sorgen und Problemen verliert.

Jeder von uns ist ein einzigartiges liebevolles Wunder an jedem Tag aufs neue!

Ich fange erst jetzt wirklich an, die Tiefe dieser Worte im Herzen zu begreifen. Intelektuell ist es seit Jahren abgelegt in den tiefen meines Hirns, aber fĂŒhlen lerne ich es erst jetzt so langsam.

Viele Jahre waren in mir alle schattigeren Seiten meines Seins prĂ€sent wie Angst, Schuld und Scham. Durch die monatelange Meditation und dem Training von Erdung im Hier & Jetzt spĂŒre ich meine Mitte wieder und erkenne das ich reine Liebe bin!

Es hört sich vielleicht fĂŒr manche arg esoterisch an, aber vor Jahren habe ich eine Ausbildung zur Persönlichkeits-Trainerin gemacht und in einer Meditation war ich plötzlich in einer ruhigen Umgebung die sich warm und geborgen anfĂŒhlte dort waren Menschen die irgendwie mit Engeln Ähnlichkeit hatten die mir sagten “geh in dein Licht, lass es fĂŒr dich und andere leuchten. Du bist Liebe!” Das war glaube ich das erste Mal das ich mit meinem siebten Sinn einer Art von “Hellwissen” Bekanntschaft machte.

Dieses Erlebnis war zutiefst berĂŒhrend und befreite mich augenblicklich von allem was mich gerade belastete. Da ich es aber nicht als RealitĂ€t akzeptieren konnte, denn hey – was wĂŒrden andere von mir denken wenn ich ihnen so eine Gesichte erzĂ€hle. Zudem wollte ich nicht abgehoben wirken – wer bitte war ich denn das ausgerechnet ich Liebe bin!

Fast zehn Jahre sind seit dem vergangen in denen ich viel erlebt habe, ich durch Krisen geformt wurde. Wahrscheinlich wĂ€re es leichter gewesen durch diese schweren Zeiten zu gehen wenn ich mir das GefĂŒhl dieser Mediation “Ich bin Liebe” hĂ€tte bewahren können.

Ich hĂ€tte viel frĂŒher erkannt das Liebe in all ihren Formen:

  • Selbstliebe,
  • Liebe zu Kindern
  • Liebe in der Partnerschaft
  • Liebe zur Familie
  • Liebe zu Freunden
  • Liebe zur Erde
  • Liebe zu den Menschen, besonders den herausfordernden

nicht nur berĂŒhrend ist und die Gedanken erhellt, sondern vor allem heilt und das Leben zum besten verĂ€ndert.

Als Baby das geboren wird, sind wir Liebe pur! SpĂ€ter war es dann in meinem Leben so da sich durch negative Erfahrungen und Erziehung ein grauer Schleier ĂŒber die strahlende Liebe legte.

Durch viele spirituelle Lehrer deren LektĂŒren und Videos mich auf meinem Weg begleitet haben wie z. B. von Eckhardt Tolle oder Thich Nhat Hahn, wurde die TĂŒr zu meinem Bewusstsein langsam aber sicher wieder fĂŒr die Liebe geöffnet.

Aber erst das Zazen, das bewusste sitzen in Stille, das die innere Mitte wieder erlebbar macht, hat mir gezeigt wie sich mein wahrer Seins-Zustand eigentlich anfĂŒhlt.

Zazen hat mir geholfen wieder zu spĂŒren das ich Liebe bin!

Seit ich dieses GefĂŒhl wieder kenne und weiß wie es sich anfĂŒhlt, hat sich mein Leben auf wundervolle Weise liebevoll verĂ€ndert.

Meine Beziehung zu mir, meinem Kind & Partner und Familie ist wÀrmer und herzlicher geworden.

Zugegeben unser Leben war in den letzten Jahren sehr von Krankheiten geprÀgt und deshalb hatte ich die Liebe aus den Augen verloren. Doch jetzt wo ich sie immer besser kennenlerne, entwickelt sich alles weiter.

Endlich fĂŒhlt es sich langsam so an als ob dies das Leben ist, dass ich mir immer gewĂŒnscht habe.

Allein das zu schreiben berĂŒhrt mein Herz enorm!

Ich wĂŒnsche mir fĂŒr uns alle das wir das Leben fĂŒhren das wir uns ertrĂ€umen, es liegt zum greifen nahe.

NatĂŒrlich ist der Weg manchmal steinig – in meinem Fall war es von Unsicherheit, Kontrollverlust und Angst gekrönt – aber es lohnt sich voran zu gehen.

FĂŒr mich ist es heute an der Zeit, da ein neuer Abschnitt anbricht, mal aus vollem Herzen in Liebe “Danke” zu sagen an meinen Mann und meine Familie!

Ich liebe Dich, Tom – du bist nicht nur der Mann meiner TrĂ€ume sondern auch meiner wachen Stunden :). Ich liebe es das wir zusammen ĂŒber Berge und TĂ€ler gehen und uns immer nĂ€her kommen!

Ich bin so froh das die Liebe unser Leben wieder erfĂŒllt und den Schleier der auf meinem Sein lag gelĂŒftet hat.

Last but not least noch ein Gedanke fĂŒr euch zum Schluss: Liebe wohnt meiner Meinung nach in jedem Gedanken.

Also lasst uns im Rahmen unserer Menschlichkeit versuchen in allen “dunkleren” GefĂŒhlen den Funken der Liebe zu finden und lernen sie anzunehmen. Denn wenn wir lernen immer mehr in Liebe zu sein – was nicht heißt nur Liebe zu empfinden, sondern vielmehr das anzunehmen was ist – entdecken wir den Himmel auf Erden.

Von Herzen,

Silke

HochsensibilitÀt in meinem Alltag

HochsensibilitÀt in meinem Alltag

Wir sind von Natur aus am glĂŒcklichsten, wenn wir unserer angeborenen Neigung folgen

Aristoteles

Es gibt Tage da schwirrt mir Abends einfach nur der Kopf. Gedanken strömen in konstantem Fluss durch meine Nervenbahnen und fangen an, an mir zu nagen. Es fĂŒhlt sich an als ob gerade alles Zuviel ist- Zuviel erlebtes, Zuviel unverarbeitetes. Die Gedanken werden zunehmend schwerer und dunkler und ich fange an mich damit zu identifizieren, was mir Energie raubt.

Warum nur fĂŒhle ich mich so? Warum ist alles Zuviel?

Lasst uns an der Stelle einen kurzen Abstecher in die Neurowissenschaften machen, um euch ein GefĂŒhl zu geben was das Gehirn wirklich alles an Informationen in einer Sekunde im Bewusstsein & Unterbewusstsein verarbeitet:

  • Der bewusste Verstand nimmt pro Sekunde ca. 8 Infos wahr; um Gedanken zu formulieren braucht er im Durchschnitt 3 Sekunden
  • Das Unterbewusstsein  eines Menschen bricht alle Rekorde: es verarbeitet 80.000 Infos pro Sekunde -> 10.000 mal schneller  als Bewusstsein  (Quelle:  Buch „Panikattacken loswerden“, Klaus Bernhardt, S. 38)


All die zu verarbeiten Informationen des Gehirns resultierten aus der Wahrnehmung unserer sechs Sinne (Sehen, Riechen, Schmecken, Hören, FĂŒhlen und der Gleichgewichtssinn) und der RĂŒckmeldung von Organen.

Hochsensible Menschen hingegen haben eine weitaus intensivere sinnliche Wahrnehmung.  Dieses Ă€ußert sich fĂŒr manche in einer extrem feinen sinnlichen Wahrnehmung z.B. scharfes Essen. FĂŒr andere kann es aber in einer weniger ausgeprĂ€gten sinnlicher Wahrnehmung resultieren, einfach dadurch, dass man komplett in der Innenwelt lebt und dadurch damit voll und ganz damit beschĂ€ftigt ist.

Das PhĂ€nomen der HochsensibilitĂ€t wurde erst Anfang der 90er Jahre von Elain N. Aron wirklich erforscht und somit erstmals in seiner Existenz bestĂ€tigt- wenn auch noch nicht wissenschaftlich ergrĂŒndet. Seither gibt es vermehrt Literatur zu dem Thema, das gerade im Trend zu liegen scheint und immer wieder neue Erkenntnisse. VielfĂ€ltige Online Tests sind im Internet zu finden um herauszufinden ob man zu den 15-20% aller Menschen gehört die von dieser verĂ€nderten Wahrnehmung betroffen sind.

Buchtips zu dem Thema, die mir selbst sehr hilfreich waren, sind:

  • Sind sie Hochsensibel, Elain Aron
  • Hochsensibel? Was tun?, Sylvia Harke
  • Wenn Frauen zu viel spĂŒren, Sylvia
  • Die Berufung fĂŒr Hochsensible- Gratwanderung zwischen GenialitĂ€t und Zusammenbruch, Luca Rohleder
  • Das Hochsensible Kind, Elain Aron (wenn man hochsensible Kinder hat)
  • Hochsensible MĂŒtter, Brigitte Schorr

Ich persönlich kam erst vor ca. 5 Jahren darauf,  das ich hochsensibel bin. Seit lĂ€ngerem suchte ich jedoch nach Infos zur der Existenz meiner Wahrnehmung, da sie mir hĂ€ufig abgesprochen worden war. Es musste doch einen Grund geben warum meine Wahrnehmung der Welt und Herangehensweise an Dinge immer anders war als die anderer. Das fĂŒhrte ganze fĂŒhrte meist dazu, dass ich mich meist nie zugehörig zu anderen “normalen” fĂŒhlte.

Im Gegensatz zu den meisten, dachte ich schon immer viel nach, war deshalb vorsichtiger, ruhiger, vertiefter und nahm generell enorm viel wahr. Zudem hatte ich ein anderes Glaubens- und Wertesystem als die meisten. Ich glaubte schon immer unerschĂŒtterlich an das Gute in jedem Menschen, egal wie er drauf ist. Verbundenheit mit Natur & Menschen war fĂŒr mich immer das essenziellste und unglaublich heilsam und wohltuend. Die Lehre der Quantenphysik bestĂ€tigt heutzutage glĂŒcklicherweise das mein Empfinden das alles Energie ist und in Verbindung zueinander steht. Wenn ich das in meiner Jugend jemand erzĂ€hlt hĂ€tte, hĂ€tte man mich wohl fĂŒr extrem “anders” gehalten. Generell ist meine Erfahrung, dass hochsensible Kinder die ihre Natur auslebe, als “schwierig” von der Gesellschaft eingestuft werden.

Denn je nach FĂ€higkeiten können die sensiblen Kinder enorm durchsetzungsfĂ€higer, gerechtigkeitsliebender, zuwendungsbedĂŒrftiger und willensstĂ€rker sein in den Dingen die ihnen wichtig sind. Diese positiven Eigenschaften wirken jedoch auf die Gesellschaft, als auch auf Eltern, manchmal etwas ĂŒberfordernd. Ich persönlich habe aufgrund der Überforderung meiner Eltern in manchen Dingen selbst frĂŒh gelernt lieber gar nicht ich selbst zu sein. Wodurch ich erst in meinen spĂ€ten 30er Jahren gelernt habe wer ich bin und was mich wirklich im Herzen berĂŒhrt.

Was mir schon immer auffiel, war mein enorm ausgeprĂ€gten Hörsinn. Es fĂŒhlt sich manchmal an, als ob ich von einer GerĂ€uschlawine ĂŒberrollt werde, wenn ich vor die TĂŒr trete.
Leider werden wohltuende GerĂ€usche meist von nervenaufreibenden GerĂ€uschen ĂŒberlagert. Deshalb gibt es fĂŒr mich nichts schlimmeres als in einem lauten GroßraumbĂŒro zu sitzen oder in einem gerĂ€uschreichen Umfeld zu leben. 
Es kostet mich dann echt enorm Energie meinen Fokus, Konzentration, Inspiration, KreativitÀt und vor allem meine innere Balance aufrecht zu erhalten.


Was mir enorm hilft um wieder in meine Mitte zu kommen ist meist Zazen, gefĂŒhrte Meditation, in der Natur sein und seit neuestem auch Noise-canceling Kopfhörer. Dank der Kopfhörer gelingt es mir, manchmal kurz der lauten Welt zu entfliehen und mich etwas in Ruhe zu sammeln. Es gibt echt nichts schöneres als in der Natur mit solchen Kopfhörern zu meditieren – fĂŒhlte mich sofort total befreit.

Was seither auch immer wieder meine innere Balance als „zensible“ herausfordert ist mein siebter Sinn: Meine Intuition/Empathie/BauchgefĂŒhl ist nĂ€mlich sehr stark ausgeprĂ€gt.

Das Ă€ußert sich meist so, dass ich die AtmosphĂ€re eines jeden Raumes und Menschen wahrnehmen kann. Jedes kleinste Detail wird von mir visuell wahrgenommen wie z. B. feinste Mimik und Gestik, Körperhaltung und Positionierung im Bezug zu anderen und natĂŒrlich vor allem was energetisch emotional in jedem Menschen und zwischen den Menschen abgeht. In Gruppen von Menschen zu sein, bedeutet fĂŒr mich deshalb einen enormen Energieverbrauch. Wenn es sich vermeiden lĂ€sst umgehe ich Gruppensituationen auch gerne, denn mein Ego hat sich hier in der Vergangenheit betrĂ€chtliche Wunden eingefangen die arg schmerzen.


Es fĂ€llt mir noch heute schwer diese ausgeprĂ€gte Empathie (mein siebter Sinn) zu kontrollieren und gezielt zu nutzen. Auch wenn es fĂŒr mich enorm krĂ€ftezehrend ist damit zu leben, lerne ich das Geschenk das darin liegt immer mehr zu sehen und zu akzeptieren.

Um besser mit dem Sinn umgehen zu können sind fĂŒr mich folgende Schritte wichtig:

  1. Fokus auf das Hier & Jetzt; um sich von Vergangenheitsbezug und alten „Problemen“ zu distanzieren -> Ankommen in der RealitĂ€t (raus aus der Vergangenheit); primĂ€r geht das ĂŒber WahrnehmungsĂŒbungen und Atmung.
  2. Fokus auf mich; um zu unterscheiden welche Emotion zu mir gehört und welche zum anderen
  3. Wahrnehmen der momentanen Emotionen -> zur spĂ€teren Integration (meine GefĂŒhle) oder zur Nutzung um mit anderen bezĂŒglich ihrer Emotionen ins GesprĂ€ch zu kommen
  4. Loslassen der Emotionen bzw. emotionale Distanzierung (wenn es sich nicht um eigene GefĂŒhle handelt).
  5. Erdung; durch Zazen/Meditation/Atmung mit Fokus auf den Körper!
Das wichtigste dabei ist fĂŒr mich raus aus dem Kopf und rein in den Körper! Mich fĂŒhlen, spĂŒren und umsorgen. MitgefĂŒhl ist hierbei die halbe Miete. Denn es belastet und klappt nicht immer diesen siebten Sinn zu „kontrollieren“ so das manchmal noch die „Flucht“ aus der Situation hilft.
Meines Erachtens nach brauchen hochsensible dadurch mehr Zeit fĂŒr sich um in Ruhe aufzutanken, ihre Gedanken loslassen und sich erden zu können. Auch mehr Schlaf ist wichtig damit das Gehirn in der Nacht im Unterbewusstsein aufrĂ€umen und die Wogen des Meeres an Information im Gehirn eines hochsensiblen glĂ€tten kann.

Was mir dabei tagsĂŒber auch gut tut, ist bewusstes atmen und verschiedene körperliche Übungen die den Abgleich der rechten mit der linken GehirnhĂ€lfte unterstĂŒtzen, als auch die Verarbeitung der Informationen die von den Organen an das Hirn gesendet werden. Stichwort ist hier die Arbeit mit dem Vagusnerv der die InformationsĂŒbertragung und Verarbeitung zwischen Körper und Gehirn ausgleicht (Buchtipp: Neuronale Heilung, Lars Lienhard).

Ich bin froh das ich heute schon besser gelernt habe mit meiner “Andersartigkeit” zu leben und mich eher als das einzigartige Wunder zu empfinden das ich bin – das wir alle sind!

Von Herzen alles liebe,

Silke

Vom “Sein” mit Wut

Vom "Sein" mit Wut

Wut ist geballte Energie – Ausdruck purer Lebenskraft

Silke Kiris

Ich bin kein Freund von Emotionen die sich so explosiv und schnell aufbauen und nahezu unkontrollierbar sind.

Eine Bemerkung eines Menschen die einen plötzlich und unverhofft mitten da trifft wo es prekĂ€r wird – in meinem Fall: die “gutgemeinte” Kritik an der Erziehung der Kinder am besten von Leuten die gar keine Kinder haben, es aber selbstverstĂ€ndlich besser wissen.

Also erstmal tief durchatmen um wieder zurĂŒck in die RealitĂ€t zu kommen und es mal sachlich betrachten: GefĂŒhle sind lediglich starke Energien die, die geballte Lebenskraft und Lebendigkeit in einem selbst spĂŒrbar machen!

Wahnsinn – endlich habe ich die positive Seite der Medallie Wut entdeckt. Denn alles hat zwei Seiten, alles entspringt der DualitĂ€t. Diese Erkenntnis hilft mir enorm um mich nicht voll und ganz darin zu vertiefen. Ich erkenne: ich bin nicht diese Emotion – sie ist nur ein Ausdruck einer Verletzung.

Ich nahm mir heute die Zeit mich mit der Emotion am Abend auseinander zu setzen. Wobei es dabei ja die verschiedensten AnsĂ€tze gibt: ablenken, fĂŒhlen, wegdrĂŒcken, vorbeiziehen lassen….

Ich entschied mich fĂŒr folgendes Vorgehen:

  • Augen schliessen, tief ein- und aus atmen und GefĂŒhle im Körper versuchen wahrzunehmen (falls man sich zu sehr mit dem GefĂŒhl identifiziert und deshalb nicht richtig wahrnehmen kann hilft mir oft das Mantra ” Ich bin nicht meine Gedanken”):
    • Wo genau sitzt dieses GefĂŒhl in meinem Körper?
    • Wie fĂŒhlt es sich an?
    • Was löst es in mir aus?
    • Ist es wahr bzw. entspricht es der RealitĂ€t oder meiner vergangenheitsgefĂ€rbten Wahrnehmung der Dinge?
    • Gibt es vielleicht noch andere zugrundeliegende/damit verbundene GefĂŒhle?

Es ist wirklich spannend was man dabei alles erleben kann. Man lernt die Emotion auf jeden Fall besser kennen, speichert ab wie sie sich anfĂŒhlt und ist vielleicht beim nĂ€chsten Mal schneller im Bilde um welche Emotion es sich handelt.

Ich liebe es ja manchmal mir die Emotion von ihrer Form, Farbe, Position im Körper, Aussehen richtig zu visualisieren und eine gepflegte Unterhaltung mit ihr zu fĂŒhlen. Dabei kommen einem echt manchmal die interessantesten Erkenntnisse die helfen können sich wieder zu sammeln.

Wenn das Vorgehen bei mir nicht fruchtet, tut mir immer MitgefĂŒhl fĂŒr mich gut und eine Handvoll Schlaf um mein Gehirn zu rebooten und wieder klar zu denken.

Eine gute Sache die mal besser und mal schlechter fĂŒr mich funktioniert ist Metta-Meditation, hierbei handelte es sich um eine gefĂŒhrte MitgefĂŒhlsmeditation. Hierbei geht es um MitgefĂŒhl fĂŒr sich selbst, geliebte Menschen und explizit auch die Menschen die einen gerade verletzt haben. Hier eine meiner Lieblings-Metta Meditationen in englisch (gibt aber auf YouTube auch einige auf deutsch):

Diese Meditation hilft zurĂŒckzukommen ins Herz – zu uns – zur Liebe!

Zugegeben es ist nicht leicht dem Mensch der einen gekrĂ€nkt hat Liebe und Vergebung entgegenzubringen, aber mit etwas Übung ist es das befreienste GefĂŒhl ĂŒberhaupt!

Den Ärger loslassen um unseres Selbst-Willen – um wieder in unsere Mitte anzukommen.

FĂŒr mich war es allerdings ein weiter Weg bis ich gewissen Leuten aus der Vergangenheit vergeben konnte oder mich langsam annĂ€herte ihnen MitgefĂŒhl zukommen zu lassen, aber es ist ein großes Geschenk das man vor allem sich selbst damit macht.

Wenn es jedoch zu schwer ist aus der Emotion auszusteigen, sind in meinem Notfallkoffer liebevolle Gedanken, Dankbarkeit oder MitgefĂŒhl die mich ruhiger werden lassen.

Zazen – das Sitzen in Stille ist fĂŒr mich anschliessend der wirksamste Weg die Vergangenheit abzuschĂŒtteln und in der RealitĂ€t und meiner Mitte anzukommen.

Wie sagte Zen-Meister Hinnerk Polenski vor kurzem so schön: “Zen ist WirklichkeitsergrĂŒndung!”

FĂŒhlt euch von Herzen gedrĂŒckt,

Silke

Von der Herausforderung Liebe, Akzeptanz und VerstÀndnis zu finden

Von der Herausforderung Liebe, Akzeptanz und VerstÀndnis zu finden

Alles, was uns an anderen irritiert, kann uns zu einem tieferen VerstĂ€ndnis von uns selbst fĂŒhren.

Carl Gustav Jung

Liebe, Akzeptanz und VerstĂ€ndnis sind die wohl elementarsten WĂŒnsche eines jeden menschlichen Herzens.

Ich war und bin stets versucht gewesen all das im außen zu finden. Ich habe mich viel zu viel angepasst, verbogen und untergeordnet nur um der Angst davor nicht verstanden und abgelehnt zu werden nicht ins Gesicht schauen zu mĂŒssen.

Zugegeben mein Überleben beruhte in meiner Kindheit lange darauf mich ĂŒber alle Maßen anzupassen um meine Eltern nicht mit meinen vielfĂ€ltigen GefĂŒhlen und meinem “Sein” zu ĂŒberfordern.

Gerade die Eltern der Nachkriegsgeneration, haben meines Erachtens nach noch viel mit dem Trauma des Krieges ihrer Eltern zu kĂ€mpfen und sind dadurch hĂ€ufig nicht auf den Umgang mit GefĂŒhlen spezialisiert. Nun war ich aber ein hochsensibles Kind, das vor allem im Bezug auf GefĂŒhle sehr “anspruchsvoll” war. Womit ich demzufolge viele Jahre zu “kĂ€mpfen” hatte, war der Mangel an Liebe, Akzeptanz und VerstĂ€ndnis fĂŒr mich in meinem Leben.

Meist ist man dabei erstmal auf der Suche nach einem Schuldigen, wenn es einem schlecht geht, der war in meinem Fall natĂŒrlich schnell gefunden. Aber auch wenn mir das klar war, lies es mich nicht besser sondern schlechter fĂŒhlen.

Alles was nicht Liebe ist, ist eine Illusion

Marianne Wiliamson – Buch: ” RĂŒckkehr zur Liebe”

Leider fehlte mir das Wissen das Marianne Wiliamson anspricht damals. Erst im Laufe der Jahre konnte ich, da ich selbst ein Elternteil wurde, erkennen das man immer sein bestes gibt. Genau wie meine Eltern es getan haben. Zugegeben damals war Persönlichkeitsentwicklung noch nicht wirklich hip und so lebten sie mir vor was sie kannten und konnten. Ich bin wirklich froh das wir heute so viel mehr Möglichkeiten haben uns selbst zu entwickeln und vor allem auch mehr VerstĂ€ndnis da ist fĂŒr andere Denk- und Lebensweisen.

Ohne das Konzept der Schuld das mich vorher blockierte, konnte ich nun endlich mal hinschauen welche GefĂŒhle da wirklich in mir brodelten, vor allem Wut, Traurigkeit, Ohnmacht und Angst. Alle waren daraus geboren das ich nie wirklich ich “Selbst” sein konnte bzw. ich gar nicht gesehen wurde wie ich war. Falls ich meine BedĂŒrfnisse als Teenager begann zu Ă€ußern, wurde dies Rebellion dramatisch von meinen Eltern niedergeschlagen. Das hinterließ in mir den Eindruck das, dass Ă€ußern von BedĂŒrfnissen erschreckende und bedrohliche Konsequenzen zur Folge hat. Dieser alte Glaubenssatz ist immer noch so manches mal in mir aktiv und macht es mir nicht leicht, ich selbst zu sein.

Aber jetzt ist es endlich eine andere Instanz auf die ich mich verlassen kann und die mir hilft nicht mehr zu 100% auf die Gedanken und GlaubenssÀtze welche in meinem Kopf rumspuken zu hören: mein Herz!

Ich habe den Spruch sicher tausendmal frĂŒher gehört: “höre auf dein Herz”, aber ich konnte nie was damit anfangen. Wie genau hört man denn auf sein Herz? Also meines klopft nur und redet eher weniger ;). Ich fand meinen Weg zu meinem Herzen durch die Meditation. In den gefĂŒhrten Meditationen von Laura Malina Seiler (Podcast: Happy Holly Confident) lernte ich, in mein Herz hineinzufĂŒhlen – sprich es wahrzunehmen und mit ihm “zu denken”.

Was fĂŒhle ich also wenn ich bei meinem Herz bin bzw. mit dem Herzen wahrnehme? Ich fĂŒhle mich dann:

  • als ob mein Geist weit geöffnet ist,
  • mir in der Herzgegend warm wird,
  • ich unendlich frei bin und
  • wahnsinnig viel Energie & KreativitĂ€t in mir habe.

Durch mein Herz habe ich erstmals gelernt wie sich ehrliches VerstĂ€ndnis, bedingungslose Liebe und reale Akzeptanz anfĂŒhlen kann.

Denn es ist soviel erfĂŒllender und vor allem “gesĂŒnder” all diese BedĂŒrfnisse im inneren zu stillen als im außen. Klar manchmal klappt es besser und manchmal suche ich immernoch nach der BestĂ€tigung im außen, aber ich fĂŒhle mich sicherer in mir da ich weiß das mein Herz immer die Liebe fĂŒr mich bereithĂ€lt die mir so gut tut.

Glaubt mir jedes Herz hat unendlich viel Liebe zu geben!

Es ist genug fĂŒr euch, eure Familie, Freunde, Bekannte und sogar die restliche Welt da :). Ich wĂŒrde gerne in einer Welt leben, die diese Wahrheit erkennt und anderen mehr Liebe und ein offenes Herz entgegen bringt.

Ich liebe Ghandis Sprichwort “be the change you wish the world to be (s. auch Blog Beitrag)”.

In dem Sinn versuche ich jeden Tag ein bisschen mehr zu lernen in meinem Herzen zu sein und der Welt und den Menschen etwas mehr VerstÀndnis, Liebe und Akzeptanz entgegenzubringen.

Ich glaube Akzeptanz ist die wahre Meisterschaft, die wahrscheinlich nur Budda erreicht hat, aber wenn es auch nur ein einziger Mensch versucht ist schon viel gewonnen und mehr Liebesenergie im Umlauf ;).

Also ihr lieben, jeder Tag ist ein neuer Tag um dem Herzen zu folgen und die Welt zu dem liebevollen Ort zu machen nachdem wir uns alle so sehr sehnen.

Auf gehts…

Herzlicher DrĂŒcker,

Silke

“Verantwortung ĂŒbernehmen” – SchlĂŒssel zur inneren Balance

"Verantwortung ĂŒbernehmen" - SchlĂŒssel zur inneren Balance

Wenn wir nicht verstehen, ist das Meer das Meer. Wenn wir anfangen zu verstehen, ist das Meer nicht mehr das Meer. Wenn wir richtig verstehen, ist das Meer wieder das Meer.

Zen – Weisheit

Kennt ihr das GefĂŒhl irgendeinen Fakt schon ewig zu wissen, vom Kopf her, aber nicht wirklich mit dem Herzen in all seiner Weisheit begriffen zu haben?

Beispiel: biologisch gesehen bin ich als Mensch einzigartig, das ist Fakt! Mein Kopf bzw. Verstand hat das erfasst und abgespeichert. Wenn ich diesen Fakt jedoch mit meinem Herzen wirklich begriffen und verinnerlicht haben wĂŒrde, wĂŒrde ich dann nicht in der Lage sein mich einfach als das biologische “Wunder” zu begreifen das ich bin? Genau so gewollt und bewusst so erschaffen, wie ich bin!?Dieses Beispiel zeigt fĂŒr mich ganz klar den Unterschied dazwischen etwas mit dem Kopf oder dem Herzen zu begreifen!

Das Thema das mich im Punkto Kopf-/Herzwissen in letzter Zeit am meisten beschĂ€ftigt hat, ist das Wissen um die Verantwortung die ich allein fĂŒr mein Leben trage!

Konkret gesprochen bedeutet das, ich bin somit fĂŒr alles in meinem Außen als auch in meinem Innen verantwortlich – also nicht nur mein Verhalten anderen gegenĂŒber sondern besonders auch fĂŒr meine eigenen GefĂŒhle, Gedanken und antrainierten GlaubenssĂ€tze. Auch das ist prinzipiell keine verstandesmĂ€ssige Neuigkeit fĂŒr mich. Also fragte ich mich: wenn ich doch die Verantwortung bereits fĂŒr all das aktiv ĂŒbernehme warum Ă€ndert sich dann nichts an meinem Leben und ich bin so unglĂŒcklich?

Ihr ahnt die Antwort: weil es ein Unterschied ist etwas mit dem Verstand oder dem Herz begriffen zu haben!

Ich machte im Januar diesen Jahres also ein Experiment : die Teilnahme an einem vier wöchigen Online Seminar von Laura Malina Seiler, ihres Zeichens Coach, Speaker, spirituelles Wesen und Autorin. Ich liebe ihren Podcast” Happy Holly Confident”.

Die Gefahr fĂŒr mich bestand darin, dass ich war gerade halbwegs aus einem Burnout raus war und mein Gehirn noch nicht wieder vollkommen erholt/rewired war.

Ich beschĂ€ftige mich schon seit langem ganz gerne mit Neurowissenschaften und Psychologie und habe vor kurzem eine gute ErklĂ€rung gelesen was bei einem Burnout aka Depression eigentlich mit dem Hirn geschieht, mal ganz ins unreine gesprochen: unsere Neuronen tauschen ja an den Endpunkten den sog. Synapsen elektronische Impulse aus, wodurch Netzwerke von Neuronen entstehen. Diese “Datenautobahnen” sind dann verantwortlich fĂŒr unsere Gedanken, Verhalten, GlaubenssĂ€tze etc..

Bei einer Depression ist das Gehirn mit den vielen elektronischen Impulsen (Gedanken) ĂŒberlastet und der Botenstoff Serotonin wird knapp, wodurch die Weitergabe der elektronischen Impulse nicht immer so klappt. Irgendwann kommt es dann zu einer Art von elektrischen Kurzschluss der neuronalen Netzwerke blockiert, verstört oder verĂ€ndert. Auf den Punkt gebracht Ă€ndert sich die Denke eines Menschen, es wird meist alles negativer gesehen wie durch einen dunklen Schleier.

Noch wissen die Wissenschafter wenig darĂŒber ob und wie man diesen Prozess erkennen oder proaktiv stoppen könnte. Aktuell gibt es keine biologischen Marker aufgrund dessen man sagen könnte ” im MRT sieht man die Amygdala (Mandelkern, “Zentrum der Angsts”) im Kopf ist vergrössert also muss der Patient eine schwere Depression haben”. Ich hoffe fĂŒr uns alle, da diese Krankheit auf dem Vormarsch ist, dass es hier bald mehr Diagnostik und Hilfe geben wird.

Im Endeffekt probierte ich also gÀngige Therapien aus, welche mir aber erst nach ca. 5-6 Monaten wirklich halfen- vor allem deshalb weil ich mich nie damit zufrieden gab und mir selbst neue Wege suchte, mein Gehirn bzw. die Neuronen positiv zu vernetzen.

Bei meiner Suche sties ich wie gesagt auf Lauras Podcasts und auch ihre “Rise Up & shine UniversitĂ€t” – einem Online Kurs um sich selbst zu finden, sich besser zu verstehen, anzunehmen und innerlich frei zu werden.

Ich muss sagen, es war harte Arbeit – quer durch alle Bewusstseins und GefĂŒhlsebenen durch – neue Denkweisen und hilfreiche Gewohnheiten aka neue neuronale Bahnen im Hirn anzulegen.

Ich machte das Programm ganze 8 Wochen lang, wiederholte es also einmal da ich irgendwo mal gelesen habe das das Gehirn schon gute drei Monate braucht um sich neu zu verdrahten, sprich neue Denkweisen gewohnheitsmÀssig anzunehmen.

Nun ist es aber so, dass ich doch ca. 40 Jahre lang, eine auf den selben GlaubenssĂ€tzen und neuronalen Datenautobahnen basierende Denke hatte – also muss ich sagen der Kurs war ein erfolgreicher Start in die richtige Richtung. Es wĂ€re fĂŒr mich utopisch zu denken (zumindest bin ich noch nicht so weit ;), dass man von einen auf den anderen Tag alle GlaubenssĂ€tze und ein negatives Selbstbild auflösen könnte. Das wichtigste war es hier keine zu hohen Erwartungen an mich zu stellen, denn sonst kann sowas auch ganz schon deprimieren.

Letztendlich nahm ich viel mit aus dem Kurs aber das wichtigste ist das Herzens-Wissen ĂŒber meine Verantwortung fĂŒr mich selbst, mein Leben – sprich meine Gedanken, GefĂŒhle und GlaubenssĂ€tze die meine RealitĂ€t erschaffen.

Jahrelang war es mir durch das fehlende Herzens-Wissen nicht möglich ( ich war einfach noch nicht so weit von meinem Bewusstsein!) Gedanken wirklich zu stoppen zu können, bevor sie mich irgendwann ĂŒberfluten.

Dieses Herzwissen entwickelte sich als körperliches GefĂŒhl in mir, eines das mein Herz tief erfĂŒllte. Ich denke das fĂŒhlt sich fĂŒr jeden anders an und auch der Zeitpunkt wann das Herzwissen sich entwickelt ist fĂŒr jeden ein anderer. Nichts lĂ€ĂŸt sich hier erzwingen, alles zu seiner Zeit. Sich hier Druck zu machen, wie ich es lange tat, war total kontraproduktiv.

Nach dem Kurs von Laura ist es mir möglich die Gedanken/GlaubenssĂ€tze im ersten Schritt wahrzunehmen, mich zweitens von ihnen zu distanzieren (so das ich mich nicht mehr so reinsteigere) um drittens den Gedanken wieder loszulassen. Ich bin somit öfter (nicht immer!) in der Lage GlaubenssĂ€tze/Gedanken die meinen Körper und Geist runterziehen, beschweren oder sogar lĂ€hmen, gehen zu lassen. Einfach dadurch, dass ich meine Verantwortung fĂŒr mich wahrnehme! Ich schaffe mir so mehr innere Freiheit, Frieden und vor allem habe ich am Ende des Tages dadurch mehr Energie ĂŒbrig.

Deshalb ist eines meiner wichtigsten Mantras – in die ich mich hinein spĂŒre (eines von Lauras 10- Versprechen frei wiedergegeben): ” Ich ĂŒbernehme die Verantwortung fĂŒr meine Gedanken, GefĂŒhle und GlaubenssĂ€tze!”

Wie viele spirituelle Redner zu sagen pflegen: Ich bin somit der Schöpfer meiner Wirklichkeit!

Ich drĂŒck euch von Herzen,

Silke