Von Mutterschaftschaft, Klarheit und Verantwortung

Von Mutterschaftschaft, Klarheit und Verantwortung

Ein Tag zu Ehren aller Mütter, der aus den USA  um die 1914 zu uns über den Teich geschwappt ist und seinen Ursprung schon viel  früher in der griechischen Mythologie hat- mit der Verehrung der Königin Rhea.

👉🏻Wichtig ist hier für mich zu Anfang klarzustellen: das Wort „Mutter“ soll sich nicht nur auf Frauen beziehen, sondern auf alle die eine „Mutterrolle“ innehaben weil sie z. B. alleinerziehender Vater oder auch ein Mann in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einem Kind sind.👈🏻
Es gibt viele Menschen, egal ob Mann oder Frau, die in einer Mutterrolle „stecken“ und all diese sollten wir heute „ehren“ 🙏🏻!

Bereits die Göttin  Rhea hatte als Objekt der Verehrung viele verschieden und fordernde Rollen inne: als Amme des Zeus, Geliebte und Rachegöttin Nemesis. Für eine Göttin war das sicher leichter zu handeln, als es für uns Mütter heute ist 😉.

In der heutigen Zeit spielen wir Mütter, oft viel zu viele tragenden Rollen.

Gerade in Corona Zeiten, in den einige von uns wieder mehr von der gleichberechtigten Rollenverteilung abgewichen sind um es einfach „durchzustehen“, spielen wir Mütter m. E. vorwiegend folgende tragenden Rollen:

  • Verantwortungsträger:in für das geistige & körperliche Wohl der Familie; damit meine ich nicht hauptsächlich den Haushalt mit kochen, putzen etc. sondern vor allem Dinge die nicht sofort „gesehen“ werden wie z. B. Ausgleichen, Gemütlichkeit und Harmonie schaffen, Lösungen finden und unterstützen aller auf allen Ebenen.
  • Verantwortungsträger:in für Pflege von Familienmitgliedern als auch sozialen Beziehungen und Kontakte zur Außenwelt;
  • Kommunikationstreiber:in & Pfleger:in der Partnerschaft & des „Geliebtenstatus“; 
  • Verantwortungsträger:in für organisatorisches, administratives Rund um Familie & Heim
  • „Nachtwache“, oftmals nötig im Umgang mit „kleinen“ und/ oder kranken Familienmitgliedern
  • Krankenpfleger:in
  • Bezahlte Arbeitnehmer:in in Teil- oder Vollzeit
  • etc….

👉🏻Natürlich variiert es in vielen Familien ob und wie „groß“ diese Verantwortung bei der Mutter liegt und welche beim Partner:in, aber sind wir mal ganz ehrlich ist doch gerade in Corona-Zeiten einfach einiges wieder mehr bei uns Müttern gelandet.

Was in keinem Fall heißen soll das unsere Partner „nichts“ oder „nicht genug“ tun!

Aber es liegt einfach auch einfach in der Evolution und der traditionellen Rollenverteilung, das die Mutter der Familie sich viel mit „Fürsorge, Pflege & Organisation“ an allen möglichen Ecken und Enden beschäftigen darf.

Es liegt in der Verantwortung von uns Müttern uns besonders heute mal wieder genau hinzuschauen und zu überlegen:

👉🏻Was tue ich eigentlich alles?

👉🏻Was davon tue ich wirklich gerne mit Freude?

👉🏻Was tue ich nicht so gerne?

👉🏻Was muss getan werden? Muss es zwingend von mir als Mutter getan werden?

Als hochsensible, die viel zu früh viel zu viel emotionale Verantwortung tragen musste um zu überleben, ist es mir quasi in die Wiege gelegt worden mir „einiges ans Bein zu binden“.

Doch heute soll es anders sein, ich bin erwachsen und kann jetzt selbst entscheiden was ich wirklich tun „möchte“ und tun „muss“.
Somit kann ich mich ausprobieren um einen geeigneten Mix aus Pflicht- und Kür zu finden!

Eine Umverteilung bzw. neu Aufteilung von Aufgaben kann enorm zur plötzlichen Steigerung des Wohlbefindens beitragen.

Die erste Herausforderung vor der wir allerdings auch erstmal stehen ist herauszufinden für was wir eigentlich wirklich verantwortlich sind, fernab von „realen“ Verantwortlichkeiten wie z. B. Kinderbetreuung.

Denn es gibt in dem Zusammenhang auch viele gefühlte Verantwortung die wir glauben tragen zu müssen (alte Wunden & Glaubenssätze) , was „real“ gar nicht der Fall ist.
Diese falschen Verantwortlichkeiten zu erkennen und zu eliminieren, ist sehr wertvoll um mehr Freiheit & Zeit für uns zu haben und weniger Verstrickungen im außen.

Mein Tip zum erkennen von falscher Verantwortung ist folgender- könnt ich auch unterwegs machen:

✨Versucht einem Moment tief durch die Nase ein- und auszuatmen- beruhigt, da der Parasympatikus aktiviert wird.

✨Spürt in euch in euren Körper hinein, braucht gar nicht tief zu sein; Aufmerksamkeit nacheinander auf die Füße, die Beine, den Bauch,  das Herz legen um euch Nervensystem runterzufahren und bei euch anzukommen ✨.

Wenn ich dann später zuhause bin und mir Zeit nehme meinen Gefühlen den Raum zu geben den sie meist brauchen um Klarheit zu gewinnen, setze ich mich meist auf mein gemütliches Meditationkissen umarme ich erstmal liebevolle eine Zeit lang & atme tief um alles aufsteigen zu lassen was möchte.

Für mich ist das die beste Möglichkeit wieder in die Klarheit meines HerZens zu kommen.

Gerne sitze ich im Anschluss noch Zazen – in Stille oder begleitet von den Worten einer geführten Meditation von Zen-Meister Hinnerk Polenski.

Die Kombination von Herzöffnung durch Umarmung & das bedingungslos liebevolle versinken in der Stille des Sitzens im Zazen ergibt für mich jeden Tag mehr eine nachhaltiges lösen von Verstrickung und die Möglichkeit bewusster und klarer zu werden.

Dont get me wrong: das Ganze ist ein Prozess der trainiert werden darf und auch hier gibt es gut und schlechte Tage, manchmal funktioniert einfach gar nichts und man kann „nur “ akzeptieren das es so ist.

Aber hast du erstmal eine Idee wie gut sich das anfühlt wird es sich nicht loslassen und du wirst dranbleiben und zu einem Bestandteil deines Tages machen.

Für mich ist Meditation 🧘‍♀️ meist nicht der einfachste oder bequemste Weg in mein Herz zurück zu kommen, aber der erfüllendste und nachhaltigste.

Es ist die Einladung für meine Energie vom außen zurück in mein Herz zu kommen – back to  Reality, in voller Klarheit!

Die Schaffung von Klarheit ist und bleibt für mich als sensibler mit einigen Wunden, ein lebenslanger Prozess an dem ich zunehmend Spaß und Interesse finde die „Nuss liebevoll zu knacken“ 🐿.

Wenn die Grundlage der Klarheit geschaffen wurde kann man bewusst auf all seine Rollen und Verantwortungen im Leben blicken. 

Wir sollten immer mal wieder innehalten um zu überprüfen welche Verantwortung ist gar nicht meine, was darf ich Loslassen und/oder umverteilen.

Verantwortung für uns zu übernehmen in dem wir alle – besonders die Mütter – unsere Verantwortung neu definieren ist unendlich wichtig!

Es gibt Millionen Sachen bei denen ich  persönlich immernoch „hier“ schreie, wenn es darum geht anderen und/oder mir Verantwortung abzunehmen ob sie wollen oder nicht 🙃. 

Ich habe sorge mich oft leidenschaftlich um das Wohl von Menschen die ich mag, gehört zu meiner Persönlichkeit hab ich aber auch anerzogen bekommen – hier gilt es für mich zu trennen.

Ich finde es wichtig das offen anzusprechen und mich zu trauen mir das auch für mich einzugestehen: Wenn man selbst Verantwortung für andere übernimmt, die nicht die eigene ist, passiert es oft das man sich darin verheddert- es kommt zu Irritationen, Missverständnissen, Grenzübertritten aka „Konflikten“.

Manchmal sind diese so produzierten „Konflikte“ klitzeklein und verpuffen unmerklich, manchmal führen sie zu neuen Wunden in uns. 

Natürlich sind sie größtenteils unbeabsichtigt und oft mit guter Intention, dennoch ist es ein zu tiefes eindringen in den Bereich des anderen, worauf hin Verstimmungen und Konflikte entstehen können.

Wenn man sich dessen mal bewusst ist fällt es einem vielleicht auch leichter hinzuschauen um gut für sich aber auch andere zu sorgen.

Aber das ist euch überlassen, wichtig seit einzig und allein ihr: u

Stellt euch in euren Vordergrund und übernehmt die Verantwortung und Fürsorge für euch!

Von HerZen💖,

Silke

Vom Raum für „Sein“

Vom Raum für „Sein“

Vorangegangenen Generationen wuchsen auf in dem Glauben das Autorität Vorrang hat vor jeder Meinung – Funktionsfähig musste sichergestellt werden.

Als Kind bedeutete das nicht viel eigenen „Frei-Raum“ den man für sich und die eigene Meinung, das eigene „Sein“ entwickeln konnte.

Sätze wie „du musst auf deine Mutter hören“ machten es oft unmöglich die kindliche Autonomiephase – in der es darum geht das eigene „selbst“ zu entwickeln zu durchlaufen.

Zu wichtig war es als Kind zu „überleben“, da besteht nicht groß die Wahl.

Die Evolution, auch der Denkweisen, schreitet zum Glück voran, dennoch ist dieses Gedankengut immer noch in meiner DNA verwurzelt, wobei man heutzutage den Vorteil hat Dinge offen zu hinterfragen und  „anders“ machen.

Ich ertappe mich ab und an dabei, wenn man mit Argumenten bei sensiblen und gefühlsstarken Kindern nicht mehr weiter kommt, in alte Klischees zu verfallen und auf die Anerkennung der Autorität zu pochen.

Dennoch gebe ich mein bestes das dies die Ausnahme bleibt, weil ich in meinem Herzen weiß, das es für mein Kind wichtiger ist seine eigene Meinung zu haben als für mich „im Recht zu sein“.

Das fängt schon bei Kleinigkeiten an, jeder hat seine eigene Art Dinge auf eine bestimmte Art und Weise zu tun, hier nicht „festzubeißen“- nicht nur wenn es um Kinder geht – ist eine essentielle Art um Respekt anderen Gegenüber zu zeigen.

„Ich sehe dich und deine Art & Weise Dinge zu tun und erkenne diese an – was nicht heißt das ich nicht ein eigenes Vorgehen oder eine Meinung dazu habe“!

Vielleicht fragt der eine oder andere jetzt: „häh…das ist doch total klar und liegt auf der Hand!“

Dann gratuliere ich euch herzlich dazu das ihr euer Ur-Recht auf „sein“ gewürdigt wurde 💖.

Wichtig ist an der Stelle zu erwähnen das, das ich nicht in „Schuld“ oder Opfer-Mentalität denke, was für mich ein längerer Prozess war, aber ein heilsamer.

Somit hat für meinen fehlenden Raum für Meinungs- und „Ich-Seien“ Bildung keiner die Schuld, es ist einfach ein objektiver Fakt für mich geworden.

Mein Anspruch an mich ist allerdings (mal wieder etwas hoch 🙃) meinem Kind mehr „Raum“ zu geben für alles was er fühlt, in bewegt und interessiert.

Oft genug wird das aufgrund der Intensität von sensiblen die bei einer „Auseinandersetzung“ zwischen Mutter und Sohn aufeinander trifft zum emotialen, fordernden Balanceakt- aber letztlich ist es mir wichtig das er davon profitiert. Falls ich dann doch mal alte Erziehungsmuster aus Frust und Unsicherheit heranziehe, ist es immernoch nicht zu spät den Raum durch ein Gespräch im Nachgang wieder für ihn zu öffnen:

Darüber zu reden was Mamas Bedürfnisse sind, warum auch Mama mal aufbrausend emotional reagiert oder auch sich für den „Ton“ mal zu entschuldigen ist für mich essentiell.

Auch wir Eltern dürfen lernen von unseren Kindern und ich finde ihnen das zu spiegeln ist ein wichtiges Zeichen von Liebe, Mitgefühl, Offenheit, Selbstvertrauen und Wertschätzung – den Werten die ich ihm mitgeben möchte.

Zugegeben es ist für mich keine leichte Aufgabe den Raum für das „Sein“ aufrechtzuerhalten bzw. Immer wieder zu öffnen denn alte Muster meiner Erziehung sind immer noch aktiv – aber je mehr man hinhört und sie enttarnt desto mehr Freiheit schafft man in sich.

Einen inneren Entrümpelungsprozess von Dingen wie „ach komm, das tut doch gar nicht weh“ oder „das wird so gemacht“ oder einfach nur von Ablehnung anderer Arten Dinge zu tun oder zu denken, ist für alle Menschen gerade an der Tagesordnung und ein wichtiger Prozess.

Von HerZen💖,

Silke

Von Andersartigkeit

Von Andersartigkeit

Mein Leben lang war ich immer anders als andere.

Irgendwie (-> Gesellschaftliche Bewertung meiner öffentlichen hochsensiblen Charktereigenschaften s. Daumen!):

👎🏻feinfühliger/gefühlvoller

👉🏻Zarter

👍🏻kreativer

👎🏻lebhafter

👎🏻„irrationaler“; im positiven = emotionaler !

👎🏻vorsichtiger“; im positiven = umsichtiger!

👎🏻“naiver“; im positiven = offener/toleranter!

In der Summe gab es für mich wie man sieht als sensibler Mensch, mit vielen offensichtlichen Stärken & Qualitäten,wie ich heute sagen würde, eher Punktabzug auf ganzer Linie.

Ich passte einfach nie in ein „System“ oder eine „Schublade“ wie viele von uns. Mein Größter Wunsch war es daher immer zu sein wie alle!

Ich war ein sehr gute Schülerin wenn es darum ging mich anzupassen an das was erwartet wird um nur nicht noch mehr Schmerz und Ausgrenzung/Ablehnung zu ertragen den jede Form der „Andersartigkeit“ mit sich bringt!

Ich verbog mich bis zur Unkenntlichkeit so das ich mich mit fast 30 Jahren in einer Sinnkrise fand die zum Glück den Wandel und das hinterfragen dieses Schutzmechanismus mit sich brachte.

Es dauerte sehr lange all die Trauer, die Wut, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und die Scham über die systematische Ausgrenzung, Ablehnung und Isolation die ich erfahren hatte überhaupt, in Minischritten, in mir aufkommen lassen zu können. Geschweige denn sie zu spüren ohne die Panik ob ich das alles überhaupt ertragen kann zu fühlen.

Fakt ist jedoch: das Leben mutet uns nur häppchenweise das zu was wir bearbeiten und tragen können.

Ich bin tief im Herzen dankbar, für diese große Sehnsucht in mir, die mir half mich immer wieder zu reflektieren und so immer tiefer durch meine Schutzmauer zu meinem Gefühl, meiner Intuition und meinem Herz wieder durchzudringen.

Es fühlte sich leichter, befreiter, freier und lebendiger an war aber auch anspruchsvoll im Verarbeitungsprozess!

Worauf ich aber mit all dem hinaus möchte ist zu sagen,  dass ich aufgrund des Gefühls der „Andersartigkeit“ lernen konnte wie heilsam und wichtig Mitgefühl, Verbundenheit und Offenheit/Toleranz für unser aller Leben ist!

Heute fällt es mir zum ersten Mal wie Schuppen von den Augen, ich kann klar erkennen warum mein Lebensweg viel Diskriminierung, Demütigung, Ablehung, Isolation und Liebesverweigerung in sich hatte – genau darum das ich lernen durfte was wirklich wichtig ist im Leben!

Obwohl ich kein Fan von Religion an sich bin, gibt es in allen großen Büchern viele Lebenweisheiten die ich teile – hier aus der Bibel:“Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg’ auch keinem andern zu.“

Danach zu leben erscheint mir die einzige und sinnstiftenste Regel die eine Gesellschaft verinnerlichen sollte! 

All unsere anderen „Regeln“ kann man zu 90% über Board werfen, wenn man nur diese eine wirklich beachtet und sich für deren Umsetzung auch verantwortlich fühlt.

Vieles hat sich in unserer Gesellschaft im Vergleich zum Mittelalter verändert ist „besser“ oder annehmlicher geworden, aber im Punkto „Andersartigkeit“ stecken wir noch in den Kinderschuhen.

Da haben wir alle noch viel zu lernen, das essenziellste dabei ist das Prinzip der elementaren Physik das alles miteinander verbunden ist…wenn das im Herzen angekommen ist besteht Hoffnung für alle die anders sind!

Ich persönlich möchte in einer Welt leben, in der meine Kinder offen damit umgehen können individuell zu sein – egal welchem Geschlecht sie angehören oder welches sie lieben…um nur ein Beispiel zu nennen!

Was bei mir mit Mobbing aufgrund meines „anders“ sein in der Schulzeit anfing nimmt doch heute in Zeiten von Corona  schon sehr elementarere Züge an z. B. wenn es darum geht das jemand eine andere Meinung zum Thema impfen oder testen hat.

Ich muss sagen ich bin kein Fan von Bewertungen, die jeder von uns als Mensch natürlich hat, aber ob man jemand dann aburteilt und in eine Schublade steckt ist dann nochmal eine andere Sache.

Die Gefahr die z. B. eine „Impf-Verpflichtung“ aufgrund von Corona  mit sich bringt ist m. E. ganz klar eine weitere Spaltung der Gesellschaft in zwei Lager: „richtig“ und „falsch“ – was ganz klar auf weitere Diskriminierung von Menschen in einem ganz neuen Maß hinauslaufen wird.

Natürlich ist Corona ein spezieller Fall, aber im Prinzip wird auch hier die Diskrimierung von Menschen die „anders sind“ und/oder „anders denken“ auf ein neues Niveau gebracht.

Ich wünsche mir für uns als Gesellschaft, das jeder von uns, den Weg weg vom „getrennt“ sein von anderen hin zur Verbundenheit mit anderen – sprich den Weg ins Herz  wiederfindet!

Denn all der Stress und die Spannungen die wir heutzutage spüren, liegen für mich klar daran das wir von unserem „natürlichen Seiens-Zustand“ viel zu weit entfernt sind.

Mal ehrlich, jeder spürt doch diese Spannung 

in uns und um uns herum – das ganze potenziert sich dann noch durch die energetische Verbundenheit untereinander!

Der Schlüssel für eine Umkehr liegt vor allen im  persönlich Wachstum jedes Menschen hin zu Mitgefühl & der liebevollen Verbundenheit mit uns selbst!

Wir mussten uns wieder zurück zu unserem Herzen aufmachen in die Einheit💖!

Uns auf das Wesentliche besinnen!

Wenn wir alle vor unserer Haustür kehren überträgt sich das zudem auf alle und wir werden endlich wieder das Gefühl von innerlicher Freiheit spüren- die nur in der Liebe des Herzens zu finden ist 💖✨💖!

Also worauf warten wir noch???

Kommt ihr mit auf den mutigen und gewinnbringenden Weg zurück zu eurem Mitgefühl, eurer Selbstakzeptanz, eurer Liebesfähigkeit?

Er mag vielleicht steinig sein aber es lohnt sich für alle von uns!

Der „Himmel auf Erden“ ist keine Metapher aus Büchern, nein er ist real und liegt greifbar nahe wenn wir uns zurück besinnen und dem Herzen folgen!

Von HerZen💖,

Silke

Sehnsucht nach Wachstum

Sehnsucht nach Wachstum
Jedes Jahr im (fast) Frühling wenn die Blumen und Blätter anfangen zu sprießen, erwacht auch in mir verstärkt die Sehnsucht nach Wachstum.

Ein wahres Feuerwerk 🎆 der Ideen baut sich langsam in mir auf…hunderte von tollen Möglichkeiten…die Freude steigt 💓✨💖.


Persönliches Wachstum…Wachstum in Verbindung mit meinen Lieben…berufliches Wachstum…am liebsten alles auf einmal und sofort!

Meine Sensibilität und Kreativität helfen mir die Fühler emphatisch nach interessantem auszustrecken, kreativ neues in Erwägung zu ziehen und vieles zu entdecken 💖.


Ich informiere mich im Internet und auf Social Media, soviel tolle Optionen…doch irgendwann schwirrt mir der Kopf!
Dann kommt der Punkt wo ich aufpassen muss, wisst ihr was ich meine?
Der Punkt an dem man sich selbst überfordert mit all den Optionen – wenn die Gedabken anfangen Tango zu tanzen💃.


Genauer beobachtet ist die gefühlte Wahrnehmung dann meist folgende:


➡️Überwältigung/Überforderung: viele Interessente Angebote!
➡️ Ungeduld: für welche entscheide ich mich, jetzt?
➡️Verlust des Fokus: ich weis gar nicht mehr was ich will! Ich sehe im außen nur all die erfolgreichen tollen Menschen die ihre Möglichkeiten umgesetzt haben & ihre Hilfe offerieren!
➡️ Frust : ich komme nicht weiter! I am stuck here!
➡️Traurigkeit: ich werde es wohl nicht schaffen das zu leben was ich wirklich will!
➡️Selbstabwertung: alle anderen schaffen es nur ich nicht! 


Erkennt ihr euch auch in diesem Teufelskreis der Selbstsabotage wieder?
Gerade als sensibler Mensch der die Qualität hat sich zu reflektieren landet man häufig auch an dem Punkt wo es gibt definitiv die Handbremse zu ziehen – bevor die Selbstzweifel einen auffressen. 


Diese Stopp-Strategie ist zwar das hilfreichste überhaupt, kann aber je nach emotionaler Überforderung ein machbare oder eben nicht machbare Lösung sein.
Deshalb hier ein wichtiger Hinweis: 
Wenn man über den „gesunden“ Punkt des Denkens über längeren Zeitraum hinaus ist und sich in negative Abwärtsspiralen vergräbt, ist das einzig wirksame und lebensrettende sich Hilfe zu suchen, alles andere quält einen dann nur unnötig.


Gehen wir also davon aus das ihr mental gerade im Rahmen gefordert seit und die Stopp-Strategie anwenden wollt, dann ist nur noch die Frage zu klären wie funktioniert sie für euch am besten?
Welche Hilfsinstrumente kann man hier nutzen:
einen Gegenstand den man mit dem „Stopp“ verbindet
Ein inneres Bild (erfordert etwas Training es einzuüben z. B. dem Thema die Tür vor der Nase zuhauen)
Ein Mantra zum rezitieren z. B. „Ich bin genug“.
Einen Reiz setzen (trainieren) zum Beispiel Haargummi am Arm schnippen = Stopp!


Ich muss sagen ich arbeite am liebsten mit Mantras & Visualisierungen, dennoch ist es für mich als sensibler Mensch immerwährende das größte Thema harte Grenzen zu setzen und diese wirklich körperlich & emotional aufrechtzuerhalten. Das kostet mich viel Kraft und funktioniert mal besser mal schlechter.


Deshalb ist mein wahrer „Erster-Hilfe- Plan“ der mir als sensible besser tut eine „HerZen“s Zeit 💖:
Augen schließen
Drei bewusste Atmenzüge 
Hineinspüren in den Körper (Bodyscan im Kopf durchgehen)
Mantra: nichts muss – alles darf 💓 


Das hilft mir aus den standardmäßig ablaufenden Gefühlsverkettungen der gedanklichen Überforderung am liebevollsten und umfassendsten auszusteigen und wieder bei mir, in meinem Herzen anzukommen..


Die Sehnsucht nach Erfüllung und Selbstverwirklichung sind dann noch da, vielleicht auch noch Traurigkeit, da ich noch nicht an dem Punkt bin an dem ich sein möchte: aber die destruktive Stimme der Selbstabwertung wird um einiges leiser!


Es geht nicht darum Gefühle wegzudrücken, es geht vielmehr  darum, dass wenn ich zurück in mein 💖 komme, ich ganz anders für mich mit den Gefühlen sein kann. 
Ich kann sie dann wahrnehmen und entscheiden bis zu welchem Punkt sie gut für mich sind.
Denn wenn die Gefühle unbewusst in mir herumschwirren passiert es ganz leicht, dass ich  gar nicht merke wenn sie sich in mir breit machen und die Entscheidung darüber ob ich das überhaupt möchte, nicht mehr bewusst getroffen werden kann.


Zurück in meinem 💖, entsteht Ruhe, Wärme = Liebe und vor allem Vertrauen in mich & das Leben. 
Die Zweifel an mir, die nahende Ungeduld, Hilflosigkeit und manchmal die Angst nie an mein HerZens-Ziel zu kommen, werden leiser und die wohltuende Stille in mir lauter.


So komme ich für mich zu mehr Klarheit und Vertrauen in den laufenden Prozess, der mich auf meinem Weg weiter bringt.
Weg von dem lauten Grundrauschen der Informationen rein in die Klarheit, Vertrauen & Liebe meines Herzens!


Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit für euch, euch HerZens Zeit zu gönnen!
Bin gespannt was ihr berichtet…


Von HerZen 💖,
Silke
Sehnsucht nach Wachstum
Sehnsucht nach Wachstum

Danke euch für das gemeinsame “Sein”

Danke euch für das gemeinsame "Sein"

Meine Lieben, an dieser Stelle möchte ich euch einen herzlichen Dank für die bisher gemeinsam verbrachte und kostbare virtuelle Zeit die wir miteinander verbracht haben sagen!

Ich persönlich bin dankbar das wir den Weg des Herzens zusammen gehen und ich euch, und mich selbst durch Erinnerung an das wesentliche, den einen oder anderen achtsamen Impuls mitgeben kann um euch/mich wieder einzutunen ins Herz.

Mir ist es ein HerZens Anliegen, das möglichst viele Menschen wieder zurück in ihre innere Kraft der Liebe finden, so das wir alle zusammen unser Licht hell leuchten lassen können um die Welt wieder ins richtige Licht zu rücken.

Von HerZen,

Silke

Von Genuss & Belohnung

Von Genuss & Belohnung

Menschen haben das größte Hirn-Belohnungsystem unter allen Lebewesen. Es sitzt in der Nähe des Hirnstamms in der Region die als „ventrales Tegmentum“ bezeichnet wird. Evolutionäre gesehen hat es sich im Gegensatz zu anderen „frühentwickelten“ Hirnbereichen wenig verändert. 

Für unsere Vorfahren waren Fettpolster ein Vorteil für das überleben. Das Belohnungssystem System belohnt deshalb, damals wie auch heute übermäßigen Konsum von kalorienhaltigen und süßen Lebensmitteln mit starken positiven Emotionen, guter Stimmung und Gefühlen von Bedeutsamkeit.

Genau deshalb hat dieses System auch so eine Macht über uns!

Ich muss sagen in herausfordernden Zeiten wie diesen,  stolpere ich öfter denn je über mein mal mehr, mal weniger ausgeprägtes Belohnungssystem. 

Wisst ihr was ich meine?

Ich bin kein Frühaufsteher also ist die erste Belohnung des Tages ein guter starker Café ☕️,  nachdem bei uns mit Kleinkind die Nächte meist unruhig sind. 

Wenn die Arbeit an manchen Tagen viel „Diskussionen“, Zeitdruck oder Haare raufen beinhaltet,  dann ist bei mir oft „Nervennahrung“ angesagt – irgend einen Spaß muss man ja dabei haben 🤪.

Zudem bin ich ein großer Genießer, also verwöhne ich mich auch gerne mal liebevoll seit mit leckerem süßen oder auch gerne mal nem Malzbier…Kindheitserinnerung ☺️. Bisher musste ich mich hier nie groß zusammenreißen, denn alles blieb im Rahmen. Aufgrund von weniger Schlaf und mehr Stress in den letzten Kleinkindjahren mit Corona haben ca. 5 Wohlfühlkilo den Weg auf meine Hüften gefunden. Früher wäre das für mich ein Grund gewesen meinen Körper abzulehnen, jetzt bin ich da entspannt und sag mir „mei, ich hab Kids, bin glücklich und verheiratet 😍“.

Schönheit ist für mich so vieles mehr als schlank sein, ich mag rundes zudem viel lieber 🤪.

Neben Essen & Trinken als Belohnung hab ich das Laster des Online-Shoppings, seit ich Mama bin, schaffe ich es einfach nicht mehr gemütlich in nen Laden also von zuhause aus bestellen – ja, ich weiß das dies nicht die umweltfreundlichste Variante ist – langfristig optimierungswürdig, aber nicht unter den aktuellen Herausforderungen.

Leider konsumiere ich durchs fehlende schleppen meist immer mehr als gebraucht, wie z. B. beim Online-Essens-Kauf.

Klamotten und Spielzeug & Bücher für die Kids kommen auch sehr häufig ins Haus geflattert…am Ende des Geldes ist meist noch etwas Monat übrig 😬. Das ist gerade im teuren München mit den enormen Kosten für Miete & Lebenshaltung den meisten Einwohnern nicht unbekannt. Jedoch gibt es auch einen klaren Unterschied zwischen den Dingen die man wirklich

Aber ich möchte gerne meinen Kindern ein Vorbild sein und besser mit Geld umgehen – mehr sparen und mich vor allem weniger mit „Dingen belohnen“.

Das Gefühl des Rausches, wenn man was neues tolles hat geht ja auch schnell vorbei bzw. wirkt bald gar nicht mehr.

Zum Glück lebe ich hier gefühlt in „Fülle“ so das, das Geld selbst wenn es raus geht einen Weg zu mir zurück findet. 

Das negativ anmutende „sich belohnen“, entsteht bei mir primär durch Glaubenssätze wie „ich bin nicht gut genug“, „ich muss toller sein/tolleres haben um gemocht zu werden“.

Primär geht es letztendlich jedoch bei allen Belohungsaspekten darum, für sich die passende Balance zu finden  um sich wohlzufühlen und auch die sinnliche Freude des Genießens nicht aus den Augen zu verlieren.

Von HerZen 💖,

Silke

Von Selbstwert & Urvertrauen

Von Selbstwert & Urvertrauen

Was ist ein Mensch grundlegend wert oder in meinem Fall „was bin ich wert“?

Ich stelle mir seit ich denken kann diese Frage nach meiner Wertigkeit. Als ich sie das erste Mal in einer Therapie äußerte war mein Gegenüber überrascht das ich tiefliegende Zweifel an meinem Wert habe.

Für sie war klar „ jeder Mensch hat von Geburt an seinen Wert“. Mir hat diese Antwort nie gereicht, weder dem Kopf noch dem Herz ♥️.

Denn diese Antwort setzt ein tiefes Vertrauen darin voraus das alles seinen Sinn & seine Richtigkeit im Leben hat und jemand die Fäden in der Hand hält.

Alles Naturgesetze an die ich nie gelernt hatte zu glauben, sie klangen zu weit hergeholt, zu esoterisch – ein Wunschdenken.

Dazu ist anzumerken, das mir persönlich das Urvertrauen nicht in die Wiege gelegt wurde – oder anders gesagt: es ist bereits Generationen vor mir in unserer Familie abhanden gekommen!

Wenn man also wenig Vertrauen in sich, das Umfeld, den Sinn, die Welt etc. hat, ja sogar seine „Existenzberechtigung“ offen anzweifelt…wie lebt es sich damit?

Für mich begründet das fehlende Urvertrauen und vererbte Angst den Ursprung meiner ab und an zerstörerischen Selbstzweifel.

Es gab den Punkt  in meinem Leben bereits öfter, an dem plötzlich zuviel Faktoren vorlagen, die Gefühle der Angst/Bedrohlichkeit/Hilflosigkeit/Wut in mir hervorriefen.

Was dazu führte das ich existentiell an mir & meinem Dasein zweifelte. Das ganze kann im Extremfall dazu führen das biologisch meine Nerven überlastet werden und die Kommunikation der Nervenzellen im Hirn nicht mehr korrekt zu funktioniert. Also wurde ich krank, die Depression klopfte an!

Wie mächtig doch unsere Gedanken über uns selbst sein können!
Genau diese Entdeckung war/ist für mich immer Fluch & Segen zugleich. 

Ein Fluch vor allem dann, wenn es oft nicht hinhaut aus der Negativität aufzutauchen bzw. sie zu akzeptieren oder auch nur ansatzweise „sein“ zu lassen.

Toll auch wenn einem das dann oft noch jemand unter die Nase reibt: „sie es positiv, du hast es selbst in der Hand wie du dich fühlen willst.

Diese Aussage setzte mich zu Beginn zu 100% unter zusätzlichen Druck, denn es lag ja somit wohl an mir. Ich schaffte es wohl einfach nicht mir zu helfen und mich besser zu fühlen!

Kommt euch dieser Gedankengang bekannt vor???

Mein damaliger Trigger Nr. 1 wenn es um persönliche Weiterentwicklung geht!

Mit der Zeit hab ich zu der These jedoch auch ein Bauch/Herzgefühl entwickelt, die nun für mich aussagt: alles ist möglich!!! 

Einzig und allein diese Message bringt diese These für mich zum Ausdruck!

Diese Aussage, rückt für mich alles ins rechte Licht und fühlt sich besser an, je sie hilft mir sogar aus der Bewertung von Sachverhalten auszusteigen und inneren Druck abzubauen…manchmal 😏.

Wenn es bei mir dann mal wieder nicht klappt mit dem Ausstieg aus der Negativität oder der Akzeptanz dessen was ist, hilft mir ein andere Neurologischer Wissensfakt ungemein: es ist lt. aktuellen Studien menschlich das ca. 70% aller Gedanken pro Tag negativ gefärbt sind und es uns leichter fällt negativ zu denken.

Quasi so eine Überlebensschutz-Funktion aus der Urzeit.

Denn mal ehrlich, wenn wir entspannt rumgesessen hätten (aufgrund höchster Positivität & Ausgeglichenheit), anstatt auf die Jagt zu gehen oder Beeren zu sammeln (auf Basis der Angst nicht zu überleben/verhungern) – wie weit wären wir im Leben gekommen?

Aber zurück zur eigentlichen Fragestellung der Existenzberechtigung. 

Die Psychologie hat mir hier wenig weitergeholfen mein Urvertrauen zu finden oder zu stärken. 

Erst die Neurologie, Spiritualität, Philosophie und Zen helfen mir persönlich langsam aber sicher, eine Antwort und somit mein Vertrauen zu finden.

Mein aktuelles Urvertrauen begründet sich auf folgende Glaubenssätze:

Die Natur macht keine Fehler in der Schönheit & Einzigartigkeit ihrer Kinder (Pflanzen/Tiere/Menschen).

Jeder ist ein unglaubliches und einzigartiges Wunder mit einer Vielzahl von Gaben & Talenten ausgestattet.

Wir sehen das nur nicht so, da unsere gesellschaftlichen Werte immer weiter der Realität entrückt sind. 

Deshalb ist es für mich ganz klar an der Zeit mich wieder hin zu meiner HerZen 🥰 zu entwickeln um mein Urvertrauen, den wahren Halt und Sicherheit wieder in mir zu finden!

Wie sieht es mit eurem Vertrauen in euch, in Angehörige, Freunde, Fremde und die Welt aus?

Falls euch meine These nicht taugt, birgt vielleicht das Buch „Was bin ich wert“ von Jörn Klare einige spannende, skurrile oder verwirrende Ansätze aus Philosophie, Rechtswissenschaften und Naturwissenschaften – der letztendlich zu dem Ergebnis kommt, dass der monetäre (Selbst)Wert eines Menschen bei 1.129.381,21 € liegt!

Von HerZen 💖,

Silke

P.S: Zen ist der Weg des Vertrauens, meine Empfehlung dazu das aktuelle YouTube Video von Zen-Meister Hinnerk Polenski.

Wunden der Demütigung…

Triggerwarnung: Mobbing| Suizid

Wunden der Demütigung...

Es gibt Tage, da bin ich selbstbewusst und ein Fels in der Brandung und dann gibt es Tage wie heute, an denen trotz ☀️Schein immer wieder mein inneres Kind mit all seiner Hilflosigkeit & Traurigkeit hochkommt. Das ruft schnell den inneren Kritiker auf den Plan der ziemlich hart ruft: „hey, gibt es überhaupt irgendwas was du richtig machst? Du bist dumm! Gib auf, dich mag sowieso  keiner!“

Solche harten Sätze sind leider trotz Jahrzehnte langer „Arbeit“ mit mir, aufgrund von langwierigen frühkindlichen Mobbing- Erfahrungen noch immer präsent.

Diese Glaubenssätze zeugen von Aggression gegen mich selbst, die einst an mir „verübt“ worden war. Mobbing-Betroffene verhalten sich im Ergebnis, meines Erachtens nach, oft entweder aggressiv (mental und/oder körperlich) gegen sich oder gegen andere. 

Früher merkte ich es gar nicht, wenn dieses Selbstsabotage- Programm unterbewusst zu laufen anfing, ich war einfach wie im Nebel und fühlte mich von mir und der Welt abgetrennt…ganz hilflos und ganz klein.

Heute bin ich dankbar die Programme bzw. Glaubenssätze & Verhaltensweisen zu erkennen, die maßgeblich durch Mobbing im Grundschulalter ausgelöst wurden.

Erkennen ist für mich ein großer Schritt gewesen, denn all diese dunklen Gedanken & schrecklichen, zerstörerischen und lebensbedrohlichen Gefühle waren lange Zeit tief in mir vergraben. Sie aufzuspüren war aufwendig.

Das Annehmen das mir dieses heftige Mobbing passiert ist, funktioniert mal besser und mal schlechter. Die Frage nach dem „Warum ich“? bringt zwar bekanntlich nichts, ist aber für mein innere Kind noch nicht abschließend geklärt.

Ich hab mich viel in Vergebung geübt. Der Erwachsene Anteil in mir, ist da auch gut mit gefahren, aber die Wunden des Kindes können nicht so einfach geheilt werden. Es braucht unendlich viel Wärme & Mitgefühl, Liebe und Akzeptanz von mir selbst für dieses kleine Wesen von damals, dass sich nicht selbst helfen konnte und hilflos, allein den Dingen über Jahre ausgeliefert war.

Was hat ein Kind von 10 Jahren für Möglichkeiten sich zu helfen, wenn das nicht mal die Erziehungsberechtigten schaffen?!

Meinen Eltern habe ich mit der Zeit vergeben, aber das ich mir mit diesen alten Glaubenssätzen noch immer so viel Schaden zufüge, das zerfleischt mich.

Warum reicht es mir nicht einfach das „Mobbing“ als Kind überlebt zu haben und in meinem Leben gut vorankommen zu sein?

Wahrscheinlich weil ich „überleben“ nicht als große Sache ansehe, wenn ich doch endlich „leben“ will!

Das Thema Mobbing ist damals wie heute für mich immer wieder present und mal mehr mal weniger rückt es auch wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. 

Leider kommt das Thema meist nur dann auf den Tisch der Gesellschaft, wenn jemand sich entschieden hat, diesem enorme Leid das durch Mobbing entsteht, ein Ende zu machen. Ich persönlich kann diese Entscheidung nachvollziehen, auch wenn ich es zum Glück für mich damals nicht getan habe. Keine Ahnung ob es der Selbsterhaltungstrieb war oder das fehlende Wissen über diese Möglichkeit.

Während mein Mobbing Erlebnis „nur“ ein-zwei extreme Jahre andauerte, müssen andere dies über lange Zeit ertragen – besonders wenn es so wie heutzutage nicht mehr Face-to-Face sondern online erfolgt. Das Internet vergisst leider langsam…

Ich mag mir das gar nicht vorstellen, wie bedrohlich, hoffnungslos und hilflos man sich in so einer online Mobbing-Situation fühlen muss.

Obwohl es mich interessiert was Menschen die zu so etwas fähig sind schon alles erlebt haben müssen, möchte ich ihnen nicht mehr gedankliche Zuwendungen als unbedingt nötig zukommen lassen…also Stopp ✋.

Wichtiger sind die Menschen die zu ihren „Opfern“ werden, von deren Leid und über Hilfe für diese, muss gesellschaftlich mehr getan werden.
Damit niemand mehr aus Verzweiflung die Wahl trifft sein Leben zu beenden – es muss einfach mal beim Namen genannt werden!

Was kann die Gesellschaft also tun, damite nicht auch nur ein einziges Kind/Erwachsener diese „Wahl“ trifft?

Nun, da die Gesellschaft aus jedem einzelnen von uns besteht, würde ich sagen jeder Mensch sollte etwas Mitgefühl für andere, Solidarität mit anderen, Toleranz und Respekt haben. Das sind Werte nach denen jeder von uns wieder streben sollte um liebevoll miteinander zu leben.

Zivilcourage im Alltag als auch Online ist zudem sehr hilfreich für Betroffene.

Da ich Mobbing kenne, lege ich persönlich viel Wert auf Respekt, Höflichkeit und vor allem auf Toleranz (was zugegeben menschlich gesehen, sehr schwierig ist!).

Wenn ich Mobbing wahrnehme, z. B. unter Kindern, spreche ich es an und leiste meinen Beitrag zur Beseitigung der Situation denn jedes Kind ist „unschuldig“ und hat dieses Leid nicht verdient!

Leider wird gerade in Schulen & Kitas noch immer nicht annähernd genug dagegen unternommen und zu wenig geschult, Informiert und/oder Hilfe gegeben.

Es gibt zum Glück gibt es jedoch mittlerweile auch ganz gute Initiativen zu offline & online Mobbing, die beispielsweise auch in Betreuungseinrichtungen vor Ort kommen.

Einige dieser Initiativen basieren jedoch auf „Einzel-Coaches“ die ihr „Programm“ gerne groß vermarkten. Was mich persönlich moralisch davon abgebracht hat über eine Ausbildung zum „Mobbing-Coach“ zu machen.
Mir ginge es hier nämlich nicht um Show-Act, Marketing oder tolles Konzept sondern um das Kind.

Die beste Anlaufstelle (online) sowohl für Betreuungseinrichtungen zur Informationsvermittlung, als auch für Eltern und Betroffene bei Mobbing ist m. E. nach die Stiftung „Mobbing Stoppen! Kinder Stärken!“, die auch eine kompetente Hotline für Betroffene hat.

Als Eltern hofft man immer das die Kids verschont bleiben, aber wenn es doch passiert: bitte zögert nicht so lange bevor ihr handelt – so lässt sich schlimmeres vermeiden!

Vorbeugend versuche ich mein Kind schon mal persönlich anhand meines moralischen Kompass bestmöglich zu unterstützen, in der Hoffnung das er weder von Mobbing betroffen sein wird noch es selbst praktiziert.

Von HerZen 💖,

Silke

Rasante Entwicklungen…

Rasante Entwicklungen...

Irgendwie scheint die Zeit trotz offizieller Entschleunigung zu rasen.

Alles scheint sich zu verdichten- in wenig Zeit scheint viel mehr Inhalt drinzustecken ☺️.

Es fühlt sich an als ob das Tempo für persönliche Entwicklung gerade megamässig zugelegt hat und das aufwendige „Aufräum-„und „Renovierungsarbeiten“ im inneren anstehen :).

Zusammen mit all dem was noch im außen los ist, hab ich derzeit oft das Gefühl in einer Achterbahn 🎢 zu sitzen, die mich mega beschleunigt, durchschüttelt und mir am Ende des Tages schon mal schwindelig ist.

Viel Zeit ist nötig um jeden Tag eine neue innere Bestandsaufnahme zu machen, zu schauen wie es mir heute wieder geht, wo mein Weg langgehen soll und wie man da heute am „besten“ zum Tagesendziel kommt.

Im Zen spricht man im Bezug auf den  Weg der persönlichen Weiterentwicklung vom „Gedo Zen“.

Ich fand die Erläuterungen warum Menschen den Zen Weg für sich wählen vom Zen -Meister Hinnerk Polenski , in seinem aktuellen youtube Video sehr spannend. Es gibt dabei folgende Wege:

Bonpu Zen: Funktionale Orientierung z. B. sich im Beruf oder Sport zu „verbessern“ ->  Weg vieler Spitzensportler.
Gedo Zen: Personlichkeitsentwicklung entwickeln zur Herzmitte hin; 
Daisho Zen:Sehnsucht nach Sinn/Geist & Weisheit

So sinnvoll es auch für mich gerade ist der persönlichen Entwicklung nachzugeben, so anstrengend ist es aber auch (fast ein Vollzeitjob) gerade Achtsamkeit & Fürsorge an den Tag zu legen!

Ehrlich geht es euch nicht auch so, dass ihr euch gut mit eigenen oder Familienthemen 24/7 beschäftigen könntet 😉? 

Abhängig vom aktuellen Bewusstheitsgrad, den man gerade an den Tag legt, kann es schon echt viel sein alles weitere in den Tag zu quetschen…Arbeit, Haushalt, Erledigungen etc..

Was für mich am Ende des Tages deshalb das A & O ist um im energetischen Gleichgewicht zu bleiben ist die Erdung!

Gerade ist es deshalb essentiell für mich jeden Tag eine Runde in der Natur alleine zu drehen, Kaffeepausen zu machen, zu singen, zu tanzen, zu malen und Zazen & Mettameditation zu machen.  Was mich und meinen Sohn zur Zeit am nähesten an eine gemeinsame Pause bringt, ist es so richtig schon mit Knete oder Kinetischem Sand einzuquetschen…fast schon meditativ sag ich euch🧘‍♀️🤩!

Meiner Familie geht es gerade wie mir, alle scheinen viel Entwicklung zu durchlaufen. Was meine (auch sensiblen) Männer manchmal aufgrund ihrer Launen, zu einer Herausforderungen für mich macht ;).

Sie sind gerade die besten Lehrer im Punkto Abgrenzung & des Erlernens von Verantwortung an der richtiger Stelle – zwei meiner wichtigsten Themen gerade!

Im Punkto der Beziehungsgestaltung  zu meinem „inneren“ und realen Kind gilt es vor allem darum mehr Raum einzunehmen und zu geben.

Wichtige Punkte sind mir im Bezug auf mein inneres Kind: ihm mehr Raum für seine Gefühle zu geben und lernen es einfach sein zu lassen mit seinen Gefühlen. Dazu versuche ich mich erstmal körperlich in Liebe zu hüllen und dann, dass innere Kind mit seinen Gefühlen da sein zu lassen. So eine Art “Light-Version” einer Somatic Experiencing Sitzung. Aber Vorsicht wenn ihr mit Traumatisierungen zu tun habt, besser ist hier professionelle Unterstützung zu haben.

In meiner Beziehung zu meinem “realen” Kind gilt es genau wie beim inneren Kind möglichst viel Raum zur Entwicklung zu geben und seine Bedürfnisse so weit es mir möglich ist (abgesehen von Sicherheitsthemen/Gefahren/Respektlosigkeit) zu achten- ohne meine eigenen Bedürfnisse dabei komplett über Board zu werfen. Da bin ich nämlich auch Spezialist drin ;). Raum geben ist für mich die selbstloseste Art Liebe zu zeigen und gleichzeitig für mich auch das schwerste – da ich nie emotionalen Raum hatte und es mir lange Zeit gar nicht bewusst war wie sehr ich darunter gelitten habe. Raum schafft eine natürliche, sichere Verbundenheit und bewusstes zusammensein im Hier & Jetzt.

Aber ehrlich es geht nicht darum diesen Anspruch perfekt zu erfüllen, nein wenn es nur Ansatzweise klappt und ich trainiere bewusst zu merken wann ich total weit weg davon bin, ist es für mich schon ein Erfolg.

Last but not least ist meine größte Herausforderungen bei der aktuellen Beschleunigung gerade, mir selbst Raum zu geben für mich!

Trotz all der Themen im innen und auch im außen – die ich hier nicht thematisieren will – ist es für mich das wichtigste mitfühlend und nah an meinem Herzen zu leben – autentisch sein. Ich möchte mich nicht irgendwann fragen müssen, wessen Leben ich da eigentlich gelebt habe.

Ja wenn ich ich bin, ist das für andere unbequem oder komplizierter als es bisher mit mir war, aber warum sollten mir andere vor mir selbst gehen?

Ich habe eine Meinung , ich weiß jetzt mehr denn je wer ich bin und ich werde ab jetzt zu mir stehen – Ende der tiefen, fast schon zerfleischenden Selbstzweifel!

Klar gibt es weiterhin Schwankungen im Selbstwert – aber ich entscheide mich in letzter Instanz für Mitgefühl und Existenzberechtigung!

Von HerZen,

Silke

Von liebevollen und verbindenden Grenzen

Von liebevollen und verbindenden Grenzen

Grenzen geben uns Halt, Sicherheit, Strukturen und Orientierung in einer Welt die mehr Unsicherheit denn je in sich birgt. 

Im Bereich der Kindererziehung sagte Jasper Juul bekannte dänischer Erziehungspädagoge:

„Das Schuldgefühl ist am geringsten und das Selbstwertgefühl am stärksten (bei allen Beteiligten)wenn die Erwachsenen vorangehen und den Ton bestimmen.“

Auch wenn kleine Kinder in der Gegenwart nicht immer begeistert von Grenzen sind, da sie ihre Pläne durchkreuzen, wird den Kindern im Verlauf ihres Erwachsenwerdens bewusst, wie wichtig es ist Grenzen kennengelernt zu haben bzw. wie wichtig es ist sie auszubauen.

Wenn man Grenzen als Kind klar aufgezeigt und durch die Eltern vorgelebt bekommt, lernt man die wahrscheinlich wichtigsten Lektionen über Grenzen für ein liebevolles und verbindendes Miteinander:

  • das sich in den Grenzen die eigenen Bedürfnisse widerspiegeln.
  • die Grenzen anderen zu deuten und zu respektieren.
  • man lernt das die Vereinbarkeit der Grenze eines anderen, mit der eigenen, sich nicht ausschließen/widersprechen muss. 
  • Das man Grenzen liebevoll & diplomatisch setzen kann – ohne Kontakte sofort abzubrechen.
  • Das das respektieren/akzeptieren von Grenzen ehrliches Vertrauen im Miteinander schafft.
  • das Grenzen keine persönliche Beleidigung sind, sondern ein liebevolles Persönlichkeitsrecht eines jeden Menschen!
  • Das es wichtig ist für die Orientierung im Leben Grenzen zu kennen (persönliche, gesellschaftliche etc.)
  • Das gelebte Grenzen nicht nur wichtig für das eigene Energiemanagement sind sondern auch eine wichtig Signalwirkung auf andere haben: die liebevolle Aufforderung auch ihre Grenzen zeigen & leben zu dürfen!

Das wichtigste jedoch, was uns Grenzen aufzeigen/ermöglichen sind Freiräume, welche erst durch klar gesteckte Grenzen erkannt und erfahren werden können!

Wie aber genau sieht so eine Grenze aus? Sie sollte…
  • Klar artikuliert (Eindeutiges/konkretes Wording) werden.
  • Konsequent umgesetzt werden.
  • Fortwährend etabliert werden.
Bleiben Grenzen immer gleich oder entwickeln sie sich?

Meiner Meinung nach entwickeln sie sich mit der Entwicklung des einzelnen Menschen als auch der Gruppe z. B. Familie mit. Sonst wären die schnell unpassend und würden wohl mehr Verwirrung als Orientierung bieten.

Was ist die Grundvoraussetzung um Grenzen gut setzen zu können?

Ein Selbstbewusstsein, das Wissen wer man ist und was man will. Das Wissen um die eigenen Bedürfnissen ist essenziell um Grenzen absehen zu können.

Warum möchte ich den Grenzen so genau auf den Grund gehen?

Nun es ist für jeden Menschen in dieser herausfordernden Welt voller Möglichkeiten und Erwartungen und Fokus auf Leistung essentiell wichtig eigene Grenzen zu entwickeln.

Manch einer ist damit aufgewachsen – der Optimalfall – er geht locker damit um und es fällt ihm leicht sie zu sehen, akzeptieren und vor allem klar selbst zu setzen.

Das war immer mein persönlicher Wunschtraum! Gerader als sensibler Mensch ist Abgrenzung nämlich das A und O als „Schutz“ vor Überreizung!

Ich selbst hab mir lange Zeit erstmal das Recht für eigene Bedürfnisse in persönlicher Entwicklung erarbeitet – geschweige denn, dass ich überhaupt Grenzen setzen konnte. 

Mir fehlten nicht nur Grenzen in der Kindheit, sondern meine eigenen wurden auch permanent übergangen. Sie wurden nicht nur nicht gesehen oder respektiert – vielmehr kann man sogar sagen sie wurden mir aberzogen.

Das Wissen über mich und meine Bedürfnisse, hin zu einer Idee meiner Grenzen, war ein langer Weg der erst mit knapp Ende 20 begann.

Bis dahin bedeutete das setzen von Grenzen für mich mit meiner größten Angst konfrontiert zu werden, der Angst wieder Abgelehnt und Gedemütigt zu werden! 

Wenn andere Grenzen klar setzten faszinierte mich das, es spornte mich an es letztendlich auch zu erlernen aber in erster Linie bedeutete es für mich eine Ohrfeige ins Gesicht. Mehr noch es ging tief bis zum „Entzug der Existenzberechtigung“. Kein Wunder also das sich vieles lebensbedrohend, in Verbindung mit Grenzen, anfühlte.

Therapie, Meditation, Yoga und viele gute Gespräche mit Freunden haben mir hier zum Glück oft die Kraft gegeben dran zu bleiben. Es half mir Grenzen mit Freunden zu reflektieren – ihre Bedeutung zu hinterfragen und so zu lernen, dass sie durchaus für mich sind!

Das Training kann echt niederschmetternd sein, denn dadurch verändert sich auch das eigene Umfeld. Beziehung von denen man auf einmal merkt, dass sie nie wirklich gepasst haben vergehen- was mir persönlich oft Herzschmerz bereitet hat.

Doch all die Anstrengungen ist es wert, denn Bedürfnisse und Grenzen definieren, wer wir sind und wo unser Weg lang geht!

Um den inneren Raum zur Erfahrung meiner Bedürfnisse entstehen zu lassen, war für mich Meditation & das Yoga das beste überhaupt. So wurde alles etwas geordneter in meinem Herz & Kopf und somit entstand Platz für neues Entwicklungspotenzial auf meinem Weg.

Der klare Ausdruck von Grenzen pendelt sich mit zunehmendem Training langsam besser ein, denn zu Anfang ist das erlernen noch ein Tanz zwischen den Extremen. Entweder ich setzte sie viel zu hart oder gar nicht.

Heutzutage versuche ich meinem Kind ein gutes Vorbild zu sein und vor allem da Grenzen zu setzen wo meine elementaren Bedürfnisse nicht respektiert werden – aber je nach Gangart meist auf diplomatischem Weg 😉…work in Process !

Ich hoffe dadurch das er mir es später gleichtun wird, aber jetzt ergebt euch nicht der Illussion das mir das immer gelingt – hey, wir sind Menschen und üben noch, da geht oft was in die Hose.

Mich würde interessieren welche eure elementarste Grenze ist: welches Bedürfnis verteidigt ihr und mit welchen Mitteln (Beleidigung/Mitgefühl/Diplomatie etc)?

Spannendes Thema das mich wohl noch lange fordern und fördern wird…gerade in herausfordernden Zeiten.

Also ihr lieben lasst uns daran „arbeiten“ und nicht vergessen: Grenzen sorgen für stabile soziale Verhältnisse  und sogar für Harmonie & Frieden – erstrangig und uns, zweitrangig für andere!

Von HerZen,

Silke

Mein Weg zur inneren Mitte…

Mein Weg zur inneren Mitte...

Es war wenig los im außen im neuen Jahr aufgrund von Corona – gemütlich zuhause, aber in mir war mein inneres Kind gerade total überfordert von all den inneren „Baustellen“ die sich gerade zeigten.

Meine Erfahrung ist jedoch, das im Leben alles zur richtigen Zeit kommt genau dann wann es dran ist.

Denn dann ist Körper & Geist bereit sich damit auseinanderzusetzen- so schwer es auch manchmal auch ist. 

Wichtig ist dabei ggf. aber auch sich Hilfe oder Anregungen von außen zu holen wenn man am Ende mit der eigenen Kraft ist, was auch manchmal zum Lernprozess dazugehört.

Ich bin froh gelernt zu haben das es mir auch mal nicht gut gehen darf, auch wenn das Akzeptieren immer noch auf einem anderen Blatt steht – deshalb fällt es mir mittlerweile leichter um Unterstützung zu bitten- was echt viel Kraft sparen kann, die an anderer Stelle wieder gebraucht wird…also lieber früher als später nachfragen! 

Die Frage ist allerdings auch immer was kann mir gerade helfen? Wen frage ich?

Klassische Verhaltenstherapie ist immer meine erste Wahl gewesen, wenn es gar nicht mehr weiter ging am besten 24/7.

Nebenbei hab ich aber auch anderes alternatives, esoterisches und wissenschaftliche Methoden und Instrument ausprobiert, da ich mich persönlich für viel interessiere und begeistern kann.

Ich habe viel an mir herumgedoktert ohne zu merken, dass mich das mehr in den Informations- und Selbstoptimierungswahn und näher zum Perfektionismus brachte. Ich wollte die Methoden perfekt erlernen, alles wissen was es zu wissen gab und wenn ich das erstmal drauf hatte würde ich endlich die „beste Version“ von mir selbst sein!

Klingt einfach, oder? 
Kommt euch dieser Gedanke 💭 nicht auch bekannt vor?

Jedoch war immer mehr mein Verstand mit Ego aktiv an dem Prozess der vermeintlichen Veränderung geteilt, als mein 💖.

Mein Bauchgefühl war hingegen meist etwas unschlüssig, da der Innere Kritiker der vom Verstand kontrollierte wurde es immer wieder mit Selbstzweifeln in die Knie zwang.

Also tankte ich immer viele Infos und Ideen, tat mir auch das eine oder andere Gute aber nichts hatte festen Bestand in meine Leben. Das frustrierte mich und es machte mir Druck noch mehr zu lernen, noch bessere Tool zu finden noch mehr an mir zu arbeiten….immer mehr von allem. 

Die Welt die ich gerne ruhig und gelassen authentisch erleben wollte wurde stattdessen immer mehr zur atemlosen Hast- zur permanenten Suche nach Erfüllung durch verstandesmäßig Methoden.

Ich erkannte nicht das ich dadurch mein inneres Ungleichgewicht noch verstärkte – denn noch mehr Verstand braucht es bei mir echt nicht.

Die Sehnsucht nach Authentizität wurde noch größer, was mir noch mehr Druck machte endlich voran zu kommen.

Wenn das Leben ein Haus wäre, war es die Aufgabe meines „Bauarbeiters“ aka „Seele“ verschiedenste Materialien  (Tools & Konzepte) auszuprobieren um zu schauen, was mein Haus am stabilsten macht.

Kam mir echt oft vor wie die drei kleinen Schweinchen, deren Haus häufig neu gebaut werden durfte: frustriert, verängstigt und unsicher.

Was ist heute für mich anders?

Unsicherheit, Angst und Frust gibt es noch immer genug , aber es gibt durch die Integration von Zazen in mein Leben auch erstmals wahre „Erfolge“ auf meinem Weg:

  • bessere Bewusstsein/Wahrnehmung von Sinnen, Körper & Geist
  • Mehr Gelassenheit
  • Mehr Selbstsicherheit/Urvertrauen

Im Gegensatz zu den vorherigen „Methoden“ zur Selbstverwirklichung die ich probiert habe, weiß ich theoretisch wenig über diesen den Zen Ansatz.  Was mir gerade am liebsten ist, denn mein Verstand soll diesmal nicht die erste Geige spielen, sondern mein Herz 💖!

Denn vor allem im Zen gilt  es, Dinge nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen zu verstehen!

Es geht diesmal nicht darum in der Methode zu brillieren oder dem Perfektionismus zu frönen  indem ich schnell zur Erleuchtung zu komme. 

Es geht nicht darum Wissen zu tanken und damit zu glänzen oder andere damit zu dominieren – Nein es geht endlich mal nur ums wesentliche um „mich“.

Als ich gesundheitlich eine Auszeit von dem Alltag nehmen konnte, kam erstmals etwas Ruhe und Stille zurück in mein getriebenes Leben – vor allem auf geistiger Ebene.

Dadurch entstand erstmals wirklich mehr Raum für neues in mir. Ich hatte Zeit mir meiner Themen bewusst zu werden – einen Überblick zu bekommen. Somit entstand eine innere „Aufgeräumtheit“ die es mir, im Nachhinein gesehen, einfacher auf meinen Weg zu mir zurück zu kommen.

Ich habe schon immer viel geführte Meditationen gemacht, also war der Einstieg ins Zen über die „Zazen“ Meditation relativ “einfach”.

Ich stolperte da so rein über geführte Zazen-Meditation auf YouTube vom Zen-Meister Hinnerk Polenski.

Mich faszinierte die „Einfachheit“ und die “totale Anspruchslosigkeit” beim Zazen – “einfach” geschehen lassen- ohne irgendwas zu erreichen🧘‍♀️.

Mir nahm das sehr viel Druck, endlich konnte ich „einfach“ so sein und nicht noch mehr müssen aufgrund der Meditation (kein ich “muss mich danach besser zu fühlen” oder gar “erleuchtet”). Ich muss aber auch sagen Hinnerk hat echt auch eine wirklich besondere Art das wesentliche auf den Punkt zu bringen – den das ist Zen das “wesentliche”.

So konnte ich lernen mich ins „Zazen“ fallen zu lassen und darin ein Zusammensein mit meinem 💖 zu finden.

Die Stille im Inneren zu finden, auch wenn es im innen und ggf. im außen gleichermaßen laut ist – das ist für mich die wesentlichste und wohltuendste Herausforderungen die mir dieser Weg des Zen gerade für mein Leben bietet.

Es ist zudem einfach ein unbeschreiblich schönes Gefühl den Körper, das Herz und sein wahres Selbst endlich spüren zu können. Es gibt mir viel Kraft, zu wissen das auch an schwierigen Tagen eine Rückkehr zu mir selbst möglich ist indem ich mich auf mich und mein innerstes zurück besinne.

Die Rückkehr in die Realität- Zazen, hilft mir dabei ungemein. Hier die wunderschöne Beschreibung der “Seins in der inneren Mitte” von Hinnerk aus seinem Buch “Höre auf zu denken – sei einfach glücklich”:

Ein unbestimmtes Gefühl, ein Ton, der erklingt. Ein Lied, das gespielt wird, und ein Heru wird berührt. Die große Natur.Immer dann, wenn ein Moment des Innehaltens ein Gänsehautschauer ist.

Und ihr erkennt,

hallo Sehnsucht, das ist ja der Weg.

Und wenn ihr diesem Weg folgt,

dann wird es heller.

Und in dem Moment,

wo ihr im Zentrum eures eigenen Seins seid, leuchtet die Antwort auf.

„Wer bin ich?“

Ein gutes Jahr nachdem ich angefangen hatte „Zazen“  zu praktizieren, indem ich täglich fast ausschließlich die geführte Metta-Meditation von Hinnerk auf YouTube macht, hat mein 💖 wohl Erbarmen mit mir gehabt und sich langsam etwas mehr geöffnet. 

Vor kurzem kristallisierte sich dann die scheinbar so triviale Frage „wer bin ich“ erstmalig nicht auf Verstandes- sondern auf Herz-Ebene heraus.

Im Vergleich zu früher besitzt sie nun mehr Kraft um etwa in meinem Leben zu erkennen und zu ändern. Seither meditieren ich gerne auf die geführte Mantra-Meditation von Hinnerk „Wer bin ich“.

Nun da ich mehr im HerZen angekommen bin, möchte ich es auch meinem Verstand ermöglichen sich mit mir auf den Zen-Weg zu begeben – wohlwissend das Wissen unterstützen kann, aber nicht das wesentliche ist!

Vor kurzem bin ich mit einer lieben Bekannten spazieren gegangen und da ich ein sehr freiheitsliebender Mensch bin war es mir ein Bedürfnis zu fragen ob „Zen“ eigentlich eine Religion sein.

Denn ich habe mich gerade erst von vielem befreit und möchte mich nicht durch zusätzliche Verhaltensregeln oder verletzenden Praktiken wie Exklusion von „Andersartigkeit“, die leider die meisten  Religionsgemeinschaften mit sich bringen gequetscht werden.

Ihre Antwort deckte sich mit dem was der Zen-Meister selbst über Zen sagt:

Zen ist weder eine Lehre noch ein Konzept. Es ist auch keine Religion, kein Dogma und keine Lebensphilosophie. Zen ist lebendig. Zen ist der Weg – nicht mehr und nicht weniger!“ 

(Quelle:S. 18; Höre auf zu denken – sei einfach glücklich, Hinnerk Polenski)

Ich sag immer „whatever works“ – für mich ist es aktuell Zen und so wie es sich anfühlt wird es keine Eintagesfliege für mich sein!

Was es für mich allerdings noch zu klären gilt ist welcher Zen-Tradition ich mich auf meinen Weg widmen möchte:

Dem japanisch geprägten „Daishin Zen“ von Meister Hinnerk oder dem sog. „Sati-Zen“ von Thich Nhat Hanh (Thay)?

Vom ersten Gefühl her mag ich die ruhige, warme und achtsamkeitsorientierte Praxis von Thay lieber als das harte japanische…was aber auch nur daran liegen mag das ich mich mit der Kultur nicht auskenne und eher Vorurteile im Kopf habe 😬.

Also mit innerer Weite & Offenheit weiter gehen…

Spannend sind auf jeden Fall beide Zen-Traditionen!

Ich muss sagen: ich mix mir auch gerne mal meinen eigenen „Cocktail“ des Wohlbefindens. Also vielleicht das beste aus beiden Zen-Richtungen für mich 🤩!

Hoffe ich konnte euch ein bisschen einen Einblick in die Gefühlswelt des Zen durch „Zazen“ geben. 

ZEN selbst geht natürlich weit über diese Meditationspraxis des „Zazen“ hinaus –  tief in die Sutren des Buddhismus. Dazu benötigt man dann wohl, wenn man offiziell „anerkannter Zen-Schüler“ sein will einen offiziell anerkannten Lehrer. Diese Frage stellt sich für mich zwar noch nicht wirklich, aber spontan würde ich sagen ich mach gerne meine eigenen Erfahrungen 🙂 !

In dem Sinn 🙏🏻

Namaste -> jap. “Gassho”, ( im Daishin-Zen )

Von HerZen,

Silke

Von dem Gefühl der Hilflosigkeit…

Von dem Gefühl der Hilflosigkeit...

Und gerade als ich dachte ich hätte die Hilflosigkeit in mir „besiegt“ sagt sie auch im neuen Jahr wieder „Hallo, hier bin ich“.

Der Einstieg in das neue Jahr war gut und gerade dann, richte ich mich gerne in dieses Wohlgefühl ein. Die Überraschung ist dann jedesmal groß wenn ich wieder darauf aufmerksam gemacht werde das es in mir auch schwere dunkle Gefühle gibt, die zum authentisch sein auch dazu gehören.

Mir fällt es schwer darüber zu schreiben, denn es liegt mir fern meinen emotionalen „Müll“ anderen vor die Tür zu kippen – ehrlich interessiert das jemand, hat doch jeder genug eigene Themen.

Doch dann lese ich Beiträge wir die von @langsam.acht und erkenne das gerade der Ausdruck dieser Gefühle mich berührt, authentisch und menschlich und so echt ist.

In dem Moment schäme ich mich für meine Haltung.

Ich schreibe gerne gerne meine Essenzen auf und liebe es liebevolle Impuls in die Welt zu bringen aber wenn ich mal in einem emotionalen Loch sitze und gerade nichts positives daran finden kann, möchte ich einfach nur verzweifeln und es die Welt nicht sehen lassen.

Wisst ihr was ich meine?

Es gab seit längerem wieder einen Moment der totalen Hilflosigkeit, da man wenn Menschen krank sind nicht helfen kann wenn sie leiden. Diese Hilflosigkeit bringt mich schnell in meine Vergangenheit, zu einem kleinen Kind das hilflos,regungslos und weinend in der Ecke sitzt und erstarrt ist – ohne jegliche Perspektive oder Möglichkeit der Situation zu entrinnen.

So fühlt sich mein Trauma an!

Unsere Familie hat in den letzten Jahren gesundheitlich viel schwerwiegendes durchgemacht und so sehr wir alle auch auf uns achten und an der Situation arbeiten es scheint nie aufzuhören. Manchmal ist das für alle wirklich zu viel das schon alles versucht wurde aber dennoch keine Besserung einkehrt.

Gerade in unsicheren Zeiten, die noch mehr gesundheitliche Gefahren bereit halten schaffen wir es nicht mehr im Moment zu bleiben und einfach „nur traurig“ darüber zu sein das es gerade schwer ist.

Wir haben so viel probiert und so wenig gewonnen, es erscheint hoffnungslos.

Gerade bei mir wird diese „Traurigkeit“ aufgrund meiner Erfahrungen schneller als bei anderen zu einer allumfassenden Verzweiflung/Erstarrung die keine Möglichkeit bietet zu entkommen.

Ja ich bin gerade traurig und verzweifelt – aber im Gegensatz zu meiner Kindheit habe ich heute Möglichkeiten Dinge zu ändern um der Verzweiflung zu entrinnen!

Der Gedanke bringt mich von der Vergangenheit zurück in die Gegenwart und hilft mir mit der Familie über Optionen die wir haben zu reden.

Denn wenn ich eines gelernt habe, dann ist es das uns die Verbindung zu anderen helfen kann alles zu überstehen.

So versuche ich gerade mich auf den Moment zu konzentrieren und gemeinsam im Gespräch mit meinem Liebsten Lösungen zu finden, für eine Sache mit der wir schon viel zu lange kämpfen und irgendwie immer wieder mit dem Rücken an der Wand stehen.

Am Ende des Gesprächs erscheint mir der Tunnel weniger dunkel und ein Lichtstrahl offenbart sich. 

Ich bin dankbar für diesen wunderbaren Menschen in meinem Leben und unseren Mut die Dinge gemeinsam anzugehen, unseren Ängsten gemeinsam ins Gesicht zu schauen.

Da erscheinen mir unsere Krankheitsgeschichten der letzten Jahre, der Frust über fehlende berufliche Erfüllung und die Angst vor Weiterentwicklungen im Hinblick auf Conrona doch handhabbar.

So komm ich heute von tiefer Verzweiflung wieder in die Liebe und hoffe inständig das es auch das nächste Mal klappen wird ✨! Ist schon immer wie eine Achterbahn, das Leben 🤔!

Falls auch ihr gerade im dunklen Teil des Tunnels steckt sucht euch bitte einen liebevollen Menschen zum reden, wenn nötig auch eine Telefonseelsorge Hotline.

Denn alles fühlt sich besser an als erstarrt  im dunklen zu verharren 🌟!

Von HerZen 💖,

Werte des Jahres 2021- Wohin führt der Weg…

Werte des Jahres 2021- Wohin führt der Weg...

Normalerweise liegen im dem Gedanken an Silvester alleine für mich schon unendlich viel gefühlte Erwartungen die von meiner Seite zu erfüllen sind, so das der Tag halbwegs ok ist – als letzter Tag des Jahres sollte er das doch sein, oder ;)?!

Also unedlich viel im Vorfeld für diesen besonderen Tag zu überlegen und zu tun – Stichwort: Essen, Einkaufen, Saubermachen, Anziehen, Tagesplanung, zeitlicher Ablauf, Entertainment Highlights und nicht zuletzt die Frage wem wünscht man noch alles auf welche Weise einen “guten Rutsch” ins neue Jahr.

Zusätzlich gilt es natürlich auch noch die ‘normalen’ Mama- und Haushaltssachen abzuarbeiten – meist seht die Frage der kindlichen spontanen Bedürfnisse dabei im Mittelpunkt.

Allein letzteres kann schon Tage dauern, wenn man nicht bewusst überlegt wer einem warum auch immer wichtig ist und letztendlich hat man sowieso wieder ein paar einfach vergessen ;().

Also wenn man sich das mal anschaut, was alles für einen ‘besonderen Tag’ zu tun ist – kein Wunder das die eine oder andere Mama, die sich ein ähnliches Pensum wie ich auferlegt schon beim Gedanken an Silvester stönht “hoffentlich ist es bald vorbei”.

Dieses Jahr wollte ich mal ansatzweise was anderes ausprobieren und mich auf meine Werte für 2021 einzustimmen:

Werte des Jahres 2021- Wohin führt der Weg...

Auch nicht gerade wenig , was ich für 2021 angepeilt habe – was typisch für mich ist :). Mittlerweile weis ich meinen Perfektionismus zu nehmen, und schaffe es öfter mich nicht allzu sehr unter Druck setzen zu lassen, denn es muss ja noch Potenzial für die nächsten Jahre da sein. Das Leben ist ja ein einziger Lernprozess und ich denke erst mit Vollendung meines Lebenszyklus, wird es nichts mehr an Entwicklungspotenzial für mich geben.

Wie dem auch sei, aber aus der Sicht einer hochsensiblen ist es für mich auch immer wichtig “eine umfassenden Plan zu haben” der von vorne bis hinten alle essentiellen Aspekte abdeckt :).

Um mich also gleich mal auf alle Werte (manche nennen es vielleicht auch “Ziele” aber mir ist das wording zu leistungsfixiert und zu Business-mäßig) einzustimmen buchte ich bei meiner lieben Bekannten Maria einen Kurs zum Thema „bewusst ins neue Jahr 2021“.

Hier ging es vor allem  darum sich ganzheitlich bewusst für das neue Jahr „fit zu machen“: mentale Fitness durch Zazen Meditation, gepaart mit körperlicher Fitness durch Körperübungen aus Qi Gong & Yoga. Was mir persönlich bei Kursen immer das wichtigste ist, ist eine liebevolle, ruhige und wohltuend-ästhetische Atmosphäre – auch deshalb liebte ich den Kurs von Maria :).

Zum Glück wusste ich nicht vorab wie “körperlich” das Programm gestaltet war, denn ich muss sagen mein innerer Schweinehund ist echt riesig geworden und hätte mir sich den einen oder anderen Grund geliefert nicht teilzunehmen.

Ich merkte bei den Körperübungen erstmal wie schwer und träge mein Körper wirklich ist und schwitzte & keuchte was das Zeug hält.

Gerade schwitzen ist für standardmäßig als unangenehm einzuordnen, da ich aufgrund von Panikattacken und Ängsten, vor allen in jüngeren Jahren, schon immer stark schwitzte. Alles was also anstrengend ist und zu schwitzen führt wird von meinem Unterbewusstsein automatisch als “ekelig” oder “unangenehm” eingeordnet und versucht es zu unterbinden – interessant, ist mir erst jetzt wirklich aufgefallen.

Wie gesagt manchmal ist es gut nicht allzu informiert an Dinge heranzugehen, somit konnte ich mich ohne große Gedanken ins Abenteuer stürzen und wurde mit vielem, teilweise unerwartetem und auf alle Fälle lehrreichem konfrontiert:

  1. Wie gut das Körpergefühl nach Anstrengung & Schwitzen ist -> hatte ich total vergessen wie sich Leichtigkeit für mich im Gegensatz zu Trägheit anfühlt!
  2. Das es für mich besser ist im Körper zu sein, als im Kopf -> zu viele Gedanken die mich weg von mir und ins außen bringen.
  3. Das Zazen Meditation es mir ermöglicht mich ausgiebig in meinen Körper zu versenken. Ich spüre das sich all meine Energie dann in meinem Bauch & Herz bündelt und Ruhe & Stille – eine Art von wohltuender Leere einkehrt. Diese Leere ist im Gegensatz zu dem was ich aus der Depression kenne allerdings grundsätzlich als wohltuend, entspannend und liebevoll einzuordnen. Die Entstehung eines inneren Kraftorts ist für mich unglaublich befreiend , auch wenn ich – und sicher auch sonst die wenigsten – nicht oft wirklich in tiefe Versenkung komme, tut es dennoch immer gut bei mir zu sein. Ich schaffe mir dadurch mehr inneren Raum für mich und mein “sein”, das in meinem Leben stehts zu kurz kam. Somit ist Zazen für mich die  nachhaltigste Möglichkeit mein „wahres sein“ zumindest kurzfristig zu spüren – was mir  als Anreiz um mich liebevoll zu fordern um langfristig wieder zu meinem Herzen zurück zukommen und so immer „authentisch/wahr“ sein zu können.

Dieser Kurs (3 Abende) trug ungemein dazu bei das ich an diesem Silvester bewusster war, mehr losgelassen habe, meine Bedürfnisse mehr in den Vordergrund gestellt habe und klare Grenzen gesetzt habe.

Somit war der Abend nicht nur aus Sicht meiner Werte als auch generell ein voller Erfolg.

Ich hatte mir zwar einen Zeitplan/Ablauf gemacht aber diesmal lies ich mich davon nicht verrückt machen und bereitete ruhig das Essen vor und übernahm nicht für alles die Verantwortung was sonst noch so anstand.

Es tat so gut mir mehr Raum zu nehmen für meine Bedürfnisse und auch den anderen mehr Raum zu geben für sich. Wir waren alle merklich entspannter und die Atmosphäre war locker so das wir endlich mal wieder entdecken konnten wie wichtig es ist einfach nur unserer wahren Natur zu folgen und einfach mal wieder, mit unserem Kind wie spaßig und frei wie Kinder zu sein.

Als Eltern habe ich ja echt immer gefühlt von außen den Anspruch möglichst “erwachsen” zu wirken, was nicht meiner Natur entspricht. Denn solange es nicht um die Gefährdung der Sicherheit, Gesundheit oder um Respektlosigkeit geht möchte ich einfach auch nur mal “sein” und mich ausprobieren, so wie mein Kind!

Es nervt mich so oft, das viele denken “Eltern sein” = “spießiger Spielverderber der allen Schmarn und Spaß gleich im Keim ersticken lässt und immer gleich auf Gefahren hinweißt”. Ich verbog mich viel zu oft, damit ist jetzt für mich auch Schluss – s. Werte “Bedürfnissorientierte” Erziehung. Mein Kind soll einfach freier sein dürfen und ich auch! Denke wenn Mama entspannt ist, ist das generell schon “3/4 der Miete”!

Mich würde interessieren wie euer Silvester so war und welche „Werte” ihr zur Ausrichtung eures Lebens auf 2021 ins Augen gefasst habt? Habt ihr auch schon Ideen wie ihr diese Werte aktiv leben könnt?

Danke euch für‘s beherzte Teilen im Kommentar vorab 💕✨💕!

Von HerZen💖,

Silke

My selfcare recipe for any family get together…

My selfcare recipe for any family get together...

Whenever I meet new people, I ask myself, before starting a friendship:

  • Do I want to get involved with this person?
  • Do we share similar values or interests?
  • What feeling do I have after spending time with a person?

If my gut tells me there is more positive feeling than negativ involved, I am gladly diving into this new friendship – at least nowadays. In former times with less „selfknowledge“ I tended to also dive into relations that we’re based on oneside-advantages and ego stuff.

I am happy to know better today and choose more wisely but it took me some time and lots of compassion & knowledge about me.

So friends can „easily“ be chosen, but family is a construct your born into which makes it more difficult to get along properly – especially if your very different in personality and consciousness.

The ideal family for me mainly has this characteristics:

  • Everybody has a basic knowledge of themselves (bright/dark sides) and there needs
  • Everybody listens & tries to understand each other, even if the are totally different (personality wise)
  • Everybody is trying to accept each other’s decisions- even if not agreeing with them
  • There is a general feeling of love & emotional support between all
  • Talking about emotions & wounds using „nonviolent communication“ (need-based-communication).

Guess your ideal family doesn’t look that different from mine, does it?

Well this might be considered „high standard“ but I strongly believe, if all family members living life consciously or trying there best to get in touch with themself, it’s a realistic thing to be achieved.

But what if certain family members aren’t able or willing to take a look at themselves?

I strongly believe in Quantum-Physics, therefore it’s also possible that the whole family or certain members can also change, if just one member is „working“ on them or the „whole family“. My preferred tools for that „work“ are:

  1. Forgiveness using the Ho‘onopono practice or/and
  2. Meditation or Zazen

To 1.):

A wonderful ancient Zen like („Pono“ means „balance“ of life!) practice for forgiveness is Ho‘oponopono which was first documented by Mary Kawena Pukui in a book she wrote in the late 1950‘s – about the Hawaiian rituals she learned from her grandfather.
A Healer named Morrnah Simeona is responsible for the recollection modern of Ho‘oponopono as we know it now.
Ho’onopono roughly translates to “make things right“.

It was originally invented for solving family troubles – functions as both a communication concept for reconciliation and a tool for restoring self-love and balance. Here comes the four sentences you can say to your „true/higher self“ or generally the universe:

My selfcare recipe for any family get together...

I also love this soft English spoken Ho‘oponopono from Sandra Rolus for relaxing 5 minutes during day- or evening-time.

Also it’s Perfect for me to have a song-version of it, if I have some minutes on the bus after a stressfull day at work or when hurrying to pick up my kid from kindergarten. Here is a great Ho’onopono Song from the Tibetan mantra healer Drukmo Gyal.

I can really recommend Ho‘onopono for situations in which you need relief and more energy- it’s a total Relief and can also bring relief to others when dedicated to them (mentally).

Sometimes when I am having troubles with a certain person I like thinking about she/him and speaking a Ho‘onopono for them.
From my experience it changes your Energie and therefore all the energy around you which lets directly to a changed energy of that certain person.

To 2.):

For me Zazen, sitting the Zen Buddhism-way, focusing on my breath, helps to get in touch with the silence und strength deep within me.
If I am calm and compassionate with me i always see it reflect positive on my environment…of course sometimes it’s working „better“ than other times.

Important: I try not to selfoptimize and stress me too much with all my tools and concepts that help me in on or the other situation but it’s good to have some at all.

That have been some ideas to work on the family situation but furthermore it’s important to have a „recipe/strategy“, to hold on to, in case a family conflict occurres.

From what I learned it lies in the following:

My selfcare recipe for any family get together...

I hope I was able to give you some idea for taking good care of yourself when it comes up to family meetings?!

I would love to hear some of your strategies and how they worked out for you at get-together‘s?

Have a great time & till new year…

With Love 💖,

Silke

Wer nicht passt, wird passend gemacht…

Wer nicht passt, wird passend gemacht...

Das die mentale Gesundheit Erwachsener heutzutage mit all den Belastungen des aktuellen Alltags kein Zuckerschlecken ist ja klar – insbesondere in Corona-Zeiten.

Was für mich allerdings neu & erschreckend war sind die Zahlen zur psychischen Gesundheit aus dem Kinder- und Jugendreport der DAK Bayern von 2019. Hier fand ich folgende Zahlen:

– 2 % der in Bayern bei der DAK versicherten Jungen und Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren litten 2017 an einer diagnostizierten Depression -> ca. 17000 von 107.000 Kindern & Jugendlichen in Bayern -> jedes vierte Schulkind in Bayern war betroffen!

– Erschreckende 35 % der von der DAK untersuchten Altersgruppe der 5-9jährigen musste aufgrund einer psychischen Erkrankung behandelt werden. besonders hoch – er liegt bei 35 Prozent. Aufgeführten häufigsten Symptome sind:

1. Entwicklungsstörungen insbesondere im Bereich der Sprachentfaltung.

2. Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) zählt.

Diese Zahlen, die sich seither sicher nicht verbessert haben, finde ich höchstgradig alarmierend und ein Thema das noch mehr tabuisiert wird als die Erkrankung von Erwachsenen.

Eine Frage geht mir dabei durch den Kopf: wenn die Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft sind, wie sieht diese dann im Hinblick auf diese Zahlen aus?

Unsere Leistungsgesellschaft die feste Normen & Werte vorgibt, bringt mich zudem dazu in Frage zu stellen ob wir Menschen eigentlich noch bei klarem Verstand sind: die Schönheit des Individuellen und besonderen zu einem zähen grauen Einheitsbrei verkochen zu lassen?

Das ist nicht nur schade, sondern langfristig auch Selbstzerstörung unserer Spezies.

Aber jetzt mal von der Horrorversion zurück in die Gegenwart wo Kinder bereits im Kindergarten unter dem Druck stehen mit 3/4/5/6 Jahren bestimmte Sachen können zu müssen – weil das irgendwo so geschrieben steht. Wenn sie es nicht können stempelt sie das Erziehungssystem schon frühzeitig als „nicht ausreichend“ ab. Klar versteht man, dass es Richtwerte benötigt um körperliche & mentalen Entwicklungsbedarf zu erkennen, zumindest von ärztlicher Seite, aber von der Pädagogik hätte ich mir mehr erwartet.

Es sollte nicht schwer sein zu sehen das diese süßen, natürlichen Wesen alles Potenzial der Welt besitzen! Nur daran sollten sie gemessen werden – nicht an vermeintlichen „Schwächen“, die nicht real sind. Hallo schon vergessen, jeder von uns Menschen ist einzigartig und keine “Standardware”.

Haben wir vergessen das wir Menschen sind und keine Maschinen?

Es ist eine Sache wenn wir Erwachsenen an in diesen „falschen“ Maßstäben beurteilt werden aber es ist widerlich ein System zu haben das allen unseren einzigartigen, vollkommen Kindern „besondere Bedürfnisse“ attestiert und das ist in dem Fall nicht positiv gemeint. Jeder Mensch hat doch andere besondere Bedürfnisse!

Ihr merkt das Thema ist für mich sehr emotional, denke jeder Elternteil kann das verstehen.

Wir wollen alle glückliche individuelle Kinder und das kann meiner Meinung nach nur funktionieren wenn die „Gesellschaft“ und das „Erziehungssystem“ endlich mal den Rand hält und sich nicht darüber ausläßt was richtig ist oder falsch!

Mal abgesehen von diesen verkorksten kindlichen „Mindest- Entwicklungsstandards“ machen wir es uns und unseren Kids auch gegenseitig nicht leicht, aufgrund der Bewertung unterschiedlicher Erziehungsstiele.

Es ist doch so, Erziehung ist immer auch geprägt von den eigenen Werte und Erfahrungen aus seinem persönlichen Gepäck.

Trotz dieser Tatsache scheint die Gesellschaft doch immer irgendwie die Erwartungshaltung zu haben in die Erziehung eines jeden Kindes reinreden zu müssen.

Das ist es was das Mutter sein, so häufig echt anstrengend macht, doch komischerweise kann ich mich nie richtig frei machen von der Meinung anderer. Was es uns Eltern jedoch am schwersten macht ist die harte Ansage/Denke vieler Menschen, dass wir Eltern einzig und alleine “schuld” sind am Verhalten unserer Kinder. Wenn sie also “Mist bauen” bzw. nicht gesellschaftskonform handeln, haben wir in der Erziehung versagt und sind somit “schuldig”!

Harter Tobak, wie ich finde!

Klar bin ich als Elternteil verantwortlich dafür was man Kind tut aber sorry, es ist noch in der Lernphase und kann vieles noch gar nicht durchblicken. Somit trifft weder das Kleinkind “schuld” wenn es sich “anders” oder auch mal daneben benimmt (sage nicht das es ok ist jemand anderen zu hauen oder zu schubsen!) noch die Eltern. In unserer Gesellschaft ist wohl gar nicht mehr bekannt das man nur aus “Fehlern” lernen kann, ohne diese würden wir auf dem Stand eines Babies stehen bleiben und uns nicht weiterentwickeln.

Fazit ist für mich das aufgrund dieser “Schuldigsprechung” von Eltern bei jeglichem Fehlverhalten von Kinders als auch aufgrund dieser überholten “Auflagen” wie ein Kind in welchem Alter zu sein hat, tut mir oft im Herzen weh mein Kind in der heutigen Zeit fremdbetreuen lassen zu müssen.

Wenn man mal sieht was das auf die unmittelbare Zukunft des Kindes für Auswirkungen haben kann, gerade wo die ersten 5-6 Lebensjahr so prägend im Bezug auf Selbstwert und Persönlichkeit und Bindung sind – erfordert es echt viel Vertrauen in die Kinderbetreuung und die Hoffnung das die Qualität der Betreuung langfristig landesweit besser wird.

Es stellt sich die Frage: wann gibt es wieder ausreichend Personal in den Kindergärten um unseren Kindern die Betreuung zu ermöglichen die sie als Individuum brauchen?

Unsere ganze Gesellschaft besteht ja auf dem Grundsatz des Funktionierens, aber warum sieht niemand ein das wir keine Tiere sind? Tierbabies werden nämlich bereits „reif“ geboren und bedürfen keiner Entwicklung! Der Mensch braucht hierzu viel Zeit und Liebe!

Ich wünsche mir für unsere Kinder ein System das wenigstens Verständnis & Offenheit für ihre Bedürfnisse bietet und sie anerkennt. Zudem wäre ein Fokus-Shift in der Pädagogik von „was ein Kind nicht kann“ zu „was ein Kind noch mit entsprechender Unterstützung lernen darf“ wichtig.

Ich möchte das mein gefühltsstarkes und sensibles Kind (dass mich oft in Liebe und Stolz zu ihm vergehen, aber auch in inneren Konflikten & Herausforderungen schwelgen lässt) das Gefühl hat einen Platz in dieser Welt zu haben!
Zudem bekommen Kinder heutzutage wenn sie das “Fremd-Erziehungsystem” durchlaufen, nicht nur den Stempel “falsch” zu sein aufgedrückt, sondern auch viel zu oft gleich eine „Diagnose“ wie z. B. ADHS oder dergleichen angehängt.

Ehrlich gesagt warte ich nur auf den Tag an dem mir die Diagnose das erste mal an den Kopf geknallt wird. Gut ist, ich habe aus eigener Erfahrungen gelernt das eine „Diagnose“ auch erstmal nur ein Wort und eine subjektive Bewertung durch eine Person ist – kein unabwendbares Schicksal dem man sich unterwerfen muss.

Dennoch ist es für jede Mutter erstmal ein Schlag ins Gesicht, das ihr lebendiges kreatives Kind das noch in der Entwicklung ist, gleich einen krassen Stempel aufgedrückt bekommt.
Schon alleine wenn ich darüber schreibe merke ich wie es mir als Mutter und meinem inneren Kind gleichermaßen weh tut!

An dieser Stelle ist es für mich wichtig an meinem inneren Kind und mit meinem Inneren Kritiker zu arbeiten, damit ich im Gleichgewicht bleibe und mein Kind wenig von der Sache mitbekommt. Die Entwicklung meiner Persönlichkeit in letzter Zeit ich wirklich 1:1 geknüpft an die Entwicklung meines Sohnes und seine Lernaufgaben, das Leben ist schon spannend.

Um zurück zum Thema zu kommen, es ist wichtig für uns Eltern immer daran zu denken uns vor Augen zu halten, sobald die Gesellschaft versucht unsere Kinder “funktionsfähig” zu machen: unsere Kinder sind noch „unreif“ und können erst durch unserer Hilfe einen guten Umgang mit anderen Menschen lernen. Also lasst uns versuchen ihnen ein gutes Beispiel zu sein.

Es ist schon auch spannend das das Leben einem doch immer wieder zufällig
genau an den „richtigen“ Lernaufgaben stellt, bei mir sind das im Bezug auf mein inneres & reales Kind: Bedingungslosigkeit, Geduld, Bedürfnisse & Grenzen erkennen und setzen.

Als Rahmenbedingungen für bewusste Erziehung meines realen & inneren Kindes dienen mir folgende Eckpunkte:

1) Wir können nur bis zu einem gewissen Grad Einfluss auf das momentane Verhalten unseres Kindes nehmen; (entweder wir sehen Fehlverhalten kommen und verhindern es von Grund auf, was nicht gut für die Entwicklung ist; oder wir helfen dem Kind Fehlverhalten im Nachhinein „richtig“ zu stellen).

2) Unser Kind ist noch „unreif“ und darf vieles erst noch lernen!

3) Ein bewusster Umgang auch mit unserer Entwicklung & innerem Kindes ist wichtig, für unsere Beziehungen zu unserem Kind.

Neben diesem Rahmen sind für mich die Inhaltlichen Grundsätze meiner Erziehung, welche mir die Orientierung verschaffen um nicht öfters in Selbstzweifeln zu ertrinken, folgende:

1. Ich möchte das mein Kind eine Persönlichkeit voller Selbstvertrauen und der Kenntnis um seine Bedürfnisse entwickeln kann. Was für ihn bedeutet, dass er auch Dinge probieren kann, die gesellschaftlich nicht wirklich befürwortet werden z. B. beim Basteln mit mehr Farbe & Glitter arbeiten auch wenn das der Sauberkeit nicht zuträglich ist oder sich im dreckigen Laub wälzen. Alles Sachen die keine Gefahr für ihn oder andere darstellen, außer vielleicht mehr Arbeit für mich und Unverständnis im außen zur Folge haben.

2. Grenzen sind für mich “richtig” gesetzt wo es respektlos/gefährlich/schmerzhaft für das Kind oder andere wird- was bedeutet das es auch mal etwas wilder oder lauter werden kann bei uns ;).

Per Definition beschreiben diese Grundsätze der Erziehung wohl das, was man allgemein unter „bedürfnisorientierter“ Erziehung aus aktuellen Berichten kennt.


Persönlich darf ich mich mit einen „gefühlsstarken“ und „hochsensiblen“ Kind beschäftigen dessen Entwicklung mir gerade viel Umdenken und Entwicklungsarbeit ermöglicht. Das empfinde ich grundlegend langfristig als positiv, kurzfristig ist es für mich aber auch echt sehr anspruchsvolle zeitintensive stressige Arbeit an mir selbst – die ich oft unterschätze…denke damit bin ich nicht allein 😉!


Für mich bedeutet der Umgang mit einem sensiblen und tief fühlenden Kind, wie ich es wohl auch mal war, dass ich es vor allem damit zu tun habe…

(Disclaimer: Einstufung der Bewertung beruht auf mir antrainierten gesellschaftlichen Verhaltensweisen und zum Teil neu erlernten 🙏🏻– also nicht alle so bierernst nehmen, denn ich stehe für die „Andersartigkeit“ 😉!)

ProCon
Sensible/Feinfühlig Enorme Gefühlstiefe
Stark ausgeprägte Sinneswahrnehmungen Starke Empfindsamkeit, schnell Überreizung speziell bei: Geräuschen, Spüren, Schmecken, Lichtreflexe
LebendigkeitSehr körperlich/Lautstark/ Grenztester
Kreativität / Liebe zum DetailPerfektionismus beim gestalten
WortgewandtheitPerfektionismus bei Aussprache 
Ausgeprägte Neugier/WissensdurstSchnell gelangweilt/gefrustet 
Ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl Impulsivität/Unberechenbares handeln

Ich finde es für mich wichtig in diesem Blog mal schwarz auf weiß aufgeschrieben zu haben wie ich mein Kind erziehen will – zur Orientierung in der Erziehung und für die persönliche Weiterentwicklung.

Zudem hoffe ich, dass es auch dir helfen kann deine Linie in Erziehung- und innerer Kind-Arbeit zu finden, um deinem Kind besser zur Seite zu stehen wenn es mal wieder zu wenig “funktionsfähig” in den Augen der Gesellschaft ist.


Zum Schluss noch ein Schulterklopfen an alle Mamas da draußen, inklusive meine, die täglich ihr bestes geben auch wenn die Umstände nicht immer rosig sind!Wir leisten großartiges und das mindeste, das wir dafür verdient haben ist unser Mitgefühl 💐 💖!


Von HerZen,

Silke