Zeit für Wandel..

Zeit für Wandel..

Häufig hab ich in letzter Zeit den Ausdruck „es liegt etwas in der Luft“ verwendet, manchmal fühlt es sich an als ob diese „etwas“ sogar fast greifbar wäre.

Die Erde hat sich in den letzten Jahrhunderten immer wieder grundlegend verändert, genau wie der Mensch – unsere Haut schafft es sogar sich in einem Monat komplett rundzuerneuern.

Die Evolution in ein unaufhaltsamer Veränderungsprozess, dem auch wir unser Leben zu verdanken haben. Gerade eben spüre ich ganz deutlich wie sich die Energien um uns herum als auch das menschliche Bewusstsein sich enorm verändert – auch ganz normal.

Wenn ich wissenschaftlich unterwegs wäre und Möglichkeiten hätte es zu untersuchen würde ich eine Studie machen, die sicher belegen könnte das dies auch nicht unwesentlich mit der Weiterentwicklung unserer Gehirne zu tun hat. Evolution eben!

Da ich aber auch ein spiritueller hellfühlender Mensch bin, der an die Quantenphysik glaubt denke ich auch das vieles von einer Energieveränderung in oder um die Erde ausgeht.

Wie dem auch sei – der Grund ist nicht belegbar aber für mich definitiv spürbar. In den letzten Jahren ist bei so vielen Menschen so viel Neues forderndes/förderndes passiert, das kann für mich kein Zufall sein.

Bei mir jedenfalls war der Wandel ab 2016 spürbar und Anfang 2019 ging es für mich dann gefühlt richtig los. Zusätzlich habe ich noch eine „Wingwave“ Sitzung gehabt, die mir zwar sehr half traumatische Erbmasse meiner Familie abzulegen aber auch einiges bewege so das ich über kurz oder lang in einer handfesten Krise landete. Im Nachhinein betrachtet durchaus zielführend & positiv für meine Weiterentwicklung aber wenn man drinsteckt wird alles einfach nur so unendlich düster und angstvoll.

Doch jede Phase geht vorbei, als Mutter ist das übrigens auch mein lieblingsmotitationsspruch „ ach ja, die Phase xy die geht bald vorbei“…falls die Mütter unter euch wissen was ich meine 😏.

Dieses Jahr nahmen die energetischen Veränderungen und die Bewusstwerdung dann nochmal ganz schon an Fahrt auf so das ich mich auch Anfang 2020 nach langem Ringen für die „Rise up & Shine Uni“ by Laura Malina Seileranmeldete, zusätzlich zur herkömmlichen Therapie konnte mich diese super dabei unterstützen der Veränderung endlich ins Gesicht zu sehen, sie beim Namen zu nennen und aktiv an meiner negativen Glaubenswelt zu arbeiten.

Es war echt harte Arbeit für mich, dahin zuschauen wo es weh tut, Gefühle zu entdecken, Gefühle zu fühlen und Glaubenssätze aufzulösen. Unendlichen Dank an Laura für diesen Kurs und die Chance mit Veränderungen lernen besser umzugehen.

Veränderungen aktiv zu suchen und anzugehen war schon immer ein Teil meines Lebens, aber so groß und so umfängliche Dinge anzugehen das ist schon ein anderes Level das ich nur höchst ungern freiwillig angehe, bisher zwang mich meist das Leben dazu.

Was soll ich sagen, seither hat sich meine Bewusstheit enorm erhöht, ich sehe meine Schatten- und meine Licht-Anteile jetzt und kann deshalb besser nach Lösungen suchen um mich ins Gleichgewicht zu bringen.

Der zweite wichtige Entwicklungensschritt dieses Jahr ging für mich in Richtung Zen-Buddismus. Die YouTube Channel von Thich Nath Hahns Plum Village (Zen Mönch) und dem Daishin-Zen Kloster von Hinnerk Polenskiwaren mir gerade in Corona Zeiten wichtige Anlaufstellen für den täglichen Weg zurück zu mir/in mein Herz/in meine Mitte.

Aktuell, da ich mein Herzensprojekt angegangen bin und mir“Zensibility“(Blog & Podcast) im Ansatz aufgebaut habe steht die nächste Veränderung an die mich sowohl erfreut als auch beängstigt: der Weg zur Selbstakzeptanz um mein Licht leuchten zu lassen.Ziemlich viel gerade für mich das Schwanken zwischen der Freude, Versagensangst und damit verbundenen Scham.

Aber ich sage mir es ist allemal besser etwas versucht zu haben und daran gescheitert zu sein, als es nie versucht zu haben! Letzteres würde ich spätestens auf meinem Sterbebett bereuen!

Ich versuche mein Ego nicht die Oberhand bekommen zu lassen, denn für mich soll es bei Zensibility nicht um die Anzahl der Likes/Follower etc. gehen sondern darum das Leben von euch & mir liebevoller zu machen – so wie es eigentlich in der Realität von der Natur vorgesehen ist!

Ach wenn es „nur“ mir gut tut schöne Bilder zu gestalten und liebevolle Texte zu schreiben, die keiner liest – so sei es…insofern kann es also gar kein wirkliches „Versagen“ meinerseits werden- solange ich mir die Freude & Liebe nicht von der Angst kaputt machen lasse.

Ich bin mir sicher auch ihr spürt die Qualität dieser Zeit und erhöhte Bewusstsein auf die eine oder andere Weise und wahrscheinlich hat auch euer Leben gerade nicht „nur“aufgrund von Corona seine Herausforderungen. Lieg ich da richtig? Nun, die Zeit ist reif und wir sitzen im selben Boot. Wollen wir sie zusammen angehen die Veränderungen?

Gerne würde ich dazu von euch lesen, hier in den Kommentaren oder auf Instragramm (@zensibility_20)❤️.

Sorgt dabei gut für euch und findet das passende Tempo und Methoden& Impulse die euch dabei unterstützen! Ich drücke euch die ✊🏻.

Von 💖,

Silke

Gedanken zur Authentizität

Authentizität ist ein großes Wort, das mir immer wieder über den Weg läuft sobald es darum geht was ich mir für mich wünsche und was mir helfen kann um mehr in mir zu ruhen.

Gedanken zur Authentizität

Erst heute bin ich wieder in einem Podcast darüber gestolpert, komischerweise in einem Erziehungsratgeber zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“.

Na ja, so komisch ist das wenn ich darüber nachdenke gar nicht, denn gerade wenn man erzieht sollte man sich „zwangläufig“ mit sich und seiner eigenen Persönlichkeit auseinandersetzen um dem Kind die eigenen Werte, gesunde Glaubenssätze und Selbstbewert mit auf den Weg zu geben.

Die Frage die mir hier gestellt wurde, war: „ Was würdest du deinem Kind mitgeben wenn du ihm eine Sache mit auf seinen Weg geben könntest?“ Da schoss es mir wieder durch den Kopf – das Wort „Authentizität“!

Anscheinend ist es jetzt an der Zeit sich mal mit dem Begriff und all dem was er für mich bedeutet, auseinander zu setzen. Wichtig sind mir hierbei folgende Fragestellungen:

– Wie definiere ich diesen Begriff für mich?

– Wie fühlt es sich an authentisch zu sein? Vs. Wie fühlt es sich an nicht authentisch zu sein?

– Warum bin ich nicht „authentisch“? War ich es jemals?

– Was bringt mir Authentizität für mein Leben ? Vs. Was ist wenn ich nie autentisch werde, wie sieht mein Leben dann aus? Gibt es nur „volle Authentizität“ oder auch „ein bisschen authentisch“ ?

Wie lautet also meine Definition des Begriffs der „Autentizität“ – puh…es erscheint mir so groß und wichtig dieses Wort, dabei komme ich mir selbst weitaus weniger wichtig und klein vor. Also liegt wohl genau hier mein Ansatzpunkt: das Wort steht dafür mich selbst wichtig zu nehmen – sprich für meinen eigenen Selbstwert. Bin ich authentisch, nehme ich mich selbst mindestens genauso wichtig wie das Wort ;).

Wenn ich mich wichtig nehme, dann nehme ich mir Zeit wahrzunehmen was ich spüre, fühle, denke und leite daraus mein ZUGRUNDELIEGENS Bedürfnis ab.

Hört sich so auf den Punkt gebracht eigentlich ganz leicht an – vielleicht liegt es ja an meinem alter Glaubenssatz der besagt: „ puh….das ist harte Arbeit für mich das zu erreichen“- aber irgendwie ist es mit einem Kopf voller Gedanken echt nicht wirklich einfach da überhaupt was zu erkennen. Demzufolge könnt ihr mir glauben, es ist’s ein Lernprozess der geübt werden will.

Es ist für mich also wichtig um überhaupt authentisch sein zu können das ich in Ruhe bei mir ankomme (Fokus meiner Energie auf mich & meinen Körper), Gedanken filtere/sortiere und daraus letztendlich meine Bedürfnisse erkennen kann.

Auch wie ich dann mit den Bedürfnissen umgehe gehört für mich zum „authentisch“ sein Dazu.
das wahrgenommene „Bedürfnis“Darf anschliessend aus meiner Sicht daraufhin überprüft werden Ob es wirklich Ein Herzensbedürfnis ist oder ein „Fake-Bedürfnis“- dahinter Steckt?

Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt: wie erkennt man den Unterschied?

Vielleicht hilft ein Beispiel es zu erklären, nehmen wir an ich spreche eine Einladung an Bekannte zum Café bei uns zuhause aus.

Ist es mir ein Herzensbedürfnis fühlt es sich warm, befreiend an und es lässt mich voller Vorfreude tanzen.

Es handelt sich um ein „Fake-Bedürfniss“ wenn ich die Einladung zum Beispiel nur ausspreche um die Erwartung von Menschen zu erfüllen aus Angst sie zu verlieren oder verärgern. Hier fühle ich keine wirkliche Freude, fühlt sich eher wie eine „erfüllte Aufgabe auf meiner To-Do Liste an“… kurzfristig vielleicht befriedigend aber nicht langfristig erfüllend.

Eigentlich theoretisch eine gute Erklärung, ich hoffe ich kann die Unterscheidung beim nächsten Mal selbst, auch noch mit dem Kopf in den Wolken, bei mir anwenden :). Also eines sei damit noch gesagt, auch wenn ich jetzt so allwissend daherrede, bin ich auch ein Mensch der die Theorie vor lauter Praxis oftmals aus den Augen verliert ;).

Ok, nehmen wir an wir haben jetzt unser Herzensbedürfnis identifiziert dann ist es zudem noch wichtig das Bedürfnis benennen und artikulieren zu können um authentisch zu sein.

Zusammengefasst ist also die Antwort auf die Frage was ist für mich die Definition von:

„Authentizität“ bedeutet in meiner Welt:

mich wichtig zu nehmen und mich zu spüren um so mein Herzensbedürfnis entdecken und artikulieren zu können.

Ausgehend von der Definition, war ich jemals authentisch? Ich denke ja, als Kind. Wenn man ein Kind ist ist man ein unbeschriebenes Blatt, frei von negativen Glaubenssätzen und anerzogenen Erwartungshaltungen, die einen dazu veranlassen können irgendwann nicht mehr authentisch zu sein.

Was ist es also was unsere „Authentizität“ beeinflusst?

Meiner Erkenntnis nach sind die Erziehung, indoktrinierte Glaubenssätze, anerzogene (gesellschaftliche) Erwartungshaltungen und eigene Erfahrungen die Basis für Schwankungen bzw. Veränderungen in der eigenen Authentizität.

Das wesentlichste Element das meine Authentizität beeinflusst hat waren Erwartungshaltungen. Es fällt mir deshalb heute noch immer nicht „ganz leicht“ zu spüren was sind meine Bedürfnisse sind und diese von Fake-Bedürfnisse aufgrund von Erwartungen/Gefühlen zu unterscheiden.

Da ich ein Perfektionist bin stellt sich für mich im Hinblick auf „Authentizität“ auch sofort die Frage nach dem Grad der Authentizität der als erstrebenswert gilt.

Kann man immer total authentisch sein oder ist man mal mehr mal weniger authentisch, je nach Tagesstimmung? Ich glaub alles was zu extrem in eine Richtung geht ist weder vom Erfinder gewollt, noch ist es gut für uns Menschen!

Also versuche ich mal wieder meinen Perfektionismus im Zaum zu halten 😉 und meine Tagesform im Hinblick Authentizität zu akzeptieren so wie sie ist. Da „Akzeptanz“ auch einer meiner größten Lernprozesse im Leben ist wird es somit nicht langweilig.

Last-but-Not-least lande ich bei meinen Gedankengängen zur Authentizität bei der Frage was ich mir eigentlich von mehr „Authentizität“ für mein Leben verspreche und was passiert wenn ich es nicht erreiche?

Das Gefühl das Authentizität in mir auslöst, habe ich ja oben kurz angesprochen, auf den Punkt gebracht ist es: innere Freiheit, Ruhe, Balance, wohltuende Leere.

Wenn ich authentisch bin, bin ich im Einklang mit mir selbst und folge meinem Herzen. Da ich zudem ein großer Fan der Quantenphysik bin und in „Energien“ denke, drücke ich es mal so aus: meine Energie ist wenn ich authentisch bin im Fluss und verbindet mich mit allen Lebewesen, der Erde und allem was Energie „ist“.

Eines der besten Instrumente für mich um Authentizität vor allem im Rahmen der Kommunikation aktiv zu leben ist der Ansatz der bedürfnis-orientierten Kommunikation – auch „gewaltfreie Kommunikation“ (nach Marshall Rosenberg) genannt. Einer der besten Podcasts zu dem Thema, besonders wenn es um Erziehung und die damit verbundene eigene Persönlichkeitsentwicklung geht, ist „ Familie verstehen; Das ABC der gewaltfreien Kommunikation“ von Coach Kathy Weber. Ich bin immer wieder begeistert wie sie es schafft Bedürfnisse hinter manch nervigen Verhaltensweisen von Erwachsenen und/oder Kindern zu entlarven und Tipps gibt diese bedürfnisorientiert an das Gegenüber zu adressieren. Echt geniale Arbeit die Kathy da leistet, dickes Danke von mir dafür!

Ich finde es echt spannend was da manchmal aus mir raussprudelt, wenn ich mich an meinen Blog setzte. Mir hat es mehr Klarheit und Orientierung für den weiteren Weg gebracht und ich hoffe das vielleicht der eine oder andere Impuls/Denkanstoß für euch dabei war.

Ich lasse es jetzt erst mal auf mich wirken und leg mich aufs Ohr!

Von Herzen,

Silke

Möglichkeiten…

Möglichkeiten...

Wir leben glücklicherweise in einer Welt in der uns alle Türen offenstehen, insbesondere hier in Deutschland. Mir persönlich ist dies auch gerade erst wieder bewusst geworden, genau dann wenn die Möglichkeit beschränkter vorhanden sind wie ggf. zu Coronazeiten.

Ich möchte an dieser Stelle keinesfalls eine Diskussion über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieser Beschränkung von Möglichkeiten führen -obwohl ich es äußerst angebracht finde- vielmehr ist es doch spannend das einem immer erst auffällt was möglich ist, wenn es das nicht mehr ist 😏.

Ich möchte heute gerne, an meinem persönlichen Beispiel, beleuchten was Möglichkeiten einem „bringen“ und was sie einen „kosten“ können – sprich was sind die zwei Seiten der Möglichkeits-Medalie für mich.


Lange Zeit war mir aufgrund meiner Erziehung gar nicht bewusst, dass es für mich persönlich überhaupt Möglichkeiten gibt. Ich ging den Weg den mein Elternhaus mir vorgab und fühlte mich zwar nie sonderlich wohl dabei, aber hey…es ging vorwärts.

Ich nahm also eher unbewusst bzw. ohne mich klar zu positionieren berufliche Möglichkeiten war.
Das führte mich zwar weiter hinauf auf der Karriereleiter, war aber meist nicht sonderlich erfüllend. Was daran lag das ich selten eine Entscheidung für irgendeine meiner gefühlt „nicht existenten“ Möglichkeiten getroffen habe.

Damals existierten also weder berufliche noch private Möglichkeiten für mich, da ich aus einem kleinen Dorf kam und bei der Auswahl meiner Freunde und dem was ich tat auch nicht das letzte Wort hatte. Kennt ihr den Spruch: “Solange du deine Füße unter unseren Tisch stellst..“. Na ja, ich sehe es ihnen heute nach, dass ist nunmal die geltende gesellschaftliche Erziehungspädagogik der Zeit meiner Eltern.
Wir verwirren und verirren uns heute dafür in anderen Erziehungsansätzen von denen ich mich auch manchmal frage ob dies nicht zu extrem ist…aber anderes Thema 😏.

Das fehlen von Möglichkeiten machte sich irgendwann bereits beim Aufstehen am Morgen bemerkbar. Warum aufstehen wenn alles so dahin läuft und man keinen Spielraum hat? Alles schön irgendwie keinen Sinn zu ergeben und war so düster und belanglos. Viele Jahre lang eingeübt verhalf mir diese Denke zu einem tief angelegten destruktiven Glaubenssatz.

Irgendwann ist es einem gar nicht mehr bewusst warum man sich am Morgen so komisch fühlt, erst durch achtsame Wahrnehmung meiner Gedanken kam ich langsam drauf warum mein Körper sich so angespannt fühlt und der Geist darauf mit bestimmten Gedanken reagiert.

Ich begann mit Körperwahrnehmung, achtsamen erfühlen und aufspüren des Gefühls im Körper bis hin zum täglichen Umprogrammierung des Glaubenssatzes anhand folgenden Mantras: „Jeder neue Tag ist voller Möglichkeiten für mich“.

Das hineinspüren, visualisieren und fühlen dieses Satzes verhalf mir in monatelangem Training Linderung von morgendlichen Ängsten, Unlust bzw. Frustration.

Die Entdeckung das es viele Möglichkeiten gibt und man diese jeden Tag aufs Neue für sich nutzen kann, gab mir viel Kraft und positive Energie zurück.

Anders in den Tag zu starten war für mich echt eine der schönsten und größten Geschenke überhaupt, viel leichter und mit mehr Energie, Motivation, Mitgefühl und auch etwas Freude auf das was kommen mag. Zugegeben es klappt noch nicht annähernd so oft ich das gerne hätte, aber das Training macht für mich langfristig den Unterschied.

Somit ist es auf der einen Seite sehr befreiend Möglichkeiten zu haben, das ist das eine Ende der Fahnenstange für mich. Auf der anderen Seite, gerade an Tagen wie heute, kann es auch schnell ins andere „Extrem“ der innerlichen gedanklichen Überflutung aufgrund von Möglichkeiten können – Druck entsteht.

Ich habe viel Interessen und wenn ich erstmal an einem Thema dran bin tauche ich voll ein und es fallen mir mega viel Ideen dazu ein – eine Flut von Gedanken entwickelt sich. Die Kreativitätswelle erfasst mich dann manchmal förmlich und droht mich zu erdrücken.

Eines ergibt dann das andere und schon drehen sich alle Rädchen in meinem Gehirn wild durcheinander. Ich verfalle in eine regelrechte Euphorie und verliere den Kontakt zu meinem Körper. Der Puls ist schnell, der Kopf raucht, alles auf Autopilot – kurz vor der Explosion 😏. Wenn ich diese Energie körperlich verbrennen würde, würde ich meine Bikinifigur ohne Probleme halten können 😜.

Wo ist die Handbremse? Sofort Druck rausnehmen und mich Erden! Sobald ich die Erde und meinen Körper wieder bewusst spüre und das am besten unterstützt von konzentrierter Atmung, kehrt langsam wieder Ruhe in mir ein. Alle Energie die durch die Entdeckung der Möglichkeiten, in die Außenwelt freigegeben wird muss wieder gebündelt in meine innere Mitte fließen um in Balance zu kommen.

An vielen Tagen ist das Leben echt ein Drahtseilakt zwischen dem Frust fehlender Möglichkeiten und dem Überfluss der Möglichkeiten.

Besonders spürbar wurde mir das erst wirklich im März als Corona uns dazu zwang 4 Wochen nicht aus dem Haus zu gehen. Zunächst war ich so frustriert über die fehlenden Möglichkeiten und hatte wohl Angst was zu verpassen, was mich echt bedrückte.
Als mir das dann bewusst wurde konnte ich langsam üben gegenzusteuern, um mich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Es war ein spannendes Experiment von der einen Seite der Fahnenstange (fehlende Möglichkeiten), über die angenehme Balance in deren Mitte, hin zu „alles ist wieder möglich-los gehts“ überzugehen.

Im April/Mai war ich in der entspannten Mitte bis alles wieder erlaubt war und im Juni/Juli eine Flut von „es gibt so viel zu erleben…packen wir es an“ über mich schwappte.

Im Leben gilt es somit für mich, bildlich gesprochen, diese Gedankenflut -ausgelöst durch Möglichkeiten -zu glätten und wieder ruhig wie ein weiter Ocean zu werden 😏.

Ich denke ich möchte auch deshalb langsam mal raus aufs Land ziehen um den Möglichkeiten-Druck auch realistisch nicht mehr zu haben. Doch irgendwie komisch, von was man sich heutzutage alles unter Druck gesetzt fühlen kann 😜.

Was sind Möglichkeiten für euch – ohne darüber nachzudenken?

  • Bedrohung/ Angst,
  • Inspiration,
  • Sorge,
  • Freude,
  • Chance,
  • Hoffnung?

Mein Fazit ist: früher waren sie, falls wahrnehmbar, definitiv Bedrohungen/Angst. Heute bin ich glücklich das ich nun immer mehr ihre inspirierende Freude in mich integrieren kann…mal besser mal schlechter – aber wenigstens von allem was 😊!

Von Herzen,

Silke

Schenkt euch ein Lächeln 🙂

Schenkt euch ein Lächeln 🙂
📣📢👉🏻Der 10.09.2020 ist Suizidpräventionstag!👈🏻🗓📣


👉🏻Laut der WHO ist Suizid eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt mit ca. 800.000 erfolgreichen Versuchen jährlich (von den nicht erfolgreichen Versuchen abgesehen).Das entspricht einem Suizid alle 40 Sekunden. 👈🏻


🙏🏻Deshalb möchte ich gerade heute liebevoll an die Menschen denken, denen es gerade mental nicht gut geht und auch an die, die bereits einen lieben Menschen durch Suizid verloren haben.🙏🏻


😕Auch ich weiß wie hoffnungslos sich manchmal alles anfühlen kann, aber was ich auch weiß ist: man kann immer wieder auf die Sonnenseite des Lebens zurückkehren 🌞🌞🌞! 
✨Glaubt mir so unglaublich das sich jetzt vielleicht anhören mag…wenn ich das geschafft habe, schafft ihr es auch🤗!


🙏🏻Sich dabei Hilfe zu holen, ist meist der Schlüssel und wichtigste Schritt um aus dem Nebel heraus zu kommen👌🏻.


👉🏻Bitte redet mit jemand, wenn es euch nicht gut geht, egal ob mit  Freunden, Krisenhotlines, der Ambulanz im Krankenhaus oder einen Arzt/Therapeuten! 👈🏻🙏🏻


💖💖All denen die mental guter Dinge sind, möchte ich sagen: lasst uns bitte gerade heute bewusst anderen Menschen ein Lächeln schenken oder liebevolle Worte für andere finden auch wenn ihr das Gegenüber nicht kennt! Denn manchmal kann dies vielleicht auch Leben retten!🤞🏻💖🌸


👉🏻Wichtige Telefonnummern/Adressen bei Suizidgedanken in Bayern/München:👈🏻


Der Krisendienst Psychiatrie ist täglich (365 Tage im Jahr) rund um die Uhr zu erreichen unter der                                    👉🏻Telefon-Nr. 0180 655 3000. Das Krisenteam bietet Beratung am Telefon; außerdem vermittelt es bei Bedarf weitere Hilfen und kommt notfalls auch ins Haus.
Imm akuten Notfall kann man auch direkt die Krisenambulanz des Atriumhauses aufsuchen, in der Bavariastr. 11, 80336 München (U-Bahn Poccistraße). Dort sind rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen, mindestens ein Arzt und ein nicht-ärztlicher Mitarbeiter anwesend. Ein vorheriger Anruf ist empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Begleitpersonen bzw. Angehörige dürfen natürlich mitkommen.                                  👉🏻Tel. (089) 76 78-0


Quelle: https://www.kompass-m.de/adressen/krisenhilfe/index.html

Sicherheit in der Veränderung finden

Sicherheit in der Veränderung finden

Das Wissen der alten Philosophen aus Zeiten bereits vor Christi Geburt fasziniert mich immer wieder. Dieses Sprichwort bring es ohne Umschweife auf den Punkt.

Die Sicherheit die wir alle für unser Leben suchen, ist also einzig und allein in der Akzeptanz einer sich permanent verändernden Welt zu finden.

Gerade in Zeiten von Corona, in denen der Alltag für die meisten von uns anders aussieht als je zuvor, wird es erst recht sichtbar das die Veränderung eine Konstante ist, die uns stets begleitet ob wir wollen oder nicht.

An dieser Stelle möchte ich kurz von meiner persönlichen Entwicklung erzählen, um euch meine derzeitige Sicht auf die „Veränderung“ verständlich zu machen, in der vielleicht auch ihr interessante Aspekte für euch finden könnt.

Meine Welt erlebte ich Schon als Kleinkind enorm veränderbar. von einer Sekunde auf die andere konnten sich Dinge maßgeblich verändern. was zur Folge hatte das ich immer sehr wachsam sein, stets sofort reagieren und mich anpassen musste um in der Welt bestand zu haben.

Kurzer Hinweis dazu: der Satz klingt vielleicht beim erstmaligen Lesen sehr unemotional, eigentlich nicht meine Art, aber genau das möchte ich an dieser Stelle auch sein: sachlich! Denn ich habe mich bereits seit ca. 15 Jahren mit vielen dazugehörigen Emotionen, Schuldzuweisungen, Verstrinkungen etc. auf verschiedenste Art und Weiße auseinandergesetzt. Um die geht es mir aber hier in diesem Text gerade nicht, ich möchte sachlich auf den Punkt bringen warum ich die Einstellung zu Veränderung habe, die ich euch anschliessend erläutere.

Was mich also als Mensch ausmacht, ist meine Veränderungsbereitschaft von klein auf!

Im Nachhinein betrachtet erkenne ich erst jetzt einigermaßen, dass dies für ein Kind sehr anstrengend gewesen sein muss, nie eine sichere gleichbleibende Umgebung zu haben. Für mich als erwachsener Mensch ergeben sich hieraus aber wertschöpfende Eigenschaften die mir steht’s hilfreich waren:

– Flexibilität

– Veränderungsbereitschaft

– Offenheit

– Problemlösungsfähigkeiten (besonders in bedrohlichen Situationen).

Wisst ihr was ich damit sagen will?

Natürlich hat jeder von uns seine Themen die für uns zunächst belastend sind, aber irgendwann im Leben zeigt sich doch immer was darin auch wertvolles zu finden war. Dabei geht es nicht darum das Leiden von damals nicht anzuerkennen, im Gegenteil: ich erkenne es an, versuche zu akzeptieren das dies Teil meine Vergangenheit ist, aber sehe auch was ich genau durch diese Erfahrungen gelernt habe. Den letzten Teil nicht zu vergessen ist wichtig ;).

Aber zurück zur Veränderungsbereitschaft, ich bin also damit groß geworden mich stets zu verändern. Die Veränderung die für mich als Kind zunächst ein überlebendsnotwendiger Mechanismus war, fiel mir jedoch nie wirklich leicht. Eher im Gegenteil, mit zunehmendem Alter und Erfahrungen, wurde es mir innerlich immer mehr zuwider mich wieder zu häuten bzw. zu verändern.

Kurz vor meinem 30. Geburtstag, der für mich wie ein Übergangsritus ins Erwachen-Sein war, kam ich aufgrund von zunehmenden Ängsten und Panikattacken nicht mehr drum herum innezuhalten, mir einzugestehen das sich etwas ändern musste und dann diesen Weg zu gehen.

Es war der steinigste Weg meines Lebens, aber im Nachhinein betrachte ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung: zu einem selbstbestimmten und erfüllten Leben.

Gibt es Menschen denen Veränderung leicht fällt? Ich kann mich zumindest nicht erinnern jemals so jemand kennengelernt zu haben. Ich erkläre mir das so, das wir Menschen heutzutage einfach in einer so schnelllebigen Welt leben, dass wir gerne innehalten möchten, uns ausruhen und einfach mal nichts verändern möchten.

So geht es mir auch! Ich liebe es, wenn ich einfach mal einen normalen Alltag habe ohne große Einschnitte. Nichts desto trotz habe ich öfter an eigenem Leib auf eine eher unangenehme Weiße erfahren was es bedeutet, wenn man sich mit Körper & Geist gegen die Veränderung stellt – sie sogar mit aller Kraft bekämpft.

Daher habe ich meine Einstellung zur Veränderung im Laufe der Jahre immer wieder korrigiert und angepasst.

Aktuell muss ich sagen bin ich noch immer niemand der gerne „hier“ schreit, aber ich sehe der Veränderung aktiv ins Gesicht und erkenne das sie steht’s für mich war.

Im Privatleben mache ich jetzt öfter einen Kassensturz und setze Grenzen, auf die meist Veränderungen folgen dürfen :). Ich muss sagen es ist in den letzten Jahrzehnten für mich ein wesentlicher Teil meiner Persönlichkeit geworden, mich zu verändern.

Ich bin quasi ein Spezialist auf dem Gebiet und freue mich immer, wenn ich mich mal mit anderen dazu austauschen kann. Denn es gibt nichts schöneres als von den Veränderungsgeschichten anderer zu profitieren!

Manchmal bin ich zugegebenmaßen auch mal ein „Pain in the A..“, wenn ich sehe das andere sich bewusst oder unbewusst gegen die anstehenden Veränderungen streuben, die einfach unverbeidbar sind.

Mir ist es mittlerweile wichtig das Sprichwort: Love it, Change ist or leave it“ zu leben. Am liebsten umgebe ich mich deshalb auch mit Menschen dies mit mir Gemeinsam haben, alles andere ist mir mittlerweile echt zu anstrengend.

Klare haben wir alle Angst vor Veränderung, aber hey – die Angst ist stets der schlechteste Ratgeber. Das Sprichwort „Augen zu und durch“ kommt nicht von ungefähr ;). Es geht für mich persönlich zukünftig auch gar nicht darum die Angst vor Veränderung zu verlieren oder verringern, den Angst hat immer eine natürliche sinnvolle Warnfunktion. Vielmehr ist es mir wichtig Veränderung bewusster wahrzunehmen, versuchen zu akzeptieren und sie einzuleiten, bevor einem alles um die Ohren fliegt.

Beruflich hat mich das Thema „Veränderung“ auch seit einigen Jahren in den Bann gezogen, spätestens seit ich als Change-Manager gearbeitet habe und helfen durfte eine tiefgreifende Veränderung in einem Unternehmen zu bewirken die noch heute von Beteiligten als positive Veränderung empfunden wird. Auch wenn ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr in dem Job bin, bin ich meinem damaligen Chef und einigen Kollegen immer noch sehr dankbar, an so einer gelungenen und wohltuenden Veränderung teilhaben zu dürfen.

Ich habe gelernt das es viel weniger Kraft kostet mit der Veränderung rechtzeitig mitzugehen, anstatt sie aufhalten zu wollen. So sind auch die Ergebnisse und Potenziale einer natürlichen Veränderung um einiges vielfältiger und für den einzelnen (der die Veränderung mitträgt) auch persönlich erfüllender, als wenn der „Change“ zu spät kommt.

Meine persönlicher Umgang mit Veränderung ist somit, das ich versuche mehr Sicherheit darin zu finden, das jeder Tag neues bringt und das all dies zu unserem besten passiert!

Das ist es auch, was ich uns allen wünsche: den Glauben an die Veränderung und ihren positiven Beitrag zu unserem Leben!

Von Herzen,

Silke

Endlich mal wohlfühlen – Urlaub wie er immer sein sollte!

Endlich mal wohlfühlen - Urlaub wie er immer sein sollte!

Schön war sie die Urlaubszeit, endlich mal wieder raus aus der Bude und einen nahegelegenen Ruheort in der Natur nutzen um die Batterien wieder aufzuladen. Leider kommt schneller als einem lieb ist der Zeitpunkt an dem man die Zelte wieder abbrechen muss und in den Alltag zurückkehrt. Dieses Mal fühle ich mich aber zum ersten Mal seit langem gestärkter, lebendiger und erfüllter bei der Rückkehr.

Woran genau liegt das frage ich mich? Wo liegt der Unterschied zu früheren Urlauben?

Aufgrund von Corona wollten wir zum ersten Mal seit langem in Deutschland urlauben und das fast in unmittelbarer Nähe – im schönen Chiemgau auf einem Bauernhof.

Bauernhof Urlaub war total neu für uns, aber mit Kind kommt da da meist früher oder später nicht drum rum 😉 – nein, zugegeben es war nie mein Favorite aber akutel war es einfach im nachhinein das beste Ziel überhaupt.

Ich war also relativ anspruchsfrei und offen im Bezug auf dieses „neue“ Urlaubsziel, das half irgendwie den Stress generell zu minimieren. Da gab es nichts großes an Aktivitäten mit der Familie drum rum zu planen, einfach nur in der Natur sein, mit den Tieren sein, Baden und unsere gemeinsame Zeit genießen. Zudem fiel der Stress des Packens auch größtenteils weg, da man ja auch im Chiemgau alles kaufen kann ;).

Da die Autofahrt auch nur eine gute Stunde betrug, war auch der Anreißestress viel geringer – mal nicht mit öffentlichen zum Flughafen, wegfliegen, Shuttle zum Hotel etc..

Meistens ist, gerade aufgrund meines Perfektionismus, weniger mehr!

Da ich mich gerade viel mit Zazen beschäftigte, dem „sinnlosen“ Sitzen in Stille mit Körper- und Atembetrachtung, machte mich die Ruhe und „Einfachheit“ (positiv gemeint) dieses Urlaubsziels erstmalig nicht nervös.

Früher hatte ich mehr Angst davor, es allein mit mir oder meiner Familie in Ruhe nicht lange auszuhalten. Aber durch die Meditation bin ich mehr mit mir im Kontakt und ich habe zudem im letzten Jahr viel an mir und meiner Familie „gearbeitet“ um mich nun in solch einem Setting wohler zu fühlen.

Ruhe kann einerseits so genußvoll sein- energiespendend – aber auch erschreckend still, je nachdem wie man gerade mit sich selbst im Kontakt ist.

Ich war happy das mich diesesmal die Ruhe eher energetisierte und ich sie für mich nutzen konnte. Einfach nur mal dem Kind beim spielen und toben auf der grünen Wiese zuzusehen, oder an einem wunderschönen kleinen moorigen See die Schönheit der Natur zu genießen – das waren ganz andere, berührendere Eindrücke als in überfüllten Touri-Hochburgen oder an überlaufenen Badestränden.

Genuß & Schönheit spielen in meinem Leben eine besondere Rolle, liegt vielleicht auch am Sternzeichen Stier.

Mich an der Natur zur erfreuen fällt in beide Kategorien „Genuß“ & „Schönheit“- somit doppelter Gewinn für mein Urlaubs-Erholungskonto. Auch das wunderschöne Ambiente der Ferienwohnung, die so einfach und doch so liebevoll und detailiert gestaltet war, trug zur Erholung enorm für mich bei.

Die Ferienwohnungen als auch der Hof, waren erfüllt von der kreativen, liebevollen und inspirierenden Handschrift der Haus- Herren & Damen.

Da ich sehr empathisch bin, tut es mir immer sehr gut an einem Ort zu sein der sich nicht an kommerziellen, klassischen (Touri-) Business Werten orientiert wie z. B. :

– fehlende Toleranz/ Wertschätzung für Arbeit,

– fehlender Respekt im Umgang mit Menschen

– fehlende Kreativität,

– fehlende Leidenschaft,

– fehlender Veränderungsgeist,

– Angst vor Liebe/Mitgefühl/Fehlern etc.

Dieser Ort und die Menschen waren so inspirierend, energetisch, kraftvoll, wunderschön und zugleich „einfach“ (durchweg positiv gemeint!) – ohne irgendetwas darstellen zu wollen oder zu müssen.

Genau das ist es, was ich immer mehr in meinem Leben haben möchte. Das Gefühl einfach „ok“ zu sein wie ich bin – ohne irgendwas zu tun.

Manchmal bin ich nahe dran meinen Selbstwert zu erkennen und ein anderes Mal bin ich unendlich weit entfernt, aber dank Meditation und nicht zuletzt einem Urlaub wie diesem, schwankt dieses Gefühl nicht mehr in einer Sekunde von einem Extrem zum anderen. Was für mich ein großer Erfolg ist an dem ich weiter anknüpfe – aus Liebe zu mir. Denn mein Herz spürt das ich „ok“ bin – schon von Geburt an – ein Wunder, auch wenn der innere Kritiker meines traumatisierten Ego behauptet das dem nicht so ist.

Was ich auch in der Ruhe der Natur fand, ist die Kraft neues auszuprobieren. Verhaltensweisen die nicht „mir“ zu entsprechen mal bewusst auszusetzen und zu schauen was in meinem Hirn dann für Gedanken kommen.

Ich weiß zum Beispiel das ich von Natur aus ein offener und an anderen Menschen interessierter Mensch bin, der normalerweise mit viel Freude und Liebe in den Kontakt geht. Wenn ich allerdings innerlich nicht ruhig bin und alte Gedankenmuster vermehrt auftauchen, zu deren Abwehr mir manchmal die mentale Kraft fehlt, dann verhalte ich mich enorm ängstlich/steif/ohnmächtig , einfach anders als es meinem Naturell entspricht. Das merke ich meist auch, was meinen inneren Kritiker dazu bringt mir einen Vortrag zu halten: „Hey, was soll das? Warum kriegst du es nicht hin locker zu bleiben – das merkt doch jeder wie angespannt du bist und was du da für wirres Zeug redest?!“.

Ja ich gebe es zu, manche soziale Situationen spannen mich von Grund auf an, besonders Gruppensituationen, da ich diesbezüglich einige gravierende traumatische Erlebnisse im Leben hatte.

Eigentlich ist das ein ganz natürlicher Prozess Angst davor zu haben, was für mich aber am schwersten zu ertragen ist, ist das ich im Vergleich mit anderen hier verhaltenstechnisch gefühlt nicht mithalten kann.

Ich habe Jahrzehnte daran gearbeitet an diesen Wunden, an der sozialen Kompetenz mangelt es nie – aber lange Zeit war ich einfach wie im Nebel und viel zu unbewusst um überhaupt diese Gefühlskette wahrnehmen geschweige denn stoppen zu können.

Aktuell liegt die Bewusstseinsveränderung ja quasi auch in der Luft, mein Herz sagt mir (wie auch einigen anderen) irgendwas ändert sich da gerade in der menschlichen Evolution (Wahrnehmung).

Wie dem auch sei, ich fand im Urlaub sogar die Kraft neues zu entdecken und auszuprobieren und das fand ich sehr erfüllend – fühlt sich wie ein Erfolgserlebnis an. Wisst ihr was ich meine?

Was mich aber vorallem geerdet hat bei diesem Urlaub war das ungestörte, ruhige Zusammensein mit meiner Familie – ohne jeglichen Anspruch etwas erleben oder tun zu müssen. Aus der Anspruchslosigkeit des seins entstand letztendlich der Genuss, die Kraft und die Erholung die ich im Urlaub sammeln konnte.

Sollte man nicht immer alles ohne Anspruch tun- die Qual von Aktionismus oder Wahlmöglichkeiten stets hinter sich lassen?

Das wäre schön, aber aus menschlicher Sicht wohl nicht ganz realistisch – es sei denn man ist Buddha ;).

Was meint ihr dazu, wie habt ihr euren Sommerurlaub im Rahmen von Corona verbracht…mit Anspruch oder ohne? Erholsam oder Getrieben?

Würde mich interessieren…

Von Herzen viel Energie & Erholung,

Silke

Meine Meinung ist mir wichtiger als die anderer…

Meine Meinung ist mir wichtiger als die anderer...

Moment mal – Stopp!

Irgendwie fühlt sich das, was mein Gegenüber gerade sagt plötzlich komisch für mich an. 

Meine innere Stimme schreit sofort ganz entrüstet: „Bring sofort deine Meinung und dein Bedürfnis zum Ausdruck, das kann ja echt nicht wahr sein!“

Aber irgendwie scheint mir mal wieder die Angst vor Gesichts- oder „Freundschaftsverlust“ im Weg zu stehen.

Gerade noch waren wir bei dem Thema auf der selben Wellenlänge, zogen am selben Strang, und dann im nächsten Augenblick verändert sich die Atmosphäre und die Reaktion plus Meinung des Gegenüber werden anders.

Was ist da gerade passiert?

Ich sehe das bei meinem Gegenüber ganz plötzlich eine emotionale Wende stattgefunden hat – ein Trigger für ein altes Verhaltensmuster wurde aktiviert. Was dazu führte, dass eine gravierenden Veränderung der Situation, als auch für meine Gefühlslage eingetreten ist.

In einem Moment ist da Harmonie, ja sogar Verbundenheit bei einem Thema, und in nächsten ist ein Cut/Trennung/Neid/Angst. Die Reaktion des anderen führt dazu, dass ich mich extrem unwohl fühle. Natürlich geht es hier nicht um Schuldzuweisungen! Nein, diese Gedanken dienen mir lediglich zur objektiven Standortbestimmung.

Meine erste Reaktion an Tagen an denen ich schlecht drauf bin, ist mir die Schuld daran zu geben, dass es sich ein Gespräch nicht mehr gut anfühlt.
Aber heute ist nicht einer dieser Tage – ich bin ganz bewusst bei mir und meinen Gefühlen. So nehme ich war, dass nichts davon mit mir, sondern alles mit dem Gegenüber zu tun hat.

Ich möchte am liebsten einen ablehnenden Gesichtsausdruck aufsetzen, mich abwenden und weggehen.

Aber wie immer bin ich viel zu höflich um dies zu tun.

Ich erkenne mein Bedürfnis aN, dass es mich wütend macht das man so mit mir umgeht.

Also entscheide ich mich, erstmal tief durchzuatmen, kurz was zu trinken und die Emotion runter kommen zu lassen. Es fühlt sich immernoch nach einer guten Idee an klar, respektvoll und objektiv meine Meinung zu sagen.

Also treffe ich heute endlich mal die bewusste Entscheidung für mich und bringe mein „Unmut“ mit Bitte um Korrektur zum Ausdruck.

Es war eine Entscheidung für mich und meinen Selbstwert und in diesem Fall war ich echt happy das mein Mut belohnt wurde und Gehör und Verständnis erfuhr.

Das ist doch Das was wiR uns alle in unseren Beziehungen mit anderen wünschen, gehört und gesehen zu werden und bestenfalls verstanden zu werden.

Es tat gut, dass mein Mut sofort belohnt wurde. Es hilft ungemein auf solche positiven Beispiele zurückgreifen zu können, wenn man wieder zu der Frage kommt: bin ich, ich und sage was mir wichtig ist oder halte ich den Mund um den Frieden nicht zu gefährden?!

Wenn ich eineS im Leben gelernt habe, dann ist das, daSs Angst nie ein guter Ratgeber ist und man am besten den steinigeren Pfad wählt um zum erfüllenden Ergebnis zu kommen :)!

Meist lässt die nächste Gelegenheit seinen Mut zu eigenen Bedürfnissen zu stehen nicht lange auf sich warten, wenn auch dieses Mal das Ergebnis offensichtlich weniger befriedigend für mich war.

Ich hatte einer guten Bekannten, um nicht zu sagen Freundin, von der Sache erzählt, in einem Anflug von Wut.

Zunächst zeigte sie Verständnis und versuchte mich liebevoll mit guten Ratschlägen zu beruhigen. Sie meinte, das sie an der Stelle auch nie gehört worden wäre und sie glaube das es wenig Sinn macht hier Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Als sie aber später erfuhr das ich meinem Bedürfnis gefolgt war und der Person mitgeteilt hatte, wie mich ihr Verhalten hatte fühlen lassen und damit sogar sofort gehört wurde, schlug ihr Verständnis in etwas um das sich wie Neid anfühlte.

Sie brachte es zum Ausdruck indem sie meine Intention und mein Bedürfnis ins lächerliche zog, wahrscheinlich weil sie es nicht gewagt hatte ihrem Ärger in der Vergangenheit auf ähnliche Art Luft zu machen.

Es wird mir immer ein Rätsel bleiben warum Menschen sich über andere lächerlich machen, ich finde es respektlos ein ehrliches Bedürfnis des Gegenüber ins lächerliche zu ziehen.

Es zeigt meist ganz klar wo die Wunden dieses Menschen liegen. Als ich das erkannte, spürte ich keine Wut mehr für diesen Menschen, der mir sowieso am Herzen liegt, sondern Mitgefühl.

Mitgefühl dafür das auch er unter der selben Sache wie ich gelitten hat und das noch immer noch tut!

Im Nachhinein betrachtet finde ich es enorm wohltuend das sich Wut in Mitgefühl verwandeln kann. Von einer Emotion die sich innerlich nach Trennung zum Gegenüber anfühlt, zu einer Emotion die zu einer Einheit bzw. Verbundenheit miteinander führt!

Unglaublich was Mitgefühl mit anderen, und sich selbst zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden beitragen kann.

Einmal mehr nehme ich mir also vor: liebevoll mit mir zu sein und zukünftig meine Bedürfnisse öfter für mich in den Vordergrund zu stellen und für mich einzutreten – bevor ich mir die Frage stelle was andere darüber denken oder wie sie reagieren könnten.

Die Reaktionen anderer auf Gesagtes, beruhen nämlich meist auf deren Gefühlen (getriggert durch ihre Vergangenheit) und haben weniger mit meiner Meinung oder mir zu tun!

Eines noch zum Abschluss das ich uns allen wünsche: mehr Mitgefühl & SOLIDARITÄT Im umgang miteinander- gerade unter Frauen und/oder Müttern!
Wir sitzen doch alle im selben Boot und wollen alle „nur“ gesehen, gehört und verstanden werden!

Wie sagt man so schön: we are in this together!

Von Herzen,

Silke

Nachtrag: manchmal ist es wohl auch gut erstmal runterzukommen darüber zu schlafen und mit Freunden zu reden 😬 bevor man sich in einem Blog damit auseinandersetzt 😉🤐🤭🤪! Hätte ich mir wohl auch einiges an Energie gespart. Denn im Endeffekt war es wohl lediglich ein Missverständnis und nach näherer Betrachtung wohl nicht dazu gedacht um sich über mich „lustig zu machen“. Living & learning! Mea culpa 💕🌺😘!!!!

Nichts desto Trotz hat es mir viel gebracht Dinge von allen Seiten zu beleuchten und auch mal wieder „Fehler“ zu machen und mich weiterzuentwickeln🥰.

Weg des Herzens….

Kennt ihr das, wenn euch ein Sachverhalt „glasklar“ erscheint , so sehr das ihr euch gar nicht mehr vorstellen könnt, das ihr jemals anders über die Sache habt denken können?

Weg des Herzens....

So geht es mir aktuell damit das die Heilung bzw. der Weg zu mir selbst in mein Herz führt! Es ist als sei diese Erkenntnis tief in jeder Zelle in mir, die unumstrittene innere Wahrheit meines „Seins“!

Noch vor Monaten wäre ich nie darauf gekommen, obwohl dieses innere Wissen gefühlt schon immer tief versteckt in mir ruhte.

Es ist Wahnsinn wie sehr sich das Denken, die Glaubensätze – ja die ganze Innere und somit auch die Äußere Welt verändern kann, wenn man jeden Tag bewusst und liebevoll (bedeutet für mich ohne Druck) daran arbeitet.

Der Weg dahin, die Bewusstheit für diese Veränderungen zu erlangen, war für mich gefühlt endlos lang. Es galt mich erst mal überhaupt irgendwie kennenzulernen, die hellen und dunklen Stellen meines Selbst. Zu wissen wie ich überhaupt ticke, was in mir alles schwingt und ansatzweise zu verstehen was mich berührt.

Ich wollte mich schon immer besser fühlen als ich es tat und war deshalb immer offen für Veränderung, deshalb beschäftigte ich mich stetig mit Lektüre, Seminaren und inspirierenden Sachen. Schon früh auf meinem Weg fiel mir ein Buch von Safi Nidiaye in die Hand mit dem schönen Titel “ Herz öffnen statt Kopf zerbrechen“ (kann ich nur empfehlen!) der zu mir passt wie die Faust aufs Auge ;). Hätte ich mir das mehr zu Herzen genommen, hätte ich vielleicht eine Abkürzung zu meinem Herzen nehmen können…aber so wollte es das Leben wohl nicht.

Der Wille jetzt „durchzustarten“ zu meinem „Sein“ entwickelte sich immer stärker nachdem mein Sohn in mein Leben trat. Zum einen wurde ich gefühlt durch Herausforderungen im außen dazu gezwungen, aber viel wichtiger: ich wollte für meinen Sohn aus ganzem Herzen eine Veränderung für mich – für uns – hin zur Liebe!

Ich wollte als erstes vor allem endlich auch das, dass Leiden meiner Vorfahren, welches an mich weitergegeben wurde, endlich ein Ende hatte. Keine Ahnung ob man das Drama der Ahnen jemals voll auflösen kann, aber ich denke man kann es entwickeln.

Im Jahr 2019 wollte ich endlich ein paar alte Blockaden lösen, im Rahmen eines Wingwave Coachings. Ich hatte das Gefühl das mich etwas aussergewöhnliches erwarten würde, aber das es einiges so beschleunigte und ans Licht brachte, fand ich schon wirklich bemerkenswert.

Es ergaben sich zwei zentrale Entwicklungen: ich verarbeitete Dinge aus der unmittelbaren Vergangenheit meiner männlichen Vorfahren, aus Kriegszeiten. Denke man muss dazu nicht mehr sagen, jeder kann sich denken das diese Thematik sehr tief bewegend sein kann.

Eines fand ich dabei aber sehr besonders, das ich nach der einen zwei stündigen Sitzung viel in Träumen statt im wachen Zustand (mit nachdenken/analysieren) zu verarbeiten schien – als ob sich die Dinge „von alleine“ im Schlaf klären würden. Bemerkenswert war dabei auch das mein Coach die selben Bilder wie ich aus meiner Vergangenheit zu empfangen schien. Was an der Sitzung zudem bemerkenswert war, war das ich zum Abschluss des Coaching eine Karte ziehen durfte (quasi als Geschenk für eine anstrengende Sitzung ;)) auf der folgende Worte standen: Folge deinem Herzen! Damals erkannte ich die tiefere Bedeutung für mich noch nicht.

Irgendetwas lösste das ganze Coaching jedoch in mir aus, einerseits fühlte ich mich danach freier als jemals zuvor andererseits begann für mich damit eine intensive Phase der Selbstreinigung in Form einer „Krise“…na ja eigentlich zeichnete sie sich schon vorher ab, aber für mich war das wohl ein blinder Fleck.

Jedoch war es für mich, nach einem Jahr der inneren Verarbeitung- der intensiven aber liebevollen Arbeit an mir – der Weg zur Bewusstwerdung. Es war der Start in ein völlig anderes Leben in dem ich lernte das ich nicht das außen kontrollieren/verändern muss – sondern mein inneres liebevoll gestalten lernen darf um zu mir selbst zu finden.

Als ich dann den Zen- Weg einschlug, der mir auch irgendwie (anhand von YouTube Videos) vor die Füße fiel, begann die Entwicklung meines Weges zum Herzen hin erst so richtig!

Die geführte Zazen Meditation des „geerdeten Herzens“ von Zen-Meister Hinnerk Polenski täglich über Monate mehrmals durchgeführt, brachte mich dann endgültig darauf das mein Herz die Quelle meines Selbst ist.

Ich hatte immer eine Art von Hellwissen/Intuition aber da ich mich nicht kannte und mir deshalb nicht vertraute wollte ich nie darauf hören.

Mir fiel die Karte aus dem Coaching wieder ein: Folge deinem Herzen! Mein Problem ist meist das ich zuviel denke und versuche mit dem Verstand zu erfassen, somit war mein erster Gedanke: „Ich denke nicht, dass ich ich wirklich begreife, was der Satz für mich bedeutet.“ Viele Fragen kamen im Kopf hoch :

  • Was genau sagt mein Herz denn eigentlich?
  • Wann und wie spricht es zu mir?
  • Was soll ich tun um diese Herzens-Bedürfnisse umzusetzen?

Doch jetzt da ich das schreibe , kann ich die Erkenntnis aus dem Satz (Folge deinem Herzen) plötzlich auf den Punkt bringen.

Eine Stimme in mir sagt: „du musst es nicht verstehen, was es bedeutet deinem Herz zu folgen, du fühlst es doch in dir – eine Art inneres Wissen das deiner Wahrheit entspricht und von jeder Zelle deines Körpers „be-ja-ht“ wird :)!

So ist es für mich: das meiste verstehe ich nicht mit dem Kopf sondern spüre es mit dem Herzen und in jeder Zelle!

Mir ist die Tage das Buch der buddhistischen Nonne Pema Chödrön (Titel: Das Unwillkommene Willkommen heißen) in die Hände gefallen, in der auch der Sanskrit Begriff des „Bodhichitta“ (bodhi = Erwachen; chitta= Herz/Geit) auftaucht, den ich sehr passend und berührend dafür finde, was wir alle und die Welt gerade gut gebrauchen können.

Das Ziel des Bodhichitta ist es, dass Herz vollkommen zu erwecken – nicht nur damit es uns besser geht , sondern vor allem im Bezug auf anderen Lebewesen und um ihnen aktiv Trost und Weisheit zu vermitteln.

Laut Pema beginnt es mit dem Wunsch frei zu sein, von allem was uns daran hindert anderen zu helfen.

Ehrlich, meist hindert uns doch das Gefühl des „Getrennt-seins“ bzw. das dadurch ausgelöste Gefühle wie z. B. Wut auf das Gegenüber daran, für andere da zu sein oder zu helfen.

Es gibt öfter aufgeheizte Situationen in meinem Leben wo ich mir denke „was für ein Depp“(im Bezug auf ein best. Gegenüber). Schon im Moment des Denkens fühle ich mich dann auch schon gleich mies – eine Schwere, Einsamkeit, Wut etc. zieht ein.

Wenn ich aber erstmal mich im liebevollen Licht meines Herzens sehe und bemerke was bei mir gerade für ein Film (der Vergangenheit) läuft und im nächsten Schritt dann noch mein Gegenüber mit seinem Film kämpfen sehe – merke ich doch schnell das wir viel gemeinsam haben.

Der Fokus auf das Gemeinsame, der aus dem Mitgefühls des Herzens entsteht, ist es was uns zusammenbringt und uns hilft über unsere Differenzen zu reden und gemeinsam Lösungen zu finden!

Ja, das hört sich jetzt vielleicht leicht gesagt an, ich weiß allerdings sehr wohl wie schwer es sein kann aus dem eigenen Film auszusteigen, geschweige denn den anderen dann noch mit Verständnis zu begegnen. Was mich aber immer davon überzeugt das es den Aufwand wert ist es zu tun, ist das gut Gefühl das aus meinem Herzen in jeden Winkel meines Körpers ausstrahlt!

In dem Sinn: Übung macht hoffentlich den Meister :)!

Also, ihr lieben Herzensmenschen: lasst uns in Minischritten jeden Tag üben alte Denkweisen/Verhaltensmuster im stressigen Alltag diesbezüglich zu hinterfragen und dann zu verändern um irgendwann zum Bodichitta überzugehen – dem Herz des Erwachens!

Von Herzen,

Silke

Im Chaos den Sinn finden…

Im Chaos den Sinn finden...

Seit ich meinen beruflichen Wiedereinstieg gestartet hatte, lief der Alltag wieder gefühlt in einigermaßen „geordneten Bahnen“. Das „normale“ Leben hatte mich wieder! Die Phase meiner Depression lag hinter mir, was mich gedanklich weitaus weniger schuldig fühlen lies, da ich ja wieder meinen Beitrag zur Familienkasse & Gesellschaft leistete.

Der Morgen verlief für mich erstmals seit langem ruhig, da ich das Privileg hatte heute noch liegen bleiben zu dürfen während mein Mann unseren Sohn zurecht machte, um ihn in den Kindergarten zu bringen.

Yeah…das Leben war auf meiner Seite – was konnte da noch schiefgehen?

Endlich konnte ich meine morgentliche Routine wieder durchführen – ohne das Gefühl völlig getrieben zu sein und schnell zum Ende zu kommen. Für mich bedeutet das, dass ich..

  • mich genüsslich im Bett dehne – tut mir persönlich immer gut, besonders in den Beinen, ich habe mal gelesen das die Ängste der Vergangenheit sich gerne körperlich gerade dort festsetzen – für mich ist diese Aussage jedenfalls sehr stimmig :).
  • meine 10 Versprechen (meine Lieblingsmantren wie z. B. „Ich bin genug, ich tue genug, ich habe genug“) in Ruhe laut rezitieren und mich in sie reinfühlen kann.
  • dreimal tief ein- und ausatme nach Zen-Art von Thich Nhat Hahn: Ich atme ein und stelle mir vor das ich eine Blüte bin, die dabei aufgeht. Ich atme aus und stelle mir dabei vor das ich ein Berg bin der fest geerdet ist.

Wenn ich es schaffe mir diese ca. 10-15 Minuten am Morgen allein zu nehmen, und dabei nicht sofort zur nächsten Tagesaufgabe hetzen zu müssen, dann fühle ich mich mehr in meinem Herzen und viel motivierter. Die Freude auf den Tag und all seine Herausforderungen lässt ich dann immer regelrecht aus dem Bett springen – ganz im Gegensatz zu der Trägheit die mich an anderen Tagen gefühlt aus dem Bett kriechen lässt.

Leider kommt es allerdings viel zu häufig vor das mein Sohn mich weckt und Aktion angesagt ist und ich froh bin wenn ich die Augen dabei offen halten kann :).

In diesen Fällen fällt die gepriesene Morgenroutine dann so aus das ich zumindest die Atemübung in den Tagesstart einfliessen lasse. Für den Fall das dann zwischendurch noch ein paar Minuten „me-time“ anfallen lasse ich mich häufig auf mein Meditationskissen fallen und versuche kurz Zazen zu machen – sitzen & atmen ohne jeglichen Anspruch/Druck/Erwartung…einfach „nur“ hier Sein ohne irgendwohin zu müssen.

Ehrlich ihr lieben: an manchen Tagen klappt es mit der Meditation und an manchen war es zumindest einen Versuch wert, um liebevoll mit mir zu sein :).

Heute war Home Office angesagt, also hieß es den flexiblen Arbeitsplatz herrichten. Mich „herzurichten“ hatte ich aktuell noch keine Zeit – es musste erstmal ein Cafe zu starten in den Tag her.

Also stürzte ich mich voll rein in die Arbeit, ich bin jemand der ziemlich leidenschaftlich dabei ist und auch wenn die Themen manchmal in wenig Zeit erledigt werden sollen, einen gewissen Anspruch an seine Leistung hat. Denke mein Chef sieht das manchmal etwas anders, aber so sind die Menschen einfach alle anders gestrickt und das wichtigste ich immernoch zum selben oder noch besseren Ziel zu kommen ;).

Die Themen waren heute komplex und es standen viel Meetings in einer Reihe hintereinander an bei denen Rückfragen und Diskussionsbedarf bestand. An solchen Tagen wo ein Meeting das andere jagt, schwirrt mir nicht nur der Kopf – ich fühle mich auch als ob ich Bodenhaftung verliere und weniger geerdet bin.

Ich denke für sensible Menschen mit Natur aus vielen Gedankengängen ist es sowieso immer etwas herausfordernder Multi-Tasking und die heute Informationsfülle und Komplexität der Arbeitswelt zu verarbeiten, aber was es dann noch energieraubender macht ist diese hohe Taktung der Meetings.

Nicht zur eigentlichen Arbeit zukommen, geschweige denn alles korrekt dokumentiert zu bekommen was an To-Dos aus den Meetings zu erledigen ist wird echt zur Herausforderung. Gefühlt steigt man innerer Druck, da ich nichts effizient abgearbeitet bekomme – auch wenn man sonst viel tut.

Meist bin ich so tief drin das ich sogar vergesse aufs Klo zu gehen bzw. es bewusst verschiebe, ebenso Essen oder trinken. Diese Verhaltensweise erkenne ich zum Glück mittlerweile schnell und kann wieder gegensteuern, denn diese dauerhafte Vernachlässigung von Grundbedürfnissen führte mich doch erst in die Depression.

Ja- für mich ist einer der wesentlichen Faktoren warum ich depressiv war/bin nicht das ich weniger belastbar bin/war sondern das ich nicht genug positive Anreize in meinen Alltag eingebaut habe und Grenzsetzung zugunsten von Verantwortungsbewusstsein vernachlässigt habe. Das musste jetzt an der Stelle mal raus, denn ich kann es überhaupt nicht leiden das in unserer modernen Gesellschaft Menschen mit die unter ihren Non-Stop Gedanken leiden und depressiv werden als weniger belastbar oder sogar „krank“ hingestellt werden.

Ja es ist eine Form der Krankheit, rein objektiv gesehen, aber man ist deshalb genau wie bei einer „normalen“ Krankheit weder „Gaga“ oder „nicht zurechnungsfähig“ noch „weniger belastbar“. Vielleicht funktioniert manches langsamer oder man fühlt einfach leider gerade viel zu viel negative Emotionen als positive – aber das tun „gesunde“ Menschen ja ehrlicherweise auch.

Ich habe mal gelesen, das es total normal ist das die Gedankengänge eines Menschen täglich zu ca. 70% negativ sind, das scheint wohl aufgrund unserer Konditionierung einfacher zu sein als wohlwollendes zu denken ;). Depression ist für mich also lediglich eine eine längerfristig bestehende Überlastung der Nerven getriggerter durch zuviel Gedanken/Glaubenssätze die negativ sind und meist in der Vergangenheit ihren Ursprung haben.

So jetzt bin ich leider etwas vom eigentlichen Thema abgeschweift ;)…aber es ist mir echt wichtig mit diesen Klischees und Stigmatisierung von (temporär) psychisch angeschlagenen Menschen aufzuräumen!
Es geht dabei nicht nur um mich, denn ehrlich ich hab mich durch meinen Blog schon geoutet, vielmehr hoffe ich dazu beizutragen das sich die Sichtweise der Menschen auf psychische „Krankheiten“ dadurch korrigieren lässt.

Also zurück zu meinem Chaos Tag: die Arbeit lief wie gewohnt im Informations- und Meetingüberfluss dahin, was mich dazu veranlasst mich wieder der bewussten Atemübung für drei Atemzüge zuzuwenden…hab da echt lange üben müssen – aber jetzt spüre ich da schon mehr Entspannung und Erdung als am Anfang.

Erschrocken bemerkte ich irgendwann, das es schon wieder Zeit war den PC zuzuklappen und mich startklar für den Weg zum Kindergarten zu machen. Wo geht die Zeit nur hin, wenn man konzentriert ist?

Also trotz spät-dran-seins bewusst normal bzw. entspannt gehen und tief atmen um den Weg zum Kindergarten für eine bewusste Denkpause zu nutzen um wieder bei mir anzukommen. Ich persönlich nenne es ja auch – meinen Versuch zur Gehmeditation.

Ja ihr lieben: Bewusstheit und Erdung/Mitte finden lässt sich in allen Lebenslagen trainieren….auch wenn es für mich gefühlt ewig gedauert hat bis ich es hinbekommen habe.

Also lief ich so, einigermaßen geerdet, zum Kindergarten…alles ist gut :). Die Erzieherin kam freudestrahlend auf mich zu und erklärte mir das mein Kind heute so brav war und immer der erste der fertig war – ob persönlich habe da ja eine etwas andere Sichtweise: das ein Kind zwar Grenzen kennen & lernen soll aber immer noch gerne ein Kind sein darf. Na ja…ich lächelte – ist ja lieb gemeint von ihr und ich schätze sie sehr.

Der kleine kam gleich auf mich zugestürzt und war auf einmal gar nicht mehr so „brav“ – er bombardiert mich mit Fragen die ich leider verneinen musst und somit nahm das „Drama“ seinen Lauf ;).

Mein Sohn ist hat viele Talente, aber eines seiner größten ist es so laut zu schreien wenn ihm was nicht passt das Gläser springen und die ganze Stadt alarmiert ist. Es ist immer wieder „nett“ in diesem Zustand mit ihm durch die Münchner Innenstadt laufen zu „dürfen“. Ja seit ich eine Mutter bin weis ich wie es sich anfühlt der Negativ Magnet von Aufmerksamkeit im Umkreis von Kilometern zu sein. Trotz Verständnis für mein Kind, dass gerade einfach sichtlich überfordert von allen seinen Gefühlen ist und sich entwicklungstechnisch gar nicht anders verhalten kann, möchte ich dennoch im Boden versinken nachdem ich mir eine Packung Oropax ins Ohr gestopft habe.

Der Stresslevel, von mir als geräuschsensiblen Menschen, schnellt also gefühlt auf 380% hoch und tanzt Tango bis wir zuhause ankommen und der kleine sich langsam beruhigt.

Erschöpft sinken wir beide auf das Sofa und gönnen uns erstmal ein kleines Eis und auch eine kurze ruhige Auszeit.

Es dauert schon einige Zeit und einen Cafe bis ich mich davon erhole und mich entscheide es heute mal langsam mit dem Kinder-Mittagsprogramm angehen zu lassen.

„Pausen für mich nicht vergessen und vor allem tief Atmen“ – ist mein Mantra dabei.

Das Kind will allerdings doch öfter mal bespaßt werden und dabei konstant im Hier & Jetzt zu sein ist gerade bei meinem Energieverlust nicht mehr möglich…also einfach annehmen wie es ist auch wenn ich gestresst und schlecht gelaunt bin.

„Mitgefühl ist mich und diese herausfordernde Situation“ ist der „Zaubersatz“!

Natürlich wird es nicht ruhiger bei uns zuhause, nein es kommt ein Spieldate vorbei – soweit so gut – man kennt sich, man mag sich…wenn ich es nur einfach annehmen könnte das ich gerade einfach durch bin und denn Kids weniger bieten kann.

Na ja..irgendwann ist es dann Essens-, Kuschel- und Bettgeh-Zeit und es wird langsam aber sicher ruhiger und entspannter im außen und meinem inneren.

Nach dem Zubettbringen widme ich mich erstmal wieder der Atmung und nach einiger Zeit tritt der Effekt ein – mein Herz tritt wieder in den Vordergrund und lässt mein Gehirn zur Ruhe kommen. Durch weniger Denken sinkt auch der Stress und ich fühle mich wieder etwas mehr wie ich selbst – in meiner Mitte.

Der innere Druck lässt nach, es wird still und leerer in mir. Es entsteht Raum für Liebe und mehr Mitgefühl, Akzeptanz der Situationen und die Möglichkeit alles ins rechte Licht zu rücken. Aus dem kreativen Nichts in mir entstehen folgende Fragen:

  • Was wenn es nicht einfach „nur“ ein chaotischer, stressiger Tag war – einer derer die es immer wieder mal gibt?
  • Was wenn mein Kind nicht nur einen schlechten Tag hatte oder selbst gestresst war ?
  • Was wenn dieser Tag in Wahrheit vom Leben so gestaltet wurde um mich „liebevoll“ weiterzuentwickeln – damit es nicht langweilig wird ?

Mein Herz gab die eindeutige Antwort:

Ja, diese Tage sind Wachstumstage für dich. Dein Sohn ist dabei dein bester Lehrer!

Ich muss sagen diese Herzens-Wahrheit macht es mir leichter in meine Mitte zu kommen, zu lächeln und mich auf Morgen zu freuen ;).

Ich wünsche euch das auch ihr in euren Herausforderungen die befreiende Herzens-Wahrheit finden könnt.

Lasst uns das gemeinsam üben – vielleicht klappt es ja irgendwann von allein 🙂

Von Herzen,

Silke

Vom Umgang mit Zeit…

Vom Umgang mit Zeit...
Sei dir wichtig: nutze deine Zeit bewusst, für dich!

Seit Jahren hatte ich als Mama wenig bis keine Zeit für mich, und wenn doch 2 Std am Abend noch zur Verfügung standen war ich immer total überfordert was ich jetzt damit anfangen sollte ;).

Es fühlt sich für mich so an als hätten wir Menschen bei dem andauernden rennen von einem Termin/Erledigung zum anderen vergessen wie es ist zeitliche Lücken im Plan zu haben – meist ist ja alles durchgetaktet. Wenn sich dann doch freie Räume im Zeitplan ergeben erschlägt mich dieser Raum im ersten Moment förmlich, sprich ich stehe total unter Druck was ich alles damit anfängen „müsste“ um endlich mal wieder „was für mich zu tun“ bzw. mich wirklich wohl statt gehetzt zu fühlen.

Ich als sensibler Mensch fühle die gesellschaftlichen Schwingungen sehr stark, all diese Pflichten die man hat und alles was man darstellen will um ein akzeptierter Teil der Gesellschaft zu sein. Was also „müsste“ ich an einem solchen freien Tag tun, was wird von mir erwartet: gechillt den Tag zu genießen, in Harmonie mit mir selbst zu sein und gleichzeitig alles für die Familie zu tun, Haushalt, Einkäufe, Putzen etc.? Für mich ist der Fokus auf das Umfeld und deren Bedürfnisse stark anerzogen, da es war meinen Eltern sehr sehr wichtig das andere dachten.

Ich persönlich möchte mich mehr und mehr davon lösen, wie man leben sollte damit keiner mit dem Finger zeigt. Ich möchte meine eigenen Bedürfnisse, Launen, Lebensart nachkommen und einfach „Sein“.

Ich möchte mein Leben leben, so dass ich am Ende meiner Tage sagen kann: ja das war mein Leben, ich habe es genossen mit allen ups & downs!

Heute morgen als ich erwachte, merkte ich das ich gerade nicht wirklich auf meinem Weg bin. Nach all den Jahren funktionieren und ackern, habe ich für mich die bewusste Entscheidung treffen können, das leisten hintenanzustellen und mehr Freizeit für mich zu haben, was zum Glück gerade finanziell funktioniert.

Ich habe mich aufgerafft und eine 4-Tage Woche in mein Leben gerufen. Heute war nun der erste freie Montag und ich wachte auf – nicht mit dem Gedanken von Freiheit & Freude darüber, sondern mit Druck und Angst.

Ich wollte heute erstmals nach Ewigkeiten ein paar Stunden länger schlafen, was auch super funktionierte nachdem mein Mann den kleinen heute früh in den Kindergarten brachte. Statt darüber glücklich und zufrieden zu sein, fühlte ich mich schuldig und getrieben.

Schuldig da ich länger als andere arbeitende Mitglieder – besonders meine Mann – der Gesellschaft ruhen durfte und mich früh nicht um meinen Sohn gekümmert hatte. Das „Rabenmutter“ als Stimme der Gesellschaft klang mir schon im Ohr. Ich wollte aufspringen und schnell all die Aufgaben erledigen die ich in den letzten Stunden nicht habe schaffen können, das Geschirr musste in die Maschiene geräumt werden, die Wäsche gewaschen, der Boden gesaugt etc.. Der Druck stieg merklich je wacher ich wurde und die Angst vom Leben abgehängt zu werden kam auf.

Als ich nach ein paar Minuten bewusst wahrnahm was da gerade in mir los war, musste ich erstmal schmunzeln ;). Da mache ich jetzt seit Monaten Atemübungen, Zazen und höre bei der Hausarbeit meine liebsten Achtsamkeitstalks von Zen Mönch Thich Nhat Hahn und dennoch sitze ich hier und fühle mich als wäre ich wieder das kleine Zahnrad im Uhrwerk der Gesellschaft das getrieben ist und nur funktioniert.

Die Bewusstheit, ist der wichtigste und auch der herausfordernste Schritt für mich – denn sobald ich wahrnehme was hier gerade läuft greift eines meiner Versprechen nach denen ich versuche mein Leben auszurichten: ich übernehme Verantwortung für meine Gefühle, Gedanken und Glaubenssätze!

Also kam ich aus der Nummer nicht raus, mein erster freier Tag ist mir viel zu wertvoll um ihn an die negativen Glaubenssätze und Gefühle der Vergangenheit zu verschwenden.

Klar ausgedrückt: ich möchte lernen diesen Tag der mich monatlich immerhin 500€ kostet für mich zu nutzen.

Immer noch keine einfache Frage: was würdet ihr mit freier Zeit tun was auch mehr zu euch selbst bringt?

Wie sagt Thich Nhat Hahn immer so schön „erstmal atmen“, also konzentrierte ich mich auf drei bewusste Ein-/Ausatmungen und schon lichtete sich der Nebel der Vergangenheit aus Druck/Stress & Angst.

Es entstand ein offener heller Raum in mir voller Möglichkeiten.

Fakt ist ,die Zeit für mich sollte:

  • sich gut anfühlen und
  • mich in meine Mitte bringen,
  • voller Schönheit der Natur,
  • voller Genussmomente und
  • Stille sein.
Was dabei für mich „Leistungstier“ ungemein wichtig ist: den inneren Antreiber im Blick zu haben und ihn zu besänftigen mit dem Mantra „in der Ruhe liegt die Kraftund „ich tue genug, ich habe genug, ich bin genug“!

Die Atmung fing an mich langsam zu mir zurück zu bringen – in meinen Körper. Ich streckte mich und begann mit meiner Morgenroutine zu der ich leider sonst nie komme, da mein süsser kleiner Sohn zu unterschiedlichen Zeiten aufwacht und mich jedesmal mit seiner Präsenz überrascht ;).

Also zuerst:

  • Dehnen & Strecken im Bett
  • Bewusstes Atmen
  • Meine 10 Versprechen für den Tag rezitieren und fühlen

Los gehts: das Leben ist für mich auf in den Tag!

Nachdem ich mich angezogen hatte zog es mich magisch in die Natur, den Park ums Eck. Endlich mal wieder meditieren am Morgen in Ruhe, dank meiner geliebten Noise-Cancelling Kopfhörer. Ehrlich – sie versüssen mir so manchen Tag…vor allem wenn ich mal wieder ätzende Tätigkeiten wie Wäsche aufhängen mache und mein Sohn nebenher noch einen Trotzanfall hat. Es tut gut vor allem in der Großstadt mal eine etwas reduzierte Geräuschkulisse zu haben.

Zielstrebig ging ich zu einem sehr alten und wunderschönen Baum im Park, der sicher schon viel gesehen und erlebt hatte und der mir einen komfortablen Platz auf seiner Wurzel im Schutz seiner Blätter anbot. Dankbar für diesen wunderschönen Anblick machte ich es mir für ca. 40 Minuten Zazen mit der „geerdeten Herz“ Meditation von Hinnerk Polenski gemütlich. Echt unglaublich wie gut Zazen dem Körper gut und selbst das Sitzen auf einer harten Baumwurzel zum Genuss wird – von dem glaube ich, nicht nur ich, sondern auch der Baum profitiert hat :).

Danach fühlte ich mich endlich wieder in meiner Haut angekommen, und merkte wie wichtig es doch ist täglich Zazen und meine Routinen zu praktizieren. Denn der Alltag der gerade in den letzten drei Wochen sehr schnelllebig und anstrengend war, hatte dafür gesorgt das ich mich von mir entfernte und der Nebel der Vergangenheit sich zuzog. Dadurch wurde ich zunehmend unbewusster und auch träge – was mich dazu veranlasste alles was mir gut tut zu vernachlässigen.

Es ist doch immer wieder spannend wie sehr man gerade die Dinge die einem eigentlich gut tun in hektischen Zeiten vernachlässigt, weil sie einem zu energieaufwendig erscheinen.

In dem Sinn, mache ich mal ein Brainstorming was ich mir heute noch alles gute tun kann um mich in liebevolle Schwingung zu versetzen:

  • Mitgefühl für mich & andere z. B. durch liebevolle Gedanken und Metta-Meditation
  • bewusste Spielzeit im Hier & Jetzt mit meinem Sohn verbringen
  • Ein Gespräch nach Feierabend mit meinem Mann in Ruhe bei einem Tee führen (es kam leider anders;)
  • Übungen für den Vagus Nerv machen: Zungenkreisen, Augenkreisen etc.; Interessantes Übungsvideo dazu: https://youtu.be/R0ZTh2R-o-8 -> Basis die Lehren von Stanley Rosenberg Ostheopath: https://youtu.be/jBRsDCPjOnU .
  • Zazen Abendprogramm des virtuellen Kloster des Zen Klosters Buchenberg teilnehmen
  • Frühzeit schlafen gehen, auch wenn ich dadurch wenig Zeit zum lesen hab

Vielleicht ist da ja auch das eine oder andere für dich dabei, um deinen Tag etwas liebevoller und angenehmer zu gestalten, egal ob du heute wie ich frei hast oder arbeitest. Andererseits ist es an manchen Tagen auch wichtig zu akzeptieren, dass alles irgendwie nichts bringt um sich wohl oder in Balance zu fühlen – dann ist das einfach so. Damit hadere ich dann am meisten :).

Dennoch wirkt bewusstes Atmen, mit Übung, immer auf die eine oder andere Weise für mich, manchmal kurzer manchmal länger und das beste ist: es ist immer und überall möglich!

Auch hier noch eine kleine Empfehlung von meinen Lieblings-Zen-Meistern zum Atemtraining:

Also bleibt daran, mit etwas Übung spürt ihr, wie wertvoll dieses Übungen sind um solche negativ Spiralen und Gedankengänge abzuwenden und den Tag zu geniessen.

Von Herzen,

Silke

P.S: Komischerweise ist meine Familie aus dem Gleichgewicht sobald ich es bin, nachdem ich also wieder in meiner Kraft gekommen bin, durfte ich den anderen dabei helfen wieder in ihre zu kommen – was mal besser und mal gar nicht klappt :). Auch das gilt es dann einfach zu akzeptieren. Ach ja…vielleicht ist heute auch einfach nur einer dieser Tage an denen was in der Luft liegt und irgendwie alle genervt sind – Monday-Feeling halt :).

Von Gedankenspiralen

Von Gedankenspiralen

Lange Zeit dachte ich das der Mangel an Energie den ich oft am Ende eines Tages spürte, einzig und allein daran lag, dass ich einfach viel wahrnehme durch meine Sensibiltät & Empathie – zum Teil sicher auch richtig.

Ich spürte schon beim Aufwachen viel belastendes, negatives, jedoch keinen konkret zuordenbaren Gedanken oder ein Gefühl – als sei ein dunkler Schleier über mich gekommen. Es zerrte an meinen Nerven, raubt viel Kraft und lies mich keine Freunde mehr im Leben finden sondern nur noch Druck, Verantwortung und Verpflichtungen.

Viele Jahre glaubte ich deshalb um aus dieser negativ Spirale herauszukommen muss ich lediglich mein Denken ändern – also „Think positiv“. Sich zu etwas zu verdonnern führt per se schon mal zu innerer Spannung, aber das hochgesteckte Ziel vom negativen ins positive Denken zu kommen versetzte mich total in Stress.

Als ausufernder Perfektionist (working on it ;)), stecke ich mir meine Ziele meist viel zu hoch. Ich möchte dann gerne sofort von einem Extrem ins andere überspringen, was die Latte noch höher legt.

Also versuchte ich die eine Art zu denken durch eine andere zu ersetzen, immer mit Fokus auf „denken“. Ich verbrachte Jahre damit über das Denken nachzudenken und daran herumzudoktern.

Durch all das Denken fühlte ich mich gar nicht mehr geerdet, sondern regelrecht schwebend und dadurch immer irgendwie instabil. Meinen Körper und alle Gefühle die dort zu spüren sind nahm ich gar nicht mehr wahr.

Wenn die Menge der Gedanken aufgrund verschiedener Ereignisse sich ausschliesslich ins negative verlagerte, investierte ich umso mehr Zeit ins positive zu denken. Die Gedankenbeobachtung wurde zu meinem Extremsport und vermehrte irgendwie nur die Last auf mich.

Irgendwann, meist alle Schaltjahre wieder, kam der Zeitpunkt zu dem meine Nervenbahnen durch all das Denken extrem überbeansprucht waren. Für mich fühlte es sich wie ein Kurzschluss im Hirn an, eine elektrische Überladung die mich in das diagnostische Krankheitsbild der Depression rücken lies.

Lange Zeit fühlte ich mich deshalb als Mensch zweiter Klasse, da ich wohl nicht belastbar genug sein und immer mal wieder zusammen klappte. Die gesellschaftliche Stigmatisierung lastete auch auf mir wodurch ich lange brauchte um zu erkennen, das eine Depression ein vom Körper eingebauter Notschalter ist um neue Wege zu finden sich neuronal zu regulieren. Nicht mehr und nicht weniger – es ging darum sich in eine andere Richtung zu entwickeln, wenn auch gezwungenermaßen. Ehrlich gesagt finde ich es trotz der Tatsache das, das Thema Depression gesellschaftlich mehr Beachtung findet, immer noch sehr ärgerlich das noch so viele Menschen denken man wäre entweder verrückt, geistig minderbemittelt oder nicht belastbar. Am meisten nervt mich das einem so oft die Belastbarkeit abgesprochen wird – wobei ich genau weis wieviel ich mich selbst belaste und der Meinung bin das viele dieser vermeindlich „gesunden“ nicht so viel gedankliche Belastung aushalten würden.

Das exessive Denken war einfach sehr belastent und nicht gesund.

Es dauerte allerdings einige Jahre um herauszufinden das, dass Denken nicht durch noch mehr Denken gefixt werden kann. Durch die Meditation fand ich einen Einstieg in die Welt des Körpers und versuchte wieder regelmässig mehr ins spüren zu kommen. Allerdings war das auch mehr eine „Pflicht“ als eine Kür, die mit viel nachdenken darüber einherging ob es nicht besser funktionieren müsste etc..

Wie dem auch sei, mein Bewusstsein veränderte sich schleichend immer mehr. Ich lernte mich wieder zu spüren, auch wenn es immer noch mehr Anstrengung in Anspruch nahm.

Nach Jahrzehnten der Selbstoptimierungsversuche in Richtung positiv Denken und „anders sein“ um jeden Preis fand ich mich in einem warmen, weiten, herzöffnenden Gefühl im Unterbauch wieder. Durch Zazen, das Sitzen in Ruhe ohne jeden Anspruch mit Fokus auf den Körper und den Atmen lernte ich, ganz langsam über Monate, wie gut es sich anfühlen kann einfach „zu Sein“.

Manchesmal klappte es besser in die Mitte zu kommen, manchmal schlechter bis gar nicht – aber ich wusst nun wie es sich generell anfühlt in der Mitte zu sein.

Dieses Gefühl veränderte mein Leben, ich fühlte mich in meinem inneren – fühlte wer ich bin! Ehrlich, ich kann es jetzt noch nicht glauben wie gut ich mich anfühle, es hilft mir auch mehr Mitgefühl und Akzeptanz für mich zu entwickeln – denn wer sich so gut anfühlt ist ok so wie er ist! Es brachte mehr Erdung und mehr Resilenz in mein Leben.

Hinweis: Bewusst spreche ich von „mehr Resilienz“ zu haben, um nicht das gesellschaftliche Klischee zu bedienen „belastbarer“ zu sein. Belastbar war ich schon immer, nun kann ich allerdings auch meine Energie besser managen.

Damit dachte ich Zum ersten Mal nicht „nur“ wer ich bin – nein, ich „war“ einfach!

Ich sehe jetzt wie sich alles langsam Sinn ergibt in meinem Leben, ich musste alle Erfahrungen machen – gute & weniger gute um dieses Gefühl wirklich spüren zu können und von anderen zu unterscheiden.

Ich erkenne mein großes Herz für mich, alle Menschen und die Welt und wünsche mir jedem davon etwas abzugeben.

Mein bloggen mit liebendem Herzen ist ein Versuch, Liebe auch in eure Herzen zu bringen und wie weit zu machen!

Von Herzen,

Silke

Wenn der Ruhetag zur Unruhe führt…

Wenn der Ruhetag zur Unruhe führt...

Rühre an das Leere in deinem Leben, und dort werden Blumen blühen.

Zen Weisheit

Endlich schönes Wetter an einem arbeitsfreien Tag, doch leider konnten wir heute nicht an den Ort unserer Sehnsucht entfliehen – den See.

Es stand ein Termin meines Kindes an, um manche Dinge kommt man als Mutter kleiner Kinder nicht drum rum 🙂 …obwohl ich den See eigentlich allem vorziehen würde. Meine Oase der Ruhe und Entspannung!

Ich selbst vermeide Termine an Wochenenden die mir nicht wirklich gut tun, denn als sensibler Mensch habe ich schon unter der Woche genug Kopfkino, so dass am Wochenende vor allem Ruhe auf dem Plan steht.

Ein entspanntes Chillen mit Familie, Naturgänge oder auch gerne mal ein Treffen mit einem Menschen der allein mir – nicht der Mama oder der Ehefrau – am Herzen liegt.

Warum dies meine Wochenendprämisse ist, ist dass ich neben meiner Hochsensibilität die eine oder andere tiefe Wunden im Umgang mit Menschen eingefangen habe. Mein persönliches Trauma liegt im Umgang mit einer Gruppe von Menschen die ich nicht besonders gut kenne – Mobbing in früher Kindheit ist wohl das Schlagwort.

Wenn also ausgerechnet auf das Wochenende, ein Termin mit einer Gruppe „fremder“ Menschen fällt , der für die meisten sicher ganz angenehm ist oder auch einfach nur langweilig, ist er für mich Anstrengung, Kopfkino und Vergangenheitsbewältigung pur.

Wisst ihr was ich meine? Vielleicht schaffe ich es bis ca. 10 Minuten vorher nicht daran zu denken das der Termin ansteht und bleibe halbwegs ruhig. Allerdings geht es denn kurz vorher los, es meldet sich eine innere Stimme in meinem Kopf die mir irgendeine Bullshit-Story aus meiner Kindheit erzählen will. Früher habe ich dieser Stimme geglaubt, heute hat sie zum Glück an Glaubwürdigkeit durch ständiges hinterfragen ( Fragen nach „The Work“ von Katie Byron…sehr empfehlenswert!) ihres Wahrheitsgehaltes eingebüsst.

Die Stimme raunt mir zu : „sicher kann dich keiner leiden“, „du musst dich tierisch anstrengen um deinen Platz in der Gruppe zu finden, was anbieten“. Ich sehe plötzlich kaum noch das es hierbei gar nicht um mich, sondern um meinen Sohn geht.

Irgendwie ist da plötzlich doch zwischen diesen fiesen Gedanken ein Moment der Stille und zum Glück meldet sich genau in dem Moment mein „gesunder“ bzw. realistischer Erwachsener-Anteil und sagt „nein, glaub den Mist nicht – atme durch, spüre den Boden der dich trägt und komm zu dir zurück“. Ich nutze den Moment, der kleine ist gerade mit sich selbst beschäftigt, schnappe mir ein Kissen und setzt mich auf den Boden um tief zu atmen und die Tragfähigkeit des Bodens in Stabilität umzuformulieren.

Glücklicherweise klappt es heute, trotz Kopfweh, ganz gut wieder in der Realität anzukommen. Also stehe ich auf, mein kleiner Sohn freut sich schon tierisch das es endlich losgeht und ich nehme diesen Glücksmoment seinerseits als Geschenk an. Plötzlich ist da ein Lächeln auf meinem Gesicht, eine Ruhe in mir und Freude auf das was kommt.

Ich dem Moment wünschte ich mir, dass es doch immer so leicht sein könnte – dieses fluffige glückselige Gefühl könnte doch mein Normalzustand sein. Denn mein Naturell ist pure Liebe: ich liebe die Natur, Tiere und besonders auch die Menschen- was mich doch immer wieder fasziniert, da die Wunden in mir doch auch von Menschen kommen.

Das ist wohl meine Gabe: der Glaube das der Mensch von Grund auf gut ist! Jeder von uns hat eine oder mehrere solcher Gaben, die meiner Meinung nach mit der Aufgabe zu tun haben, die ein jeder Mensch auf diesem Planeten erfüllen darf.

Manch einer würde meine Gabe vielleicht naiv nennen, meint mein Kopf, ich nenne sie bedingungslose Liebe und davon kann diese Welt gar nicht genug bekommen.

Aber zurück zu dem Moment der Ruhe & Glückseligkeit mit dem wir hinausziehen in die Welt, mit offenem Herz und weitem Blick auf all unsere Möglichkeiten.

Es ist schon fantastisch was Kinder alles in einem hervorbringen können, ich muss sagen es hat lange gedauert aber jetzt erkenne ich: Mein Sohn ist mein bedingungslosester aber bester Lehrer im Leben!

Ich versuche mich in dieser inneren Stille & Leere zu baden, aber bald kommt die Stimme in meinem Kopf wieder und mein lächeln verschwindet – mein inneres Kind bekommt Angst und möchte sich am liebsten verstecken…alles, aber sich nur nicht erneut einer Gruppe von Menschen ausliefern, die es mit Worten demütigen und verletzen.

Ich nutze wieder die kurze Verschnaufpause dieser Stimme aus vergangenen Tagen, um tief durchzuatmen. Zum Glück hab ich mich noch ans bewusste Atmen erinnert – durch viel Übung wird es langsam wohltuender.

Dann kommen wir an unserem Ziel an: ich schaue meinen Sohn an und hoffe das er von meiner innerlichen Anspannung nicht so viel mitgekriegt hat, denn es ist ja sein Event und soll Spaß bringen.

Natürlich merken Kinder das, was mich immer mega unter Druck setzt – aber auch diesen Gedanken von Schuld versuche ich der Vergangenheit zuzuordnen um mich zu beruhigen. Der kleine Mann, rennt zu meiner Freude, strahlend los um seine Freunde zu begrüssen und ist schon ins Spiel vertieft.

Langsam wird mein Mama-Herz entspannter und kommt wieder in seine liebevolleren Schwingungsfrequenzen.

Ich persönlich, habe mich bevor mein Sohn auf die Welt kam, nicht oft in Situationen begeben, die in mir diese alte kindliche Bedrohlichkeit hervorrufen. Keine Ahnung ob mir dadurch viel entgangen ist, aber ehrlich: ich umgebe mich auch lieber mit ausgewählten Menschen die mein Herz tief berühren und das bei einem gepflegten Essen mit der Möglichkeit sich intensiv über alles was uns erfüllt auszutauschen. Ich war einfach nie der Typ dem es viel Energie bringt, durch die Bars zu ziehen und einen drauf zu machen.

Mein Bedarf an Ruhe, Stille, Natur und Zeit für mich ist schon immer viel Grösser gewesen als der, der meisten Menschen.

Aber seit mein Sohn da ist, habe ich mich oft bewusst in diese für mich oft als „lebensbedrohlich“ geltenden Situationen begeben. Mein Ziel ist es wieder an mir zu arbeiten für ein erfüllteres Leben in Liebe für mich und meine Familie. Die Resultate muss ich sagen sind mittlerweile klar erkennbar – das Leben honoriert den Mut eines Menschen sich seiner Aufgabe zu stellen und unterstützt uns dabei. Manchmal ist man vielleicht gerade nicht in der Position das klar zu sehen, aber wenn wir zur Ruhe kommen denke ich fühlen wir in uns dieses natürliche „Ja“ des Lebens zu uns!

Gewinnbringend dabei ist für mich neben der Zen Meditation auch das Atemtraining – meine Empfehlung dazu, kommt mal wieder von Zen Meister Hinnerk Polenski:

Von Herzen alles liebe und nicht vergessen: öfter mal durchatmen ;),

Silke

Von der absoluten Schönheit…

Von der absoluten Schönheit...

An den ungewöhnlichsten Orten kann man von der Schönheit berührt werden, meist da wo man sie am wenigsten vermutet. Diese Blume strahlte mir auf einem, meinem Empfinden nach, verwahrlosten Balkon entgegen. Ihre Schönheit brachte mich zum lächeln und erfüllte mich mit Liebe.

Seither ist mir klar: Schönheit = Liebe!

Jedem Mensch, jeder Pflanze und jeder Sache liegt eine eigene individuelle Schönheit inne, nicht immer ist sie für das unbewusste Auge sichtbar, aber mit dem Herzen sieht man sie.

Das erinnert mich doch stark an das Zitat aus „Der kleinen Prinz“:

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Antoine de Saint-Exupery

Als sensibler Mensch vom Sternzeichen Stier ist Schönheit ein besonders wichtiger Wert für mich – aber wie ihr bereits erahnen könnt nicht im klassischen Sinne.

Ich halte wenig von gängigen Schönheitsidealen und lasse mich nicht von der Schönheit eines Menschen, einer Sache oder Pflanze beeinflußen. Generell stehe ich den Menschen sowieso eher positiv und offen gegenüber. Ich finde jeder hat es verdient das man ihm mit dieser Start-Toleranz und Respekt begegnet.

Aber zurück zur Schönheit, sie ist es für mich um die sich mein Leben dreht – sie berührt, inspiriert und erdet. Für mich scheint es als wäre sie der Sinn allen Lebens. Keine Ahnung wo ich das mal gelesen habe, aber ich fand es sehr passend: jede Schöpfung hat Schönheit inne und es ist ihr Sinn/ihre Existenzgrundlage dafür bewundert zu werden. Die entgegengebrachte Bewunderung ist quasi die liebevoll entgegengebrachte Leistung an die schöne Sache/Mensch/Pflanze für ihre Schönheit. So profitieren beide Parteien davon der Bewunderer und die Bewunderte Schönheit.

Natürlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, sie ist also total subjektiv und deshalb finde ich Kritik an der Schönheit z. B. einer Skulptur sinnlose Energieverschwendung. Einige Autoren wie z. B. Nietzsche behaupten zudem, das das „Schöne“ und „Gute“ nicht zwingend zusammengehören. Für mich steht allerdings fest das bereits im Funken der Entstehung einer Sache/Menschen/Pflanze Liebe liegt. Somit ist schönes auch gut.

Es gibt eine ansprechende Vorstellung über das Thema Schönheit von Plato und Plotin die besagt, dass Schönheit etwas ist das wir um seiner selbst willen anstreben oder begehren und das keiner weiteren Begründung bedarf.

Für mich fühlt sich das absolut richtig an: Schönheit ist universell, sie wohnt allem inne, erfreut uns und Bedarf keiner Begründung!

Von Herzen,

Silke

Liebe ist die Lösung

Love is everlasting

Wo die Liebe erwacht, stirbt das Ich, der dunkle Despot.

Rumi

Die Liebe ist in allem present, am ursprünglichsten in der Schöpfung der Natur. Dazu zählen nicht nur Pflanzen und Tiere, nein auch wir Menschen sind reine Liebe. Bei vielen spirituellen Lehrern unserer Zeit heißt es so wunderschön „wir sind aus Sternenstaub“ dem Material aus dem alles entstanden ist. Wenn ich ganz in Ruhe darüber nachdenke hört sich das so an als ob wir alle etwas ganz besonderes sind das in reiner Liebe entstanden ist – und so ist es ja auch.

Jeder von uns ist aus der Liebe seiner Eltern entstanden. In einem Moment des vollkommenen Ein-Seins zweier Menschen die liebevolle Gefühle für einander empfanden. Doch komisch das man das an den meisten Tagen des Lebens vergisst und sich in seinen Sorgen und Problemen verliert.

Jeder von uns ist ein einzigartiges liebevolles Wunder an jedem Tag aufs neue!

Ich fange erst jetzt wirklich an, die Tiefe dieser Worte im Herzen zu begreifen. Intelektuell ist es seit Jahren abgelegt in den tiefen meines Hirns, aber fühlen lerne ich es erst jetzt so langsam.

Viele Jahre waren in mir alle schattigeren Seiten meines Seins präsent wie Angst, Schuld und Scham. Durch die monatelange Meditation und dem Training von Erdung im Hier & Jetzt spüre ich meine Mitte wieder und erkenne das ich reine Liebe bin!

Es hört sich vielleicht für manche arg esoterisch an, aber vor Jahren habe ich eine Ausbildung zur Persönlichkeits-Trainerin gemacht und in einer Meditation war ich plötzlich in einer ruhigen Umgebung die sich warm und geborgen anfühlte dort waren Menschen die irgendwie mit Engeln Ähnlichkeit hatten die mir sagten „geh in dein Licht, lass es für dich und andere leuchten. Du bist Liebe!“ Das war glaube ich das erste Mal das ich mit meinem siebten Sinn einer Art von „Hellwissen“ Bekanntschaft machte.

Dieses Erlebnis war zutiefst berührend und befreite mich augenblicklich von allem was mich gerade belastete. Da ich es aber nicht als Realität akzeptieren konnte, denn hey – was würden andere von mir denken wenn ich ihnen so eine Gesichte erzähle. Zudem wollte ich nicht abgehoben wirken – wer bitte war ich denn das ausgerechnet ich Liebe bin!

Fast zehn Jahre sind seit dem vergangen in denen ich viel erlebt habe, ich durch Krisen geformt wurde. Wahrscheinlich wäre es leichter gewesen durch diese schweren Zeiten zu gehen wenn ich mir das Gefühl dieser Mediation „Ich bin Liebe“ hätte bewahren können.

Ich hätte viel früher erkannt das Liebe in all ihren Formen:

  • Selbstliebe,
  • Liebe zu Kindern
  • Liebe in der Partnerschaft
  • Liebe zur Familie
  • Liebe zu Freunden
  • Liebe zur Erde
  • Liebe zu den Menschen, besonders den herausfordernden

nicht nur berührend ist und die Gedanken erhellt, sondern vor allem heilt und das Leben zum besten verändert.

Als Baby das geboren wird, sind wir Liebe pur! Später war es dann in meinem Leben so da sich durch negative Erfahrungen und Erziehung ein grauer Schleier über die strahlende Liebe legte.

Durch viele spirituelle Lehrer deren Lektüren und Videos mich auf meinem Weg begleitet haben wie z. B. von Eckhardt Tolle oder Thich Nhat Hahn, wurde die Tür zu meinem Bewusstsein langsam aber sicher wieder für die Liebe geöffnet.

Aber erst das Zazen, das bewusste sitzen in Stille, das die innere Mitte wieder erlebbar macht, hat mir gezeigt wie sich mein wahrer Seins-Zustand eigentlich anfühlt.

Zazen hat mir geholfen wieder zu spüren das ich Liebe bin!

Seit ich dieses Gefühl wieder kenne und weiß wie es sich anfühlt, hat sich mein Leben auf wundervolle Weise liebevoll verändert.

Meine Beziehung zu mir, meinem Kind & Partner und Familie ist wärmer und herzlicher geworden.

Zugegeben unser Leben war in den letzten Jahren sehr von Krankheiten geprägt und deshalb hatte ich die Liebe aus den Augen verloren. Doch jetzt wo ich sie immer besser kennenlerne, entwickelt sich alles weiter.

Endlich fühlt es sich langsam so an als ob dies das Leben ist, dass ich mir immer gewünscht habe.

Allein das zu schreiben berührt mein Herz enorm!

Ich wünsche mir für uns alle das wir das Leben führen das wir uns erträumen, es liegt zum greifen nahe.

Natürlich ist der Weg manchmal steinig – in meinem Fall war es von Unsicherheit, Kontrollverlust und Angst gekrönt – aber es lohnt sich voran zu gehen.

Für mich ist es heute an der Zeit, da ein neuer Abschnitt anbricht, mal aus vollem Herzen in Liebe „Danke“ zu sagen an meinen Mann und meine Familie!

Ich liebe Dich, Tom – du bist nicht nur der Mann meiner Träume sondern auch meiner wachen Stunden :). Ich liebe es das wir zusammen über Berge und Täler gehen und uns immer näher kommen!

Ich bin so froh das die Liebe unser Leben wieder erfüllt und den Schleier der auf meinem Sein lag gelüftet hat.

Last but not least noch ein Gedanke für euch zum Schluss: Liebe wohnt meiner Meinung nach in jedem Gedanken.

Also lasst uns im Rahmen unserer Menschlichkeit versuchen in allen „dunkleren“ Gefühlen den Funken der Liebe zu finden und lernen sie anzunehmen. Denn wenn wir lernen immer mehr in Liebe zu sein – was nicht heißt nur Liebe zu empfinden, sondern vielmehr das anzunehmen was ist – entdecken wir den Himmel auf Erden.

Von Herzen,

Silke

Hochsensibilität in meinem Alltag

Hochsensibilität in meinem Alltag

Wir sind von Natur aus am glücklichsten, wenn wir unserer angeborenen Neigung folgen

Aristoteles

Es gibt Tage da schwirrt mir Abends einfach nur der Kopf. Gedanken strömen in konstantem Fluss durch meine Nervenbahnen und fangen an, an mir zu nagen. Es fühlt sich an als ob gerade alles Zuviel ist- Zuviel erlebtes, Zuviel unverarbeitetes. Die Gedanken werden zunehmend schwerer und dunkler und ich fange an mich damit zu identifizieren, was mir Energie raubt.

Warum nur fühle ich mich so? Warum ist alles Zuviel?

Lasst uns an der Stelle einen kurzen Abstecher in die Neurowissenschaften machen, um euch ein Gefühl zu geben was das Gehirn wirklich alles an Informationen in einer Sekunde im Bewusstsein & Unterbewusstsein verarbeitet:

  • Der bewusste Verstand nimmt pro Sekunde ca. 8 Infos wahr; um Gedanken zu formulieren braucht er im Durchschnitt 3 Sekunden
  • Das Unterbewusstsein  eines Menschen bricht alle Rekorde: es verarbeitet 80.000 Infos pro Sekunde -> 10.000 mal schneller  als Bewusstsein  (Quelle:  Buch „Panikattacken loswerden“, Klaus Bernhardt, S. 38)


All die zu verarbeiten Informationen des Gehirns resultierten aus der Wahrnehmung unserer sechs Sinne (Sehen, Riechen, Schmecken, Hören, Fühlen und der Gleichgewichtssinn) und der Rückmeldung von Organen.

Hochsensible Menschen hingegen haben eine weitaus intensivere sinnliche Wahrnehmung.  Dieses äußert sich für manche in einer extrem feinen sinnlichen Wahrnehmung z.B. scharfes Essen. Für andere kann es aber in einer weniger ausgeprägten sinnlicher Wahrnehmung resultieren, einfach dadurch, dass man komplett in der Innenwelt lebt und dadurch damit voll und ganz damit beschäftigt ist.

Das Phänomen der Hochsensibilität wurde erst Anfang der 90er Jahre von Elain N. Aron wirklich erforscht und somit erstmals in seiner Existenz bestätigt- wenn auch noch nicht wissenschaftlich ergründet. Seither gibt es vermehrt Literatur zu dem Thema, das gerade im Trend zu liegen scheint und immer wieder neue Erkenntnisse. Vielfältige Online Tests sind im Internet zu finden um herauszufinden ob man zu den 15-20% aller Menschen gehört die von dieser veränderten Wahrnehmung betroffen sind.

Buchtips zu dem Thema, die mir selbst sehr hilfreich waren, sind:

  • Sind sie Hochsensibel, Elain Aron
  • Hochsensibel? Was tun?, Sylvia Harke
  • Wenn Frauen zu viel spüren, Sylvia
  • Die Berufung für Hochsensible- Gratwanderung zwischen Genialität und Zusammenbruch, Luca Rohleder
  • Das Hochsensible Kind, Elain Aron (wenn man hochsensible Kinder hat)
  • Hochsensible Mütter, Brigitte Schorr

Ich persönlich kam erst vor ca. 5 Jahren darauf,  das ich hochsensibel bin. Seit längerem suchte ich jedoch nach Infos zur der Existenz meiner Wahrnehmung, da sie mir häufig abgesprochen worden war. Es musste doch einen Grund geben warum meine Wahrnehmung der Welt und Herangehensweise an Dinge immer anders war als die anderer. Das führte ganze führte meist dazu, dass ich mich meist nie zugehörig zu anderen „normalen“ fühlte.

Im Gegensatz zu den meisten, dachte ich schon immer viel nach, war deshalb vorsichtiger, ruhiger, vertiefter und nahm generell enorm viel wahr. Zudem hatte ich ein anderes Glaubens- und Wertesystem als die meisten. Ich glaubte schon immer unerschütterlich an das Gute in jedem Menschen, egal wie er drauf ist. Verbundenheit mit Natur & Menschen war für mich immer das essenziellste und unglaublich heilsam und wohltuend. Die Lehre der Quantenphysik bestätigt heutzutage glücklicherweise das mein Empfinden das alles Energie ist und in Verbindung zueinander steht. Wenn ich das in meiner Jugend jemand erzählt hätte, hätte man mich wohl für extrem „anders“ gehalten. Generell ist meine Erfahrung, dass hochsensible Kinder die ihre Natur auslebe, als „schwierig“ von der Gesellschaft eingestuft werden.

Denn je nach Fähigkeiten können die sensiblen Kinder enorm durchsetzungsfähiger, gerechtigkeitsliebender, zuwendungsbedürftiger und willensstärker sein in den Dingen die ihnen wichtig sind. Diese positiven Eigenschaften wirken jedoch auf die Gesellschaft, als auch auf Eltern, manchmal etwas überfordernd. Ich persönlich habe aufgrund der Überforderung meiner Eltern in manchen Dingen selbst früh gelernt lieber gar nicht ich selbst zu sein. Wodurch ich erst in meinen späten 30er Jahren gelernt habe wer ich bin und was mich wirklich im Herzen berührt.

Was mir schon immer auffiel, war mein enorm ausgeprägten Hörsinn. Es fühlt sich manchmal an, als ob ich von einer Geräuschlawine überrollt werde, wenn ich vor die Tür trete.
Leider werden wohltuende Geräusche meist von nervenaufreibenden Geräuschen überlagert. Deshalb gibt es für mich nichts schlimmeres als in einem lauten Großraumbüro zu sitzen oder in einem geräuschreichen Umfeld zu leben. 
Es kostet mich dann echt enorm Energie meinen Fokus, Konzentration, Inspiration, Kreativität und vor allem meine innere Balance aufrecht zu erhalten.


Was mir enorm hilft um wieder in meine Mitte zu kommen ist meist Zazen, geführte Meditation, in der Natur sein und seit neuestem auch Noise-canceling Kopfhörer. Dank der Kopfhörer gelingt es mir, manchmal kurz der lauten Welt zu entfliehen und mich etwas in Ruhe zu sammeln. Es gibt echt nichts schöneres als in der Natur mit solchen Kopfhörern zu meditieren – fühlte mich sofort total befreit.

Was seither auch immer wieder meine innere Balance als „zensible“ herausfordert ist mein siebter Sinn: Meine Intuition/Empathie/Bauchgefühl ist nämlich sehr stark ausgeprägt.

Das äußert sich meist so, dass ich die Atmosphäre eines jeden Raumes und Menschen wahrnehmen kann. Jedes kleinste Detail wird von mir visuell wahrgenommen wie z. B. feinste Mimik und Gestik, Körperhaltung und Positionierung im Bezug zu anderen und natürlich vor allem was energetisch emotional in jedem Menschen und zwischen den Menschen abgeht. In Gruppen von Menschen zu sein, bedeutet für mich deshalb einen enormen Energieverbrauch. Wenn es sich vermeiden lässt umgehe ich Gruppensituationen auch gerne, denn mein Ego hat sich hier in der Vergangenheit beträchtliche Wunden eingefangen die arg schmerzen.


Es fällt mir noch heute schwer diese ausgeprägte Empathie (mein siebter Sinn) zu kontrollieren und gezielt zu nutzen. Auch wenn es für mich enorm kräftezehrend ist damit zu leben, lerne ich das Geschenk das darin liegt immer mehr zu sehen und zu akzeptieren.

Um besser mit dem Sinn umgehen zu können sind für mich folgende Schritte wichtig:

  1. Fokus auf das Hier & Jetzt; um sich von Vergangenheitsbezug und alten „Problemen“ zu distanzieren -> Ankommen in der Realität (raus aus der Vergangenheit); primär geht das über Wahrnehmungsübungen und Atmung.
  2. Fokus auf mich; um zu unterscheiden welche Emotion zu mir gehört und welche zum anderen
  3. Wahrnehmen der momentanen Emotionen -> zur späteren Integration (meine Gefühle) oder zur Nutzung um mit anderen bezüglich ihrer Emotionen ins Gespräch zu kommen
  4. Loslassen der Emotionen bzw. emotionale Distanzierung (wenn es sich nicht um eigene Gefühle handelt).
  5. Erdung; durch Zazen/Meditation/Atmung mit Fokus auf den Körper!
Das wichtigste dabei ist für mich raus aus dem Kopf und rein in den Körper! Mich fühlen, spüren und umsorgen. Mitgefühl ist hierbei die halbe Miete. Denn es belastet und klappt nicht immer diesen siebten Sinn zu „kontrollieren“ so das manchmal noch die „Flucht“ aus der Situation hilft.
Meines Erachtens nach brauchen hochsensible dadurch mehr Zeit für sich um in Ruhe aufzutanken, ihre Gedanken loslassen und sich erden zu können. Auch mehr Schlaf ist wichtig damit das Gehirn in der Nacht im Unterbewusstsein aufräumen und die Wogen des Meeres an Information im Gehirn eines hochsensiblen glätten kann.

Was mir dabei tagsüber auch gut tut, ist bewusstes atmen und verschiedene körperliche Übungen die den Abgleich der rechten mit der linken Gehirnhälfte unterstützen, als auch die Verarbeitung der Informationen die von den Organen an das Hirn gesendet werden. Stichwort ist hier die Arbeit mit dem Vagusnerv der die Informationsübertragung und Verarbeitung zwischen Körper und Gehirn ausgleicht (Buchtipp: Neuronale Heilung, Lars Lienhard).

Ich bin froh das ich heute schon besser gelernt habe mit meiner „Andersartigkeit“ zu leben und mich eher als das einzigartige Wunder zu empfinden das ich bin – das wir alle sind!

Von Herzen alles liebe,

Silke