Mutter-Sein in anspruchsvollen Zeiten

Ich hätte es zu Neujahr echt nicht für möglich gehalten was das neue Jahr 2020 mit sich bringt – wahrscheinlich hat das allerdings keiner, der nicht hellseherische Kräfte hat 😉.

Klar, es würde sich für mich persönlich, die ich gerade in einer persönlichen „Krise“ steckte einiges verändern „dürfen“, aber das mein Leben so aussehen würde wir es das aktuell tut – hätte ich nie auch nur erahnt.

Das Leben ist echt voller Möglichkeit, das zeigt sich besonders in diesen herausfordernden Zeiten.

Jetzt habe ich durch die Corona Krise, wenn ich natürlich lediglich die für mich positive Seite der Medaille betrachte, eine Chance gewonnen Abstand zur Hektik des Alltags zu bekommen.

Alles hat sich gerade entschleunigt und das Gute daran ist Zeit zu haben innerlich wieder bei sich anzukommen, zu trainieren im Hier & Jetzt zu sein.

Es ist eine neue Erfahrung zu spüren wie erfüllend Ruhe & Stille ist , in den seltenen Momenten in denen ich als Mama eines aufgeweckten 4jährigen dazu komme. In dem Zusammenhang ist gerade so viel neues ins Leben getreten, allen voran ein komplett neuer Tagesablauf für mich als Mama, die gerade nicht arbeitet, zuhause mit Kind und Papa im Home Office.

Die Familie auf einem Haufen, eine geballte Power die so viele Seiten hat:

  • von mehr gemeinsamer Spaß- und Kuschelzeit, über mehr
  • Reibungs- und Konfliktpotenzial, aber auch
  • mehr Kreativität vorhandene Zeit zu nutzen und zu gestalten und neues zu probieren.

Die größte Herausforderung der Ausgangssperre in Zeiten von Corona ist für mich und mein Kleinkind mittlerweile öfter die Trägheit, unmotiviert oder auch mal schlichtweg tierisch gelangweilt sein.

Ich traue mich es offen auszusprechen da ich finde, es bringt uns nichts auch diese Seiten zu beschönigen, vielmehr sollten wir offen reden über alles was uns in der Zeit bewegt und auch das es sich manchmal nicht wirklich toll anfühlt…um es mal milde auszudrücken.

Eltern sein ist gerade jetzt echt ein harter Job, den viele gerade zusätzlich zu ihrem „normalen“ Beruf ausüben dürfen. Alles andere als ein Vergnüge, wie ich finde und oft genug Zähne zusammenbeißen und durchgehen.

Mein Lieblingsspruch als Eltern lässt sich sich hier gut anbringen : „es ist nur eine Phase, die geht vorbei“!

Was für die Trotzphase meines Sohnes gilt, ist also für mich gerade eine höchst philosophische Lebensweisheit geworden.

Das wichtigste für uns als Familie ist gerade Kompromisse zu machen um gemeinsam gut durch diese herausfordernde Zeit zu kommen. Na ja, von einem Kleinkind kann man das leider noch nicht wirklich verlangen, aber auch er tut sein bestes zwischen den „Autonomiebekundungen„ (aka „nein ich will will kein gesundes Essen ich will Schokolade“) zu kooperieren.

Als Mutter ist es aber viel wichtiger eines der für mich schwierigsten Dinge nicht zu vergessen: sich Zeit für sich zu nehmen und sich was gutes zu tun! Auch wenn dieses oberste Gesetz aller Mütter bedeutet, dass das Kind mal öfter vor dem iPad sitzt oder alleine spielt.

Meine größte Herausforderung ist dabei gerade die damit verbundenen Schuldgefühle anzunehmen und mich nicht von ihnen steuern zu lassen. Denn nach dem 1000sten Dinosaurier Rollenspiel in den letzten fünf Wochen mit Kleinkind zuhause bin ich ausgelaugt und manches Mal an einer inneren Grenze angekommen.

Ganz ehrlich es ist ok, das ich gerade keine Bilderbuch Mutter bin, solange ich es schaffe meine Kräfte für mich und letztendlich die Familie bestmöglich zu bündeln!

Es hat mich viel Nerven gekostet dieses Naturgesetz halbwegs anzunehmen, das besagt : Nur wenn es der Mutter gut geht, geht es auch dem Kind gut!

In dem Sinn seid lieb und achtsam zu euch Mamas!

Herzlicher Drücker,

Silke

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