Von Mutterschaftschaft, Klarheit und Verantwortung

Von Mutterschaftschaft, Klarheit und Verantwortung

Ein Tag zu Ehren aller Mütter, der aus den USA  um die 1914 zu uns über den Teich geschwappt ist und seinen Ursprung schon viel  früher in der griechischen Mythologie hat- mit der Verehrung der Königin Rhea.

👉🏻Wichtig ist hier für mich zu Anfang klarzustellen: das Wort „Mutter“ soll sich nicht nur auf Frauen beziehen, sondern auf alle die eine „Mutterrolle“ innehaben weil sie z. B. alleinerziehender Vater oder auch ein Mann in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einem Kind sind.👈🏻
Es gibt viele Menschen, egal ob Mann oder Frau, die in einer Mutterrolle „stecken“ und all diese sollten wir heute „ehren“ 🙏🏻!

Bereits die Göttin  Rhea hatte als Objekt der Verehrung viele verschieden und fordernde Rollen inne: als Amme des Zeus, Geliebte und Rachegöttin Nemesis. Für eine Göttin war das sicher leichter zu handeln, als es für uns Mütter heute ist 😉.

In der heutigen Zeit spielen wir Mütter, oft viel zu viele tragenden Rollen.

Gerade in Corona Zeiten, in den einige von uns wieder mehr von der gleichberechtigten Rollenverteilung abgewichen sind um es einfach „durchzustehen“, spielen wir Mütter m. E. vorwiegend folgende tragenden Rollen:

  • Verantwortungsträger:in für das geistige & körperliche Wohl der Familie; damit meine ich nicht hauptsächlich den Haushalt mit kochen, putzen etc. sondern vor allem Dinge die nicht sofort „gesehen“ werden wie z. B. Ausgleichen, Gemütlichkeit und Harmonie schaffen, Lösungen finden und unterstützen aller auf allen Ebenen.
  • Verantwortungsträger:in für Pflege von Familienmitgliedern als auch sozialen Beziehungen und Kontakte zur Außenwelt;
  • Kommunikationstreiber:in & Pfleger:in der Partnerschaft & des „Geliebtenstatus“; 
  • Verantwortungsträger:in für organisatorisches, administratives Rund um Familie & Heim
  • „Nachtwache“, oftmals nötig im Umgang mit „kleinen“ und/ oder kranken Familienmitgliedern
  • Krankenpfleger:in
  • Bezahlte Arbeitnehmer:in in Teil- oder Vollzeit
  • etc….

👉🏻Natürlich variiert es in vielen Familien ob und wie „groß“ diese Verantwortung bei der Mutter liegt und welche beim Partner:in, aber sind wir mal ganz ehrlich ist doch gerade in Corona-Zeiten einfach einiges wieder mehr bei uns Müttern gelandet.

Was in keinem Fall heißen soll das unsere Partner „nichts“ oder „nicht genug“ tun!

Aber es liegt einfach auch einfach in der Evolution und der traditionellen Rollenverteilung, das die Mutter der Familie sich viel mit „Fürsorge, Pflege & Organisation“ an allen möglichen Ecken und Enden beschäftigen darf.

Es liegt in der Verantwortung von uns Müttern uns besonders heute mal wieder genau hinzuschauen und zu überlegen:

👉🏻Was tue ich eigentlich alles?

👉🏻Was davon tue ich wirklich gerne mit Freude?

👉🏻Was tue ich nicht so gerne?

👉🏻Was muss getan werden? Muss es zwingend von mir als Mutter getan werden?

Als hochsensible, die viel zu früh viel zu viel emotionale Verantwortung tragen musste um zu überleben, ist es mir quasi in die Wiege gelegt worden mir „einiges ans Bein zu binden“.

Doch heute soll es anders sein, ich bin erwachsen und kann jetzt selbst entscheiden was ich wirklich tun „möchte“ und tun „muss“.
Somit kann ich mich ausprobieren um einen geeigneten Mix aus Pflicht- und Kür zu finden!

Eine Umverteilung bzw. neu Aufteilung von Aufgaben kann enorm zur plötzlichen Steigerung des Wohlbefindens beitragen.

Die erste Herausforderung vor der wir allerdings auch erstmal stehen ist herauszufinden für was wir eigentlich wirklich verantwortlich sind, fernab von „realen“ Verantwortlichkeiten wie z. B. Kinderbetreuung.

Denn es gibt in dem Zusammenhang auch viele gefühlte Verantwortung die wir glauben tragen zu müssen (alte Wunden & Glaubenssätze) , was „real“ gar nicht der Fall ist.
Diese falschen Verantwortlichkeiten zu erkennen und zu eliminieren, ist sehr wertvoll um mehr Freiheit & Zeit für uns zu haben und weniger Verstrickungen im außen.

Mein Tip zum erkennen von falscher Verantwortung ist folgender- könnt ich auch unterwegs machen:

✨Versucht einem Moment tief durch die Nase ein- und auszuatmen- beruhigt, da der Parasympatikus aktiviert wird.

✨Spürt in euch in euren Körper hinein, braucht gar nicht tief zu sein; Aufmerksamkeit nacheinander auf die Füße, die Beine, den Bauch,  das Herz legen um euch Nervensystem runterzufahren und bei euch anzukommen ✨.

Wenn ich dann später zuhause bin und mir Zeit nehme meinen Gefühlen den Raum zu geben den sie meist brauchen um Klarheit zu gewinnen, setze ich mich meist auf mein gemütliches Meditationkissen umarme ich erstmal liebevolle eine Zeit lang & atme tief um alles aufsteigen zu lassen was möchte.

Für mich ist das die beste Möglichkeit wieder in die Klarheit meines HerZens zu kommen.

Gerne sitze ich im Anschluss noch Zazen – in Stille oder begleitet von den Worten einer geführten Meditation von Zen-Meister Hinnerk Polenski.

Die Kombination von Herzöffnung durch Umarmung & das bedingungslos liebevolle versinken in der Stille des Sitzens im Zazen ergibt für mich jeden Tag mehr eine nachhaltiges lösen von Verstrickung und die Möglichkeit bewusster und klarer zu werden.

Dont get me wrong: das Ganze ist ein Prozess der trainiert werden darf und auch hier gibt es gut und schlechte Tage, manchmal funktioniert einfach gar nichts und man kann „nur “ akzeptieren das es so ist.

Aber hast du erstmal eine Idee wie gut sich das anfühlt wird es sich nicht loslassen und du wirst dranbleiben und zu einem Bestandteil deines Tages machen.

Für mich ist Meditation 🧘‍♀️ meist nicht der einfachste oder bequemste Weg in mein Herz zurück zu kommen, aber der erfüllendste und nachhaltigste.

Es ist die Einladung für meine Energie vom außen zurück in mein Herz zu kommen – back to  Reality, in voller Klarheit!

Die Schaffung von Klarheit ist und bleibt für mich als sensibler mit einigen Wunden, ein lebenslanger Prozess an dem ich zunehmend Spaß und Interesse finde die „Nuss liebevoll zu knacken“ 🐿.

Wenn die Grundlage der Klarheit geschaffen wurde kann man bewusst auf all seine Rollen und Verantwortungen im Leben blicken. 

Wir sollten immer mal wieder innehalten um zu überprüfen welche Verantwortung ist gar nicht meine, was darf ich Loslassen und/oder umverteilen.

Verantwortung für uns zu übernehmen in dem wir alle – besonders die Mütter – unsere Verantwortung neu definieren ist unendlich wichtig!

Es gibt Millionen Sachen bei denen ich  persönlich immernoch „hier“ schreie, wenn es darum geht anderen und/oder mir Verantwortung abzunehmen ob sie wollen oder nicht 🙃. 

Ich habe sorge mich oft leidenschaftlich um das Wohl von Menschen die ich mag, gehört zu meiner Persönlichkeit hab ich aber auch anerzogen bekommen – hier gilt es für mich zu trennen.

Ich finde es wichtig das offen anzusprechen und mich zu trauen mir das auch für mich einzugestehen: Wenn man selbst Verantwortung für andere übernimmt, die nicht die eigene ist, passiert es oft das man sich darin verheddert- es kommt zu Irritationen, Missverständnissen, Grenzübertritten aka „Konflikten“.

Manchmal sind diese so produzierten „Konflikte“ klitzeklein und verpuffen unmerklich, manchmal führen sie zu neuen Wunden in uns. 

Natürlich sind sie größtenteils unbeabsichtigt und oft mit guter Intention, dennoch ist es ein zu tiefes eindringen in den Bereich des anderen, worauf hin Verstimmungen und Konflikte entstehen können.

Wenn man sich dessen mal bewusst ist fällt es einem vielleicht auch leichter hinzuschauen um gut für sich aber auch andere zu sorgen.

Aber das ist euch überlassen, wichtig seit einzig und allein ihr: u

Stellt euch in euren Vordergrund und übernehmt die Verantwortung und Fürsorge für euch!

Von HerZen💖,

Silke

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