Von dem Gefühl der Hilflosigkeit…

Von dem Gefühl der Hilflosigkeit...

Und gerade als ich dachte ich hätte die Hilflosigkeit in mir „besiegt“ sagt sie auch im neuen Jahr wieder „Hallo, hier bin ich“.

Der Einstieg in das neue Jahr war gut und gerade dann, richte ich mich gerne in dieses Wohlgefühl ein. Die Überraschung ist dann jedesmal groß wenn ich wieder darauf aufmerksam gemacht werde das es in mir auch schwere dunkle Gefühle gibt, die zum authentisch sein auch dazu gehören.

Mir fällt es schwer darüber zu schreiben, denn es liegt mir fern meinen emotionalen „Müll“ anderen vor die Tür zu kippen – ehrlich interessiert das jemand, hat doch jeder genug eigene Themen.

Doch dann lese ich Beiträge wir die von @langsam.acht und erkenne das gerade der Ausdruck dieser Gefühle mich berührt, authentisch und menschlich und so echt ist.

In dem Moment schäme ich mich für meine Haltung.

Ich schreibe gerne gerne meine Essenzen auf und liebe es liebevolle Impuls in die Welt zu bringen aber wenn ich mal in einem emotionalen Loch sitze und gerade nichts positives daran finden kann, möchte ich einfach nur verzweifeln und es die Welt nicht sehen lassen.

Wisst ihr was ich meine?

Es gab seit längerem wieder einen Moment der totalen Hilflosigkeit, da man wenn Menschen krank sind nicht helfen kann wenn sie leiden. Diese Hilflosigkeit bringt mich schnell in meine Vergangenheit, zu einem kleinen Kind das hilflos,regungslos und weinend in der Ecke sitzt und erstarrt ist – ohne jegliche Perspektive oder Möglichkeit der Situation zu entrinnen.

So fühlt sich mein Trauma an!

Unsere Familie hat in den letzten Jahren gesundheitlich viel schwerwiegendes durchgemacht und so sehr wir alle auch auf uns achten und an der Situation arbeiten es scheint nie aufzuhören. Manchmal ist das für alle wirklich zu viel das schon alles versucht wurde aber dennoch keine Besserung einkehrt.

Gerade in unsicheren Zeiten, die noch mehr gesundheitliche Gefahren bereit halten schaffen wir es nicht mehr im Moment zu bleiben und einfach „nur traurig“ darüber zu sein das es gerade schwer ist.

Wir haben so viel probiert und so wenig gewonnen, es erscheint hoffnungslos.

Gerade bei mir wird diese „Traurigkeit“ aufgrund meiner Erfahrungen schneller als bei anderen zu einer allumfassenden Verzweiflung/Erstarrung die keine Möglichkeit bietet zu entkommen.

Ja ich bin gerade traurig und verzweifelt – aber im Gegensatz zu meiner Kindheit habe ich heute Möglichkeiten Dinge zu ändern um der Verzweiflung zu entrinnen!

Der Gedanke bringt mich von der Vergangenheit zurück in die Gegenwart und hilft mir mit der Familie über Optionen die wir haben zu reden.

Denn wenn ich eines gelernt habe, dann ist es das uns die Verbindung zu anderen helfen kann alles zu überstehen.

So versuche ich gerade mich auf den Moment zu konzentrieren und gemeinsam im Gespräch mit meinem Liebsten Lösungen zu finden, für eine Sache mit der wir schon viel zu lange kämpfen und irgendwie immer wieder mit dem Rücken an der Wand stehen.

Am Ende des Gesprächs erscheint mir der Tunnel weniger dunkel und ein Lichtstrahl offenbart sich. 

Ich bin dankbar für diesen wunderbaren Menschen in meinem Leben und unseren Mut die Dinge gemeinsam anzugehen, unseren Ängsten gemeinsam ins Gesicht zu schauen.

Da erscheinen mir unsere Krankheitsgeschichten der letzten Jahre, der Frust über fehlende berufliche Erfüllung und die Angst vor Weiterentwicklungen im Hinblick auf Conrona doch handhabbar.

So komm ich heute von tiefer Verzweiflung wieder in die Liebe und hoffe inständig das es auch das nächste Mal klappen wird ✨! Ist schon immer wie eine Achterbahn, das Leben 🤔!

Falls auch ihr gerade im dunklen Teil des Tunnels steckt sucht euch bitte einen liebevollen Menschen zum reden, wenn nötig auch eine Telefonseelsorge Hotline.

Denn alles fühlt sich besser an als erstarrt  im dunklen zu verharren 🌟!

Von HerZen 💖,

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